Straßenblockaden

Anti-Bologna-Demo behinderte Minister-Gipfel

S. Pumberger, S. Mittendorfer, 12. März 2010, 10:34
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    Demo-Auftakt beim Europaplatz.

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    Über die Mariahilferstraße geht es zum Burgtor.

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    "Das Schwein demonstriert seit fünfzehn Jahren ohne Erfolg gegen alle möglichen Einsparungen in der Bildung. Wenn man sich die Budgetpläne anschaut, demonstriert es auch heute wieder ohne Erfolg", sagt sein Träger.

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    Am Abend werden Straßenblockaden erwartet.

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    Ziel der Demonstration war das Burgtor. In der Hofburg fand am Abend der feierliche Empfang zu zehn Jahre Bologna-Reform statt. Die protestierenden Studenten wollen mit Straßenblockaden auch die Zufahrtswege der Minister behindern.

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Straßenblockaden verzögerten Jubiläums-Feier - Veranstalter: 10.000 bis 12.000 TeilnehmerInnen - Polizei: 3.200

Während die Bildungs- und Wissenschaftsminister der 47 Bologna-Staaten in Budapest und Wien das zehnjährige Jubiläum des vereinheitlichten Studiensystems begingen, protestierten Donnerstagabend tausende Studierende auf Wiens Straßen. "Es gibt nichts zu feiern, deshalb demonstrieren wir gegen den Bologna-Gipfel", erklärte eine Studentin gegenüber derStandard.at. Schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatten Studierende den Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes (NIG) besetzt, diesen jedoch Donnerstag früh geräumt (derStandard.at berichtete).

Um 15 Uhr versammelten sich die Studierenden beim Westbahnhof und zogen eineinhalb Stunden später über die Mariahilfer Straße in Richtung Burgtor. "Freie Bildung für alle, ohne Zugangsbeschränkungen, ohne Studiengebühren, ohne Diskriminierung", forderten die Studierenden bei der Kundgebung vor dem Abmarsch. Ein Sprecher der Presse AG der Uni-Proteste sprach gegenüber derStandard.at von 10.000 bis 12.000 Demonstranten, die auch noch am späteren Abend die Straßen blockiert haben, um den Wissenschaftsministern - und ministerinnen den Weg zum Abendessen abzusperren. Nach Polizeiangaben nehmen 3200 Demonstranten am Hauptzug teil. Da jedoch auch im Schillerpark an der Akademie der bildenden Künste, an der Hauptuni, an der Technischen Universität sowie am Graben (der Standort der Grünen) Kundgebungen stattfinden, kann der Pressesprecher der Wiener Polizei Johann Golog gegenüber derStandard.at nicht sagen, wie viele Demonstranten tatsächlich an der Anti-Bologna-Demo teilnehmen.

Europaweite Solidarität

"Ganz Europa schaut heute nach Wien und wir zeigen, dass wir für unsere Bildung kämpfen", forderte ein Student aus Italien seine europäischen Kollegen zum Zusammenhalt auf. Auch Vertreter der Studierenden aus Deutschland, der Türkei und Frankreich sind nach Wien gekommen, um "alle gemeinsam an dem symbolischen Marsch" teilzunehmen, Erfahrungen auszutauschen und zu "zeigen, dass wir sehr, sehr viele sind", sagte eine italienische Studentin, die mit rund 150 Kollegen angereist ist. Für den 9. Juni ist in Deutschland ein bundesweiter Protesttag geplant, zu dem auch alle anderen europäischen Länder eingeladen sind. 

Nicht nur marschiert wird für ein besseres Bildungssystem, sondern auch getanzt. Die „deeskalative Gruppe" hüpfte und tanzte zu Trommelmusik. "Demonstrationen können fröhlich und friedlich sein. Wir zeigen, dass es eine alternative Protestform gibt", sagte eine der Tänzerinnen.

Straßenblockaden

Bis ungefähr 18 Uhr waren die Studierenden unterwegs Richtung Burgtor, danach versuchten die Studierenden mittels Straßenblockaden die aus Budapest anreisenden Minister am Zugang zu behindern. Man wolle, dass die Minister einmal spüren wie sich "Zugangsbeschränkungen" auf die persönliche Freiheit auswirken, so eine Sprecherin der AG-Presse gegenüber derStandard.at. Während der Demonstration wurden verschiedenfarbige Zettel verteilt, die danach zu den jeweiligen Straßenblockaden führten. Viele der Demonstranten hatten sich mit Isomatten, Schlafsäcken und Thermokannen ausgerüstet. Auch Styropor-Sitze wurden verteilt. "Sie, die mit ihren Limousinen hierherkommen, müssen erst einmal an uns vorbei", hieß es bei der Abschlusskundgebung.

Blockade vor Oper

Gegen 20:15 Uhr ist es zu einer Blockade des Rings bei der Staatsoper gekommen. Ungefähr 150 Personen tanzten und trommelten auf der Fahrbahn, es kam zu kurzfristigen Wortgefechten mit Autofahrern. Als ein Einsatzfahrzeug blockiert wurde, griff die Polizei, einige Demonstranten wurden weggetragen, die Übrigen Demonstranten beendeten die Blockade daraufhin freiwillig. Die Polizei griff ein, als ein Einsatzfahrzeug ebenfalls blockiert wurde, einige Demonstranten wurden weggetragen, der Rest beendete kurz danach die Blockade freiwillig.

Gegen 21:30 Uhr blockierten Demonstranten gegen die Bologna-Konferenz an der Ecke Walfischgasse/Kärntnerstraße zwei Shuttle-Busse. Die Polizei trug die Protestierenden weg bzw. drängte sie mit einem Großaufgebot ab. Ob es sich bei den Insassen der Busse um Teilnehmer der Konferenz handelte, ist aber unklar: Es befanden sich vor allem Personen aus Fernost bzw. dem arabischen Raum in den beiden Bussen. Zuvor hatte die Polizei die Kärntner Straße auf Höhe der Krugerstraße in beide Richtungen für Fußgänger gesperrt. Durch die Krugerstraße wurden offenbar Fahrzeuge mit Konferenzteilnehmern geschleust.

Karl musste warten

Gestört wurde jedenfalls der Ablauf der Festakt in der Hofburg, wo Gastgeberin Karl eine Stunde zuwarten musste, ehe sie vor den Ehrengästen die "einzigartige Partnerschaft" im "Bologna-Prozess" würdigen konnte. Einer jener, auf die gewartet werden musste, war übrigens der Vorsitzende der Universitäten-Konferenz, Hans Sünkel, der von einer Blockade zwischenzeitlich gestoppt worden war. 

Am Donnerstagabend haben es drei Studenten trotz Zutrittskontrollen bis ins Foyer des Großen Redoutensaals geschafft, wo Beatrix Karl gerade Interviews gab. Sie gesellten sich zu den Journalisten und wollten während eines TV-Interviews selbst Fragen stellen. "Frau Karl!", setzte ein Student an, wurde aber gleich von Mitarbeitern der Ministerin zurückgedrängt. Nachdem die Studenten der Aufforderung der Sicherheitskräfte, ihre Zutrittsberechtigung vorzuweisen, nicht Folge leisteten, wurden sie von den Sicherheitsleuten zum Ausgang begleitet. Karl setzte inzwischen ihr Interview unbeeindruckt fort.

Fünf Festnahmen bei Demo

Die Polizei ist mit Schlagstöcken, Helmen und Schutzschildern ausgestattet. Auch Zivilbeamte sollen sich unter die Demonstranten gemischt haben. Polizeisprecher Hejl begründet das Polizeiaufkommen, mit möglichen "gefährlichen" Aktionen der Demonstranten.  Laut Polizeiangaben kam es bei der Demo zu insgesamt fünf Festnahmen, davon zwei wegen strafrechtlicher Delikte wie Widerstand gegen die Staatsgewalt oder Sachbeschädigung. Drei Festnahmen erfolgten wegen verwaltungsrechtlicher Delikte.

Beim Burgtor beginnt die Sperrzone rund um den Gipfelstandort, der Hofburg (siehe Grafik). Zahlreiche Institutionen waren von der Handhabung der Sperrzonenregelung betroffen, seitens des Österreichischen Filmmuseums protestierte dessen Direktor Alexander Horwath entschieden in einer Aussendung.

"Mehr Vorteile als Probleme"

Für die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat der europaweite Hochschulreformprozess "enorm viel bewegt". Ihr ungarischer Amtskollege erklärte: "Der Bologna-Prozess hat bedeutend mehr Vorteile gebracht als Probleme verursacht." Die positiven Auswirkungen würden in den kommenden Jahrzehnten spürbar werden. 

Und auch die Wissenschaftsministerin Beatrix Karl betonte die guten Seiten des Bologna-Prozesses. Der gemeinsame Hochschulraum sei "ein Eckpfeiler der Zukunft Europas und damit auch unserer Länder". Die Chancen für junge Menschen stünden im Mittelpunkt der Bologna-Idee, betonte Karl.

Der offizielle Bologna-Gipfel übersiedelt am Donnerstagabend nach Wien wo die 47 Wissenschaftsminister an einem Fest in der Hofburg teilnehmen werden. Am Freitag soll noch eine abschließende Arbeitssitzung stattfinden. Am Donnerstag wurde Kazachstan als 47. Mitglied in den Kreis der Bologna-Länder aufgenommen.

"Morbus Bologna"

Die Transparente, die auch schon während der österreichweiten Uniproteste im Herbst zu sehen ware, wurden wieder ausgerollt. "Morbus Bologna. Widerstand schützt", "Burning University. Make Bologna History" oder einfach "Bologna stinkt" war zu lesen. Die Interessenvertretung des Instituts Geschichte trug ein Pappschwein mit sich: "Das Schwein demonstriert seit fünfzehn Jahren ohne Erfolg gegen alle möglichen Einsparungen in der Bildung. Wenn man sich die Budgetpläne anschaut, demonstriert es auch heute wieder ohne Erfolg", sagte der Träger.

Die Proteste unter dem Motto "Bologna Burns" von 63 Organisationen unterstützt, darunter die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die Globalisierungskritiker von Attac, die Wiener Grünen, Gewerkschaftsvertreter und mehrere sozialistische und kommunistische Verbände. Unter die Demonstranten haben sich auch der Grüne Bildungssprecher Harald Walser und der Grünen Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald gemischt. Am Freitag und am Samstag soll es neben weiteren Protesten auch einen Alternativgipfel in Räumlichkeiten der Uni Wien geben. Dabei soll in Workshops ein Gegenpol zu der Minister-Tagung geboten werden. (Stephanie Mittendorfer, Sebastian Pumberger/derStandard.at, 11.3.2010)

Kommentar posten
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Captain Smoker
71
12.3.2010, 15:52

Jaja, immer protestieren und wenn jemand ernsthaft mit ihnen diskutieren will sich wie ein Kindergarten aufführen.
Sorry, aber meine anfängliche Sympathie ist weg.

dieGRAS
06
12.3.2010, 15:57

ÖVP Wissenschaftsministerin Karl hat einen Tag vorm Klärungsgespräch mit den StudentInnen, diesen über die Medien ausgerichtet, dass es in allen Studien Zugangsbeschränkungen geben wird.

Sie hat also bewusst provoziert und sich jedem konstruktiven Dialog verwehrt

Captain Smoker
50
12.3.2010, 16:02

Und deshalb hat man sich wie schon davor bei den Verhandlungsversuchen von Hahn so kindisch aufführen müssen? Das bestätigt doch nur meinen Standpunkt, dass man gegenteiligen Meinungen nichts entgegen zu setzen hat. Oder es sind einfach die falschen Leute die die es immer schaffen sich in den Fordergrund zu drängen. Es kann ja nicht sein, dass Masken tragen, Plakate schwingen, Niederschreien, Pfeifen, ... alles ist was man an "Argumenten" hat.

kjlz
51
12.3.2010, 15:29

jo tats nur a bissl protestieren, habts scho recht..... einfach lächerlich.

anakabasa
 
00
13.3.2010, 16:41
einfach lächerlich

das bezieht sich auf dein kommentar, oder?

Claus_W
00
13.3.2010, 12:49

Bessere Vorschläge?

dieGRAS
00
12.3.2010, 15:32

Warum genau lächerlich?

manto bamminger
02
12.3.2010, 15:02
Alle Studenten protestieren und die Politiker sagen alles ist in bester Ordnung

Es ist sehr depremierend,...ich hoffe Gott schickt bald eine neue Sinnflut.
Oder irgendeinen Psycho der nix zum verlieren hat.
oder,...was man nicht selbst macht.

Meine Meinung ist nähhmlich die, gewaltfreie Demonstrationen sind womöglich kein Mittel um etwas zu verändern, sondern viel mehr ein Kostenfaktor für den Staat, aber mehr nicht.
Ich mein die stellen sich hin während ringsherum die Demonstranten tanzen, und sagen lächelnd; es ist alles supi. Für wen?? Wer sind die denen dass gefällt.

KristallpalastMittelEbeneBewohner1
14
12.3.2010, 13:15
passt ...

weitermachen...

Thomas Reichkendler
116
12.3.2010, 11:54
!

Naja, dank Spekulationen der Banken haben wir nun den Salat. Kein Geld mehr für die gesamte Bildung(nicht nur für die Unis), da ja den Banken geholfen werden musste. Und? Die Spekulationen gehen munter weiter, bis der Staat, der liebe Steuerzahler wieder helfen muss(ich hoffe nie wieder).
Die Politiker solln den Banken oder deren Manager mal so richtig auf die Finger schaun und auch harte Strafen einführen für eine solche Sauerei. Es kann nicht sein, dass denen immer geholfen wird wenn sie alles verspielt haben. Uns Bürger hilft auch keiner, wenn man im Spielcasino alles verspielt hat.
Die bösen und die dummen sind unsere lieben Politiker und nicht die Studenten und die Steuerzahler, nur werden diese durch die WK gegenseitig aufgehetzt.

Tip2
02
12.3.2010, 16:49

Die Banken sind systemrelevant um die ausbeuterische Position der Industriestaaten gegenüber den Entwicklungsländern zu halten. Ohne die Ausbeutung von dritte Welt Staaten wärs in Österreich schnell vorbei mit gratis studieren, gratis Krankenversicherung, oder sonstigen Privilegien. Sie müssten also differenzieren. Das Retten der Banken zur Systemerhaltung finde ich ok (wer wünscht sich schon einen Islandzusammenbruch und die damit resulitierende Abhängigkeit vom Ausland???), die (Weiter)Zahlungen von straffrei gebliebenen Managern nicht.

freeye
53
12.3.2010, 11:58
nix kapiert

leider =/

borake
00
12.3.2010, 15:26
das war jetzt ausdruck ihrer selbsterkenntnis oder?

smea_gol
06
12.3.2010, 13:18

ich denke, der vorposter sagt mehr die wahrheit als sie... und wenn sie nicht kapiert haben, dass die leute verständlicherweise verärgert darüber sind, dass milliarden unwiederbringlich in die banken versalzt werden, sollten sie mal etwas gründlicher nachdenken.

Wiehoch war das defizit, dass jetzt durch einsparungen und steuern geholt werden muss, noch gleich? irgendwelche 5,7 milliarden. Davon sind allein 2 milliarden durch die Kärnter Bankenmisere drauf gegangen...

Toni Blaher
 
01
12.3.2010, 11:48
Die positiven Auswirkungen würden in den kommenden Jahrzehnten spürbar werden.

Jaja, und nebenbei wurden letztes Jahr 100.000 km Autobahn, 400 Krankenhäuser, 40000 Kindergärten, und wwi gebaut. Falls davon nichts bemerkbar ist: Augen aufmachen.

Erinnert mich irgendwie an einen gewissen rumänischen Diktator. Da wurde sogar der Wetterbericht gefälscht damits wärmer wird.

byron sully
00
12.3.2010, 11:42
ich muß gestehen,

das blockadesystem nicht ganz durchschaut zu haben. als ich die kurze abschlußkundgebung richtung nach hause verließ, hörte ich noch, wie dazu aufgerufen wurde, gruppen ZU SECHST zu bilden. der berichterstattung entnehme ich aber, daß es sich um SECHS blöcke (zu teils hunderten personen) gehandelt haben dürfte. irgendwie verwirrend, das ganze (liegt aber wohl daran, daß ich auf der demo von der existenz dieser ominösen flyer mit den "anweisungen" nichts mitbekommen habe). aber gut, vielleicht ist es taktisch ohnehin klüger, wenn diejenigen, die bescheid wissen, hier nicht alle geheimnisse verraten...

H. Kienhammer
10
12.3.2010, 15:09

Sind S‘ eigentlich noch Student, Herr Sully?
Oder gehen S‘ bloß zu jeder Demo um gegen das Establishment zu demonstrieren?

byron sully
02
12.3.2010, 15:24

ich muß auch kein tibeter oder lamaist sein, um an einer free-tibet-demo teilzunehmen. wenn mir ein thema am herzen liegt, geh ich hin. und ich WAR zumindest student (mit noch etwas besseren bedingungen, als es sie heute gibt).

neuer weg
00
12.3.2010, 13:23

ja es war etwas verwirrend. ich bin auch nach ende der off. demo weg gegangen.

was ich mitbekommen habe waren 6er einheiten geplant - sehr viele mit denen dann sehr viele Verkehrsknotenpunkte or whatever zeitweilig blockiert werden hätten können.
Tatsächlich warens dann eher größere Blöcke, von einzelnen Ausnahmen abgesehen.

Persönlicher Eindruck: die Polizei war gefordert, trotz Großaufgebot.




Michail Bakunin
00
12.3.2010, 13:21

Die 6er-Gruppen bezog sich auf das Konzept der sog. "Bezugsgruppen". Die Idee dahinter sind kleine Aktionsgruppen von ein paar Personen, die auf der Demo gemeinsam unterwegs sind und für sich auch schon einen Konsens haben, was für sie in Ordnung ist und was nicht, wann sie gemeinsam gehen usw. Wird von autonomen Gruppen schon lange angewandt, ist seit G8 Heiligendamm auch vielen anderen bekannt und kommt so langsam auch mal in Österreich an ;-).

Lesetipp: http://www.anarchia-versand.net/product_i... eil-2.html

Vielleicht wär`s im konkreten Fall besser gewesen, die Bildung von 5er-Gruppen vorzuschlagen ;-).

gubo2.0
00
12.3.2010, 11:52
die demo

teilte sich nach der beendigung in 6 verschiedene blocks. das mit den 6er gruppen war eine empfehlung. man sollte sich zu 6t zusammen tun, um auf seineN nächsteN aufzupassen und um sich ein gemeinsames vorgehen auszumachen (etwa bei welchem block nehmen wir teil, wie weit wollen wir gehen, ab wann hören wir auf, etc.).
fand die taktik echt gut und die polizei war mit 3.000 einsatzkräften völlig überfordert. was bei der geringen anzahl von teilnehmenden (ich schätz ca 5.000) durchaus als erfolg gewertet werden kann!

H. Kienhammer
00
12.3.2010, 15:14

Na, wenn es als Erfolg gewertet werden kann, dass die Polizei völlig zu überfordert war, dann wurden ja Ziel und Zweck der Demonstration voll erreicht, oder Herr Berufsdemonstrant?

OliverK_
10
12.3.2010, 13:35

also ich find das nicht gut, dass die polizei - falls das stimmt - überfordert war.

ist ja nicht gegen die polizei demonstriert worden, und die "kibara" können sich wohl in ihrem job auch schöneres vortsellen, als hier für ordnung zu sorgen ... vl hat der eine oder andre kinder, die betroffen sind ....

Edain
00
12.3.2010, 14:11

Seh ich genauso (und ich war inkl Blockade dabei, bei einem gottseidank friedlichen Punkt aber) - die Grundidee war super. Die Gesetze/Sperrzone respektieren, einfach nur passiv zivilen Ungehorsam leisten. Aber natürlich müssen wieder die üblichen Verdächtigen kommen und glauben, sich zu Märtyrern im Kampf gegen das Unrechtsregime aufzuspielen, indem sie versuchen, mit allen Tricks in die Sperrzone einzudringen. Lachhaft.

Diverl
00
12.3.2010, 11:58

Dachte es waren 12.000 ?

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