Analysten gehen nur mehr von einer Million verkaufter Handys für 2010 aus - allerdings Zweifel an Marktzahlen
Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Erwartungen an die Verkäufe des Google Nexus One stark heruntergeschraubt. Ursprünglich war man von 3,5 Millionen verkauften Geräten für das Jahr 2010 ausgegangen, nun geht man nur mehr von 1 Million aus, berichtet das Wall Street Journal.
Zu wenig beworben
Die Prognosen von Goldman Sachs stützen sich auf die Schätzungen von Flurry. Dort geht man davon aus, dass Google in der ersten Woche 20.000 Geräte, im ersten Monat 80.000 Handys verkauft hat. Über ein Jahr hochgerechnet, komme man auf etwa eine Million. Diese laut Goldman Sachs schlechten Verkaufszahlen seien auf die geringe Marketing-Aktivtät rund um das Smartphone und anfängliche Probleme mit dem Kundenservice zurückzuführen.
Zweifel an Schätzungen
Google hat bislang keine genauen Verkaufszahlen bekannt gegeben, weshalb Analysten auf Schätzungen angewiesen sind. Wie akkurat diese sind, daran bestehen jedoch Zweifel, meint intern.de. Flurry bezieht seine Zahlen aus einer Kooperation mit Android-Entwicklern, die dem Unternehmen Daten über ihre Anwendungen liefern. Nach eigenen Angaben arbeite Flurry mit etwa 10.000 Entwicklern von Android- und iPhone-Apps zusammen und nimmt an, damit Informationen von 80 Prozent der Geräte zu erhalten.
Schwer vergleichbar
Das Nexus One wird von Google ausschließlich über einen eigenen Webshop in einigen ausgewählten Märkten verkauft. Auch aufgrund dieser Strategie ist es schwer, die Verkaufszahlen beispielsweise mit dem iPhone zu vergleichen, das in mehreren Ländern über unterschiedliche Provider angeboten und von diesen auch stark beworben wird. Die Analysten gehen daher davon aus, dass Google den Nachfolger des Nexus One aggressiver bewerben wird. (red)