Berlin - Österreichs größter Hotelbetreiber, Vienna International (VI) mit insgesamt 40 Hotels in zehn Ländern, will nach der starken Expansion der Vorjahre nun "das Tempo etwas herausnehmen" , wie VI-Chef Rudolf Tucek signalisierte. Allein im Vorjahr wurden acht Hotels in sechs Ländern eröffnet. Als Wachstumspfad für die nächsten zwei Jahre nennt Tucek, bestehende Hotels zu übernehmen statt neue zu entwickeln.
Das hängt auch damit zusammen, dass der Hotelbesitzer - in den meisten Fällen der Immobilien-Entwickler Warimpex - angesichts der Finanzierungskrise begonnene Projekte fertigstellt und keine neuen Flächen angekauft. Ausgeblieben sind bisher Notverkäufe von Hotelimmobilien. Die Banken schichteten die Problemfälle eher intern um: Statt der Kundenbetreuung wanderten die Hotels in den "Non-Performing-Bereich" .
Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch bezeichnete im Standard-Gespräch das wirtschaftliche Umfeld für Immobilien-Projekte, zwar als besser als noch vor einem Jahr, aber noch nicht als normal, weil die Banken "nicht im großen Stil finanzieren" . Die Margen seien größer als vor der Krise, die Finanzierungskosten ebenso wie der bürokratische Aufwand. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.03.2010)