"Wegen BASIC gibt es viele exzellente Programmierer"

10. März 2010, 13:33
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Entwickler: BASIC sei zwar schrecklich aber gerade deshalb eine gute Übung für angehende Programmierer gewesen

Informatikpionier Edsger W. Dijkstra war bekanntlich kein Fan der Programmiersprache BASIC. Der 2002 verstorbene Niederländer soll einmal gar behauptet haben, dass es praktisch unmöglich sei Studenten ordentliches Programmieren beizubringen, die zuvor BASIC "ausgesetzt" gewesen seien, sie seien "geistig verstümmelt ohne Hoffnung auf Besserung". Entwickler Mike Taylor meint in seinem Blog nun, dass es trotz oder vielleicht sogar wegen BASIC heute zahlreiche exzellente Programmierer gebe.

Vorreiter der strukturieren Programmierung

Dijkstras Formulierung sei zwar sicherlich scherzhaft gemeint, doch seine Einstellung zu der Programmiersprache sei eindeutig gewesen: das Erlernen von BASIC sei für einen angehenden Entwickler nicht förderlich. Der Turing-Preisträger war Vorreiter der strukturierten Programmierung, bei dem Code in logische Einheiten zusammengefasst wird. BASIC hingegen basierte anfangs nur auf Zeilennummern und den GOTO-Sprungbefehlen.

Gute Fingerübung

Die Programmiersprache sei, und daran lässt Taylor keinen Zweifel, auch für ihn schrecklich gewesen. Mit BASIC habe man sich viele schlechte Gewohnheiten angeeignet, die man wieder wegtrainieren müsse. Viele Programmierer hätten jedoch ihre ersten Schritte mit BASIC gemacht, was der Entwickler und Blogger als Vorteil ansieht. Die besten Entwickler seien deshalb so gut geworden, gerade weil sie mit BASIC begonnen hätten. "Es zwang uns um Ecken zu denken", so der Blogger. Man habe sehr Vieles gleichzeitig bedenken müssen. Das es sei eine gute Fingerübung gewesen. (red)

 

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    Entwickler Mike Taylor hat grauenvolle Erinnerungen an BASIC - doch die Programmiersprache sei eine gute Fingerübung gewesen

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