Kindle: Ist die Zeit endlich reif für den Sprung ins Web?

11. März 2010 15:51

Amazons eBook-Reader kann nicht im Web surfen - Die Frage ist nun, ob Amazon sein Modell überdenkt und was AT&T dazu sagt

Der US-Onlinehändler Amazon muss langsam aber sicher seine eBook-Reader-Strategie überdenken - dies meinen zumindest Analystinnen und ExpertInnen. Der Grund: Amazons eBook-Reader Kindle kann zwar ins Netz um Inhalte herunterzuladen, ein Browser und damit die Möglichkeit der AnwenderInnen im Netz zu surfen, wird bislang aber nicht unterstützt. Die kommenden Tablets - wie etwa das HP Slate oder Apples iPad - werden speziell für das Internet ausgerichtet sein und damit wächst der Druck auf Amazon sein Konzept ernsthaft zu überdenken.

Innovativer Webbrowser

"Ein eigener Browser für den e-Book-Reader ist längst überfällig", urteilt CNet. Ein Indiz für einen möglichen Wandel gibt es auch. Laut CNet sucht Lab126, der Hersteller des Kindle, EntwicklerInnen, die bei der Erstellung eines "innovativen, embedded Webbrowser" helfen sollen. Es könnte natürlich auch sein, dass Amazon an etwas anderes als den Kindle denkt, aber dies erachten viele ExpertInnen für eher unwahrscheinlich.

Auch der Provider redet mit

Ein weiterer anderer interessanter Aspekt wird dabei auch die Rolle des Providers sein. Derzeit verrechnet AT&T den KundInnen einen kostenlosen Zugang für die Downloads. Fraglich ist aber, welche Bezahlmodelle zum Tragen kommen, wenn die AnwenderInnen mit dem Kindle auch im Internet surfen können.(red)

gutartiger Bösmensch
12.03.2010 10:16
Browsen ist mit dem Kindle ein Krampf (Displaybedingt)

selbst wenn es nur darum geht mal schnell was auf Wikipedia nachzuschauen - das geht mit meinem Android-Handy besser. Ich habe mir das Ding aber auch zum Lesen von Büchern gekauft, nicht als Notebookersatz, daher ist mir die Funktion im Allgemeinen eher egal.

WannabeArtist
11.03.2010 18:27

"Unterstützt" wird der eingebaut Browser nicht, vorhanden ist dieser allerdings und funktioniert prinzipiell. Die Handhabung ist allerdings alleine schon wegen des eInk Displays eingeschränkt, Videos, Flash und dergleichen machen auf einem solchen Display keinerlei Sinn.
Als Zugang zu z.B. Wikipedia eignet sich der Kindle allerdings ausgezeichnet, vor allem auf Reisen im Ausland, da Websurfen keinen Cent kostet. Solange der eigenes Amazon Account auf USA gesetzt ist funktioniert der Internetzugang am Gerät auch hierzulande uneingeschränkt.

BM Stadler-Waldorf
 
12.03.2010 08:43

Danke für den Hinweis mit dem Internetzugang in Österreich. Hatte ich gar nicht zu hoffen gewagt. Funktioniert!

Somit kann ich auf meinem Kindle überall E-Mail checken, online Standard lesen und Websites zwecks Textreferenzen überprüfen, egal wo mich mein Übersetzer-Pendlerdasein gerade hinbringt.

Und dass der Kindle-Webzugang klicki-bunte Websites mit komplexem Bildaufbau und Videos nicht ermöglicht, ist mir nur recht.

Websurfen gehört neben TV-Channelsurfen zu den schlimmsten Zeitvernichtungen.

Ich bin mit meinem Kindle derzeit eigentlich wunschlos glücklich.

¤
11.03.2010 21:47

Kann ich nur bestätigen. Ich reise relativ viel und mit dem Kindle habe ich weltweit kostenlosen Zugriff auf meine Mailbox und News.

Mac1984
11.03.2010 16:25

vielleicht geht es ihnen nur darum, über die Verbindung Lesestoff herunter zu laden. Dann wäre ich nicht von einem Hotspot abhängig, sondern könnte dies auch auf der Schihütte machen.

Ronald Tekener
11.03.2010 16:11

Äpfel mit Birnen zu vergleichen scheint derzeit in zu sein. Der Kindle ist zum Lesen von e-Books gedacht und nicht zum Surfen. Bei e-Books spielt die eingesetzte e-Ink-Technologie ihre Stärke aus (Stromverbrauch nur bei Seitenwechsel), Farbe ist nicht notwendig, angenehmerer Kontrast bei Tageslicht.

Webinhalte hingegen stellen ganz andere Anforderungen (Videos & Farbe) - beides nur mittels LCD oder vergleichbaren Technologien darstellbar, die mehr Strom brauchen.

Somit hat man zwei sehr unterschiedliche Anforderungen, die unterschiedliche Kundenkreise ansprechen.

Dass der Kindle wohl so ziemlich der schlechteste Reader am Markt ist, was Kompatibilität zu Formaten betrifft, steht auf einem anderen Blatt.

¤
11.03.2010 21:49

Die Kompatibilität ist mir ehrlichgesagt relativ egal, nachdem es ziemlich einfach geht die Formate untereinander zu konvertieren (mit Calibre). Für den Kindle kann ich mir im Amazon Store billig Bücher kaufen, den Kopierschutz cracke ich dann damit ich mir ein Backup vom Buch speichern kann, und nicht von Amazon abhängig bin. Gleichzeitig kann ich aber auch alle .epub Bücher mit einem Mausklick konvertieren und auf den Kindle kopieren.

unguat
12.03.2010 07:19

ja aber nicht jeder hat so viel freizeit

¤
12.03.2010 11:19

Die Antwort zeigt mir, dass sie Calibre nicht kennen. Funktioniert im Prinzip ähnlich wie iTunes stellt eigentlich keinen Mehraufwand dar. Das Cracken vom Kopierschutz geht ebenfalls voll automatisch. Einfach das richtige Plugin installieren, und alle Ebooks die ich vom Kindle auf den PC kopier werden automatisch gecrackt bevor sie am PC gespeichert werden. In die andere Richtung (.epub Books am Kindle installieren) funktioniert es ebenfalls vollautomatisch.

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