Kärntner Hypo-U-Ausschuss

70 Zeugen sollen geladen werden

10. März 2010, 14:44

Unter anderem der Präsident der kroatischen Nationalbank, Hypo-Vorstand Pinkl und Ex-Finanzminister Grasser

Klagenfurt - Der Kärntner Hypo-U-Ausschuss beginnt am 24. März mit den Zeugenbefragungen. Das haben die vier Landtagsparteien am Mittwoch in einer internen Ausschusssitzung beschlossen. Auf der Zeugenliste stehen an diesem Tag die Vorstände der Landesholding, Gert Xander, Hans-Jörg Megymorez und der ehemalige Vorstand Reinhard Zechner sowie der Noch-Hypo-Vorstandschef Franz Pinkl. Insgesamt sollen rund 70 Zeugen geladen werden.

"Es ist weißer Rauch aufgestiegen", sagte Ausschuss-Vorsitzender Rolf Holub bei einer Pressekonferenz. Alle Beschlüsse seien - teils nach heftigen Diskussionen - einstimmig gefallen. Auch der Rechtsbeistand, der pensionierte Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Dietmar Pacheiner, wurde mit den Stimmen aller vier Parteien bestellt. Daher bezeichneten es sowohl der Grüne Holub als auch Johann Gallo (FPK) und Stephan Tauschitz (ÖVP) als unverständlich, warum der SPÖ-Vertreter Herwig Seiser an der Pressekonferenz nicht teilnahm.

Pacheiner habe den Ausschuss auch darin bestätigt, sofort mit den Befragungen zu beginnen, sagte Gallo. So wurde der Fahrplan erst einmal bis Mitte April festgelegt. Am 25. März sollen der Leiter der Finanzabteilung, Horst Felsner, sowie Finanzreferent und Aufsichtskommissär Harald Dobernig (FPK) und der Gutachter Fritz Kleiner im Zeugenstand stehen. Für den 14. und 15. April stehen Vertreter der Österreichischen Nationalbank sowie der Präsident der Kroatischen Nationalbank, Zeljko Rohatinski, und Michael Lauber von der FMA Liechtenstein sowie der ehemalige Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, auf der Liste. Über die weitere Reihung soll später entschieden werden, so Holub.

Auch der Steuerberater Dietrich Birnbacher sowie dessen Unterlagen zur Causa Hypo stehen auf der Wunschliste des U-Ausschusses. "Doch darüber herrscht bei Birnbacher und uns eine unterschiedliche Rechtsauffassung", sagte Holub. Rechtliche Handhabe hat der Ausschuss hier keine. Pacheiner habe ihnen aber geraten "auf partnerschaftlicher Ebene zu verhandeln" und auf diese Weise vielleicht doch noch zu den Akten sowie zu einer Aussage Birnbachers zu kommen, erklärte Holub.

Über das - von der SPÖ vorab heftig kritisierte - "Kopierverbot", das Landtagspräsident Josef Lobnig für die Akten verhängt hat, werde man dann diskutieren, wenn der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Hypo, Johannes Ditz, bekanntgegeben habe, wie mit den Unterlagen umzugehen sei, erklärte Tauschitz. (APA)

takayama
00
11.3.2010, 09:24
Die Aussage von Grasser

kann ich dem Hypo Ausschuss
schon jetzt im Voraus schicken:

"ICH habe von Nichts gewusst
ICH bin Opfer und nicht Täter
MEINE Weste ist blütenweiss"

Wetten dass?

franz gruen
00
13.3.2010, 13:31
mit einem wort...

...supersauber

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