Initiative ruft auf, ungültig zu wählen

Durch eine hohe Anzahl von "Weißstimmen" könne man einen Systemwechsel herbeiführen

Angesichts der Bundespräsidentschaftswahl Ende April wittert die "Intiative Mehr Wahlrecht" eine neue Chance, um ein neues Wahlrecht herbeizuführen. "Endlich hätten wir die Chance, für eine umfassende Systemreform zu stimmen, über die Grundlagen unserer Demokratie zu diskutieren", heißt es in einer Aussendung am Donnerstag. Aufgerufen wird dazu, bei der Wahl am 25. April, weiß, also ungültig, zu wählen. Die Wahlbeteiligung würde steigen, so die Initiatoren und der hohe Anteil an ungültigen Stimmen würde zum Denken anregen. 

Bereits in der Vergangenheit rief die Initiative immer wieder dazu auf, weiß zu wählen. So zum Beispiel auch im Sommer 2008 vor der Nationalratswahl. "Gar nicht zu wählen, schwächt die Demokratie", sagte Initiator Christoph Bösch damals zu derStandard.at. Anstelle des geringeren Übels solle man weiß wählen und seinen Protest zum Ausdruck bringen. (red, derStandard.at, 11.3.2010)

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