Wachstumsmotor des Euro-Landes stottert

10. April 2003, 13:05
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EU-Kommission nimmt Prognosen leicht zurück - Wachstum im ersten Quartal höchstens 0,2 Prozent

Luxemburg/Brüssel - Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges wartet die Wirtschaft des Euro-Landes weiterhin den Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im ersten Quartal 2003 gegenüber den vorangegangenen drei Monaten höchstens um 0,2 Prozent zulegen, berichtete die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel in einer aktuellen Konjunkturprognose. Im schlechtesten Fall sei sogar ein Schrumpfen um 0,2 Prozent möglich. Im zweiten Quartal könnte die Wirtschaft leicht zwischen 0,1 Prozent und 0,4 Prozent zulegen. Eurozone schrammt am Null-Wachstum vorbei

Im zweiten Quartal könnte die Wirtschaft in den zwölf Ländern der Gemeinschaftswährung leicht in der Spanne von 0,1 Prozent bis 0,4 Prozent zulegen. Die EU-Kommission nahm damit ihre Schätzung vom März leicht zurück. Schuld daran sei der fehlende Schwung der US-Wirtschaft. Für das Gesamtjahr rechnet Brüssel mit einem kleinen Plus von einem Prozent.

Im vierten Quartal 2002 wuchs die Wirtschaft des Eurolandes gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um lediglich 0,1 Prozent. Damit nahm das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg eine erste Schätzung vom März leicht um 0,1 Punkte zurück. In der gesamten EU betrug die Wachstumsrate 0,2 Prozent. Deutschland blieb mit einer stagnierenden Wirtschaft (0,0 Prozent) unter dem Schnitt der Eurozone und der EU. (APA/dpa)

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