Android: Anwendungs-Highlights für das Smartphone

Andreas Proschofsky, 14. März 2010, 13:56

Als vor einigen Jahren die ersten Gerüchte über ein "Google Phone" die Runde in der IT-Branche machten, war die Spannung hoch: Kann der bis dato auf Online-Anwendungen spezialisierte Softwarehersteller tatsächlich ein Smartphone aus dem Hut zaubern, das Apples zu diesem Zeitpunkt gerade in seiner ersten Boom-Phase steckendem iPhone Paroli bieten könnte? Doch wie sich im November 2007 herausstellen sollte, hatte Google einen anderen Plan: Statt dem von vielen erwarteten "iPhone-Killer" kündigte man die Entwicklung eines eigenen, Linux-basierten Betriebssystem für den Mobil-Bereich an: Android ward geboren.

 

Allianzen

 

Getragen von der Open Handset Alliance - in der sich über die Jahre eine beeindruckende Liste von Firmen aus der Telekom-Branche versammelten - war Android von Anfang an - zumindest in der Herangehensweise an den Markt - als eine Art Anti-iPhone-OS konzipiert. Wo Apple das Ökosystem rund um sein Smartphone recht restriktiv kontrolliert, betont Google die Offenheit als eine der Kernstärken von Android - sei es durch die Verfügbarkeit des Codes als Open Source, sei es beim Zugang zum Bereich Softwareinstallation oder auch den Regeln im eigenen Online-Store. Und nicht zuletzt: Android ist nicht auf einen einzelnen Hersteller beschränkt, statt selbst Hardware herzustellen, stellt man den darin erfahrenen Unternehmen das mobile Betriebssystem kostenlos zur Verfügung.

 

Vielfalt im Android Market

 

Ein Ansatz, von dem anfänglich bei weitem nicht alle ExpertInnen überzeugt waren, der aktuell aber tatsächlich beeindruckende Ergebnisse zeitigt: Getragen von seit der zweiten Hälfte auf den Markt strömenden neuen Android-basierten Smartphones ist die weltweite Verbreitung des mobilen Betriebssystems in den letzten Monaten geradezu explodiert, was wiederum nachhaltige Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Anwendungen und Spielen hatte: Aktuell sind bereits mehr als 30.000 Programme im Android Market verfügbar, und auch wenn man damit noch nicht mit dem iPhone-Universum mithalten kann, so ist dies doch bereits eine nur recht schwer überschaubare Menge. Im Folgenden sollen entsprechend eine Auswahl an interessanten Android-Anwendungen geboten werden, da so eine Liste natürlich immer subjektiver Natur ist, seien die geneigten LeserInnen explizit dazu aufgefordert, eigene Empfehlungen zu posten. Und vorab noch ein Hinweis: Bereits früher vorgestellte Anwendungen werden hier nicht noch einmal gedoppelt, also nicht wundern, wenn so manches essentielle Tool fehlt.

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screenshot: andreas proschofsky

Google Earth

Der Bedeutung von guten Anwendungen für den Erfolg einer aktuellen Smartphone-Plattform ist man sich durchaus auch bei Google selbst bewusst, insofern investiert man einige Anstrengungen in diesen Bereich. So kann Android schon von Haus aus mit diversen herausragenden Anwendungen aufwarten, ein beredtes Beispiel hierfür ist wohl die eigene Google-Maps-Ausgabe, die beispielsweise der iPhone-Ausgabe des Programms einiges voraus hat. (Fairerweise sei erwähnt, dass dieser Unterschied allerdings weniger an Googles Bevorzugung von Android denn an Apples Weigerung, Updates für Google Maps in den App Store aufzunehmen, liegt).

Seit kurzem hat man Maps nun aber auch seinen aus dem Desktop-Umfeld her bekannten großen Bruder zur Seite gestellt: Der Weltenbetrachter Google Earth erlaubt einen dreidimensionalen Blick auf den Planeten. Die Umsetzung ist dabei durchaus gut gelungen, die Navigation funktioniert intuitiv über den Touchscreen, Multitouch unterstützt man ebenso - die Pinch-to-Zoom-Geste lässt sich zur Auswahl des richtigen Ausschnitts nutzen. Über einen Knopf kann zwischen normaler Navigation und dem "Look-around"-Modus, der das Kippen und Drehen des Blickwinkels ermöglicht, gewechselt werden. Eine Ansicht, die dank der Terrain-Informationen gewohnt eindrücklich ist.

Über die Satellitenaufnahmen lassen sich eine Reihe von Zusatzinformationen in Form von einzeln an- und abschaltbaren Ebenen einblenden. Neben Straßeninformationen, Grenzen und interessanten Plätzen gehören dazu - unter anderem - auch Wikipedia-Hinweise und Panoramio-Aufnahmen zu einzelnen Orten. Wer will kann auch nach interessanten Plätzen gezielt suchen, in englischsprachigen Versionen der Android-Firmware funktioniert dies gar per Sprachkommandos - deutschsprachige Eingaben sollen hier übrigens laut Google ebenfalls bald möglich sein.

So gelungen das Programm selbst ist, die wichtigste Einschränkung von Google Earth ist seine - derzeit - begrenzte Verfügbarkeit: Die Anwendung setzt Android 2.1 voraus, eine Version des mobilen Betriebssystems die momentan lediglich Googles eigenem Nexus One vorbehalten ist. Zwar kursieren im Netz auch angepasste Google Earth-Ausgaben, die zumindest mit dem Vorgänger Android 2.0.1 zusammenarbeiten (älteren Releases fehlen die nötigen 3D-Funktionen), der Großteil der NutzerInnen wird aber wohl auf ein Update ihrer Geräte warten.

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screenshot: andreas proschofsky

Hoccer

Einer der Gewinner der letzten Android Developer Challenge - in der Google substantielle Preise für neue Anwendungen ausschreibt - war Hoccer, und dies durchaus zurecht: Die Anwendung erlaubt den unkomplizierten Ad-Hoc-Tausch von diversen Informationen und Dateien mit anderen NutzerInnen.

Der Ablauf ist dabei denkbar simpel: Einfach das zu tauschende Objekt auswählen und mit einer Wurfbewegung anderen UserInnen anbieten, die diese wiederum mit einer Fangbewegung entgegen nehmen können. Diese Form der Weitergabe funktioniert unter anderem mit Kontakten, SMS/MMS-Nachrichten, Bookmarks, Klingeltönen, Bildern und Musikstücken - seit kurzem können auf diesem Weg auch beliebige Dateien getausch werden. Hoccer integriert sich dabei mit der Share-Funktion von Android selbst, die Bereitstellung von Objekten bedarf also nicht einmal des separaten Aufrufs des zugehörigen Programms. 

Damit all dies möglich ist, werden die Daten über den Webservice von Hoccer geleitet, der sie dann allen Personen im Umfeld von ca. 100 Metern rund um den eigenen Standort für ein paar Sekunden anbietet. Insofern sei auch davor gewarnt auf diesem Weg all zu sensible Informationen zu tauschen - schließlich könnten ja - zumindest theoretisch - auch Dritte mit laufendem Hoccer (und der zeitgerechten Handbewegung) diese "abfangen". Umgekehrt hat dies allerdings auch den Vorteil, dass NutzerInnen über den Web-Client vom Desktop aus gezielt Dateien auf einen per Karte ausgewählten Ort "werfen" können. In Zukunft will man für Hoccer trotzdem zusätzlich einen exklusiven Tausch zwischen zwei Personen implementieren.

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screenshot: andreas proschofsky

Maverick

So funktionell das mitgelieferte Google Maps bei Android auch sein mag, es hat einen entscheidenden Nachteil: Zur Nutzung der Anwendung ist eine aufrechte Datenverbindung nötig, etwas das gerade dort, wo Karteninformationen besonders dringend benötigt werden - im Ausland - "dank" der gängigen Roaming-Abzockerei der Provider zu einem äußerst kostspieligen Vergnügen werden kann. Zumindest für jene, die ihre Reise gut vorplanen, gibt es im Android Market eine für solche Situationen äußerst nützlich Abhilfe.

Mit Maverick ist es möglich die entsprechenden Informationen schon vorab auf der SD-Karte abzulagern. Dabei gibt sich die Anwendung betont Service-neutral, neben den Karten von Google gibt es hier auch jene von Open Street Maps, Bing und Wikimapia - wenn vorhanden samt den zugehörigen Luftaufnahmen. Die Navigation erfolgt per Multitouch - allerdings natürlich nur unter jenen Ausgaben des Mobilsystems, die dies auch unterstützten, also: Android 2.0+. Der Rest muss mit klassischen Zoom-Knöpfen Vorlieb nehmen.

Neben der simplen Kartenanzeige bietet Maverick noch einen eingebauten Kompass, sowie die Möglichkeit Wegpunkte festzulegen und Routen aufzuzeichnen. Die solcherart gewonnen Informationen lassen sich mit anderen NutzerInnen teilen, ein Speedometer gibt über die eigene Geschwindigkeit Auskunft. Neben der kostenlosen Lite-Version gibt es von Maverick auch eine mit rund 5 Euro zu Buche schlagende Kaufvariante, bei der die Zahl der Wegpunkte und der aufgezeichneten Strecken nicht begrenzt ist.

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screenshot: andreas proschofsky

Slidescreen

Einen Teil der Offenheit von Android macht es auch aus, dass selbst zentrale Bestandteil des Nutzungskonzepts ausgetauscht werden können. So finden sich im Android Market einige Anwendungen für eine alternative Home-Screen-Darstellung, einer der interessanteren Ansätze in diesem Bereich ist wohl Slidescreen.

Dieses richtet sich vor allem an intensive NutzerInnen von Online-Services, werden hier doch an zentraler Stelle verschiedenste Info-Streams zusammengeführt. Neben den eigenen Mails, Telefoninformationen und aktuellen Kalender-Einträgen sind dies Nachrichten-Feeds aus dem Google-Reader, Status-Nachrichten von Twitter und Facebook sowie Aktienkurse von Google Finance. Auf einem Statusbar werden außerdem die aktuelle Zeit, das Wetter und der Batteriestand angezeigt, der Balken trennt zusätzlich "private" und "öffentliche" Informationen, durch das Verschieben kann diesen Sparten unterschiedlich viel Raum gegeben werden.

Wird der Statusbar nach ganz oben oder unten gezogen, können außerdem die einzelnen Kategorien - die durch unterschiedliche Farben symbolisiert werden - separat angewählt werden. Die Kategorie-Icons verraten dabei, wie viele Nachrichten jeweils noch ungelesen sind, ein kurzer Klick darauf öffnet die zugehörige Info, ein langer Klick erlaubt die Erstellung von neuen Einträgen. Wer Slidescreen nicht gleich den ganzen Home-Screen spendieren will, kann das Programm übrigens auch als eigenständige Anwendung aufrufen.

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screenshot: andreas proschofsky

Google Googles

So manches der von Google selbst entwickelten Programme ist zunächst einmal als Experiment zu betrachten, ein gutes Beispiel hierfür ist sicherlich Google Goggles. Das Programm will so eine Art zentrales Identifikationstool für Foto-Aufnahmen sein, und auch wenn sich das Ganze derzeit noch in einem recht frühen Zustand befindet, eröffnen sich doch schon recht interessante Möglichkeiten.

So kann Goggles etwa diverse Produkte anhand eines Fotos identifizieren, vor allem bei Büchern und DVDs klappt dies meist zuverlässig, auch Grafiken - wie beispielsweise Firmenlogos - lassen sich anhand der Ähnlichkeit mit Online-Bildern aufspüren. Mit etwas mehr Glück verbunden ist da schon die Erkennung von Sehenswürdigkeiten, ob man hiermit Erfolg hat, hängt nicht zuletzt davon ab, wie viel Vergleichsmaterial schon vorhanden ist - und natürlich auch von der Qualität der eigenen Aufnahmen.

Ein recht nützlicher Trick von Goggles ist die Texterkennung, die etwa beim Abfotografieren von Visitenkarten zum Tragen kommt: Klappt die Digitalisierung, bietet Goggles gleich das Erstellen eines Adressbucheintrags mit den zusammengetragenen Informationen an. So ist Goggles im aktuellen Entwicklungszustand vielleicht nicht gerade das essentiellste Tool für den Alltag, aber zumindest ein nettes Tech-Demo mit immer wieder durchaus verblüffenden Ergebnissen.

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screenshot: andreas proschofsky

Wave Secure

Vor allem für den Erfolg im Enterprise-Bereich fehlt Android in der Basisausstattung noch so manche Sicherheitsfunktion, zumindest teilweise bietet das Anwendungs-Universum des Android-Market aber Abhilfe. Ein Beispiel hierfür ist Wave Secure, das im Falle eines Diebstahls nicht nur den Verlust sensibler Daten sondern auch den Zugriff darauf durch Dritte verhindern soll.

Ein Teil des Programms ist entsprechend dem Bereich Online-Backup gewidmet, neben Bildern und Videos betrifft dies Kontakte, SMS und Log-Dateien. Die Anmeldung am dafür nötigen Web-Service erfolgt über die eigene Telefonnummer und einen sechsstelligen PIN-Code. Bei der Registrierung können dann gleich bis zu neun befreundete Personen angeben werden, die als Notfalls-Kontaktliste gedacht sind. Wird nach einem Diebstahl nun etwa versucht die SIM-Karte auszutauschen, wird automatisch eine SMS an die festgelegten Nummern verschickt - auf Wunsch sogar mit dem aktuellen Standort des Geräts.

Über den Web-Service lässt sich das Gerät zusätzlich aus der Ferne sperren, der Hinweis, wer für eine Rückgabe zu kontaktieren ist, kann frei formuliert werden. Im Fall eines tatsächlichen Diebstahls empfiehlt sich wohl zusätzlich noch ein "Remote Wipe", mit dem die Daten - samt jener auf der SD-Karte - vollständig gelöscht werden können.

Wave Secure für Android ist derzeit noch in der Beta-Phase und entsprechend frei zu nutzen, wer sich noch vor dem 31. März registriert, soll den Service aber auch in Zukunft weiter kostenlos verwenden können - so der Hersteller. Auf anderen Plattformen kostet ein Abo des zugehörigen Services üblicherweise rund 20 US-Dollar jährlich.

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Evernote

Eigentlich keine große Einführung braucht Evernote, handelt es sich doch dabei um ein Service, das bereits auf einer Fülle anderer Plattformen verfügbar ist - und sich überall unter den Top-Downloads befindet. Die Software will dabei helfen, die unterschiedlichsten Schnippsel des eigenen Lebens zu sammeln und online zusammen zu tragen.

So lassen sich hier nicht nur Text-Notizen festhalten, auch kurze Audio-Aufnahmen, Fotos und andere Dateien dürfen in "Notebooks" kombiniert werden. All dies kann mit Anmerkungen, Tags und - optional - dem eigenen Aufenthaltsort versehen werden, zusätzlich versucht die Software auch selbst eine automatische Organisation vorzunehmen, alle Inhalte werden darüber hinaus selbsttätig indiziert, für Bilder gibt es sogar eine Texterkennung. Einzelne solcherart zusammengestellter Notebooks lassen sich dann gezielt mit anderen NutzerInnen des Services teilen.

Von der Reiseplanung bis zur Fakten-Recherche sieht man bei Evernote typische Anwendungsszenarien der Software. Die gesammelten Informationen können übrigens auch über einen Web-Client am Desktop-Rechner verwaltet und weiterbearbeitet werden, für Windows und Mac gibt es zusätzlich eigene Spezialanwendungen.

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Google Gesture Search

Neben der klassischen Text- bietet Android zum Teil auch die Möglichkeit der Spracheingabe, mit einem externen Programm experimentiert der Softwarehersteller mit einem weiteren Weg der Steuerung von Smartphones: Die Google Gesture Search erkennt mit dem Finger gezeichnete Buchstaben und durchforstet das Mobiltelefon nach relevanten Ergebnissen.

Als Quellen können dabei das Adressbuch, die Browser-Lesezeichen, die Musik-Datenbank sowie die installierten Anwendungen dienen. Was konkret in die Ergebnisliste einbezogen wird, kann von den NutzerInnen in den Einstellungen nach Belieben festgelegt werden.

Bei der Gesture Search zeichnen die NutzerInnen einen Buchstaben nach dem anderen, um die Treffer weiter zu verfeinern. Hat man sich einmal vertan, reicht ein Strich von rechts nach links zum Löschen der vorangegangenen Geste. Die Ergebnisse werden im Hintergrund eingeblendet und können direkt angeklickt werden.

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DroidLive

Rein von der Hardwareausstattung her sollte so manches aktuelle Android-Gerät - darunter das Nexus One und das Motorola Droid / Milestone - eigentlich auch UKW-Radio abspielen können, eine funktionstüchtige Nutzung dieser Funktionen such man bislang allerdings vergeblich. Immerhin gibt es aber eine Reihe von Anwendungen, um Internet-Radio auf das eigene Android-Smartphone streamen zu lassen.

Aus der Masse sticht dabei vor allem DroidLive hervor: Die Anwendung greift auf das breite Angebot von Shoutcast zurück, und fällt mit einem für Android zwar untypischen aber recht hübsch gemachten Interface auf. Es gibt die Möglichkeit nach Streams zu suchen, diese zu den Favoriten hinzuzufügen und einzelne Genres zu durchstöbern, die Einstellungen können per Backup gesichert werden.

An Formaten werden aac, aac+, mp3, mp4, mp4a, mpeg audio sowie m3u und pls unterstützt. Eine WLAN-Verbindung ist nicht unbedingt vonnöten, in Gebieten mit guter UMTS-Abdeckung funktionieren die Streams auch über das Mobilfunknetz. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dabei so einiges an Datenverkehr generiert wird, ein Handytarif mit ausreichend dimensioniertem Datenvolumen sollte also schon vorhanden sein, will man auf unliebsame Überraschungen bei Erhalt der monatlichen Rechnung verzichten.

Weitere Eckdaten: Das Abspielen wird beim Abstecken der Kopfhörer automatisch unterbrochen, außerdem gibt es eine Sleep Timer-Funktion zur zeitgesteuerten Abschaltung des Streams. Neben der kostenlose Lite-Variante ist auch eine Kaufversion erhältlich, die auf Werbeeinblendungen verzichtet und einen zusätzlichen Fullscreen-Modus ohne die gewohnte Android-Titelzeile bietet.

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Google Listen

Wer die akustische Untermalung lieber gezielt auswählt, dem bietet Google mit Listen einen eigenen Podcast-Client. Über ein einfach gestaltetes Interface lassen sich einzelne Podcast-Feed abonnieren, ein Suchfunktion hilft dabei, auf diesem Weg nicht gefundenes lässt sich aber auch manuell oder über einen Klick auf das zugehörige Feed-Icon auf einer Webseite hinzufügen.

Google Listen sucht automatisch regelmäßig nach Updates, befindet sich das Android-Gerät gerade in einem WLAN, werden neue Episoden gleich selbsttätig heruntergeladen. Wie viele Podcasts hier lokal gecachet werden, darf frei festgelegt werden. Ältere Episoden können natürlich auch gezielt bezogen werden, das Abspielen kann noch während des Downloads beginnen.

Für UserInnen des Google Readers besonders nützlich: Seit einem aktuellen Update integriert sich Listen mit der Online-Anwendung, über neue Inhalte wird dann auch an dieser Stelle informiert, ebenfalls können die Podcast-Abos im Reader verwaltet werden.

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tAttachApkInstaller & Blackmoon AttachSave

In die Kategorie "kleine sinnvolle Verbesserungen" fallen tAttachApkInstaller & Blackmoon AttachSave, beide bemühen sie sich darum Einschränkungen des Gmail-Clients bei Android zu umgehen. So erlaubt etwa der tAttachApkInstaller die direkte Installation von in einer Gmail-Nachricht enthaltenen Android-Programmpaketen.

Nach dem Klick auf den Preview-Knopf bei einer APK-Datei im Nachrichtenanhang wird dann die Softwareinstallation optional angeboten, wer will kann dies auch gleich zum Default für künftige Nutzungen machen. Der hier verwirrenderweise ebenfalls angebotene, offizielle Package Installer bricht bei entsprechenden Versuchen die Einrichtung der Software einfach ab.

Blackmoon AttachSave ermöglicht hingegen das Speichern beliebiger, mit GMail empfangener Dateien auf die SD-Karte, um sie dann später von dort aus weiter zu verwenden.

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screenshot: andreas proschofsky

Missed Call

Mit der Fülle von Möglichkeiten, die aktuelle Smartphones so bieten, ist es nicht ganz trivial keinerlei wichtige Informationen zu übersehen. Android bringt hier von Haus aus bereits ein recht durchdachtes Benachrichtigungssystem, mit "Missed Call" lässt sich hier aber noch mal erheblich nachbessern.

Schließlich macht die Anwendung eine Fülle von Konfigurationsoptionen zugänglich, die man im Default-Android sonst vergeblich sucht. So können hier Benachrichtigungen für unterschiedlichste Services individuell konfiguriert werden - und zwar vom Klingelton über den Rhythmus des Vibrationsalarms bis zur Farbe des LED-Blinkens.

Vor allem Letzteres erweist sich als äußerst hilfreich, lässt sich so doch schon auf den ersten Blick feststellen, ob die Benachrichtigung einen verpassten Anruf, einen anstehenden Termin oder doch eine SMS betrifft. Neben diesen Services kann Missed Call übrigens noch für einige andere Events konfiguriert werden, darunter etwa die Verfügbarkeit von Bluetooth-Verbindungen oder das Knapp werden des Plattenplatzes.

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screenshot: andreas proschofsky

Shazam

Als Abrundung noch eine Anwendung, die zwar weder sonderlich neu noch Android vorbehalten ist, aber trotzdem immer wieder verblüffen kann. Denn Shazam kann in der Umgebung abgespielte Lieder identifizieren - äußerst nützlich ist man mal unterwegs und will wissen, welches Lied da im Hintergrund gerade gespielt wird.

Um dies zu ermöglichen, nimmt Shazam ein kurzes Audio-Sample auf und gleicht dieses online ab, anhand verschiedener Charakteristika lässt sich so ein Lied meist recht zielsicher identifizieren. Einmal erkannt, zeigt die Anwendung weitere Hintergrundinformationen zum jeweiligen Song an. 

Wer will kann den Titel auch gleich bei Amazon käuflich erwerben oder auf Youtube nach dazu passenden Videos suchen. Ein History über vorangegangene Suchen gibt es ebenso, damit das solcherart Aufgespürte nicht gleich wieder ins Land des abendlichen Vergessens entschwindet. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 14.03.10)

Kommentar posten
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Der Unkurze
00
15.3.2010, 12:41
vl eine dumme frage :)

ich überlege momentan mir ein android handy zuzulegen, frage mich aber wie das mit der verrechnung der gekauften programme in österreich nun konkret funktioniert. vorallem da kaum ein anbieter bis auf a1 auch android geräte anbietet.

könnte mir jemand mit einem android handy verraten wie das abläuft? ich hab nämlich nicht gerade lust mir eine kreditkarte zuzulegen

besten dank schonmal :)

dr0id
00
15.3.2010, 15:29

Derzeit nur über KK.
Kein PayPal, Bankeinzug oder Providerrechnung.

Emanuel S.
00
15.3.2010, 15:19
funktioniert derzeit nur mit kreditkarte.

¤
02
15.3.2010, 12:19
Österreich Apps

Interessant wäre ein Review über Österreich-spezifische Apps (so wie z.B. FahrplanAT). Über die weltweit verfügbaren Apps findet man ja eh genügend Infos im Netz. Aber nachdem der potentielle Nutzerkreis für lokal-begrenzte Apps eher gering ist, findet man auch dementsprechend wenig. Bin derzeit z.B. auf der Suche nach einem brauchbaren Programm das mir die Kinofilme in der Nähe samt Spielzeiten anzeigt.

Dr.Flow
00
15.3.2010, 15:01
Kinoapp

Ich verwende CineShowTime und bin recht zufrieden damit. Man kann einen Ort händisch eintragen oder per GPS ermitteln lassen, mit zweiterer Methode zeigt er die Entfernung zu den gefundenen Kinos an.

Liefert die Kino in der Umgebung, die dort laufenden Vorstellungen und Kritiken und Beschreibungen zu den Filmen.

Hier der Marketlink: market://search?q=pname:com.binomed.showtime

dajonny
00
15.3.2010, 13:23
Aloqa

schauen sie sich mal Aloqa an, das kann das - und noch mehr :-)

Anuntiata
00
15.3.2010, 11:19
Kleine Anmerkung zu Wave-Secure

Ich benutze die Appliaktion schon länger, und etwas, dass mit SEHR unangenehm aufgefallen ist, ist die Wiederherstellung der SMS.

Sichert man diese nämlich am Server und möchte Sie wieder zurück aufs Handy spielen, kommen diese zwar, aber mit Konversationen wars das. Die SMS haben nicht mehr den richtigen Zeit und Datumsstempel wodurch keine einzige Konversation nachvollziehbar ist.

Ärgert :-(

Muss ich das verstehen?
00
15.3.2010, 10:25
2.1 vs htc

Einige nette Dinge, wie zB Google Gesture Search funktionieren ja erst ab 2.x.
Überhaupt ist das 2.1 (sense) einfach schöner/besser/netter/bedienbarer. Die integrierte Sprachsuche ist aber eher Prebeta.

Toll, dass HTC das versprochene/angekündigte update für's hero noch immer nicht herausgebracht hat.

Und die 2.1er ROMs von den Devs saugen leider den Akku viel zu schnell leer - weil halt der Kernel nicht wirklich für's hero ist..

MemoryDragon
01
15.3.2010, 16:31
Stimmt so nicht mehr ganz

Seit dem letzten Leak gibts doch eine Reihe an Dev Roms die durchaus lange Akkuzeiten haben, mein derzeitiger Favorit ist das aktuelle BeHero.

Muss ich das verstehen?
00
17.3.2010, 10:39

stimt leider doch - die Akkulaufzeit ist inakzeptabel (jaja, besser als zB Villain, dennoch) Darüber hinaus habe ich bei BeHero ständig FCs - und das nervt.

*raunz* - will ein offiz. 2.1 von HTC - so wie von HTC angekündigt.

Google Gesture Search zB IST einfach nett. Überhautp ist das 2.1er wirklich eine Verbesserung.

Muss ich das verstehen?
00
15.3.2010, 23:12

Danke, muss ich einmal testen.
Wobei - was ist lange? Annährend wie das 1.5 stock - oder "für ein 2.1er eh OK"?

Emanuel S.
13
15.3.2010, 10:21
Könnte man diese Ansichtssache vielleicht etwas übersichtlicher gestalten?

z.B.
- Je App EINE Überschrift (und wenn es mehr sein sollen, dann wenigstens Unterüberschriften in einem anderen Schriftgrad)
- diese (Haupt)Überschrift sollte idealerweise den Namen des Apps enthalten
- Bilder nicht mitten in den Text reinwerfen, sondern entweder ober- oder unterhalb des Textes
- eventuell Trennlinien zwischen den einzelnen Apps

Ansonsten finde ich es prinzipiell gut, dass ich um die Ansichtssache anzusehen nicht 15 mal klicken muss (zumal die Seite keine Tastaturbefehle unterstützt)

Vielleicht mal die "PhotoGallery" von WIRED.com ansehen:

http://www.wired.com/autopia/2... fect-cars/

Ein Klick auf "View All" zeigt wie man eine Ansichtssache etwas ansehnlicher gestalten könnte.

Redaktion derStandard.at/Web
03
15.3.2010, 14:58

Danke für die Anmerkungen, wir experimentieren derzeit noch ein bisschen mit dem Format (als Alternative zu "klassischen" Ansichtssachen), insofern sind so konkrete Hinweise recht hilfreich. Ich hab jetzt mal zumindest die ersten zwei Anmerkungen oben im Artikel umgesetzt. Punkt drei war darüber hinaus eigentlich schon immer so (ein Bild, dann der zugehörige Text).

apo

hansteiner
00
16.3.2010, 16:28
Danke,

ich finde es so auch gut. Gerade auf mobilen Geräten ist ein scrollen von oben nach unten mit der automatischen Skalierung der Bilder recht angenehm.
Getestet mit android 1.5 Standardbrowser und opera mini 5 (beta). Den Vorschlag mit der Auswahl zwischen der bisherigen Variante und dieser finde ich gut.

Dazu sei mir noch eine Anmerkung erlaubt: die Website des Standard hat mit verschiedenen mobilen Browsern ein Problem (oder diese mit ihr), z.B. opera mini 5 (beta), dolphin, steel. Die schwarze Leiste, die im Desktopbrowser unten ist, ist leider irgendwo mitten im Text.

Jasper Perky
01
16.3.2010, 07:42

Schaut jetzt nach den kleinen Änderungen ganz gut aus.

Die "klassischen" Ansichtssachen fand ich übrigens immer schon furchtbar, vor allem wenn man eine langsame Verbindung hatte und nach jedem Klick ewig warten musste um weiter zu lesen.

Noch ein kleiner Tip: Die Überschriften zuerst und danach erst das dazugehörige Bild setzen, sonst ist es auf dem ersten Blick verwirrend.

Andrian Susu
00
15.3.2010, 09:56
finde die abschottung des iphone an einigen stellen übel,

mir fehlt echt der freie datenaustausch zwischen den geräten per bluetooth und der einfache zugriff auf ordner etc – da ist apple zu weit gegangen.

auch in der software-politik schlägt apple übers ziel

eine bessere camera wäre auch wünschenswert

dennoch hält man mit dem app-store auch den größten schrott von den geräten fern und die entwickler kommen auch zu ihrem geld. wie das bei anderen plattformen passiert, weiß ich nicht. zu befürchten ist, dass demnächst die ersten viren auf den kisten einzug halten und die programmierer der tollen tools leer ausgehen, weil wieder alles nur kopiert wird.

kein licht ohne schatten …

??????1
00
15.3.2010, 14:14

ich denk' nicht dass die apps rootzugriff haben...
aber wissen tu ich's natürlich auch net. ;)

Andreas Prucha
02
15.3.2010, 10:16

Der AppStore an sich ist ja eine gute Idee, allerdings sollten Applikationen nicht verbannt werden, sondern mit Attributen versehen. Nichts spricht dagegen Apps mit einem "Approved"-Flag zu versehen oder mit einem "Nicht Jugendfrei". Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er die App nun will oder nicht. So wie Apple das aber betreibt bekommen die Entwickler zwar ihr Geld, sind aber Apple ausgeliefert. Wenn Apple irgendwo der Meinung ist, die App entspräche nicht dem was Apple will (vielleicht eben Konkurrenz) fällt das Geschäft des Entwicklers ganz weg. Aber nicht, weil die Kunden die App nicht mehr wollen, sondern weil Apple nicht will, dass die Kunden es wollen.

hp12c
00
15.3.2010, 11:12
apple legt sehr viel wert darauf

den Schein bzw. Ruf der Virenfreiheit und Malwarefreiheit aufrecht zu erhalten. Dass Mac OS ebenso wie iPhone OS unhackbar und viel sicherer sind als andere Systeme ist ein Trugschein, und das wissen wir wohl hier "drinnen",

aber die meisten da draußen wissen es nicht, allerdings, wenn sich der Otto Normalverbraucher an die "Vorgaben" von Apple hält, so bitter sie einem ach hier drin aufstoßen mögen, dann ist er schon relativ sicher unterwegs...

dann wären apps im appstore, mit 18+ versehen oder 21+ altersbegrenzungen, und die verbotenen Sachen sind doch immer die interessantesten, also verstehe ich apple da schon (obwohl ich meines auch jailbreaked habe...)

dekorhippe
00
15.3.2010, 14:00
aber nach ihrer argumantetion

müsste apple auch die installationsmöglichkeit beim normalen osx einschränken. denn auch hier besteht die möglichkeit, dass sich der unbedarfte nutzer "crapware" installiert.

also warum diese einschränkung nur beim iphone/ipad?

antwort: weil es hier keine tradition gibt, sich irgendwelche anwendungen selbst in freier wildbahn zu suchen und zu installieren. daher fällts dem wald-und-wiesen-nutzer auch nicht sonderlich negativ auf, wenn diese nur aus dem appstore zu installieren sind. dass sich apple dabei eine goldene nase verdient, ist sicher nur zufall ;)

¤
01
15.3.2010, 11:05
Jein...

Ganz kann ich da nicht zustimmen. Mein Hauptproblem bei Apple ist, dass ich ausser dem Appstore keine Möglichkeit habe Software selber zu installieren.

Ansonsten sehe ich den Appstore als vergleichbar zu dem Softwarerepository von normalen Linux Distributionen an. Und dort gibt es ja genauso Policies was hinein darf und was nicht hinein darf.

Wenns die Möglichkeit gäbe selber eigene Software zu installieren könnte eben ein anderer Anbieter einen Appstore für Software bereitstellen, die von Apple nicht akzeptiert wird.

Andreas Prucha
01
15.3.2010, 11:17

Da haben wir aneinander vorbei geredet. Ich sehe es eben genauso: Das Problem ist, dass es nur einen (zumindest laut lizenzbedingungen legalen) Store gibt, und Apple hier nach Lust und Laune entscheidet, was verkauft werden darf und was nicht. Mit anderen Worten Sowohl Apple-User als auch Entwickler sind auf Gedeih und Verderb Apple ausgeliefert.

Wäre Apples AppStore nur ein Store unter mehreren Gäbs keine Probleme. Und was die Linux-Distributionen betrifft: Die haben zwar meistens ihr Standard-Repository, aber selbst hier lassen sich meistens beliebige andere Repositories hinzufügen.

so go
00
15.3.2010, 08:11
android > iphone

und ich kann bzw. will mir beides nicht leisten! :P

Emanuel S.
00
15.3.2010, 09:40

Die günstigste Variante an ein Android Gerät zu kommen ist im Moment wohl über Red Bull Mobile.
Das RBM2 (von Huawei) gibt es dort um 0,- (+59,90 Aktivierung) beim simplyAll Tarif+ (29,-/Monat 2000min, 2000sms, 2gb, mobiletv)
Das RBM2 hat aber im Moment leider noch Android 1.5, soll aber gegen Ende März ein Update erhalten.
Oder kennt jemand etwas günstigeres?

Muss ich das verstehen?
00
15.3.2010, 10:31
soll Update erhalten

ja, das hero sollte seit Monaten Updates erhalten. Sollte.
Keine Ahnung, wie die Politik von Huawei/RB ist, aber "angeblich" ist einfach zu wenig.

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