Konkurrenz aus Asien

China möbelt Österreich auf

Verena Kainrath, 11. März 2010 18:01
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    Foto: standard/andy urban

    Die Exporte heimischer Möbel gingen um knapp 15 Prozent zurück.

Einrichtungsindustrie ächzt unter Importdruck aus Asien

Wien - In den Wohnzimmern der Österreicher machen sich Polstermöbel aus China breit. Sie stehen europäischer Ware in Sachen Lederqualität kaum etwas nach, sind unter Handelsmarken in fast allen Einrichtungsfilialen zu haben und bringen hiesige Hersteller durch Dumpingpreise in Bedrängnis.
Der Importdruck hat sich 2009 weiter erhöht: Die Asiaten brachten in Österreich Einrichtung im Wert von 141 Mio. Euro an und damit um knapp elf Prozent mehr als im Jahr davor, belegt die Statistik Austria. Vor allem bei Polstermöbeln sei immer noch viel Handarbeit nötig, kaum ein Europäer könne da preislich mithalten, von den niedrigeren Umweltstandards der Gerbereien nicht zu reden, erzählt Peter Scherf, Chef des größten österreichischen Herstellers Ada.

Nicht nur die Billigkonkurrenz setzt Österreichs Möbelerzeugern und ihren gut 38.000 Mitarbeitern zu. Die schwache Konjunktur ließ die Produktion in den ersten neun Monaten 2009 um fast 13 Prozent schrumpfen. Die Exporte brachen um mehr als 14 Prozent ein, Überkapazitäten bestimmen Produktion und Handel. Österreich sei im Vergleich zu anderen Ländern jedoch immer noch ganz gut weggekommen, sagt Georg Emprechtinger, Chef von Team 7 und stellvertretender Fachverbandsvorsitzender. Bei Wohnmöbeln gebe es zum Teil sogar Zuwächse, auch wenn starke Eigenmarken nach wie vor fehlen. Beliefert wird neben den Fachhändlern vor allem Lutz, Leiner, Kika, die den gesamten Markt dominieren. Bei Ikea hat kein Österreicher den Fuß in der Tür. (Verena Kainrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.4.2010)

Johann Hunger1
12.03.2010 11:01
Kein Problem!

Mama,Papa, Oma und Opa kaufen diese billigen Produkte, und die Kinder arbeiten dann in China um 1 € Stunde! Was sagte Jesus: Was du säast, wirst du ernten!

rubinek
12.03.2010 08:55

Die Chinesen werden schon sehen wie weit sie damit kommen wenn einmal alle Flüsse vergiftet sind.

Bergdolm
12.03.2010 08:52
Da werden wohl weitere Ö Betriebe zusperren

Es werden weiter Branchen u. Firmen folgen, wo die Chinesen wesentlich billiger verkaufen - und die Qualität aber nicht schlechter ist.

BeachBuddy
11.03.2010 23:29

1000% auf die Transportkosten und dass Problem ist gelöst.
Wie bei Mirabell, die die Kugeln in Tschechien verpacken lassen.

Johann Hunger1
12.03.2010 11:01
Nein! Mündige BürgerInnen, die das nicht kaufen!

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