Schmieds Museumspläne

Masterplan mit Tücken

11. März 2010 19:16

Kulturministerin sieht wenig Chancen fürs Mumok21

Wien - Kulturministerin Claudia Schmied hatte für Ende 2008 konkrete Pläne für die Erweiterung des Mumok versprochen. Bei der Präsentation ihres "Masterplans für Investitionen in die Bundesmuseen" - der Standard berichtete über die Vorhaben bereits in der Donnerstagsausgabe - musste sie eingestehen, dass es sich um ein tückisches Projekt handle, weil es viele Mitspieler gebe. Bekanntlich soll die Kunsthalle Wien ins Künstlerhaus einziehen und den Neubau im Museumsquartier fürs Mumok 21 freigeben. Bis zum Sommer werden Studien erstellt - und danach Gespräche geführt. Schmied sagte, sie stehe hinter dem Projekt, erachte die Umsetzung aber "als eher schwierig" .

Zumindest Verzögerungen gibt es auch bei der angedachten Fusion von Volks- und Völkerkundemuseum. Laut Vorschlag der Kultursektion hätte Schmied die Entscheidung bis Ende 2009 fällen sollen. Die detaillierte Planung, von den Museen ausgearbeitet, ist ihr aber nicht detailliert genug: Bis April sollen die Voraussetzungen für die Fusion geklärt werden.

Eine von diesen hat Schmied endlich erfüllt: Das KHM erklärte sich bereit, auf das Völkerkundemuseum zu verzichten, wenn das Geld für die Neueinrichtung der Kunstkammer zugesichert würde. Die Ministerin versprach nun die benötigten 14,5 Millionen Euro. Bis Jahresende wird das "endgültige Konzept" erstellt. (trenk / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.3.2010)

 

Albert Ottenbacher
11.03.2010 20:24
Fusion für 25 Mio

Die Arbeitsgruppe zur Fusion von Volks- und Völkerkunde legte ein Konzept vor und kalkulierte Gesamt-Investitionskosten von 22,8 Mio. Euro und einen Basisabgeltungs - Mehrbedarf von knapp unter 2 Mio. Euro. Wird der Plan im Internet veröffentlicht ?

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