Energiestrategie 2020

Budgetsanierung mit Klimapolitik

Johanna Ruzicka, 11. März 2010 17:42

Die Energiestrategie 2020 soll nicht nur zu mehr Alternativenergie führen, sondern könnte auch die Vorstufe zur Ökologisierung des Steuersystems sein

Wien/Brüssel - Zwischen 700 Millionen und einer Milliarde Euro dürfte die Umsetzung der Energiestrategie kosten, die Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nun vorgelegt haben. Mit dieser Energiestrategie soll Österreich nach den Vorgaben der EU seinen Energiemix so ändern, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil der Erneuerbaren 34 Prozent statt derzeit 23 Prozent beträgt.

Details erst nächste Woche

Die mit viel Geheimniskrämerei zustande gekommene Strategie (die in ihren Details erst Mitte nächster Woche dem Parlament preisgegeben wird) geht davon aus, dass der sogenannte End-Energieverbrauch von derzeit 1100 Petajoule auch in Zukunft konstant gehalten werden kann - eine Annahme, die bereits einiges an energiepolitischer Anstrengung bedarf. Gleichzeitig soll durch die Vorschläge eine Ökologisierung des Steuersystems angestoßen werden. Mitterlehner will, dass die Teile des Budget-Sanierungsplans, die neue Steuern bzw. Steuererhöhungen vorsehen, einen "grünen" Anstrich bekommen: also etwa bei der Mineralölsteuer oder einer CO2-Abgabe (siehe nebenstehenden Artikel). Man werde bei der Einführung von Ökosteuern auf "internationalen Gleichklang" achten, sagte Mitterlehner. Auch Berlakovich plädiert dafür, dass kommende Steuern so gestaltet werden, dass sie "einen Lenkungseffekt" haben, sprich: zu weniger Verbrauch bei fossilen Energieträgern führen.

Diese "Dekarbonisierung" würde mit sich bringen, dass weniger Treibhausgase emittiert und Österreich damit seine Klimaschutzziele erreichen könnte. Auch soll die Abhängigkeit von Erdöl- und Erdgas-Importen, die sich jährlich auf rund sechs Milliarden Euro belaufen, vermindert werden. Beide Minister singen das Loblied auf die "green Jobs", bei denen die Zukunft liege und die durch eine stärkere Betonung alternativer Energiesysteme bzw. der Entwicklung von sparsamen Technologien entstehen würden. Nach Studien, etwa vom Wirtschaftsforschungsinstitut, könnten durch die Umsetzung bis zu 80.000 Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden.

Farblose Aneinanderreihung

Die vorgelegte Strategie wurde von Opposition, Arbeiterkammer und Umweltschützern als farblos kritisiert. Eine Aneinanderreihung von Vorschlägen sei zu wenig, hieß es. Anders Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Sie bezeichneten das Programm als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Diese Zufriedenheit kann auch damit zusammenhängen, dass ein fast identes Papier zur „Energiestrategie Österreich", das dem Standard vorliegt und das von Wirtschafts- und Umweltministerium nach Brüssel gereicht wurde, auch eine „sektorale Zielsetzung" bis 2020 preisgibt. Um die 1100 Petajoule Endenergieverbrauch zu erreichen, müssen demnach alle Teile der Gesellschaft Energie einsparen - nicht jedoch die energieintensiven Unternehmen sowie Gewerbe und Landwirtschaft: Diese dürften bis 2020 um 15 bzw. zehn Prozent mehr Energie verbrauchen. In der Industriellenvereinigung erklärt die zuständige_Expertin, Christina Fürnkranz, dies damit, dass die Industrie selbst bei einer 15-prozentigen Energiebedarfszunahme bis 2020 in Energieeffizienz investieren müsse, anders sei Wirtschaftswachstum nicht zu machen. "Dieses Plus bedeutet bereits eine Entkoppelung der Wirtschaftsleistung vom Energiebedarf." (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.4.2010)

 

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Klaus Ermecke
 
12.03.2010 09:55
CO2-Erwärmungslehre als Vorwand für Abzocke

Die von vielen Politikern hochgepriesene CO2-Erwärmungslehre ist ein von ein paar Wissenschaftsaußenseitern erdachtes Konstrukt, daß die Politik vor über 30 Jahren adoptiert hat, weil es ideologische Eingriffe in freie Märkte rechtfertigt. Dazu ist es erforderlich, daß die Bürger daran glauben. Aus diesem Grunde wurden allein in Deutschland ganze Wissenschaftszweige durch eine rigorose Politik der Säuberung und der finanziellen Austrocknung auf das Klimadogma gleichgeschaltet. Dabei ist längst nachgewiesen, daß CO2 die Erde gar nicht erwärmen KANN: das ist physikalisch ausgeschlossen. In der nachfolgenden Studie, die auch der österreichischen Regierung vorliegt, wird das dargelegt.

www.ke-research.de/downloads... er-1-3.pdf

Andreas Mittermayer
15.03.2010 13:44
Was ist den DAS für ein lächerliches Papier!??!


Eine Studie der Öllobby zum Thema Treibhauseffekt kann man sowieso ungelesen in den Papierkorb werfen!!

Klaus Ermecke
 
15.03.2010 19:17
Die Angst der Klimalobby

Die Klimalobby hat in den letzten Jahren dreistellige Milliardenbeträge einnehmen können, die aus der überigen Wirtschaft herausgepreßt wurden und von den Bürgern teils in Form von steigenden Preisen, teils in Form von direkten Abgaben bezahlt werden mußten.

Sie, lieber Mittermayer, sind ein PROPAGANDIST. Ihre Annahme, unser Papier stamme von irgendeiner Öllobby, ist ins Blaue hinein phantasiert. Und für Sie ins grüne Gebetbuch: Die Ölindustrie verkauft Produkte, die jedermann jeden Tag braucht - sie stiftet Nutzen und braucht keine politische Lobby. Aber kein geistig gesunder Mensch würde sich jemals eine Windmühle oder ein Sonnenpaddel in den Garten stellen, oder gar für CO2 zahlen. Nur um Unsinn zu erzwingen, braucht man eine Lobby.

Andreas Mittermayer
15.03.2010 19:55
Sie sind ja richtig lieb!!


Anscheinend glauben Sie das, was Sie hier von sich geben, ja wirklich!

Dass die Menschheit die Biosphäre massiv (!!) beeinträchtigt, weiß wohl jeder, der sich auch nur am Rande mit Ökologie beschäftigt bzw. beschäftigt hat.
Natürlich weiß man noch nicht genau, wie sich unser Einfluss auf die Atmosphäre auswirkt. Aber genau das ist das inakzeptable Risiko!!

Szenario 1) Ein "business as usual" birgt ein Risiko, das für die Menschheit fatal sein kann.

Szenario 2) Eine Abkehr der fossilen Brennstoffe wird sowieso notwendig, da diese nicht erneuerbar sind, also schon bald zur Neige gehen werden.

Fazit: Es ist wohl keine Frage, welche die sinnvollere Option ist!

Welchen Wert sollte also Ihre Privatstudie haben??!!

Ich sehe keinen!

Klaus Ermecke
 
16.03.2010 06:18
"Dass die Menschheit die Biosphäre massiv (!!) beeinträchtigt"

So? Ist das so? Dann müßten Sie es beweisen können, und nicht nur behaupten.

Tatsächlich ist die Frage, ob der Mensch "die Biosphäre beeinträchtigt", nach den jeweiligen lokalen Gegebenheiten zu betrachten. Aus Sicht eines Regenwurms ist es der Weltuntergang, wenn die Menschen einen Parkplatz bauen. Und aus Sicht der Menschen DORT sind die Smogverhältnisse in Shanghai oder Athen sehr schlimm. Aber weder in Wien, noch in München gibt es solcherart Smog. Hier in Deutschland gibt es nicht eine einzige flächendeckende Umweltbelastung - sieht man von der Verschandelung ganzer Landschaften durch Windmühlen ab. Die "massive Belastung der Biosphäre" ist nur ein weiterer grüner Mythos.

Andreas Mittermayer
16.03.2010 23:20
Na, jetzt wird´s "lustig"!!


Also:

Jährlich werden hunderte Quadratkilometer (Ur-)Wald gerodet, die Böden werden mit Milliarden von Tonnen von Pestiziden, Herbiziden und chem.-synth. Düngern und Schadstoffen aus der Industrie und aus dem Verkehr vergiftet, Milliarden von Tonnen Humus vernichtet. Es werden tausende Quadratkilometer Böden versiegelt, Landstriche und Lebensräume durch Straßen zerschnitten. Es werden Seen und Meere vergiftet und leergefischt und manche auch ausgetrocknet (Kaspisches Meer). Der Mensch ist für tausende sterbene Arten jährlich (!!) verantwortlich.

Siehe etwa:

http://de.wikipedia.org/wiki/Auss... e_Ursachen


Andreas Mittermayer
16.03.2010 23:16
Fortsetzung:


Weiters werden Milliarden Tonnen von Gasen und Partikel in die Atmosphäre geblasen (nicht nur CO2!!).

Und da stellen Sie in Frage, dass der Mensch die Biosphäre (massiv) beeinträchtigt??!

Leben Sie am Mond oder haben Sie irgendeine Art von Wahrnehmungsstörung??

Wie soll Sie da noch jemand ernst nehmen??!

Die einige Frage, die hier berechtigt ist, ist, wie groß genau der Einfluss des Menschen ist, und wie genau sich dieser Einfluss auswirkt.

Aber das können SIE ganz bestimmt nicht beantworten.

Klar ist jedenfalls, dass massiver Handlungsbedarf besteht!

Titius
 
12.03.2010 15:52
CO2-Erwärmungslehre als Vorwand für Abzocke

Nette Werbung und sicherlich auch für die Zielgruppe ihres Unternehmens passend.

thomas reis
12.03.2010 13:19
Peak Oil gibt es auch nicht

Ebenso wie der Preis für die Förderung von fossiler Energie nicht teurer wird! Das größte Erdölfeld produziert ja noch immer für den gleichen Preis...Fakt ist: Die Produktionskosten vom Ölfled Ghawar haben sich verdoppelt! Öl kann einfach nicht ewig für den gleichen Preis gefördert werden. Der Rest der Welt will auch Autos fahren und daher wird die Nachnahme zunehmen!

Festnetzwiederanmelder
12.03.2010 11:51
du merkst aber schon,

dass es net nur um C02 sondern auch um Umweltverschmutzung durch Verkehr und Industrie in anderen Bereichen geht, oder? Es geht generell um eine ökosoziale Revolution, die endlich eingeleitet werden muss... da gibts auch hunderte Studien, die für sowas eintreten, lies mal!

Klaus Ermecke
 
12.03.2010 12:58
"ökosoziale Revolution"

Ja, die gute alte Revolution. In Deutschland träumten einst die maoistischen "K-Gruppen" (Kommunistischer Bund (KB), Kommunistischer Bund Westdeutschlands (KBW, mit dem erstgenannten scharf verfeindet) und andere Splittergruppen) von solchen Revolutionen und verehrten Massenmörder wie Mao Tse Tung und Pol Pot. Dann plötzlich verschwanden diese Gruppen von der Bildfläche, und ihre einstigen Führungsmitglieder und Parlamentskandidaten wie Trittin, Bütikofer, Ulla Schmidt tauchten plötzlich in den grünen und sozialdemokratischen Parteien wieder auf.

Ihre "ökosoziale Revolution" ist nichts als ein Synonym für Zwang, Gewalt und Massenverarmung. Die wollen wir nicht.

Rainer Sarkasmus
12.03.2010 11:30
ihre studie

ist natürlich die einzig richtige. genauso wie die politik seit 30 jahren verstärkt in die freien märkte eingreift

JohnP
12.03.2010 10:57

ad öst. regierung:

schon eine antwort von offizieller seite erhalten?
wenn ja, welche?

Klaus Ermecke
 
12.03.2010 11:33
Antwort

Ja, ich habe eine Antwort von Herrn Bundesminister Dr. Mitterlehner erhalten, in der er die offizielle österreichische Position erläutert, wobei sein Schreiben sich in Stil und Niveau sehr deutlich von den Äußerungen abhebt, die uns einige der deutschen Ministern gesandt haben. Eine Reihe von anderen Politikern haben unseren Erkenntnissen deutlich zugestimmt. Ich bitte um Verständnis, daß wir als Unternehmen die Einzelheiten solcher Korrespondenz strikt vertraulich halten.

Es ist klar, daß die offizielle Politik ein riesiges Problem hat, weil unsere Studie deutlich macht, daß man das Treibhausdogma so widerlegen kann, daß jedermann es versteht. Und jedermann dürfte inzwischen ahnen, daß es vor allem um eins geht: um sein Geld!

Festnetzwiederanmelder
12.03.2010 11:49
also keine Details

ich lach mich tot.

Functio Laesa
12.03.2010 09:33
Na ja

hab gestern bei einem Vortrag gehört dass Österreich wegen seines zu hohen CO2 ausstosses bald nicht unbeträchtliche Strafzahlungen leisten muß und wie das bezahlt werden soll wird noch spannend. Jetzt müssen sie halt uns die Rechnung schnell noch umhängen - immer in Verbindung mit Schuldgefühlen damit die Steuer leichter einzutreiben ist.

Klaus Woltron
12.03.2010 09:06
Das alles ist sehr löblich....

..aber dem Globus ist´s wurscht, wo Dreck und Dampf gemacht werden: Wir verlagern, z. T. auch mit unserer Energie - und Outsourcing - Strategie sowie dem Rücktransport von Dreck nach SO - Asien (Recycling, z.B. Elektronikschrott) , einen Großteil der früher bei und produzierten Schadstoffe nach Asien. Bei uns bleibt sozusagen das Büro und die Entwicklungsabteilung der Firma "Welt". Die Fabrik, der Schlot und die Müllgruben wandern nach Osten. Und der Wind bläst....

Bolschewik
12.03.2010 08:46

die beiden unheiligen parteibrüder wollen das durchziehen was ich schon lang vermutet habe, das volk mit dem klimaargument ausnehmen wie eine weihnachtsgans, der pendler wird bezahlen, die bevölkerung in den randgebieten wird bluten müssen, die arbeitenden werden wieder abgestraft, die leistungsunwilligen lachen sich zunehmend ins fäustchen, ein finanzbeamter sagte sinngemäß wenn sie dumm genug sind zu arbeiten dann können sie auch zahlen, gute nacht österreich !!

simon a.
 
12.03.2010 08:45
dauernd wird über

china und von den chinesen verursachten umweltverschmutzung und co2-ausstoss geschimpft; dennoch importieren wir immer mehr produkte aus fernost, und warum? genau, weil wir sie kaufen! darüber sollte man einmal nachdenken. früher wurde in europa produziert. mit diesem co2-wahn wird alles nur noch schlimmer. aber man wird irgendwann feststellen, dass der mensch das klima nicht ändern kann, und auch nicht verändert hat; nur werden dann schon die meisten arbeitslos sein;

luchmhor
12.03.2010 09:43

Das Klima haben schon die Griechen, Römer und die Europäer im Mittelalter verändert. Wie kommst du drauf, dass der moderne Mensch (fast 7 Mrd mittlerweile) es nicht schafft.

simon a.
 
12.03.2010 10:13
wenn

Sie mein Posting gelesen haben, werden Sie darin erkennen, dass ich durchaus auch der Meinung bin dass Überlegungen und auch Massnahmen erforderlich sind. Nur beispielsweise trete ich massiv gegen bezinfressende Fahrzeuge oder sonstige verschwenderische Aktivitäten ein. Mein Horizont besteht aber nicht nur allein aus dem Klimaschutz. Ich bin genauso gegen die enorme Verschwendung von Geldern in unserem Staat in der Verwaltung, und bevor die Regierung uns unter dem Deckmantel des Klimaschutzes diese Verwaltung zahlen lässt, müssen einfach massive Einsparungen in der Verwaltung passieren. Umwelt- u. Klimaschutz (wenn Sie letzteres so nennen wollen) kann auch betrieben werden wenn dieser nicht nur der Auffüllung der Staatskonten dient.

luchmhor
12.03.2010 10:18

Meine Antwort gilt genau diesem Satz:

"mit diesem co2-wahn wird alles nur noch schlimmer. aber man wird irgendwann feststellen, dass der mensch das klima nicht ändern kann, und auch nicht verändert hat"

simon a.
 
12.03.2010 10:46
genauso

meine ich es auch. wir werden die umwelt schützen, und die produktion wird in jene länder abwandern, in denen keine klimaschutzziele gelten; letztendlich wird ein europa welches nur mehr aus dienstleistungsunternehmen besteht, in keiner branche mehr überleben können; wenn diese ganze debatte mit importbeschränkungen von waren aus solchen ländern einhergehen würde, hätte ich vielleicht noch mehr verständnis;
aber eine andere frage: warum war das weltklima vor tausenden jahren wärmer als jetzt?

luchmhor
12.03.2010 12:29

In der Klimageschichte gibt und gab es immer wieder Eiszeiten und Warmzeiten.
Und wie schon erwähnt hat der Mensch schon vor tausenden Jahren eingegriffen, durch Rodungen etc.

Du hast geschrieben, dass der Mensch keinen Einfluss hat, das ist definitv falsch.
Und vor 2000 Jahren haben wenige Millionen auf dem Planeten gelebt, heute 7Mrd. da ist der Druck auf die Umwelt, einschliesslich Klima, enorm hoch.

Loonquawl
12.03.2010 09:13
...dass der mensch das klima nicht ändern kann...

lustige pauschalisierung. wie kommen sie drauf?

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