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Ab September fährt die U-Bahn am Wochenende auch in der Nacht - Die Preise bleiben gleich
Wien - Ab Freitag 3. September, wird die U-Bahn am Wochenende durchgehend fahren. Detaillierte Pläne, auch zum neuen Nachtbusnetz, werden im Rahmen einer Informationsoffensive im Sommer präsentiert, sagte Wiener Linien (WL)-Geschäftsführer Günter Steinbauer am Donnerstag. Soviel steht schon fest: Die Züge werden in der Nacht in Intervallen von 15 Minuten fahren, die Tickets werden nicht teurer und die Routen der Nachtbusse werden teilweise verändert.
Außer Freitag- und Samstagnacht werden die U-Bahnen auch in den Nächten von Feiertagen durchgehend in Betrieb sein. Die U-Bahn bleibt das "Rückgrat" der Öffentlichen Verkehrsmittel, wie Steinbauer erklärte. Bei den Nachtbussen wird es Anpassungen geben. Am Wochenende werden die Nightlines etwa nicht mehr um den Ring fahren, da in und um die Innenstadt vier U-Bahn-Linien zur Auswahl stehen. Unter der Woche wird das Nachtbussystem gleich bleiben.
Schneller im Nachtleben unterwegs
Ein Beispiel: Wer bislang nach einem Konzert im Gasometer oder in der Arena zur Lokal-Szene auf den Gürtel fahren wollte, konnte von Simmering und Erdberg mit dem N75 bis Karlsplatz fahren und dort in den N49 umsteigen und bei Westbahnhof in den N64 wechseln. Dieser Nachtbus fährt dann zu Josefstätter Straße, Alser Straße und Währinger Straße. Das neue Angebot sieht so aus: Die U3 fährt von Erdberg oder Gasometer bis Westbahnhof, wo man auf die U6 umsteigen kann, die alle Routen des N64 am Gürtel anfährt. Das gilt jedoch nicht für alle Strecken, wenn es keine Parallelführungen von Bus und Zug mehr gibt: Wer zum Beispiel von der Oper in die äußere Hütteldorfer Straße fahren will, fährt bald statt direkt mit dem N49 mit U2, U3 und N49.
Sicherheit und Kosten
"Nur zwei vergleichbare Städte, Stockholm und Hamburg, bieten zurzeit Nacht-U-Bahnen an", sagte Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Ein eigenes Nachtticket wird es nicht geben, es gelten die selben Tarife wie tagsüber. Durch eine Reduzierung der Nachtbusse werden rund 800.000 Euro pro Jahr eingespart. Insgesamt werden die Mehrkosten durch die 24-h-U-Bahn von den WL mit 5,6 Millionen Euro beziffert. Die Kosten werden also insgesamt die kolportierten 5 Millionen Euro für den Nachtbetrieb nicht überschreiten. Ein großer Kostenfaktor sei der Stromverbrauch.
Es gebe zudem schon Gespräche mit der Polizei, um die Sicherheit in den Stationen in der Nacht zu gewährleisten - ähnlich wie es bisher schon bei den Nachtbussen der Fall war. Dafür wird es Videoüberwachung in den Stationen und Zügen geben, die Stationen werden mit Stationswarten besetzt und in jedem zweiten Zug werden zwei Begleitpersonen unterwegs sein.
Für die geplanten 28 U-Bahn-Züge und 50 bis 60 Nachtbusse pro Wochenendnacht, werden rund 90 FahrerInnen, 55 StationsaufseherInnen und 22 "Nightliner" im Einsatz sein. Insgesamt werden rund 200 MitarbeiterInnen benötigt. "Das bisherige Arbeitszeitmodell muss überarbeitet werden. Aber die Vorbereitungen sind bald abgeschlossen", sagte Steinbauer.
812 Millionen Fahrgäste 2009
Im vergangenen Jahr nutzten rund 812 Millionen Menschen die Wiener Linien, fast 40 Prozent davon sind mit einer Jahreskarte und 25 Prozent mit SchülerInnen-, Studierenden- oder Lehrlingsticket unterwegs. (jus, derStandard.at, 11. März 2010)
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In den Nachtbussen gab es keine Videoüberwachung. Das war der ÖVP natürlich ein Dorn im Auge. Also haben wir jetzt die 24h U-Bahn am Wochende mit erheblichen Mehrkosten (die wir natürlich erst nach der Wahl präsentiert bekommen), keinem zusätzlichen Nutzen für die Fahrgäste aber Hauptsache wir werden nahtlos überwacht. http://www.piratenpartei.at/
Haben Sie ein registriertes Handy?? Werfen Sie es sogleich weg und besorgen Sie sich ein Prepaid-Handy ohne Registrierung. Sonst kann man Sie immer und überall verfolgen und auf einen Meter genau feststellen, wo Sie sich gerade aufhalten! Oder noch besser: Kündigen Sie sofort Handy- und Internetvertrag bei Ihren Providern, vernichten Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten sowie sämtliche Kundenvorteilskarten! Kommunizieren Sie nur noch per Post oder Festnetztelefon, denn Sie wissen ja: "Big Brother is watching you!"
:-)))
das war also die "hidden agenda", darum geht es also. Längere Fahrtzeiten, häufiger Umsteigen, höhere Kosten, mehr Überwachung. Dass sich die Taxler freuen zeigt, dass die Nachtschwärmer schlechtere Verbindungen haben werden. Offenbar hat irgendwer "vergessen" den Wienern zu sagen, dass Nacht U-Bahn die Einstellung der Nachtbusse bedeutet.
Videoüberwachung ist schlecht, weil sie eine offene Gesellschaft durch Verhaltenskonditionierung verhindert. Sie ist Teil der Umwandlung von Bürgern zu Untertanen.
(und bevor mir jemand antwortet: bitte informieren, was "offene Gesellschaft" im politisch/demokratischen Kontext meint)
Im Nachhinein ist Schimpfen immer leichter, aber jeder/r WienerIn war aufgefordert, an dieser Abstimmung teilzunehmen. Dass die Entscheidung nicht allen gefällt ist ja okay aber man muss sie respektieren.
Ich persönlich befürworte die Entscheidung, so kann man auch Weggehen ohne automatisch gezwungen zu sein, erst mit dem Morgengrauen nach Hause zu kommen
... war wahrscheinlich "vergleichbare" Städte. Wobei unklar bleibt, was Brauner unter vergleichbar subsummiert.
Auch NYC und Berlin haben Nacht-U-Bahn Betrieb. NYC ist sicher nicht vergleichbar (Meines Wissens auch die einzige U-Bahn weltweit mit täglichem Nachtbetrieb und nicht bloß an Wochenenden).
Berlin ist eher vergleichbar. Zwar doppelt so groß, aber vom Verkehrsbedarf nicht völlig unterschiedlich.
Naja das jeden Tag in beide Richtungen und dann noch auf den Bus 7-15 Minuten warten. Da steh ich tagtäglich schon mal 30 Min. Sind auf 5 Arbeitstage gesehen einiges. Und ja das ist ein Problem für mich, weil ich dann leider noch weniger Zeit habe, um mit meinem Sohn zu spielen...
Blanker Populismus. Ein Schildbürgerstreich in Zeiten, wo sogar bei wirklich notwendigen Dingen gespart werden muss.
Wer nach Mitternacht in Lokalen herumziehen kann, dem ist auch der Preis einer Taxifahrt zuzumuten - wenn ihm schon die Nachtautobusse nicht genügen.
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