Der Umsatz ging zwar um acht Prozent zurück, dafür drehte das Betriebsergebnis auf plus 88.3 Millionen Euro
Wien - A-Tec, der Mischkonzern des Mirko Kovats, hat '09 wohl das beste Ergebnis in seiner Geschichte erzielt. Einen großen Brocken zum Gewinn steuerten allerdings nicht Industrieanlagen, Kraftwerke oder Motoren bei, sondern der Kupferpreis. Der stieg 2009 um mehr als 150 Prozent und ermöglichte die Aufwertung der Lager in der Division "Minerals & Metals" , was mehr als 32 Mio. Euro oder ein Drittel des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) brachte - obwohl die Division nur ein Fünftel des Konzernumsatzes ausmachte.
Die Krise hat 2009 tiefe Spuren hinterlassen: Der Konzernumsatz fiel um rund acht Prozent auf drei Mrd. Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) sprang dennoch von 19,4 auf 143,1 Mio. Euro. Das Ebitda stieg von 77,3 auf 211,2 Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis (EBT) von minus 12,3 auf plus 88,3 Mio. Euro. Darin sind freilich 50 Mio. Kupferaufwertungen und 18 Mio. Euro "sonstiger betrieblicher Ertrag" aus dem Rückkauf einer Wandelanleihe enthalten, denen zehn Mio. Restrukturierungsaufwand (1100 Stellen wurden gestrichen) gegenzurechnen sind. Eine Dividende gibt es nicht, der Gewinn soll die Eigenkapitalquote auf rund 15 Prozent erhöhen.
Apropos Anleihe: Zweifel, A-Tec könne die im November fälligen 91 Mio. Euro einer Unternehmensanleihe nicht bedienen, wies Kovats zurück. Selbstverständlich werde der Corporate Bond zurückgezahlt. Man führe derzeit Finanzierungsgespräche. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.03.2010)