Sqeeza.at: Versteigerung von oben nach unten

11. März 2010 09:53

Österreichisches Start-up startet am Freitag - Angebote für Auto, Motorrad, Sport und Freizeit

Üblicherweise erhöht sich bei Versteigerungen mit jeder Bieterrunde der Preis - nicht so beim neuen österreichischen Start-up Sqeeze.at. Hier gilt das umgekehrte Prinzip - der Kunden schlägt zu, wenn er glaubt, der Preis ist schon recht niedrig und beim weiteren Zuwarten bestehe die Gefahr, dass ein anderer kauft. Der Händler bekommt einen vorher mit Sqeeze.at ausverhandelten Fixpreis, die Auktionsplattform erhält eine Provision, die sich aus dem Differenzbetrag von Listenpreis und Fixpreis errechnet. Die Investitionskosten für den Start-up lagen im 6-stelligen Bereich, so Co-Geschäftsführer Karl Wegerer im Gespräch mit der APA.

Abgeltung

Der Preisunterschied zwischen endgültigen Versteigerungspreis und dem Fixpreis wird dem Händler von Sqeeze.at abgegolten. Das Geld dafür kommt von den Guthabenkonten der Kunden, die sich Minutenguthaben für die Auktion kaufen müssen. Für Wegerer sind bei dieser hierzulande neuen Online-Auktionsform alle Beteiligten Gewinner: Der Kunde, weil der Preis pro User und pro Versteigerungsminute um 70 Cent gesenkt wird, der Händler weil er ein Fixeinkommen hat und letztendlich auch Sqeeze.at. Franz Eckl vom Autohaus Eckl aus Ybbs (NÖ): "Der Verkauf von Neuwagen über das Internet stellt einen neuen Absatzweg dar, mit dem wir auch neue, überwiegend junge Kundengruppen ansprechen können."

Start

Start für die neue Online-Plattform ist am Freitag, dem 12. März. Vorerst kooperieren fünf Auto- und Motorradhändler sowie drei Anbieter von Freizeit- und Elektroangeboten mit Sqeeze.at. In den ersten drei Monaten sollen zwei bis drei Auktionen pro Tag statt finden. Im Laufe des ersten Halbjahres soll die Anzahl der Auktionen kontinuierlich gesteigert werden. Innerhalb Jahresfrist wird mit 30.000 registrierten Benutzern gerechnet, eine Expansion nach Deutschland sei möglich, so Wegerer. Außerdem wird eine laufende Sortimentserweiterung angestrebt. Angeboten werden ausschließlich neue Produkte, bezahlt wird über Kreditkarte, paybox oder PayPal.

Mindestanzahl

Um eine faire Auktion zu gewährleisten, gibt es eine Mindestanzahl von Teilnehmern pro Versteigerung. Eine Grundgebühr oder Anmeldekosten gibt es nicht. Der User kann zwischen Zeitguthaben für die Versteigerung von fünf bis 50 Minuten wählen. Fünf Minuten kosten 6 Euro. Gewährleistungspartner ist der Händler, der das Produkt anbietet. Bei Autos oder Motorrädern können mit dem Händler auch Zusatzausrüstungen vereinbart werden. Sobald die Auktion beginnt kann der Nutzer nach Belieben ein- und aussteigen. "Bei einem 14.000 Euro teuren Auto etwa fällt der Preis bei 800 Teilnehmern nach zehn Minuten auf 8.400 Euro und nach weiteren zehn Minuten auf 2.800 Euro", so Wegerer.

(APA)

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Sqeeze.at

Kommentar posten
11 Postings
Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
08.04.2010 10:21

Check ich net.
Warum soll ich Zeit für eine Auktion kaufen?

Dr. Prof. Senf
07.04.2010 16:12
Kann man jederzeit einsteigen?

Wenn ja dann sind alle dumm die von anfang an drinnen sind. Dann warte ich einfach bis der Preis passt steige ein und schlag zu.

Wieder etwas wo auf kosten vieler einer Glücklich gemacht wird, achja und der Betreiber.

Herzlich willkommen.
15.03.2010 19:13
Ein bisserl kompliziert gemachtes

Gewinnspiel, sonst ist das eigentlich nix. Man zahlt für die Teilnahme, und gewinnen tut einer von vielen. Reine Glückssache. Auch wenn man es Auktion nennt.

LtCdr Data
14.03.2010 11:37

Zu einer fairen Versteigerung gehört meiner Meinung nach dazu, daß denen, die nicht zum Zug kommen, keine Kosten entstehen.

er leuchtet
11.03.2010 15:04
gäääähhhnn

alte Idee und hat noch nie funktioniert.

hobsch
11.03.2010 13:42
Fünf Minuten kosten 6 Euro, 10 Min also 12 Euro

"Bei einem 14.000 Euro teuren Auto etwa fällt der Preis bei 800 Teilnehmern nach zehn Minuten auf 8.400 Euro ...."

Aha, na klar.

- 800 User x 12 Euro = 9600 Euro
- Verkaufspreis nach 10 Min = 8400 Euro
-> Gesamteinnahmen also von 18.000 Euro für ein 14.000 Euro teures Auto.

Na, wer hat die 4000 Euro (Mehr-)Kosten bezahlt?

"Für Wegerer sind bei dieser hierzulande neuen Online-Auktionsform alle Beteiligten Gewinner."

Ja, klar.

Erich Hofbauer
11.03.2010 11:35

gibts bei anderen auch schon, bei hood kann man das auswählen, azubo fällt mir noch ein. "holländische Auktion"
Und trotzdem nix los. Übrigens is der Link tot weil falsch geschrieben http://www.sqeeza.at/ a, nicht e. Im Titel stehts richtig

broncoo
11.03.2010 11:28
Zeitguthaben für die Versteigerung ... Fünf Minuten kosten 6 Euro.

Dann wiß ma jetzt eh, womit die ihr Geld machen (wollen).

Nilpferd
11.03.2010 11:14
Ob das Zukunft hat?

Immerhin muss man schon zahlen bevor man überhaupt mitbietet. Und wenn man den Zuschlag nicht bekommt, ist das Geld dann ohne wirkliche Gegenleistung futsch.

woodz
11.03.2010 10:41
alle Gewinner?

"Für Wegerer sind bei dieser hierzulande neuen Online-Auktionsform alle Beteiligten Gewinner: Der Kunde, weil der Preis pro User und pro Versteigerungsminute um 70 Cent gesenkt wird"

Die Versteigerungsmodalität kann doch nicht als Gewinn bezeichnet werden.
Tatsache ist, dass zwischen Händler und Kunde eine Ebene eingeschoben wird, die auch verdienen möchte.

hobsch
11.03.2010 13:58
Gewinner: Der Kunde, weil der Preis pro User und pro Versteigerungsminute um 70 Cent gesenkt wird

Und dafür zahlt er pro Minute 120 Cent.

Toller Gewinn :-( für die, die das Objekt der Begierde nicht ersteigerten.

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