Tourismusobmann: "Man muss überall bloggen und twittern können"
Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in
Berlin ließ der Tourismusobmann der Wirtschaftskammer Österreich,
Hans Schenner, mit seinem Ruf nach Innovationen aufhorchen: "Auf der
Skihütte muss man überall bloggen und twittern können", betonte er auf der Messe. Um den Gästezustrom in die Berge
nachhaltig zu sichern, sei es aber auch wichtig, in Österreich die
Schulskikurse wieder verpflichtend einzuführen. "Wir haben bereits
eine Generation an Skifahrern verloren", bedauerte der Obmann. Nur 13
Prozent der Österreicher machen derzeit einen Winterurlaub, in dieser
Saison dominiert der Auslandsmarkt.
Zuversichtlich
Für die heurige Sommersaison gab sich Schenner zuversichtlich:
"Die Buchungslage ist sehr gut und ich erwarte mir ein ähnliches,
wenn nicht sogar besseres Ergebnis als im vergangenen Sommer. Wir
müssen aber auch garantieren, dass uns vor allem im Winter unsere
Gäste nicht abhandenkommen." Durch den Rückgang der Schulskikurse sei eine halbe Million
potenzieller Wintersportler verloren gegangen. Die Skikurse sollten
laut Wirtschaftskammer gefördert werden. Einen entsprechenden
Entschließungsantrag, der auf Initiative der Tourismuswirtschaft im
November letzten Jahres im Parlament eingebracht worden sei, habe der
Nationalrat bereits einstimmig beschlossen.
Öffnungszeiten
Im Sommer will die Kammer die Gastgärten länger als bis 21.00 oder
22.00 Uhr offenhalten dürfen. Derzeit kämpft sie bei der
Gastgartennovelle für eine neue Lösung bei den Öffnungszeiten mit
einer Betriebszeitengarantie von 22 Uhr für Gastgärten auf
Privatgrund bzw. 23 Uhr für Gastgärten auf öffentlichem Grund. Aber
auch eine Steuerpauschalierung in der Gastronomie für kleine Betriebe
bis 700.000 Euro Umsatz steht auf der Wunschliste. (APA)