Initiative ruft auf, ungültig zu wählen

Durch eine hohe Anzahl von "Weißstimmen" könne man einen Systemwechsel herbeiführen

Angesichts der Bundespräsidentschaftswahl Ende April wittert die "Intiative Mehr Wahlrecht" eine neue Chance, um ein neues Wahlrecht herbeizuführen. "Endlich hätten wir die Chance, für eine umfassende Systemreform zu stimmen, über die Grundlagen unserer Demokratie zu diskutieren", heißt es in einer Aussendung am Donnerstag. Aufgerufen wird dazu, bei der Wahl am 25. April, weiß, also ungültig, zu wählen. Die Wahlbeteiligung würde steigen, so die Initiatoren und der hohe Anteil an ungültigen Stimmen würde zum Denken anregen. 

Bereits in der Vergangenheit rief die Initiative immer wieder dazu auf, weiß zu wählen. So zum Beispiel auch im Sommer 2008 vor der Nationalratswahl. "Gar nicht zu wählen, schwächt die Demokratie", sagte Initiator Christoph Bösch damals zu derStandard.at. Anstelle des geringeren Übels solle man weiß wählen und seinen Protest zum Ausdruck bringen. (red, derStandard.at, 11.3.2010)

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So ein Unsinn

Wie auch schon von anderen angedeutet würde das nur das Ergebnis der Frau Rosenkranz verbessern.

Bei dieser Wahl geht es nicht um "Fischer oder nicht Fischer", sondern nur darum, zu zeigen, dass die Rechte so wenig wie möglich % bekommt.

Daher, egal ob man Fischer mag oder nicht, hingehen und gültig wählen.

Ich hab noch nie Weiß gewählt und habs auch nicht vor.

Und ich empfehle Hrn. Bösch, statt andere aufzufordern, ungültige Stimmzettel zu produzieren, selbst als Kandidat anzutreten.

Der Unterschied zwischen Weiß und gar nicht wählen ist rein akademisch. Beides stärkt nur die Extremen, in diesem Fall die Rechtsextremen mit dem lückenhaften Gedächtnis.

Um Gottes Willen

... nicht "weiß" wählen. Das hilft erwiesenermaßen immer den radikalsten Gruppierungen. Was das ist diesem Fall bedeutet will ich mir nicht ausmalen!

Nordkorea-Fan gegen Verbotsgesetz-Gegnerin.
Na wir ham a Auswahl... Ungültig wählen oder gar net hingehen bleiben die einzigen Möglichkeiten

Bledsinn

nie und nimmer würde das zum Denken anregen.
Eine Wahloption "alles indiskutabel" oder so ähnlich gehört hinein. DAS ist ein Vorschlag. Weiß wählen ist eine kurz angezeigte und dann sofort ignorierte Zahl. Genau wie nicht-wähler.

bei Nationalratswahlen

eine eigene Option "keine der wahlwerbenden Gruppen", mit der Konsequenz, dass der Parlamentssitz frei bleibt, die Wahlkampf-Kostenerstattung entsprechend reduziert und die Parteienförderung proportional gekürzt wird...

Am Ende des Tages zählt, wer BP wird.

Ob dabei so gut wie alle Stimmen ungültig sind, und die ein Kandidat mit 2 Stimmen den mit einer Stimme besiegt, zählt nicht.

Am Ende des Tages ist einer der Beiden BP. DAs Wahlergebnis im Detail hält sich ca 3 Tage in den Zeitungen, wenn's ganz aussergewöhnlich ist, möglicherweise zwei Wochen.

Sogar ungültig wählen ist im System legitim, und stärkt den Gewinner genau so - offensichtlich ahtten SIe dann ja kein Problem mit dem Sieger, sonst hätten SIe anders wählen können.

Mit Allen Varianten: Ungültig, Weiss- oder nicht wählen dokumentieren Sie Eines: Sie geben Ihre Stimme dem Sieger, der eben von den Anderen ausgewählt wurde.

Wir sind eh

einer Meinung (hab mich in zwischen durch die posts gehantelt)

bringt ja doch nix...


...oder gäbe es dann keinen BP
wenn 51% ungültig wählen würden
(da würd ich weiß wählen, weißer gings gar nicht)?

man wird die vielen ungültigen stimmen
als ÖVP-wählerprotest abtun und zur tagesordnung
übergehen - oder glaubt man ernsthaft
für irgendeine partei ist die sinkende wahlbeteiligung
ein problem?
solange sich zb. die parteienförderung
nicht daran orientiert (50% wahlbeteiligung=
halbe parteienförderung - wobei diese sowieso
erst einmal zusammengekürzt gehört)
wirds immer nur die üblichen floskeln geben
und zwei tag später sult man sich im sumpf
als ob nix gewesen wäre...

ich bin sehr für "weiß wählen", aber bitte nur jene personen, die ansonsten die rosenkranz gewählt hätten ;o)

Keine Sorge, wir lassen uns weder von rechts noch links vereinnahmen.

Die Medien könnten die Welt verändern. Haben die Macht, Alternativen zu bieten.

Abseits vom politischen Establishment Chancen zu eröffnen.

Aber die Medien sind lieber bequem und obrigkeitshörig. Lehnen sich nicht auf. Der einzige, der Partei ergreift, tut dies für eine extrem Rechte. Die anderen Medien mucken nicht auf. Haben keinen Anspruch mehr zu gestalten, berichten nur das, was ihnen vorgekaut wird.

Ihr könntet anderen Kandidaten eine Plattform bieten. Mithelfen, dass auch andere die Hürde der 6.000 Unterschriften schaffen. Ohne öffentlichen support durch die Medien ist das für Menschen, die nicht in einer Partei verankert sind, nahezu unmöglich.

Aber die Medien haben keine Lust mehr, Demokratie aktiv zu unterstützen, sie mit Leben zu füllen. Lieber kuschen als kämpfen. Wozu gibt´s euch eigentlich?

verwirrung

was haben die anderen "kandidaten" ernsthaftes zu bieten, das österreich nicht zu einer lachnummer machen würde?

wenn es ernsthafte alternativen gäbe

bewegungen, die auch etwas anzubieten haben und sich auch ein wenig engagieren, dann stünde dem ja nichts im wege.

aber das was da imme wieder mal an "alternativen" angeboten wird ist nichts außer lächerlich

Selbst engagieren und besser machen!

Was haben Fischer und Rosenkranz zu bieten?

Was haben Parteisoldaten generell zu bieten?

Lächerlich aus wessen Sicht? Schon so getuned von blank polierten Medien, dass alles außerhalb des Mainstreams als untragbar daher kommt?

Und was sind bitte die Alternativen zu Parteien?

Bürgerinitiativen / -listen?

Einen Tag nach der Wahl sind das auch wieder Parteien.

Blödsinn

Die ungültigen Stimmen werden einfach zu denen hinzugezählt, die gar nicht wählen waren. Wie viele ungültige Stimmen abgegeben wurden, wird in den Medien höchstens in einem Nebensatz erwähnt und interessiert überhaupt niemanden.

ich weiß ned, ob dieser protest ...

... gerade bei der einzigen persönlichkeitswahl in österreich ein besonders g'scheites zeichen ist.

Es ist für mich die einzige Möglichkeit

Nicht zur Wahl gehen: Das mache ich nicht - zu wertvoll ist das Recht, zur Wahl gehen zu dürfen.

Rosenkranz wählen: NIE IM LEBEN

Fischer wählen: nie im Leben (zwar eine Spur eher, als Rosenkranz, aber das reicht nicht für ein Kreuzchen)

lg
Dimple

Rosenkranz wählen: NIE IM LEBEN

Eben.
Springen Sie über ihren Schatten!

Ich halte es bei meiner Meinung über Fischer mit Kreisky. Aber was soll man machen, wenn ein geeigneterer Kanditat nicht zur Verfügung steht?
In dem Dilema war ich auch schon vor 6 Jahren.

Nicht oder ungültig wählen verbessert nur das Ergebnis der Braunen.

Hm

Ist die Antipathie gegen rot so tief verwurzelt, daß man lieber weiß wählt (was R nützt) als ihn?
Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Für mich ist das, wofür diese Frau steht, so abscheulich, ich könnte sonst auch BZÖ wählen, wenn es die einzige Alternative wäre (und das tät mir sehr, sehr weh).
Oder ist es in Fischer selbst begründet? Das gleiche in hellgrün - was an Fischer ist so schlimm, dass es eine (auch indirekte) Unterstützung von R rechtfertigt?
Ich wüßte wirklich gerne, was die Beweggründe sind. Vielen Dank.

Wenigstens bin ich mir ziemlich sicher

dass Dimple nicht einfach Stricherln vergib und nix dazu sagt...

Ich könnte nicht gut damit leben, daran beteiligt gewesen zu sein, dass Rosenkranz BP wird.
Damit wähle ich Fischer.

Das vermeiden eines Holocaust-Leugners als BP ist für mich eine Notwendigkeit und eine sinnvolle Strategie - wäre sogar egal, wer die Alternative ist. Dass diesmal nicht zwischen mehreren Kandidaten zu wählen ist, macht meine Wahl klarer, nicht schwieriger.

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