"Friedlichste Wahlen der vergangenen 20 Jahre"

9. März 2010, 17:53

Kolumbien wählt am Sonntag ein neues Parlament, die Partei von Präsident Uribe rechnet mit schweren Verlusten

Bogotá/Puebla - Eigentlich wollten die sechs ehemaligen "politischen Geiseln" der linksextremen Farc nichts mehr von Politik wissen. Dennoch treten sie kommenden Sonntag als Kandidaten bei den kolumbianischen Parlamentswahlen für die Liberale Partei an. "Ich will mich dafür einsetzen, dass Praktiken wie Korruption und Stimmenkauf endlich ein Ende haben" , begründete Luis Eladio Peréz seine Entscheidung.

Die Liberalen hoffen, dass ihnen das Prestige der Entführten Zugewinne bringt. Sowohl sie als auch die Konservative Partei stecken in einer schweren Krise. Die vergangenen acht Jahre standen im Zeichen von Álvaro Uribe, der 2002 als unabhängiger Kandidat angetreten war und Präsident wurde. Nach seinem Sieg gründete er eine eigene Partei, die bei den darauffolgenden Parlamentswahlen die Mehrheit errang. Doch Uribe darf im Mai nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Mit dem Ende seiner Präsidentschaft droht sein rechtsgerichtetes Parteienbündnis "Partei der U" zu kollabieren. Die Opposition glaubt nun an einen Machtwechsel bei den Parlamentswahlen.

Der Urnengang ist auch ein Vorzeichen für die Präsidentenwahl Ende Mai. Uribes designierter Nachfolger, Juan Manuel Santos, geht zwar mit einem Vorsprung ins Rennen. Doch die Partei der U steht nicht geschlossen hinter ihm. Zudem sind zahlreiche ihrer Politiker wegen Korruption diskreditiert, oder sitzen wegen Verbindungen zu rechten Paramilitärs in Haft. Dies dürfte der Partei an den Urnen zusetzen.

Drogengeld

Anders als bei bisherigen Wahlgängen spielte die Farc in diesem Jahr kaum eine Rolle. "Die Guerilla ist durch Uribes Politik in der Defensive. Diese Wahlen dürften die friedlichsten und freiesten der vergangenen 20 Jahre werden" , sagte Militärexperte Alfredo Rangel. Die Gefahr der Infiltration der Kampagnen mit Drogengeldern bestehe allerdings weiterhin.

Eine Flut an unabhängigen Kandidaten und kleinen Parteien macht klare Mehrheiten im nächsten Kongress unwahrscheinlich - eine Herausforderung für den nächsten Präsidenten. Der linke Polo Democrático, bisher drittstärkste Kraft im Parlament, ist zwischen einem pro-chavistischen Flügel und einem moderaten, sozialdemokratischen Lager zerstritten. Die Konservativen und Liberalen unterscheiden sich programmatisch kaum. Manche Kandidaten setzen daher auf Spezialeffekte. Die konservative Kandidatin Maria Fernanda Valencia will etwa für ein Magazin nackt posieren, sollte sie gewählt werden. Ob das die Kolumbianer Sonntag zur Wahl motivieren kann, ist jedoch mehr als fraglich. (Sandra Weiss/DER STANDARD, Printausgabe, 10.3.2010)

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' Bundesbedenkenträger
14
14.3.2010, 22:15
Eine Anmerkung zur Kriminalität, veranlasst durch Staatsorgane in Kolumbien

Die Sondereinheit Gerechtigkeit und Frieden der kolumbianischen Staatsanwaltschaft stellte im Jahr 2009 ihre Bilanz bei der Aufarbeitung paramilitärischer Verbrechen vor.

Danach sind in den letzten 20 Jahren etwa 156.000 Personen durch "informelle Verbände" ermordet worden.

Die Allermeisten wurden Opfer der mit dem kolumbianischen Staat kooperierenden Paramilitärs.

Die Guerilla-Organisationen FARC und ELN seien zu „einem GERINGEN Prozentsatz“ für Tote verantwortlich.

Die Staatsanwaltschaft beziffert die Zahl der Opfer des Verschwindenlassens auf 210.000, von denen nur 2494 Leichen aufgefunden wurden.

Saubere Arbeit von Uribe und Konsorten!

yomellamo
61
14.3.2010, 11:57
auch wenn Demokratie immer die möglichkeit mit sich bringt

dass die wahl nicht so ausfällt wie man sich das wünscht.. ist es jedenfalls dem einparteiensystemen wie Cuba und im prinzip auch venezuela vorzuziehen...

während in venezuela alles in richtung diktatur zuläuft gibts in Kolumbien mehr parteien denn je. Ich finde, dass das ein sehr gutes zeichen ist.

Anonymus86
43
14.3.2010, 15:20

jajaja, jetzt sags mir nur wo Sie in Venezuela ein Ein-Parteien-System sehen???
Sie waren wohl noch nie in Lateinamerika, geschweige denn Kolumbien und Venezuela. Deshalb würde ich Sie bitten, in Zukunft ihre Kommentare zu unterlassen...

yomellamo
30
14.3.2010, 16:10

... genau lesen werter posting-kollege. ich sagte "im prinzip auch venezuela"... ihr freund hugo sorgt schon dafür, dass andere als seine eigene partei nur schmuckes beiwerk zum vortäuschen einer demokratie geduldet werden.

ach ja.. ich hab wohl mehr kontakt mit kolumbianern als sie jemals haben werden.
also um es mit den worten von juan carlos zu sagen: "por que no te callas"

charles reuon
15
14.3.2010, 17:36

Sie sind auch der mit der 0 (NULL) wenn Deine schreibweise mal so vergleiche.......

Anonymus86
12
14.3.2010, 18:28

denk ich mir auch. der ist entlarvt;

Austro-Spanier0
21
14.3.2010, 19:49
denk ich mir auch. der ist entlarvt;

Wer ist entlarvt, du Reserve Sherlock Holmes? Ich kenne yomellamo nur aus den LA Foren und nur zu deiner Information, der mit einer kolumbianischen Botschaftsangestellten verheiratet ist und das seit fast 23 Jahren, bin ich, no te jode mamarracho?

Anonymus86
22
14.3.2010, 16:35

also, erstens bin ich sicher kein freund vom hugo. war schon einige male in venezuela & finde den dortigen politischen Weg trotz aller Mängel einfach besser, als den kolumbianischen.
Zweitens, bitte lassen Sie in Zukunft ihre Beleidigungen. Kennen Sie mich, oder warum denken Sie, dass außer Ihnen niemand Kontakt zu Kolumbianer hat. Achja, Sie haben ja ihre kol. Botschaftsfrau, WOW ;)
Dass Sie abschließend einen spanischen Monarchen zitieren, zeigt ihre Geisteshaltung gegenüber Lateinamerika. Aber als Freund Kolumbiens würde ich Sie wegen Ihrer kolonialistischen Gehabes nicht bezeichnen.

yomellamo
00
14.3.2010, 18:14

A. Wenn sie mir meine freiheit mich zu äußern verbieten wollen (siehe ihr letzter satz) dann brauchen sie jetzt nicht wehleidig werden, wenn das echo postwendend folgt.

B. Meine frau hat mit der kolumbianischen botschaft genau nix zu tun.

C. der Spanische monarch hat Spanien von einer diktatur in eine demokratie geführt. Das ist ihm positiv anzurechnen. Ansonsten bin ich überzeugter demokrat und daher gegen jegliche Erbpacht a la Cuba oder koenigreiche. Ausserdem hat Juan Carlos genau die richtigen worte für Hugo gefunden. .. auch positiv.

Anonymus86
22
14.3.2010, 18:31

ihre freiheit sich zu äußern haben sie natürlich, jedoch hab ich das geschrieben, da SIe anderen immer die Meinung verbieten wollen (z.B. "Warst schon mal in LA? Dann gib keine Kommentare dazu ab"...usw...)
Aber egal, du bist einfach ein Troll, auch traurig, dass du 2 Nicks für deinen Müll brauchst...du AustroSpanier0

yomellamo
00
14.3.2010, 21:27

".. da sie den anderen immer die meinung verbieten wollen ..."

--> sie haben meine sprechblase zur verfügung. Zeigen sie mird doch wo ich jemandem seine meinung verboten habe. Viel spass beim suchen.

ich poste hier schon ein weilchen und immer mit demselben nick.. und sie können auch alle meine postings nachlesen.. ... bei ihnen trifft das nicht zu.

yomellamo
40
14.3.2010, 11:48
Während man in Kolumbien jetzt wieder beinahe überall hin reisen kann ohne angst haben zu müssen

ist Caracas dank Hugo zur Mörder-hauptstadt der Welt gemacht worden.


In Caracas gibts offiziell 130 Morde pro 100 000 Einwohner und Jahr. Inoffiziell sinds wahrscheinlich um die 160. Bei den offiziellen zahlen zählen zb. morde in gefängnissen nicht dazu und ähnliches.
--> im vergleich dazu: Bagdad kommt auf nur 40. Cape Town auf 62. New Orleans als gefährlichste stadt der USA kommt immerhin auf rund 90.

Anonymus86
01
14.3.2010, 15:22

Waren Sie überhaupt schon mal in LA?
Falls nein, bitte sparen Sie sich ihre unnötigen Kommentare....
Buenaventura ist übrigens soooo "bombensicher", selbst Freunde von mir fahren dort nicht mehr hin....

yomellamo
10
14.3.2010, 16:11

... selbstverständlich war ich schon in LA.

Anonymus86
32
14.3.2010, 16:35

glaub ich dir nicht, du troll!

yomellamo
10
14.3.2010, 18:15

kümmert mich nicht :)

Anonymus86
22
14.3.2010, 18:31

mich auch nicht, AustroSpanier0 ;)

rainer murra
14
14.3.2010, 19:08

Doch,die beiden waren schon so oft in Kolumbien wie der Horst-Holger alias Hansito in Venezuela.

Ernst Guevara
12
14.3.2010, 12:37
und was weiter?

die kriminalitätsraten sind in ganz lateinamerika, vor allem zentralamerika, sehr hoch. offensichtlich haben Sie aber kein problem damit, dass die kriminalität in guatemala, el salvador, mexico oder haiti seit langer zeit steigt. guatemala-stadt ist vermutlich ein genauso heisses pflaster wie caracas. also leidet Ihre glaubwürdigkeit schon sehr darunter, wenn Sie aus ideologischen gründen gebetsmühlenartig venezuela für etwas kritisieren,was Sie bei anderen ländern überhaupt nicht stört. im übrigen ist der entscheidende unterschied zwischen kolumbien und venezuela, dass in kolumbien vor allem dissidenten und andersdenkende vom staat und seinen bütteln ermordet werden,während in venezuela die gewöhnliche strassenkriminalität ein problem ist.

yomellamo
11
14.3.2010, 16:18

natürlich find ichs erschütternd wie die kriminalität zb. in mexico zunimmt. Der Grund dafür ist klar: Drogenhandel. (der von hugo ja netterweise gefördert wird)

Honduras hat in der tat eine höhere mordrate als venezuela (58).

Mexico ist mit 10 morde pro 100000 EW und jahr ziemlich gut dran in dieser region. ... Man sollte halt vielleicht nicht nach Ciudad Juarez oder so fahren.

Haiti mit 11.5 ist auch um ecken besser als Venezuela und auch Kolumbien. Durch das erdbeben wird sich das aber wohl jetzt verschlechtern.

Guatemala liegt bei 45. Damit besser als Venezuela (aber schlechter als kolumbien). Guatemala stadt liegt bei 47 (und verschlechtert sich).. ist also immer noch rund 3 mal besser dran als Caracas.

yomellamo
31
14.3.2010, 11:39
hätte sich Uribe während seiner amtszeit ein rotest sternderl auf seine jacke gepickt

würde er hier im forum bejubelt werden.


Beim Chavez funktioniert es ja genau so. Der ist eigentlich im Herzen ultra-konservativ und korrupt, versorgt familie und freunde mit posten im staat. Er hebelt die demokratie aus und führt Venezuela wirtschaftlich an die Wand. ... und trotzdem jubeln ihm hier die ewig-gestrigen zu.. weil er sich halt "links" nennt. Aber eigentlich ist Chavez eine beleidigung für jeden wirklichen linken. Eine beleidigung für Linke die sich für die freiheit der menschen einsetzen und gegen korruption.



Uribe und Chavez kann man sehr gut an den mordraten in Kolumbien und Venez. vergleichen:

Kolumbien: in 2000 --> 62, heute --> 36
Venezuela: in 2000 --> 33, heute --> 52
(pro 100 000 Einwohner und Jahr)

rainer murra
14
14.3.2010, 19:11

Ist vollkommen Richtig;wenn Herr Franco sich sein Sternl in Rot an die Mütz gemacht hätte,würden sie ihn heute wohl auch nicht so verehren.

yomellamo
41
14.3.2010, 21:30

Wäre ich spanier, hätt ich Zapatero gewählt.

Ich bin überzeugter demokrat, deshalb lehne ich natürlich alle Diktatoren und Diktaturen ab, sei es nun Cuba-Castro, Chile-Pinochet, Spanien-Franco, ...

Aber in einem haben sie recht.. hätte Franco sich ein rotes sternderl aufs kapperl gepickt, würde sein poster heute neben Castro und Che in den Schlafzimmern der pseudo-linken hier im forum hängen.

rainer murra
23
15.3.2010, 13:39

Nun,der Franco und der Salazar hängen aber bei ihnen im "Schlafzimmer":ich habe nichts dagegen und ihre Familie wohl auch nicht.

yomellamo
00
16.3.2010, 11:44

meine antwort auf ihr posting finden sie hier:
http://derstandard.at/plink/126... id16011901
... fügen sie bitte jeden Diktator zu meiner liste hinzu der ihnen einfällt.

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