Montessori-Schule verliert Prüf-Lizenz

10. März 2010 15:36

Montessori-Schule in Wien wurde das Öffentlichkeitsrecht entzogen

Einer Montessori-Schule in der Prager Straße in Wien wurde das Öffentlichkeitsrecht und damit die Prüflizenz entzogen, berichtet der Kurier. Das Bildungsministerium entschied sich für diesen Schritt, da die Lehrer an der Schule keine pädagogische Ausbildung hatten und Unterrichtsmaterial fehlte. Der Volksschule wurde das Öffentlichkeitsrecht entzogen, der Sekundarstufe wird es für dieses Schuljahr nicht erteilt.

Für die Schüler bedeutet dies, dass sie das Jahr nur dann positiv abschließen können, wenn sie vor einer unabhängigen Komission geprüft werden oder die Schule wechseln. Der Unterricht an der Montessori-Schule gilt ab sofort nur mehr als "häuslicher Unterricht".

Direktorin wusste noch nichts

Die Direktorin Brigitta Weninger gab gegenüber dem Kurier an, dass sie vom Ministerium eine Mängelliste bekommen, die sie abgearbeitet hätte. "Unsere Stellungnahme wurde an das Ministerium geschickt. Seither haben wir keine Reaktion bekommen", sagte Weniger, die noch nichts von den richtlichen Konsequenzen wusste.

Die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl zeigte sich "zufrieden" mit der Entscheidung des Ministeriums. (red, derStandard.at, 10.03.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
1 2
Eliaine
06.04.2010 21:40
Übrigens

Man darf DIESE Montessorischule nicht mit anderen Montessorischulen in einen Topf werfen - es gibt sehr gute und sehr kinderfreundliche Montessorischulen - und genau das war diese Schule leider nicht.
Was sich dort abspielte,hatte nichts mit Maria Montessoris Ideen zu tun.

Uiui
17.03.2010 19:58
Teil 2 zu meinem Outing

Die liebe Fr.Weninger hat angeblich die Leher nicht Fair bezahlt, sich Schulgelder genommen um Ihr Haus/Wohnung und Auto/s zu bezahlen!
Lernen in dieser Schule war unmöglich!
Es war Ihnen egal ob wir da sitzen und Musik hören, Lesen, Lernen oder sonstige Aktivitäten machen!

Mfg

Uiui
17.03.2010 19:55
Also man merkt das hier manche Leute gar keine Ahnung haben von dieser Schule!

Ich als ehemalige Schülerin der besagten Schule (damals noch in der Hermanngasse) habe eigentlich nur schlechte Erfahrung gemacht!
Erstens warte ich seit, hmmm, 6 Jahren noch immer auf meine Abschluss ZEUGNISSE! Ja es sind mehrere!
Schon komisch auch das die Lehrer immer nur 1 Jahr da waren und dann die ganze Lehrerbelegschaft gegangen ist bzw. ausgetauscht worden ist!
Was würdet Ihr euch dazu denken wenn eine "Lehrerin" (Nein sie hatte keine Pädagogische Ausbildung und hatte es sogar zugegeben! Sie war Kindergarten Helferin und war immer nur bei der M!ittelstufe!!) zu Euch kommt und fragt ob ich Ihr das ins Englische übersetzen kann! Ich hatte bessere Englisch Kenntnisse als Sie (meine Muttersprache ist Deutsch)!

che_guevara
11.03.2010 13:09
Ich will vielleicht meine Tochter auch nächstes Jahr in eine Montessori Schule geben.

Sie fängt nächstes Jahr mit der Volksschule an.
Ich interessiere mich für die Schule im 23.Bez.

Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich zu mehr Infos über diese Schule komme? Oder vielleicht Austausch mit anderen Eltern?

hilo
23.03.2010 14:22
Gut überlegen!

Schauen Sie sich diese Astrid Lindgren-Schule gut an, fragen Sie ein wenig herum und erkundigen Sie sich welche Zusatzleistungen (abgesehen vom Schulgeld) auf Sie zukommen.

jutta rein
11.03.2010 19:38
schule für ganzheitliches lernen im 23. bezirk

das astrid lindgren zentrum in rodaun führt eine schule für ganzheitliches lernen. am 26.3. ist dort von 16-20 uhr ein informnationstag. in der schule für ganzheitliches lernen werden kinder und jugendliche von der ersten bis neunten schulstufe in 3 altersstufen (1.-3., 3.-6., 7.-9. Schuljahr) unterrichtet. die schule ist mit 25 - 30 schülerinnen eine schule, in der ein intensiver kontakt zwischen schülerInnen, pädagogInnen und eltern stattfindet und so ein klima der kooperation geschaffen wird.

che_guevara
12.03.2010 06:26
Danke!

m kubik
11.03.2010 10:26

Die Gründerin der, glaube ich, ältesten Alternativschule Österreichs, der "Ätsch" - seit 1978 in Wien -, hatte auch keine Lehrerausbildung. Allerdings ist diese Schule auch ohne Öffentlichkeitsrecht ausgestattet und wird unter "Häuslichem Unterricht" geführt, die Kinder dort lassen sich seit jeher extern prüfen, also kein Grund zur Panik!

Ijoula
11.03.2010 10:02
Vielleicht heißer gekocht als gegessen

Ich habe selbst mit jener Direktorin zu tun da sie an meiner Schule unterrichtet. Ich möchte klar sagen das sie hier sehr bemüht auftritt. Es gibt Probleme aber das liegt eher an der Weigerung der Schüler Montessori zu probieren. Ich denke es empfiehlt sich nicht die Methode zu diskreditieren. Sie hat sich ja auch schon oft bewährt würde ich sagen.

match box
11.03.2010 21:19
Wie funktioniert das?

Diese Weigerung 'Montessori zu probieren'?

"Bitte, Frau Lehrerin, ich will heute nicht schon wieder selbst was lernen!"?

Sinakana
11.03.2010 11:02
Hilf mir, es selbst zu tun!

"...aber das liegt eher an der Weigerung der Schüler Montessori zu probieren..."
Oder am Lehrpersonal bzw. Schulerhalter, die es beide nicht schaffen, eine an sich wunderbare Idee
kindergerecht umzusetzen......
"HILF MIR, es selbst zu tun!" setzt wohl eine fordernde und fördernde Umgebung voraus - also bitte nicht den Kindern die Schuld geben.

Laufmaus
10.03.2010 21:13
Ex Mitarbeiterin hat auch etwas hinzuzufügen

Leider habe ich dort als Mitarbeiterin einen erschreckend abwertenden Umgang der Direktion mit Kindern, Eltern und Mitarbeiter(inn)en miterleben müssen, einschließlich arbeitsrechtlicher Ungereimtheiten und Unzumutbarkeiten.
Das sollte vielleicht auch nicht ungesagt bleiben.

do the evolution
11.03.2010 13:45
abwertendes umgang des direktors mit kindern?

das mag viel sein, aber eine eigenheit von montessori ist es mit sicherheit nicht...

linuxforeverlinux
10.03.2010 23:03

deswegen sollten halbwegs normale eltern ihre kinder auch nicht in die zwangs und autoritäre schule der montessori schicken, wo nur leistungsstreben und sonst nix am tagesplan steht.
am besten wären noch immer die antiautoritären schulen wie summerhill, aber denen versucht man schon seit jahrzehnten das licht abzudrehen, bis jetzt glücklicherweise nicht erfolgreich!
'bitte jetzt nicht antiautoritär mit: es gibt keine regeln verwechseln'

t-bonesteak
11.03.2010 14:50
halbwegs normalen eltern würde ich

davon abraten ihre kinder in irgendeine dieser alternativen sozialexperimentierwerkstätten zu stecken, egal ob montessori oder waldorf draufsteht oder was auch immer

linuxforeverlinux
11.03.2010 19:58

grundsätzlich sollte man all diese pädagogischen schulen ablehnen, wo die schüler zum lernen "gezwungen" werden.
man sollte die kinder zum glück erziehen bzw ihnen ihren freiraum geben, sowie es die summerhill school tut und nicht in schulen stecken, wo es letzten endes nur darum geht den kindern einzubläuen, dass man lernen soll, damit man später erfolg hat und somit glücklich wird.
glücklich sein hat nichts mit dem späteren erfolg zu tun, auch "ungelernte" menschen können glücklich sein, dafür braucht man nicht ausgebildet zu werden wie es diese zwangsschulen a la montessori und co machen.
am besten einmal die literatur von und über summerhill school durchlesen!
da gehts nicht um den schulischen erfolg sondern rein ums glücklich sein

t-bonesteak
11.03.2010 21:19
"glücklich sein", "nicht gezwungen werden", usw.

ist esoterischer unfug

linuxforeverlinux
12.03.2010 09:59

wenn man niemals studiert hat und wenn dann höchstens die nachrichten einer gerda rogers, dann kann ich ihren unmut verstehen!
aber wenn man keine ahnung von pädagogik hat, sollte man auch am besten schweigen!

t-bonesteak
12.03.2010 12:37
es gibt keinen grund untergriffig zu werden

sie pädagogisches genie ;-) aber trotzdem danke für die demonstration ihrer intellektuellen unfähigkeit

linuxforeverlinux
12.03.2010 18:32

tja, wer im glashaus sitzt soll eben nicht mit steinen werfen, aber strache anhänger werden sowas eben nie verstehen.
wie sollten sie auch, wenn sie die benötigte intellektualität dafür vermissen!
wenn jemand keine ahnung von pädagogik hat dann sollte er sowieso schon am besten schweigen.
versteht sich von selbst!

doSomething()
13.03.2010 23:18

ob das von großem intellekt zeugt, wenn man anderen personen das recht absprechen will über bestimmte themen zu reden?

hagane
15.03.2010 17:59

keine ahnung, aber was hat denn

""glücklich sein", "nicht gezwungen werden", usw.
ist esoterischer unfug"

auch mit über etwas reden zu tun? nichts!
solche subjektiven unbegründeten 0815 urteile können ohne wertverlust absolut verschwiegen werden.

sociovation
10.03.2010 22:05
Ich fürchte, da

müsste in Österreich jede zweite Schule zusperren...

franz steiger
10.03.2010 21:34

aber ja, deswegen gehört die schule in jedem fall sofort zugesperrt! eine unzufriedene ex-mitarbeiterin! huch! ;-)

sorry für die böse ironie, aber was hat das den zu sagen - sollte es wahr sein? sind alle anderen schuldirektorinnen die respektvollsten engerl in person?

in Ihrer unzufriedenheit vergessen Sie die schüler, die dort in die schule gehen und dort gern in die schule gehen. diese wollen Sie nun bestrafen, weil Sie als mitarbeiterin manchmal einen "abwertenden umgang miterleben mussten"?

DAS ist glaube ich nicht montessori-konzept, gegen die schüler zu arbeiten (und seien es auch nur ex-schüler..)

franz steiger
10.03.2010 21:05

der artikel ist leider kritiklos vom kurier abgekupfert. dass *die lehrer* dort "keine pädagogische ausbildung" haben, ist ja wohl ein witz.

das hört sich ja so an als ob dort *alle* lehrer keine ausbildung hätten - was natürlich nicht der fall ist.

es geht darum, dass einzelne nicht-fach-zuständige lehrer anscheinend auch vereinzelt prüfungen in fächern abgenommen haben, für die sie nicht unmittelbar zuständig sind (z.b. ein mathe-lehrer mal eine deutsch prüfung) - so stands mal in einem früheren kurier-artikel, der damals noch nicht so hetzerisch war. keine ahung wer oder was den kurier da reitet, dass er jetzt alles so dramatisch formuliert..
(zeigen sie mir eine schule, wo sie keinen einzelnen schüler finden, der "albträume" hat)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 69
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.