Astrophysiker klären 20 Jahre altes Rätsel um Sternen-Schwergewichte

10. März 2010 17:34
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    grafik: zentrum für astronomie der universität heidelberg

    Die Grafik zeigt eine computerberechnete Wasserstoffwolke um einen massereichen Stern. Welche riesige Ausdehnung die Wolke hat, zeigt ein Größenvergleich mit dem Sonnensystem. Die kreisförmige Umlaufbahn des Planeten Neptun um die Sonne ist in dieser Darstellung so klein, dass sie punktförmig erscheint.

Heidelberger Forscher finden Erklärung für bislang schleierhafte Vorgänge in Gaswolken rund um massereiche Sonnen

Heidelberg - Sterne entstehen, wenn gewaltige Gaswolken, die vorwiegend aus Wasserstoff bestehen, kollabieren. Im Zentrum steigen Dichte und Temperatur unter dem Gravitationsdruck immer weiter an, bis schließlich die Verbrennung von Wasserstoff zu Helium einsetzen kann. Dabei zerstören sie die umgebenden Gaswolken.

Überraschenderweise gilt dies nicht unbedingt für die Schwergewichte unter den Sonnen: Massereiche Sterne leuchten ähnlich einer Lampe mit Wackelkontakt, wie Astrophysiker der Universität Heidelberg herausgefunden haben. Mit ihren Simulationsrechnungen haben die Wissenschafter wesentlich zum Verständnis der Strukturen von Gasgebieten um Sterne mit der zehn- bis hundertfachen Masse der Sonne beigetragen und konnten damit auch ein 20 Jahre altes Rätsel der astronomischen Forschung lösen.

Bei einem massereichen Stern setzt die Wasserstoffverbrennung bereits ein, während dieser noch weiteres Gas aus seiner unmittelbaren Umgebung aufsammelt. Die Strahlung des Sterns sollte dieses einfallende Gas eigentlich aufheizen und es "wegblasen", was das weitere Sternwachstum erheblich erschweren oder sogar vollkommen aufhalten würde. Diese Wechselwirkung des einströmenden Gases mit der Strahlung des Sterns wurde nun mit Hilfe von Computersimulationen am Institut für Theoretische Astrophysik des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) näher untersucht. 

Rätselhafte HII-Regionen

In ihren Modellen haben die Wissenschaftler um Thomas Peters erstmals die Auswirkung der ultravioletten Strahlung eines jungen Himmelskörpers berücksichtigt. Diese führt zur Entstehung von Gebieten ionisierten Wasserstoffgases um den massereichen Stern, sogenannter HII-Regionen, die mit Hilfe von Teleskopen direkt beobachtet werden können und den Astronomen seit zwei Jahrzehnten Rätsel aufgeben. Die vermessenen HII-Regionen sind zum Beispiel viel kleiner als erwartet. Welcher Mechanismus sie an ihrem Wachstum hindert, konnte bislang nicht schlüssig geklärt werden.

Die computerbasierten Simulationen von Thomas Peters liefern jetzt eine Erklärung. Sie zeigen, dass das interstellare Gas nicht gleichmäßig auf den Stern einfällt, sondern fadenförmige Verdichtun­gen bildet, die Filamente genannt werden. Sie können das hinter ihnen liegende Gas vor der ultravioletten Strahlung des Sterns sehr effizient abschirmen. Der Schattenwurf sorgt dafür, dass sich die HII-Region nicht symmetrisch um den Stern ausbreiten kann, sondern an den abgeschirmten Stellen schrumpft und da­bei quasi wie eine Lampe mit einem Wackelkontakt flackert.

Unterschiede im Aussehen

Die aktuellen Untersuchungen erklären zudem das unterschiedliche Aussehen von HII-Regionen. Die verschiedenen Formen der ioni­sierten Gasgebiete entstehen zufällig durch das Strömungsfeld des Gases und hängen erheblich von der Blickrichtung ab. So kann ein und dieselbe HII-Region aus einer Richtung wie ein Ring und von einer anderen Seite wie ein Komet aussehen.

Die Ergebnisse von Peters sind auch deshalb von besonderer Bedeu­tung, weil bislang anhand der gemessenen Ausdehnung einer HII-Region auf das Alter des Sterns geschlossen wurde. Wie die Simulationen zeigen, gibt es hier jedoch keinen direkten Zusam­menhang, so lange noch weiteres Gas einströmt und aufgesammelt wird. Das geschieht bei massereichen Sternen fast während ihres gesamten Lebens. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden im "Astrophysical Journal" vorgestellt. (red)


Abstract
The Astrophysical Journal: H II Regions: Witnesses to Massive Star Formation

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 109
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Prolet
13.03.2010 16:24
Ja aber was sagt das Efesdry dazu?

Schließlich braucht die irdische Lehre dessen Segen!

Abraham Manfred
12.03.2010 08:56
Lieber FS3

mir sind ihre kommentare schon des öfteren aufgefallen, deswegen hab ich mich nun mal entschlossen ein wort an sie zu richen.
interessieren sie sich nur hobbymäßig für astrophysik oder haben sie auch ein studium abgelegt?
es ist ja nicht so, dass das "elektrische universum" von grund auf abgelehnt wird. man ist froh über neue ideen und ansätze und beschäftigt sich auch damit. in einem studium über astrophysik, werden viele inhalte ihrer posts tatsächlich besprochen und auch, wieso sie in teilbereichen tatsächlich stimmen könnten, jedoch als gesamttheorie scheitern.
sie sollten sich mal damit kritischer auseinandersetzen und nicht ununterbrochen mit dieser falschen wissenschaft liebäugeln.

F S 3
12.03.2010 13:09
Lieber Manfred Abrahm…

…Das 3.Fern-Seh-Programm freut sich,einen "neuen" Leser gewonnen zu haben. Und so ist es erstmals selbstverständlich,daß auch ihnen das FS3 mit Rat&Tat gerne zur Seite steht.

Wenn SIE sich f.ein Studium der Astrophysik interessieren-die ja immerhin einmal sogar als "Königin der Physik" bezeichnet wurde-würde ich ihnen unbedingt als obligatorischen Einstieg akademische Fortbildung in Elektrotechnik und Plasmaphysik empfehlen.

Die gängigen astrophysikalischen Weisheiten können sie mir-nichts-dir-nichts in einem Abendkurs an jeder besseren Abendschule nebenbei machen.

Wissen-Schafft sollte,wie der Name bereits andeutet,Wissen schaffen-und nicht verhindern. Demnach gibt es auch nichts "Falsches",sondern max.widerlegbare Hypothesen…

mfg
FS3

yomellamo
12.03.2010 14:35

Ich wuerde FS3 auch eine akademische Fortbildung in sachen Elektrotechnik und Plasmaphysik empfehlen.

... eine grundbildung waere schon ausreichend um 90% der FS3 postings als komplett falsch zu identifizieren.

F S 3
12.03.2010 15:30
Das FS3 bezweifelt ernstahft, ob es ausgerechnet SIE sind, der die Kompetenz besitzt solche…

…Beurteilungen abzugeben.

yomellamo
12.03.2010 21:04

... zum glück bin ich nicht der einzige mit der notwendigen kompetezn, neben mir gibts noch viele viele andere leute.

metbaron
13.03.2010 15:57

ich find's lustig, dass man sich "die astrophysikalischen weisheiten so mir-nichts-dir-nichts an jeder gängigen abenschule nachholen" kann.

da mach' ich doch gleich mal meinen astrophysiker bei humboldt :)

obwohl, wenn man die mathematik und die gravitation aus der astrophysik streicht, dann reicht für den rest wohl wirklich eine abendschule *g*

Nick Tameer
15.03.2010 09:55

Ich glaube, das sind Aussagen, die Rückschlüsse auf FS3s eigenen austrophysikalischen Bildungsgang - vermutlich ein sich über mehrere Abende erstreckendes Selbststudium auf der renommierten Thunderbolt Website - zulassen, zu dem er sich direkt nie so ganz klar und wenn, dann in recht mehrdeutiger Weise geäußert hat.

velvet80
12.03.2010 11:05
der Witz ist, das Fatale Selbstüberschätzung^3 glaubt,

was er schreibt ist "gegen die Mainstream-Wissenschaft", welche die Alternativ Wissenschaft unterdrückt. Er schreibt über nichts anderes als MHD, Plasmaphysik, Heliophysik etc., nur in einer etwas seltsamen Sprache.

Eigentlich ist überhaupt nichts besonderes an seinen Kommentaren, er verkauft sie aber extrem offensiv und andere lächerlich machend.
Laut schreien und nichts dahinter -
eine 1000-fach angewandte Strategie.

Wahrscheinlich ist er enttäuscht dass es bei ihm selbst für eine Wissenschafts- Karriere nicht gereicht hat.

Fritz234
13.03.2010 10:46
Zum Thema Selbstüberschätzung:

Zitat FS3: "Ich kenne in Europa wenige Leute, die in Punkto Naturwissenschaften dem FS3 das Wasser reichen können."...
Ich befürchte das geht über Selbstüberschätzung weit hinaus, er ist ja nicht mal konsistent in dem was er über sich behauptet, letztens war er nur der der darüber berichtet.

Aber sonst sieht man beim FS3 einen schönen Schnitt durch alle möglichen Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften, von 911 bis zu "Anzapfen der Nullpunktenergie"...

Nick Tameer
15.03.2010 10:10

Das Anzapfen der Nullpunktenergie war zweifellos ein Highlight, aber bei 9/11 ragt er aus der besoinder zahlreich versammelten Trollenschar kaum heraus und lässt an Originalität zu wünschen übrig. Bei all seiner Liebe zu Verschwörungstheorien kann er auf diesem Gebiet nicht wirklich überzeugen. Sein Platz ist die superlunare Welt der kosmischen Weiten.

Raubkopierer
14.03.2010 13:28

aber über die nullpunktenergie hat doch sogar das renomierte pm berichtet!

Pro Freistaat Kärnten!
 
12.03.2010 12:28
Irgenwann hat er mal gepostet

er schreibe ein Buch ..... das ist aber schon lange her, wäre nett, wenn er den Titel hier mal angeben würde, der Verkaufserfolg würde wohl Helene Hegemanns Buch Axolotl Roadkill in den Schatten stellen, inhaltlich wird es wohl ähnlich sein....

Angst_Beißer
14.03.2010 16:23
Sie unterschätzen die Mühe aus Info im Web Wissen zu machen!

Kant meinte der Wissenserwerb adelt den ganzen Menschen.

Dann ist das Efesdry nicht mehr normal, sondern adelig.

In den nächsten 29 Jahren hoffe ich, daß es klappt - sonst bin ich in Pension!

velvet80
12.03.2010 13:31

und mind. genauso viel abgeschrieben! ;-)

Nick Tameer
12.03.2010 19:01

Bei FS3 ist alles anders - der zitiert sich überwiegend selbst.

yomellamo
12.03.2010 21:06

... möglicherweise, wenn man alle link-serien von FS3 bis zum ende verfolgt, kommt man am ende zu einem posting mit einem einzigen wort: "Am anfang war das Wort, und das Wort war FS3-Blitzgott ..."

Nick Tameer
13.03.2010 09:05

... und das Wort war verlinkt.

Andreas Schmidt
11.03.2010 15:15
Der Wappler sucht das Dunkle der Nina in der Welt

Welch spannenden Ergebnisse wird es noch beben?

Raubkopierer
14.03.2010 13:29

ich versteh ihren nina-scherz nicht.

Mr. Bubbles
12.03.2010 00:46

müssens ned mit tmobile telefonieren?

nomad13
11.03.2010 20:43

Sie posten immer abgewandelte zusammenhangslose Nina Sprüche - ist das eine Art Code um Ausserirdische anzufunken?

Andreas Schmidt
12.03.2010 07:13
Der Wappler antwortet gerne

Nein, aber es ist eine Art Geheimbotschaft für meine Nina

Hercules
11.03.2010 12:29
Ist aber schon interessant, dass...

... fünf von sechs der genannten Autoren bei arxiv.org nicht zu finden sind (also noch nie irgendeinen Artikel veröffentlicht haben).

Soweit zur Glaubwürdigkeit diverser Veröffentlichungen.

Hercules
11.03.2010 14:51
Da muss ich mich entschuldigen.

Offensichtlich hatte mein Interface zu arxiv.org einen Blackout.

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