Ostsee

Gleich ein Dutzend jahrhundertealter Schiffswracks entdeckt

09. März 2010 16:53
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    Foto: statens maritima museer

    Die Ostsee war bereits in der Vergangenheit ein wahrer Hort an versunkenen Schiffen. In den verhältnismäßig salzarmen Gewässern kommen Schiffsbohrwürmer, die schlimmsten Feinde von gesunkenen Wasserfahrzeugen aus Holz, nicht vor.

Fund gelang im Zuge von Arbeiten an Pipeline - Einige der Wracks offenbar in gut erhaltenem Zustand

Stockholm - Arbeiten an einer Ostsee-Pipeline haben zu einem unerwartet reichhaltigen historischen Fund geführt: Gleich ein ganzes Dutzend Schiffswracks aus unterschiedlichen Epochen kam ans Licht. Das älteste stamme aus dem Mittelalter und könnte bis zu 800 Jahre alt sein, sagte Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquaramt am Dienstag. Die anderen stammten wahrscheinlich aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Viele seien offenbar vollständig erhalten. "Sie könnten von Interesse sein, aber wir haben bisher nur Bilder von außen gesehen", sagte Norman.

In der Ostsee sind in der Vergangenheit bereits Tausende gesunkene Schiffe entdeckt worden. Der Grund, warum viele Wracks sich über lange Zeit erhalten konnten, liegt in der Abwesenheit von Schiffsbohrwürmern, einer Muschelfamilie, die in salzigeren Meeren Schiffsrümpfe aus Holz zersetzen.

Das bekannteste Schiff ist die "Vasa", die 1961 aus dem Stockholmer Hafen gehoben wurde - 333 Jahre nach ihrer Jungfernfahrt. Die jüngsten Entdeckungen wurden bei geologischen Vorarbeiten für die Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland östlich der Insel Gotland gemacht.

Die Wracks befänden sich in schwedischen Gewässern, aber nicht auf der geplanten Route der Gasleitung, erklärte das Reichsantiquariatsamt. Das Unternehmen North Stream habe zugesichert, dass die gesunkenen Schiffe nicht beschädigt würden.

Fund von großem historischem Wert

Archäologen der schwedischen Marine erklärten nach Auswertung von Bildern, die Wracks könnten von großem historischen Interesse sein. "Ihr Inhalt kann uns viel über das Alltagsleben jener Zeit erzählen", sagte Norman. Der Rumpf von drei Schiffen sei intakt. Sie lägen in einer Tiefe von 130 Metern kopfüber auf dem Meeresboden.

Vorerst bleibt unklar, ob einige der Schiffe geborgen werden. Die Behörde hofft jedoch darauf, sie von Tauchern untersuchen lassen zu können. Dies dürfte aber recht kostspielig werden, sagte Norman. (red/APA/apn)

Kommentar posten
17 Postings
Grüass eich god olle mitanonda
14.03.2010 18:42
Der Ort muss

eine gefürchtete Schiffskreuzung ohne Ampel gewesen sein ...

raff1
10.03.2010 14:12
Gleich ein Dutzend jahrhundertealter Schiffswracks entdeckt

Die sollen die Bundesheer Donaumarine in Ruhe lassen.

Gilgamesh
10.03.2010 09:07

„..Der Rumpf von drei Schiffen sei intakt. ..“

Na so intakt kann der aber nicht sein, sonst würden die Schiffe nicht da unten liegen... ^^

Meine Wenigkeit mit viel Senf
10.03.2010 11:40
Naja...

Schiffe können auch kentern.

Das war ja bei der Jungfernfahrt der Vasa so; dummerweise wurde nämlich der Ballast falsch berechnet; sprich der war zu leicht, die über 100 Kanonen zu schwer.

Gilgamesh
11.03.2010 11:31

Schon klar und mein Posting war in keinster Weise ernst gemeint, ersichtlich durch diese "^^"....

Lord Chaos
10.03.2010 10:30


Schon einmal etwas von 'kentern' gehört. da geht doch glatt ein Schiff unter obwohl es nicht leck ist.

Gilgamesh
11.03.2010 11:30

Danke werter Klugschei**r, ohne ihre ach so kluge Antwort, wäre mir nie aufgefallen, dass ich hier nur einen Scherz machte....

Lord Chaos
16.03.2010 15:28


Wer Humor beim Austeilen beweist muss auch einstecken können.

ad vocem
09.03.2010 18:32
Wie liegt ein Schiffsrumpf "kopfüber" ???

samtpfote7
09.03.2010 19:29

gemeint ist verkehrt, als oder die Aufbauten sind im Meeresboden vergraben und der Rumpf ist oben.

Meine Wenigkeit mit viel Senf
10.03.2010 11:36
Und was hat sie umgedreht?

Schiffe sinken ja selten kieloben, da sich der Ballast im Kiel befindet. Und Wasserballasttanks sind eine sehr neuzeitliche Erfindung...

herbert steiner1
12.03.2010 21:05
berechtigte frage:

nur bei kenterung dringt über die speigatte wasser an deck und ins schiff. da es segelschiffe sind, saugen sich die bis zu 1000 qm segelfläche mit wasser voll und ziehen den rumpf weiter in hinunter. ladung im schiff löst sich, verrustscht, schlägt von unten gegen das deck - und der ballast ist geschichte. das schiff sinkt kieloben.

Tethys
10.03.2010 16:35

Sinkende Schiffe können sich auf ihrem Weg zum Meeresgrund drehen. Wo ist das Problem? Bei der Bismarck war es meines Wissens nach so, dass Sie sich auf ihrem Weg nach unten gedreht hat und eine Menge Aufbauten verloren hat. Sie liegt zwar "richtigrum" unten, aber das muss ja nicht bei jedem Schiff sein.

ad vocem
09.03.2010 19:37

Eben. Nennt man das nicht eher "kieloben" als "kopfüber" ?

Gilgamesh
10.03.2010 09:06

Für maritime Experten schon, für uns arme Unwissende, die sich keine 30 Meter Jacht leisten können, kopfüber... ;)

tunguska
09.03.2010 19:48
eventuell, wenn man wortklauberei betreibt.

jeder normalsterbliche weiß nämlich, was damit gemeint ist.

Darius Minor
10.03.2010 09:45
Prinzipiell eh.

Das weiß man aber beim Lallsprech in der Krone auch.

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