Werbegrenze

Für Onlinedeal will ORF "Futurezone" opfern

10. März 2010 18:00

Direktor Grasl: Für Aufgabe der Werbegrenze

Vom "rot-weiß-roten Schulterschluss" spricht ORF-Finanzdirektor Richard Grasl, zwischen ORF und Verlegern. Um die geplante Obergrenze für Onlinewerbung - zwei Prozent der Gebühreneinnahmen - loszuwerden, bietet er den Zeitungen einen Deal über Online-Inhalte an.

Der ORF könnte sich auf Bewegtbild im Netz konzentrieren, Textinhalte auf "Überblicksberichterstattung" und Inhalte mit Radio- und TV-Bezug beschränken. Oe3.at könne es so weiter geben. Die "Futurezone" von ORF.at nennt Grasl als Beispiel für einen "Special Interest"-Dienst, auf den der ORF verzichten könnte. Grasl will sich mit den Zeitungen "committen, dass wir uns nicht gegenseitig in die Quere kommen".

"Kartell"

Grasl präsentiert das Modell bei der Österreich-Sektion der International Advertising Association. Stimmen aus dem Publikum erinnert der Plan an ein "Kartell". Was Grasl zurückweist. Deals zwischen Verlegern und ORF verzögerten über Jahre die Zulassung von privatem Radio und Fernsehen in Österreich.

Gegen die geplante Online-Werbegrenze für den ORF spricht für Grasl, dass, "was heute Fernsehen ist", 2020 überwiegend online laufen könnte. Ein Zeitungsmann sieht das Hinterfragen dieser Online-Werbegrenze indes "fast als Kriegserklärung".

Grasl hofft, dass "Premiuminformation" künftig "kostenpflichtig sein wird". Er plädiert für einen gemeinsamen ORF-Newsroom von TV, Radio, Online, für Videojournalismus. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 11.3.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 89
1 2 3
bensen
 
12.03.2010 06:14
Wär der ORF ein Privatunternehmen

wärs schon längst bankrott. Ich hab bei einem "ORF-Zulieferer" gearbeitet. Der ORF hat soviel Unternehmensstruktur dass er eigentlich gar keine hat.

IMMER wenn ich an die ORF-Führungsetage denken muss, denk ich an die Bürokraten-Aliens aus "Per Anhalter durch die Galaxis".

Von einem flexiblen, ökonomischen Vorzeige-Fernsehsender ist der ORF soweit weg wie die österr. Fussballnationalmannschaft vom Weltmeistertitel.

stare @ goats
11.03.2010 17:20

Richard Grasl (36), Chefredakteur im ORF-Landesstudio Niederösterreich, war bereits für vieles im ORF und außerhalb im Gespräch. [...] Nach der SPÖ-ÖVP-Einigung auf ein neues ORF-Gesetz, einer 160 Millionen Euro schweren Gebührenrefundierung und dem Rücktritt der bisherigen Kaufmännischen Direktorin Sissy Mayerhoffer ist Grasl nicht nur Wunschkandidat der ÖVP, sondern auch jener von ORF-Chef Alexander Wrabetz. [...]

... ahhh ein Mann von Pröll-TV. Jetzt ist alles klar.

http://derstandard.at/125674504... ler-Zeiten

Heavyweather
11.03.2010 16:59

zahlen fürs fernsehen...hahahaaaa...
sonst noch lustige ideen?

commu
11.03.2010 16:47
Grasldrescher 2.0

Mit Prölls Segen und Phrasendrescherei schafft man es im ORF bis zum Finanzdirektor. Aber dank Feintuning in der Rollout-Phase, kann man ruhig woanders downsizen, damit man seine eigene Performance upgraded.

warp.faktor
11.03.2010 16:08
Kennt der Herr Grasl das ORF Gesetz nicht?

Der ORF hat das Recht Gebühren einzunehmen, weil er Premium Inhalte anzubieten hat.

Assinger, Karlich & Co. sind kein Mehrwert zum Privat-TV.

Fisch^^Fisch
11.03.2010 15:34
Ich mag orf.at

Meine Apa Meldungen lese ich am liebsten beim Staatsfernsehen. Auf einen Blick die wichtigsten Nachrichten (+ Bundeslandinfo) kaum nervende Werbung und das schlichtweg übersichtlichste Layout im Netz. Die FuZo ist sowieso genial.
Das einzige was einzusparen wäre sind die meisten Foren. Die sind an Niveau kaum zu unterbieten.

Oida Na Ned Scho Wieda
11.03.2010 13:44
die futurezone also

das einzige medium in österreich, das es schafft, authentisch zu wirken, soll also abgetreten werden.. :(

Totaler Durchblicksstrudel
 
11.03.2010 13:10

"Futurezone" ist wirklich gut gelungen. Der Standard sollte sich die unter den Nagel reißen.
Tante Jutta würde das sicher gefallen!

Graypi
11.03.2010 14:16
Nachdem Siemens

schon längst aus der FuZo raus ist (und wohl nicht wieder kommt), wär das schon eine gute Möglichkeit...

ultrame
11.03.2010 12:57
in zeiten von

internetfernsehen http://erfolg.org/internet-fernsehen/ ist staatsfernsehen denk ich überflüssig. noch dazu mit gebührenzwang ohne wenn und aber. der orf ist tot, es lebe das internetfernsehen.

warp.faktor
11.03.2010 16:11
Gerade in Zeiten des Internet-TVs

... ist Qualitätsjournalismus wichtiger denn je.

Der ORF hebt Gebühren ein und hat damit die Verpflichtung hochwertige Information zu liefern.

Werbe-Junk gibt es bei den Privaten im Überfluss.

kerihuelo
11.03.2010 16:49

reduktion des orf auf:

qualitative berichterstattung (politik, sport, musik, etc.)

aus heutiger sicht: Teile von Ö1, FM4, ev. Verkehrsfunk, ZIB, diverse Dokumentationen, Diskussionssendungen (eher Club2, eher nicht: karlich) u.s.w.

diese infos könnten dann mehr oder weniger 1:1 auch im internet angeboten werden!

ja aber
11.03.2010 12:50
aufteilung des marktes statt wettbewerb???

hamms die noch alle? wer braucht in der medienueberflussgesellschaft ueberhaupt noch einen staatsfunk? nochdazu zwangsweise mit gebuehrung und werbung!!!

Alex M
11.03.2010 12:47
Ich hätte gerne eine Offenlegung aller Ausgaben und Gehälter, ...

... welche durch unsere Steuern bezogen werden. Bei den Gehältern reicht das öffentliche Unternehmen/Amt und die Position. Wer eine öffentliche Position inne hat, soll zusätzlich alle seine Nebeneinkünfte offenlegen müssen.

Die öffentlichen Ausgaben will ich, dass man bis auf den kleinsten Beleg reinzoomen kann. D.h. man beginnt bei einem Minsterium, Land, Stadt, Magistrat/BH und zoomt an die jeweilige Position rein.

Sollte vom Prinzip her wie ein Baum aufgeschlüsselt sein, ähnlich diesem Tool:
http://www.online-tech-tips.com/computer-... -space/de/

Bei öffentlichen Aufträgen muss dahinter stehen, wer den Auftrag erhalten hat inkl. Verknüpfung zum ursprünglichen Angebot.

macindd
11.03.2010 13:46
Hervorragende Idee!

TrifterSepp
 
11.03.2010 12:39

Anstatt sich selbst irgendwelche Gedanken über die HP/Programm zu machen sollte der ORF sich einmal ein Vorbild an ZDF oder BBC nehmen. Dann könnte ws vernünftiges herauskommen. Stattdessen versuchens einen Konkurrenzkampf gegen Sender wie PRO 7, RTL usw. Gegen welche die eh keine Chance haben.

Aber dass Dancing Stars der Anteil am Bildungsfernsehen ist sagt eh schon alles aus.

W. Müller
 
11.03.2010 12:32
Wär Schade um Tante Jutta.

Vielleicht sollte sich eine andere Online-Plattform (z.B. eine Qualitätszeitung ;-) um sie bemühen, dann hätts' endlich Jemanden mit Sachverstand.

anton-aus-tyrol
 
11.03.2010 12:15
Für Onlinedeal will ORF "Futurezone" opfern

Für gutes Fernsehen würde ich den ORF opfern...

Doktor Albern
11.03.2010 11:52
zahlen??

bevor über kostenpflichtige inhalte am netz nachgedacht wird, sollte man den herren vom orf mal in erinnerung rufen, dass wir für die inhalte bereits bezahlt haben!

Walter Groebchen
11.03.2010 11:25
Ein Kommentar. Ohne Kommentar.

http://alturl.com/in30

Graypi
11.03.2010 16:07
Bitte noch einmal

der Shortcut führt ins Leere...

Walter Groebchen
11.03.2010 16:40
Strpüpl Kotu
11.03.2010 11:08
Gescheiter wärs...

... das komplette ORF Online Angebot zu kippen und nur die Futurezone übrig zu lassen.

Der Ruhestifter
11.03.2010 12:35
Noch gescheiter wär's, den orf zu kippen

Ein staatliches fernsehn mag sinn gehabt haben, als es aufgrund der hohen kosten so etwas wie ein natürliches monopol gab, das beim staat immer noch besser aufgehoben war als bei einem privaten.

Beim heutigen stand der technik ist staatsfunk so verzichtbar wie die 'prawda'. Der einzige grund dafür, dass man diesen anachronismus so schwer los wird, ist das interessenskartell von parteien, die dort ihre freunde mit pfründen versorgen können, und diesen freunden, die dort mit pfründen versorgt sind.

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
11.03.2010 10:34
das beste von orf.at soll abgedreht werden?

das ist doch verrückt. selbst im fernsehen, gibt's beim orf kaum eine sendung, welche diese journalistische qualität bieten kann. es wäre eigentlich das genaue gegenteil notwendig, nämlich die inhalte von futurezone zusätzlich im fernsehen zu zeigen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 89
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.