Israel plant 50.000 Wohnungen

11. März 2010 18:58

Bauten in Ostjerusalem gefährden Friedensprozess

Jerusalem - Israel plant die Errichtung von insgesamt rund 50.000 Wohneinheiten in Ostjerusalem. Diese befänden sich in verschiedenen Stadien der Planung und Bewilligung, erklärten Beamte der israelischen Zeitung Haaretz, wie das Blatt am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe berichtete.

Der Großteil der Wohnungen soll in jüdischen Bezirken - bei denen es sich jedoch völkerrechtlich ebenso um besetztes Gebiet handelt - errichtet werden, ein kleiner Teil in arabischen Vierteln. Die Planung für rund 20.000 Einheiten seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Bewilligung und Umsetzung.

Dazu gehören jene 1600 Wohnungen, deren am Dienstag bekanntgegebene Bewilligung für Missstimmung während des Israel-Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden sorgte. Biden schloss am Donnerstag seinen Besuch in versöhnlichem Ton ab.

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Wie am Beginn seines Besuchs sprach Joe Biden auch zum Abschluss wieder von der "tiefen Freundschaft" der USA für Israel und schien die Verstimmung, die ein israelischer Plan für neue Wohnungen in Ost-Jerusalem ausgelöst hatte, abhaken zu wollen. In einer Rede an der Universität Tel Aviv signalisierte der US-Vizepräsident am Donnerstag, dass das Bauvorhaben kein ausreichender Grund sein könne, die angestrebten indirekten Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern abzublasen.

Am Abend zuvor hatte die Arabische Liga allerdings mitgeteilt, dass die Palästinenser "unter den gegenwärtigen Umständen" nicht verhandeln würden. Laut Chefunterhändler Saeb Erekat haben die Palästinenser die USA ersucht, von den Israelis die Zurücknahme des Baubeschlusses zu erwirken.

Israels Premier Benjamin Netanjahu hatte zuvor gegenüber Biden "Bedauern über den unglücklichen Zeitpunkt" der Bewilligung des Bauprojekts geäußert, hieß es in einer Verlautbarung. Netanjahu habe den zuständigen Innenminister Eli Jischai vorgeladen, um seinen Unmut auszudrücken. Das Projekt habe viele Planungsphasen zu durchlaufen, und bis zum Baubeginn würde es "wahrscheinlich einige Jahre" dauern. Biden schien diese Erklärung akzeptiert zu haben: Die Unterhändler würden somit "Zeit haben, dieses und andere Probleme zu lösen", sagte Biden, und Netanjahu werde "eine Prozedur einrichten, um solche Ereignisse zu verhüten" .

50.000 Wohnungen geplant

Gemeint war damit aber lediglich, dass die Israelis in Zukunft hohe Gäste nicht mehr durch "ungeschickte" Ankündigungen in Verlegenheit bringen wollen. Ein Baustopp in Ost-Jerusalem ist für Israel nach wie vor undenkbar, wie Kabinettssekretär Zwi Hauser in einem Radio-Interview bestätigte: "Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, und dort wird wie in jeder anderen Stadt gebaut werden, in jedem Teil Jerusalems."

Die Tageszeitung Haaretz meldete gestern, die Stadtverwaltung habe für die kommenden Jahre oder Jahrzehnte Pläne für rund 50.000 Wohnungen in Ost-Jerusalem. Die Projekte befänden sich in verschiedenen Planungs- und Bewilligungsstadien, wobei der Großteil der Wohnungen in mehrheitlich von Juden bewohnten Zonen gebaut werden soll. (Ben Segenreich aus Tel Aviv/DER STANDARD, Printausgabe, 12.3.2010)

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Sheriff Jack Mauer
19.03.2010 13:30

Ostjerusalem gehört zu Israel,wie Rom zu Italien.Das ist unumstösslich.

Cyber Motzer
20.03.2010 23:53
dann reisst doch die Moschee

auf dem Tempelberg einfach ab. Dann sehen wir ja was passierieren wird...wird mir aber egal sein...euch ist nicht zu helfen...

Cyber Motzer
13.03.2010 07:29
Israel kann man schon lange nicht mehr

als Staat bezeichnen, Zuendler und Friedensverachter waere da wohl der bessere Ausdruck. Leider, hatte Mal grossen Respect vor den Leuten dort. Schluss mit den Geldtransfers, dann haben die auch kein Geld mehr um zu Zuendeln. Dann gibts Mal hoffentlich Frieden....

Sheriff Jack Mauer
19.03.2010 13:45

Ich frage mich immer wo dieser Hass auf Israel herkommt.Ein winziger Staat der NÖgrösse hat und zur Hälfe aus Wüste besteht.

Die Araber haben dagegen Mill km² Land um sich auszubreiten.

gladio
12.03.2010 12:33
Die Strichelbrigade sollte eine Prämie bekommen

so fließig wie sie heute ist^^

cosomo
 
12.03.2010 11:23
Unglaublich

Ich habe selten so gehäuft historischen Nonsens gelesen wie in diesem Forum hier. Oder ist das alles hier einzig als Satire zu lesen?

Wollte Theodor Herzl am Zionistenkongress in Basel (1897) nicht eigentlich einen jüdischen Staat in Madagaskar oder Südamerika errichten?

Man hat sich dann doch auf das "heilige Land" einigen können. Die Folgen sind bekannt. Selbst wenn man den Staat Israel auf dem Mond hätte begründen wollen, irgendeine historisch-biblische Erklärung hätte man auch dafür gefunden.

CinnamonGirl
15.03.2010 16:25

@@@@elbst wenn man den Staat Israel auf dem Mond hätte begründen wollen, irgendeine historisch-biblische Erklärung hätte man auch dafür gefunden.


und spätestens dann hätte sich faschistoide wie sie gefunden die behauptet hätten, der mond war schon vorher von mikroorganismen besiedelt "die seit jahrhunderten dort lebten"und deshalb müssten die juden weg.

cosomo
 
15.03.2010 17:59

Danke für den Fascho. Ich bin der Meinung, territoriale Anspruche aufgrund von fiktionaler Literatur hat keine Berechtigung.

Das Gebiet, welches heute unter israelischer Kontrolle steht, gehört ihnen nicht alleine. Auch im historischen Kontext ist das so.

Aber schauen wir doch mal nach vorne: Was gibt es für eine andere Lösung als zwei Staaten? Das beste wäre selbstverständlich, einen Staat für Israelis und Palästinenser zusammen..., doch das können wir leider in naher Zukunft vergessen.

CinnamonGirl
15.03.2010 23:17

@territoriale Anspruche aufgrund von fiktionaler Literatur hat keine Berechtigung.


es geht nicht um das territorium, araber sitzen auf 99, 5% des landes im mittleren osten.

es geht darum daß sie keinen jüdischen staat im mittleren osten tolerieren wollen.

übrigens zionismus ist eine sekuläre bewegung.
die fiktionale literatur auf die sie deuten besagt daß juden auf den messias warten sollen und erst dann dürfen..
naja, fiction eben.

cosomo
 
16.03.2010 09:38

@"Die fiktionale Literatur auf die sie deuten besagt, dass Juden auf den Messias warten sollen und erst dann dürfen..." Gibt es eigentlich diese Partei in Israel noch, die für eine Auflösung des Staates ist, genau deshalb, weil der Messias noch nicht gekommen ist? Fiktion, ja da gebe ich ihnen recht.

Eretz Israel wird aufgrund von historischer und religiöser Überlieferung als beanspruchtes Siedlungsgebiet der Juden in Palästina bezeichnet. Soviel zum Thema Zionismus... Basics, notabene...

Aber Polemik bringt uns auch nicht weiter. Seien sie doch bitte einmal konkrekt: Sind sie für eine zwei Staaten Lösung? Keinen palästinensischen Flickenteppich, sondern für einen funktionierenden, souveränen Staat Palästina?

CinnamonGirl
16.03.2010 09:47

aha, historisch...das ist keine fiktion

ja, die 2 staaten -lösung wie primär geplant. ich bin dafür. aber dazu wird es nicht kommen, denn die araber müssten dafür israel anerkennen. die brauchen aber israel als schreckgespenst und bösewicht, die palästinenser als unschuldige opfer für propaganda zwecke der "arabisch-muslimischen einheit"

cosomo
 
16.03.2010 11:17

@"aha, historisch, das ist keine fiktion"... und "religiöse Überlieferung" klammern sie einfach aus?

Auch die Palästinenser können ihre Ansprüche von "historisch" ableiten.

Ich finde es ermutigend, dass sie auch für eine 2 Staaten-Lösung sind. Doch das Problem sind nicht die Araber, sondern die Orthodoxie in Israel. Eretz Israel lässt grüssen.

Jitzchak Rabin - ein Mann des Militars - wurde ermordet, weil er es gewagt hatte, dem Frieden einen Chance zu geben. Sehen sie in der heutigen Regierung Israels ein Mann wie ihn? Niemand wagt, mit der Orthodoxie im Lande zu brechen, aus politischen Gründen, notabene.

Der Siedlungsbau dient dazu, Fakten zu schaffen und gleichzeitig die Orthodoxen im Land bei Laune zu halten. Friedensprozess?

CinnamonGirl
16.03.2010 11:51

das problem sind die araber die den staat israel ablehnen.
d
ie orthodoxen in israel sind eine minderheit.

israel ist sekulär. viele orthodoxe sind nicht einmal statsbürger israels weil sie israel als staat nicht anerkennen (sie warten vor ort auf messias)

waren sie schon mal in israel? ich denke nicht.
für jemanden der in einem israel-relevanten forum postet wissen sie herzlich wenig über israel.

historisch haben araber die region in 8. jahrhundert einverleibt, aber viele der heutigen palästinenser sind erst ende des 19. jrhdts in die region gekommen.
weil zionismus auch jobs und aufschwung mitgebracht hat.
palästina war niemals ein staat sondern eine gottes-und menschenverlassene provinz der muslimischen imperien.

cosomo
 
16.03.2010 13:20

Ja ich war schon in Israel... und auch in den palästinensischen Gebieten.

Die heutige Regierungskoalition wäre ohne die Orthodoxen unmöglich, dass wissen sie doch auch?

Und über Einwanderung und territoriale Ansprüche mag ich nicht mehr diskutieren. Das Land dort gehört beiden Völkern.

Nun ja, Obama hat halt seine Rede in Kairo gehalten, daran wird er gemessen. Er hat die Hand zur Versöhnung gegenüber der arabischen Welt gereicht. Nun ist es an Israel, substantielle Vorschläge zu machen, wie es mit dem Friedensprozess weiter gehen soll.

Mit der grössten Militärmacht im Rücken und eigener, militärischer Stärke als Sicherheit, kann man doch einen Schritt auf die Palästinenser zumachen, oder etwa nicht? Was ist das Problem?

CinnamonGirl
16.03.2010 20:59

@@@Die heutige Regierungskoalition wäre ohne die Orthodoxen unmöglich, dass wissen sie doch auch?


die fpö war auch mal in der regierung. heisst es daß fpö in österreich damals alles bestimmt hat?


das territorium im historischen palästina gehört den beiden völkern aber das wollten die araber damals nicht wahrhaben.
übrigens alt-palästina inkludierte auch teile von südlibanon und süd-syrien.

das land israel gehört den israelis sowie österreich den österrechern gehört.

Makronaut
12.03.2010 12:32

bitte bitte lesen sie die geschichte des zionismus, über den kongress von basel und über die besiedlung palästinas.

dankeschön.

CinnamonGirl
15.03.2010 23:18

makronaut
ich bewundere die geduld mit der sie manchen postern hier die basics erkären.

cosomo
 
12.03.2010 13:06
Alles klar...

Ja ich weiss schon. Die jüdischen Einwanderer fanden eine menschenleere Gegend vor, nichts als Einöde und ein paar abgemagerte Ziegen. Aber in ihrem heiligen Buch steht geschrieben: "dies ist euer Land. Macht es euch untertan und begrünt es..."

Und dann kamen plötzlich die bösen Araber in Form von Palästinensern daher - bis heute weiss niemand, woher die eigentlich kamen - und machten den frommen Juden das heilige Land streitig. Aber das Land war den Juden versprochen und so griffen sie zu den Waffen um ihre Heimstätte für immer und ewig zu verteidigen.

Ich denke, etwa so hätten sie es gerne, nicht war?

CinnamonGirl
15.03.2010 23:24
eine menschenleere Gegend vor, nichts als Einöde und ein paar abgemagerte Ziegen.

eine treffende beschreibung



The country is in a considerable degree empty of inhabitants and therefore its greatest need is of a body of population. [British consul in 1857]

# There is not a solitary village throughout its whole extent [valley of Jezreel] -- not for 30 miles in either direction... One may ride ten miles hereabouts and not see ten human beings. ... For the sort of solitude to make one dreary, come to Galilee ... Nazareth is forlorn ... Jericho lies a moldering ruin ... Bethlehem and Bethany, in their poverty and humiliation... untenanted by any living creature... a silent, mournful expanse ... a desolation ... We never saw a human being on the whole route

Mark Twain, "The Innocent Abroad", 1867

Makronaut
12.03.2010 13:24

behaupte ich das irgendwo? nö. sie bilden sich was ein.

und dagegen behaupten unsinn:

1897 in basel wurde für (offiziell) palästina entschieden.

war auch garnicht blöd - denn die zio besiedlung palästinas begann de facto schon um 1870.

und warum woanders? die klagemauer steht weder auf madagaskar, auf dem mond oder in südamerika.

aber vielleicht bringen sie in ihrem wahn etwas durcheinander: madagaskar war einer der pläne eichmanns(!) zur "lösung" der "j-frage".

aber sie wären da nicht der erste. reddogg deliriert auch so manches zusammen...

Reddogg
 
12.03.2010 14:18

Können Sie meinen Nick bitte heraus lassen, wenn Sie sonst schon auf keine Argumente eingehen.
Und was habe ich gleich "deliriert"? Bin ich ja mal gespannt, aufgrund Ihrer Aussagen die Sie sonst machen, dürften Sie ja mindest ein komplettes Kommentarformular vollbekommen. Ich bin gespannt.

Makronaut
12.03.2010 19:07
wer hat angst vorm makronaut?

3ter versuch.

jkl

http://derstandard.at/?url=/pli... 6/13672938

grumbleduke
 
13.03.2010 15:41
Sie benötigen dringend zweierlei:

Erstens: Ein Einführung in die Technik des Verlinkens, denn Ihr Unsinn den Sie in einem Posting von sich geben wird nicht dadurch richtiger, dass Sie auf andere Stellen verweisen, an denen Sie den selben Unsinn zuvor gepostet haben.

Zweitens: Ärztliche Hilfe
Ihr pathologischer Rassismus nimmt mittlerweile besorgniserregende Züge an. Ihre Postings unterscheiden sich in nichts mehr von Äußerungen eines Hasspredigers:

- "nur eine Seite ist die richtige"
- "nur meine Sicht ist die richtige"
- "die anderen haben Ihre Behandlung/Bestrafung verdient"
- ...

Ein Posting von Ihnen zu lesen ist wie die Szene aus "In the heat of the night", in der Rod Steiger erkennt, dass Schwarze genau solche Rassisten sein können wie Weiße.

Makronaut
16.03.2010 13:53
hihi.

1) reddogg wollte links auf seine fehlleistungen und seine delirien. die hat er bekommen.

2) sie delirieren ebenfalls, scheint es. denn inhlaltich belegen können sie grad mal garnichts von diesem unfug.

Reddogg
 
12.03.2010 20:10

Sie haben also nicht einmal den Arsch in der Hose Ihre Vorwürfe auch mit Quellen zu belegen, denn was Sie da verlinken und die "Quellen" die Sie dann weiter unten dort angeben, sind wirklich hanebüchen. Ihre Hetze ist wirklich langsam schon gefährlich. Wie sagt man so schön bei uns: Grosses Ma*l aber nichts dahinter...
Armer Kerl Sie...

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