
Anlässlich des 51. Jahrestages des tibetischen Volksaufstands wurden auf den Straßen der tibetischen Hauptstadt Lhasa die chinesischen Polizei- und Militärkräfte verstärkt.
Peking/Dharamsala - Am 51. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands, der von China blutig niedergeschlagen wurde, hat Peking wieder scharfe Attacken gegen den exilierten Dalai Lama gerichtet. Der tibetische KP-Chef Zhang Qingli warnte am Mittwoch den Friedensnobelpreisträger vor weiteren Versuchen, "Chaos" in Tibet zu erzeugen. Die "antichinesischen Kräfte und die Dalai-Clique" seien durch nichts von ihrem Vorhaben abzubringen, "die Stabilität und Harmonie in Tibet zu erschüttern", erklärte Zhang in einem in Peking veröffentlichten Interview. Der Dalai Lama hat den chinesischen kommunistischen Behörden die Absicht vorgeworfen, den Buddhismus in Tibet auszulöschen.
In seinem Exilort Dharamsala in Nordindien bekräftigte der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, weder er noch Mitglieder der Exilregierung würden politische Posten anstreben, sollten die Verhandlungen über eine Autonomie Tibets eines Tages zum Erfolg führen. Er rief tibetische Beamte, die unter der chinesischen Führung dienten, dazu auf, tibetische Exil-Gemeinden "in der freien Welt" zu besuchen, um sich ein Bild von deren Lage zu machen. Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking hatte die chinesische Führung unter internationalem Druck der Aufnahme von Gesprächen mit der tibetischen Exilführung zugestimmt, die jedoch keine Ergebnisse brachten. "Nach der Haltung der derzeitigen Führung zu schließen, gibt es wenig Hoffnung, dass bald ein Ergebnis erzielt wird", sagte der Dalai Lama. Dennoch solle der Dialog fortgesetzt werden. "Es wird eine Zeit kommen, in der die Wahrheit siegen wird. Deswegen ist es wichtig, dass jeder geduldig bleibt und nicht aufgibt."
Mönche und Nonnen müssten unter gefängnisähnlichen Bedingungen leben und könnten nicht in Frieden studieren und ihren Glauben leben, erklärte der Dalai Lama vor Tausenden von Tibetern. Die Bedingungen der von Peking betriebenen "patriotischen Erziehungskampagne" führten dazu, dass die Klöster oft nur die Funktion von Museen hätten. So solle der Buddhismus in Tibet ausgelöscht werden.
Zusätzliche Polizeikräfte und Festnahmen in Lhasa
In der tibetischen Hauptstadt Lhasa wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Zusätzliche Polizeikräfte patrouillierten die Straßen. Vor zwei Jahren war es zu blutigen Ausschreitungen gekommen. Die Proteste der Tibeter hatten sich auf andere Regionen ausgebreitet und die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Peking überschattet. Die Polizei hat im Zuge einer Kampagne zur Wahrung der Stabilität und Verbrechensbekämpfung seit Anfang März allein in Lhasa mehr als 400 Menschen festgenommen. Peking stockte die Sicherheitskräfte in Tibet massiv auf. Den Dalai Lama beschuldigte die chinesische Führung, die Unruhen vom März 2008 angezettelt zu haben und einen "Geheimplan" zur Erlangung der Eigenstaatlichkeit zu verfolgen. KP-Chef Zhang hat für eine strikte Kontrolle der Klöster sowie des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der nominell autonomen Region gesorgt. Der 59-jährige Han-Chinese ist ein enger Vertrauter von Staats- und Parteichef Hu Jintao, der selbst in den 1980er Jahren Parteichef in Tibet gewesen war.
Die 1965 errichtete Autonome Region Tibet ist wesentlich kleiner als das alte Tibet, das große Teile der heutigen chinesischen Provinz Qinghai und den Westen der Provinz Sichuan umfasste. Der schwer zugängliche buddhistische Klosterstaat war von 1720 bis 1912 chinesisches Protektorat und nach dem Ende des chinesischen Kaisertums faktisch selbstständig unter der Herrschaft des Dalai Lama. 1950/51 marschierten chinesische kommunistische Truppen in Tibet ein. 1959 schlugen sie einen Volksaufstand blutig nieder, der 14. Dalai Lama floh mit über 100.000 Landsleuten über die Grenze nach Indien. (APA/apn)
Proteste gegen chinesische Vorherrschaft in mindesten zwei Städten
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1950 marschierte die chinesische Armee in den Klosterstaat ein
Die Festnehme ist, meine Meinung, nach nach dem chin. gültigem Gesetz aufrecht.
Kein Land auf dieer Erde würde es duden, dass eine Gruppe von Separetistern auf der Bühne "tanzen" wie sie wollen.
Das Gesetz bestellt, und jeder Bürgere es einhalten MUSS, sowie wir, ihr, in Österreich. Wenn sonst geht man ins Häfen.
Mehre Gründe brauchet man nicht.
Liebe Grüße aus Shanghai
ps. Kümmert ihr euch am liebst am euche eigne Wirtschaftskrise als was anders, was euch gar nicht angeht.
Das fordert die KP nicht. Im Gegenteil sogar, die KP bietet dem Dalai Lama seinen Platz im Volkskongress an. In Tibet ist Religion und Politik stark vermischt. Was der Dalai Lama hier mitteilt, ist, dass sie die Oppositionsrolle auch in Tibet weiterspielen werden. Und genau das will die KP vermeiden.
"Er rief tibetische Beamte... "der freien Welt" zu besuchen"
Damit will er für Spannungen zwischen tibetischen Kadern die Buddhisten sind und der KP sorgen und Misstrauen schüren.
""Es wird eine Zeit kommen, in der die Wahrheit siegen wird." Ist ein absolutistischer Standpunkt. Schliesst eine Lösung somit aus.
Nein, beide Seiten nach wie vor auf Konfrontationskurs. Zur Freude der USA und Europa.
seins ma net boes aber das ist ziemlicher schwachsinn. die KP will nicht mal das der DL in china im OT im fernsehen zu sehen ist. die KP will nicht mal direkt mit dem DL sprechen (nur unterhaendler).
'absolutismus' ist was anderes, aber wenns um 'absolute' standpunkte geht, da ist die KP wirklich nicht zu schlagen.
sie argumentieren ungefaher so wann immer der standpunkt von DL und KP divergiert, dann bedeutet das der DL provoziert china. (so wie taiwan china provoziert wenn es sich selbst 'taiwan' oder 'republik china' nennt - nur 'degenerierte provinz der volksrepublik' wuerde gerade noch durchgehen :)).
Ich weiß, sie zeigen die gleiche Tendenz wie Hardcoreboson auf, emotional empört zu posten ohne Nachzudenken was eigentlich gesagt wurde.
Ein paar Signalwörter ala Dalai Lama, KP etc. reichen schon aus in die gewohnten Bahnen zu springen.
Da sind sie aber nicht alleine. Das "Eva-Hermann Syndrom" (so nenne ich es halt nach der peinlichen Show in der Kerner Show) ist weltweit verbreitet und stellt eine typisch menschliche Eigenschaft dar von der auch ich natürlich nicht ausgenohmen bin.
Die Verhandlungen werden von chinesischer Seite daher auch explizit "Verhandlungen über die Rückkehr des Dalai Lama" genannt.
"'absolutismus' ist was anderes, aber wenns um 'absolute' standpunkte geht, da ist die KP wirklich nicht zu schlagen. "
Im Gegensatz zu den Exiltibetern kann die KP aber ihren "absoluten" Standpunkt Tibet ist ein Teil Chinas auch durchsetzen.
Der DL provoziert bewusst China. Ich weiß nicht wie verblendet man im Kopf sein muss, dass nicht zu erkennen. In einem anderen Artikel erkennt er "Ostturkestan" an. Ich verurteile übrigens gar nicht die Provokation als politisches Mittel, ich vertrete nur die Ansicht, dass sie hier kontraproduktiv ist.
Haben sie eine Leseschwäche? Die KP will, dass der DL eine politische Position antritt. Eine politische Position pro KP/China. Anders werden sie ihn nicht nach China reinlassen. Das ist politische Realität. Der DL kann noch so oft mit westlichen Politikern Bussi Bussi machen, was am Ende zählt ist, ob er mit der KP zusammenarbeiten kann oder nicht.
Politisch ist der DL so oder so. Das Amt des DL ist ein theokratisches. Ein politisch-religiöses. War es von Anfang an.
"Echte Autonomie" nach Dalai Lama bedeutet, dass ein ein 1/4 des chinesischen Territoriums unter demokratischer Herrschaft von tibetischen Gruppen gestellt werden (welche inoffiziell dem Dalai Lama unterstellt sind) und ohne Probleme diese vom Rest von China isolieren und dann "demokratisch" fundiert die Unabhängigkeit deklarieren können.
Die KP wird sich niemals darauf einlassen. Dumm wären sie auch. Die einzige realistische Möglichkeit für den Dalai Lama und Exilregierung ist Kooperation mit der KP. Aber das will natürlich niemand hören.
Hier ein Artikel von Dr. Felix Wemheuer Sinologie Wien, der die Problematik detaillierter beschreibt:
http://jungle-world.com/artikel/2... 21586.html
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