Fernost-Leitbörsen schließen mit Einbußen

3. Mai 2010, 13:04

China schränkt Kreditvergabe weiter ein -

Wien - Die Leitbörsen in Fernost sind am Montag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 297,23 Zähler (minus 1,41 Prozent) auf 20.811,36 Einheiten. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.944,22 Zählern und einem Plus von 30,39 Punkten oder 1,02 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney büßte um 26,8 Zähler oder 0,55 Prozent auf 4.807,1 Einheiten ein. Die Börsen in Shanghai und Tokio blieben dagegen feiertagsbedingt geschlossen.

Händler verweisen auf Sorgen, wonach das beschlossene Rettungspaket für Griechenland in den einzelnen Beitragsländern noch starken politischen Widerstand erfahren könnte. Zudem drückten neue Schritte der chinesischen Regierung, die Wirtschaftsentwicklung des Landes zu dämpfen, auf die Stimmung. Der Handel gestaltete sich in Summe aufgrund des Feiertags in Tokio und Shanghai aber ruhig, so Marktteilnehmer.

Australische Steuerpläne belasten Minenbetreiber

Aktien von Minenbetreibern zeigten sich in Sydney von den Plänen der australischen Regierung, die Gewinne der Bergbaukonzerne höher zu besteuern, belastet. So solle der Steuersatz auf die Gewinne von derzeit rund 43 Prozent auf circa 57 Prozent ab 2013 steigen. BHP Billiton sackten in Folge 2,99 Prozent auf 39,53 australische Dollar ab. Rio Tinto verschlechterten sich um 4,30 Prozent auf 69,00 australische Dollar.

In Hongkong mussten Immobilienaktien und Bankenwerte die größten Verluste verbuchen. Die chinesische Regierung kündigte neue Schritte an, um die Kreditvergabe einzuschränken und damit einer Überhitzung der eigenen Wirtschaft vorzubeugen. Per 10. Mai wird der Satz für Einlagen großer Geschäftsbanken, die bei der chinesischen Notenbank zu halten sind, um 0,50 Prozentpunkte auf 17,0 Prozent angehoben. (APA)

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