ITB

Weltgrößte Reisemesse öffnet

10. März 2010 13:00

Auf der ITB in Berlin werden bis zum Sonntag 170.000 Besucher erwartet

Berlin - Mit mehr als 11.000 Ausstellern hat am Mittwoch in Berlin die weltgrößte Reisemesse ITB begonnen. "Messen sind Brücken für Handelsbeziehungen", sagte der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) beim Eröffnungsrundgang. Die Reisebranche habe ein schweres Jahr hinter sich. "Aber es geht wieder aufwärts."

Bis zum Sonntag werden 170.000 Besucher auf dem Messegelände in Berlin erwartet. Zunächst ist die Messe nur für das Fachpublikum zugänglich. Am Samstag und Sonntag öffnen die 26 Messehallen auch für Privatbesucher.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hob die Reize des diesjährigen Partnerlandes Türkei hervor. "Das ist eine wunderbare Destination für die Kultur." Er sei selbst schon viel in der Türkei herumgekommen. Das Land will in diesem Jahr erneut mehr deutsche Besucher anlocken und ihre Zahl von 4,5 auf mehr als 5,0 Millionen steigern.

Urlauber setzen auf kalkulierbare Kosten

Pauschalreisen sind angesichts der Wirtschaftskrise wieder auf dem Vormarsch: Urlauber setzten vermehrt auf kalkulierbare Kosten und Sicherheit vor bösen Überraschungen, berichtete der Deutsche Reiseverband (DRV) . Rund jede zweite der insgesamt 75,5 Millionen Urlaubsreisen der Bundesbürger sei 2009 von Veranstaltern organisiert worden. Trotz des Internet-Booms seien 95 Prozent der Veranstalter-Reisen im Reisebüro gebucht worden.

Für 2010 erwartet der Verband nach den Rückgängen im Krisenjahr 2009 wieder stabile Teilnehmerzahlen. Die Preise seien um fünf bis acht Prozent gesunken. Wie sich der Umsatz entwickeln werde, könne bisher niemand sagen. Der Umsatz bei Veranstalterreisen war 2009 um rund drei Prozent auf 20,8 Mrd. Euro zurückgegangen, die Gästezahl um zwei Prozent auf 38,2 Millionen. Rund zwei Drittel der Veranstalterreisen sind Flugreisen.

DRV-Präsident Klaus Laepple appellierte an die internationalen Reiseländer, mehr Geld in die Modernisierung der touristischen Infrastruktur zu stecken, insbesondere in die Flughäfen. Die Zustände an vielen Flughäfen in einigen der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen seien "unwürdig", sagte Laepple. Urlauber beschwerten sich vermehrt über schleppende Abfertigung, überfüllte Warteräume oder andere gravierende Mängel. "Diese Eindrücke bleiben bei den Kunden haften und trüben die Urlaubsfreude nachhaltig. Denn der letzte Eindruck ist der prägendste", sagte Laepple.

Die deutsche Reisebranche habe sich auch 2009 mit 2,8 Millionen Jobs als verlässliche Stütze der Wirtschaft bewährt. Zugleich profitierten die deutschen Hotels und Feriengebiete auch von dem anhaltenden Trend, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Fast 40 Prozent der Urlaubsreisen verbrachten die Bundesbürger im eigenen Land. Die Zahl der Übernachtungen von Inländern sei um eine Million gestiegen - aus dem Ausland habe es aber ein Minus gegeben, sagte Laepple. Ausländische Gäste bescherten Deutschland nach DRV-Angaben Einnahmen in Höhe von 24,6 Mrd. Euro, 2008 waren es 26,5 Mrd. Euro. Die Deutschen gaben für ihre Reisen ins Ausland laut einer Commerzbank-Studie rund 60 Mrd. Euro aus, nach 61,5 Mrd. Euro im Jahr zuvor. (APA)

Earthworm Jim
10.03.2010 13:54

Thailand mitm Rucksack! Juhu!

Mag keine Moralapostel!
10.03.2010 13:17

Auch ohne Reisemesse weiß ich das es dieses Jahr nach Amsterdam geht :).

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