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Das absolute "No-Go" für Trennköstler
Mal die einen ins Kröpfchen, mal die anderen - das Prinzip der Trennkost setzt auf die strikte Trennung von Eiweiß und Kohlehydraten. Die Theorie des New Yorker Arztes Howard Hay ist zwar längst wissenschaftlich widerlegt, dennoch hat sie interessante Nebeneffekte. Zuallererst veranlassen die Empfehlungen Diätwillige sich überhaupt mit ihrer Ernährung auseinanderzusetzen- und das ist schon einmal nicht schlecht.
Wenig Fett
Ob die Trennkost zum Abnehmen geeignet ist, hängt vom Einzelnen ab. "Eine Gewichtsabnahme passiert nicht durch die Trennung von Eiweiß und Kohlehydraten, sondern durch die Empfehlung, vorwiegend Obst, Salate und Gemüse zu essen und zu einem geringen Anteil von 20 Prozent Fleisch, Fisch, Käse und Fette zu essen", weiß Haupt. Wer diese Empfehlungen umsetzt, ernährt sich energie- und fettarm.
Widerlegte Säure-Basentheorie
Die Trennkost geht von der Theorie aus, dass Übergewicht mit all seinen gesundheitsschädlichen Konsequenzen durch eine Übersäuerung des Körpers entsteht. Zur Aufrechterhaltung des Säure-Basengleichgewichts im Körper empfiehlt Hay Kohlehydrate und Eiweiß beim Essen zu trennen. Seine Annahme: die schädliche Säure entstehe durch deren gleichzeitige Verdauung. Nudeln und Fleisch sollen also nicht gemeinsam auf den Teller.
Heute weiß man allerdings, dass die entstehenden Säuren dem Körper nichts anhaben können. "Wir essen Lebensmittel und nicht isolierte Nährstoffe und darauf ist auch unser Körper ausgerichtet. Das Enzymsystem im Magen-Darm-Trakt ist so angelegt, dass Eiweiß und Kohlehydrate problemlos gleichzeitig verdaut werden können. Es findet auch keine Gärung statt", erklärt Haupt.
Schwierige Trennung
Für Trennkostneulinge ist die Einteilung der Lebensmittel mitunter auch verwirrend: Lebensmittel wie Milch, Getreide und Hülsenfrüchte enthalten sowohl Eiweiß als auch Kohlehydrate, was die strikte Trennung erschwert. Zusätzlich empfiehlt Hay noch die mengenmäßige Aufteilung der säure- und basenbildenden Lebensmittel über den Tag verteilt: 75 bis 80 Prozent basenbildende Lebensmittel wie Obst, Salate, Gemüse, 20 bis 25 Prozent säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Käse, Fette und unraffinierte Öle, Getreide. Außerdem sollten neutrale Lebensmittel konsumiert werden: gesäuerte Milchprodukte, Topfen, Käsesorten über 60 Prozent F.i.T., Kräuter und Nüsse mit Ausnahme der Erdnuss.
Aufmerksam ernähren
Gesundheitlich wird bei der Trennkost von Gewichtsabnahme, Verbesserung des Stuhlgangs und Linderung von Darm- und Magenproblemen berichtet. Durch die Aufmerksamkeit auf die Trennung von Eiweiß und Kohlehydraten sind die Diätwilligen gefordert, Alternativen zu wählen und zum Großteil Obst und Gemüse zu essen. Diätologin Haupt hat eine einfache Erklärung für die gar nicht so wundersame Wirkung: "Das panierte Schnitzel, der Hamburger, die Wurstsemmel und Schokoriegel fallen damit jedenfalls schon raus. Und damit wird der Verdauungstrakt entlastet."
Alles schon da gewesen
Hay hat in den vergangenen Jahren mehrere Nachahmer zu Diät-Variationen inspiriert. Jedes Jahr erscheinen dutzende neue Diätbücher, die sich alle als revolutionär bezeichnen. So arbeitet die KFZ-Diät mit der Trennung von Kohlehydraten und Fett und mit Zwischenmahlzeiten, die immer erlaubt sind. Die Theorie dahinter: der Körper nimmt erst dann die Fettverbrennung in Angriff, wenn er mit den Kohlehydraten fertig ist. Eine andere Variante der Trennkost ist die Fit For Life Diät. Hier gilt Rohkost und insbesondere Obst als Hauptnahrungsquelle. Normale Kost und das Kochen führen laut der Theorie zu Schlacken und Übersäuerung.
"Keiner erfindet das Rad bei Diäten neu", weiß auch Haupt. Tatsache ist: Sobald der Ernährung die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die sie verdient, ist ein erster Schritt in Richtung bewusste und damit gesündere Ernährung getan - mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass sich auch so manche Kilos verflüchtigen. (derStandard.at, 1.4.2010)
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10 kg abgenommen.
Bestätigen kann ich, dass der Körper erst dann Fett verbrennt, wenn er mit KH fertig ist. Deshalb ist die Phase in der ein Körper gar keine KHs aufgenommen hat (Ketose), besonders fettverbrennungsintensiv, allerdings auch anstrengend.
Nicht bestätigen kann ich, dass jemand, der Trennkost macht, viel Obst und Gemüse isst. Bei meiner Diät ist das nur vor dem Frühstück vorgekommen. Obst treibt den Blutzucker in die Höhe, das ist dann die optimale Situation, um viele Nährstoffe zu speichern, also nicht gerade diätfreundlich, von den Blähungen möchte ich da noch gar nicht sprechen.
Was ich immer wieder feststelle: Viele Trennkost-Rezepte sind gar keine Trennkost, sondern reine Mischkost.
noch immer nichts geändert hat.
Und, wir, werden, den, Artikel, so, lange, hier, drinnen, finden, bis, das hinhaut!!
(Für etwaige Übertreibungen übernehme ich keine Haftung, bin selber Diät-Junkie) ;-/
...erfahrungsgemäß ist genau das der fehler (zumindest bei mir). ich habe schon jegliche "ernährungsstrategie" durchgemacht. habe mir jeden tag intensiv überlegt, was ich essen muss/darf (was schwierig ist, das sich ja immer alle ernährungsberater widersprechen). durch dieses ständige ans essen denken habe ich nur noch mehr hunger bekommen und insgesamt mehr gegessen. ich habe damals kein gramm abgenommen.
ich habe nun ein dreiviertel jahr mir überhaupt keine gedanken übers essen gemacht und gegessen was ich wollte und worauf ich lust habe. siehe da: ich habe in der zeit 5 kg abgenommen (übrigens ohne sport).
Das ist übrigens genau das, was der deutsche Ernährungswissenschafter Udo Pollmer propagiert. Er meint, dass man instinktiv weiß, was man braucht. Durch bewusstes Essen würde man dieses Gefühl verlieren, weil man auf die abstrusen Forderungen irgendeines Diätgurus hört anstatt auf den eigenen Körper.
Und bevor sich jemand aufregt: natürlich kann man Herrn Pollmer auch als ERnährungspolemiker bezeichnen.
und besten Dank für den Hinweis.Mir tut das jetzt auch ziemlich weh! Als passionierter Teetrinker
(nicht von Entschlackungstees) indischer
Sorten und promovierter Germanist ist so ein Fehler eine große Schande.Zu meiner Ehrenrettung habe ich eine Ausrede parat:ich war um diese Zeit sehr müde und unkonzentriert.
die US-spezialität spaghetti in eingedickter packerlchampignonsuppe ist schlimmer.
solche sachen können auch nur calvinist/inn/en u. ä. weirdos einfallen.
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