Spionagevorwürfe

Eklat in Bayern

9. März 2010, 16:43

München - Eklat bei der Aufarbeitung des Milliarden-Debakels der BayernLB mit der österreichischen Hypo Alpe Adria: Die Bayerische Landesbank und eine von Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) beauftragte Anwaltskanzlei, die die Vorgänge bei der BayernLB durchleuchten soll, müssen sich gegen Spionage- Vorwürfe der Münchner Landtags-Opposition wehren.

Auslöser für den Krach ist ein Brandbrief der von der Kontrollkommission des bayerischen Parlaments schon zuvor eingesetzten Kanzlei. Darin beklagt diese die Weitergabe ihrer Akten und Protokolle an die später einberufenen Gutachter und stellt sogar die Frage, ob ihre Untersuchungen vor diesem Hintergrund überhaupt noch Sinn machen.

Die stellvertretende Vorsitzende der BayernLB-Kontrollkommission, Inge Aures (SPD), sprach am Dienstagnachmittag von einem "Skandal". Am Freitag wird sich die Kommission in einer Sondersitzung mit den Vorgängen beschäftigen. (APA)

Bayer50
00
13.3.2010, 09:15
Der CSU-Günstling Georg Fahrenschon

ist bereits beim brisanten Linner-Gutachten als Vertuscher in Erscheinung getreten. Dieses belastete die BayernLB-Vorstände und Verwatungsräte schwer. Fahrenschon hielt es über Monate unter Verschluss, liess es dann entschärfen, um es dann weiter und mit weniger Offenlegungsdruck unter Verschluss halten zu können. An dieses Blendwerk soll nun ganz offensichtlich von der Anwaltskanzlei Hengelen Müller, die die BayernLB noch dazu beim HGAA-Kauf beriet, angebaut werden. Dazu ist es natürlich besser, wenn der Anwaltskanzlei Hengelen Müller die Aufklärungsarbeit der von der Kontrollkommission des bayerischen Parlaments eingesetzten Kanzlei hinten herum zugespielt wird, um entsprechende Vertuschungs- und Behinderungsmaßnahmen einzuleiten.

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