US-Computerkonzern stellte den Mobiltelefon-Fertigern die Rute ins Fenster - iPhone-Patente werden verteidigt
Die Klage von US-Computerhersteller Apple gegen HTC sei nicht aus dem Blauen, sondern ganz im Gegenteil nach einer längeren Vorlaufzeit erfolgt, meint zumindest ein US-Analyst. Apple soll bereits vor einigen Monaten eine "Warnung" in Richtung Handyhersteller ausgesprochen haben und rechtliche Schritte bei iPhone-Patentverletzungen angekündigt haben.
Warnungen an die Branche
Im Jänner soll Apple an namhafte Handyhersteller und solche die es noch werden wollen herangetreten sein und klar gemacht haben, dass es rechtliche Konsequenzen geben wird, wenn iPhone-Patente in eigenen Produkten Einzug halten würden, berichten CNet und Fortune. Oppenheimer-Analyst Yair Reiner nennt in seinem Report keine Namen von betroffenen Unternehmen.
"Wir haben uns entschieden, zu reagieren"
Apple-CEO Steve Jobs ließ die Hersteller in einem Statement wissen, was die Zukunft zu bieten haben könnte: " Wir können daneben sitzen und zusehen wie unsere Mitbewerber unsere Patente missbrauchen und stehlen oder wir können etwas dagegen tun. Und wir haben uns entschieden etwas dagegen zu tun." Dem Hersteller HTC wirft Apple vor gegen insgesamt 20 iPhone-Patente zu verstoßen.
Umwege und neue Ansätze
Reiner geht davon aus, dass sich einige Hersteller nun schon für die Zukunft wappnen und versuchen Workarounds und neue Ansätze zu finden, um nicht mit Apple vor Gericht zu landen. Auch die Anwälte sollen derzeit wieder Hochkonjunktur haben. Reiner geht zudem davon aus, dass sich viele Hersteller aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen in Richtung Windows 7 bewegen werden, da die Nähe zu Google und Android wohl keinen Schutz vor Apples Klagsambitionen bieten wird. Fraglich bleibt, welche Patente Apple genau meint und ob das Muskelspiel wirklich auf alle Hersteller so beeindruckend und gefährlich wirkt, wie Apple es gerne hätte.(red)