Nachlese

Augartenspitz: Baumbesetzer von Polizei vom Areal entfernt

9. März 2010, 12:47
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    foto: standard/fischer

    "Augarten statt Betonklotz": Baumbesetzung am Montag.

Rodungen wurden am Vormittag nach Polizeieinsatz fortgesetzt - Projekt für Bürgerinitiativen weiterhin "nicht rechtskonform"

Baumbesetzung des Wiener Augartenspitzes hat ein Ende: Am Dienstagvormittag wurden die letzten vier in den Kronen ausharrenden Aktivisten durch die Polizei vom Areal entfernt. Unmittelbar danach wurden die Rodungsarbeiten am Standort des künftigen Sängerknaben-Konzertsaals wieder aufgenommen. Die Projektgegner hoffen jedoch weiterhin auf ein Einlenken des Knabenchors und verweisen auf - aus ihrer Sicht - noch ungeklärte rechtliche Sachlagen.

Am Montag war mit der Einrichtung der Baustelle begonnen worden, die auch die Fällung einiger Bäume nötig macht. Diese Arbeiten mussten jedoch unterbrochen werden, nachdem sich einige Aktivisten ins Geäst geflüchtet und angekündigt hatten, dort bis auf weiteres ausharren zu wollen. Am Dienstag wurden die restlichen vier der Kälte trotzenden Baumbesetzer dann unter lautem Protest ihrer Mitstreiter, welche die Aktion vor den Grundstücksmauern verfolgten, von der Exekutive entfernt.

Aufforderung des Grundstückseigentümers

Man handle auf Aufforderung des Grundstückseigentümers, so Polizeisprecher Mario Hejl: "Die Besetzung ist ein massiver Eingriff in die Rechte des Besitzers." Daraufhin rückten Motorsägen dem vormals besetzten Holzriesen zu Leibe, verbliebene Transparente und Schlafsäcke wurden demontiert. In den nächsten Tagen sollen die Aufräumarbeiten auf dem Bauplatz abgeschlossen und weitere Vorarbeiten - zunächst die Untersuchung des Bodens auf Altlasten - stattfinden, erklärte ein Sängerknaben-Sprecher der APA.

"Dieser Bau ist nicht rechtskonform", empörte sich Eva Hottenroth von der Bürgerinitiative "Freunde des Augartens". Es seien noch juristische Prüfungen etwa bezüglich der Flächenwidmung und des Denkmalschutzes anhängig, betonte sie. Darüber hinaus gebe es - anders als angekündigt - keinerlei Gesprächsbereitschaft von Bürgermeister Michael Häupl. Auch Gerhard Kubik, SP-Bezirksvorsteher der Leopoldstadt, sei nicht erreichbar, ergänzte Raja Schwahn-Reichmann vom "Josefinischen Erlustigungskomitee".

Wundern über "Zufall"

Die ebenfalls anwesende Planungssprecherin der Wiener Grünen, Sabine Gretner, wunderte sich über den "Zufall", dass diese Aktion genau dann passiere, wenn Häupl auf Urlaub sei: "Hier handelt es sich um einen Präzedenzfall, ob öffentlicher Grund an eine private Gruppe einfach so verschachert werden kann." Sie plädiere weiterhin für einen Alternativstandort für das Musikzentrum.

Amüsiert über das grüne Engagement zeigte sich die FPÖ. "Wer bei 3 auf dem Baum ist, hat sein Bezirksratsmandat fix", machte sich der Leopoldstädter FPÖ-Obmann Wolfgang Seidl über das "Kletter-Happening" lustig. "Vielleicht wären die Grünen so nett, ihre Prioritäten neu zu ordnen und sich nicht weiter auf Kosten der Steuerzahler am Augartenspitz von Baum zu Baum zu schwingen", so der blaue Wunsch. (APA)

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cannery row
00
13.5.2011, 16:44
und wo ist das grüne stimmchen jetzt?..

nur vor, wir hören gerne zu!

public reclamations
02
17.3.2010, 11:17
Weil Grünflächen die Lebenserwartung armer Leute erhöhen,

zerstören Parkverbauungen Lebenserwartung.
So einfach ist das. Und es ist daher naheliegend, daß arme Leute wütend, traurig und böse werden, wenn Grünflächen in ihrer Nachbarschaft zerstört werden - besonders wenn diese Grünflächen schon vor Genarationen von kaiserlichen Herrschern dem "Volk zur Erlustigung" gewidmet wurden. Leider scheinen die grosskoalitionären Herrscher heute an manchen Stellen wesentlich ignoranter gegenüber dem Volk geworden zu sein.

http://sciencev1.orf.at/science/news/153261

Augartenspitz
 
10
19.3.2010, 17:23
nur das ist mitten in der Stadt

eine Wunschvorstellung. Der Bauplatz ist dafür durch eine einstimmige Entscheidung des Gemeinderates, auc mit den Stimmen der Grünen, dafür gewidmet.
Alle Genehmigungen sind erteilt. Es geht um einen Platz der nie öffentlich war und auch immer bebaut (Gasthaus und Tankstelle).

public reclamations
00
22.3.2010, 17:12
bleiben wir bei den tatsachen

im flächenwidmungs- und bebauungsplan der stadt wien (online) ist im spitzen eck des augartens (ecke obere augartenstrasse/ castellezgasse) eine bebauung oder widmung zur bebauung für mich NICHT erkennbar.
mit googelemaps und im statdplan der stadt wien mit orthofoto sehe ich hier bäume, wiese und einige parkende autos. auf www.erlustigung.org/presse sehe ich zwei fotos vom augartenspitz von martin juen: vorher bäume, jetzt baustelle. wenn man vorbeigeht, sieht man neuerdings erde, securities und zwei reihen stacheldraht über der mauer, die den park einfasst.

ich kenne die gegend seit mehr als 20 jahren und habe hier KEIN gasthaus und KEINE tankstelle gesehen.

Spitz auf Augartenspitz!
00
19.3.2010, 17:29
Liebe Leser,

Hans J. "Augartenspitz" Pfisterer behauptet das immer wieder, einfach woander nachlesen.
Neu ist nur das Bekenntnis gegen jedes Grün in der Stadt (wahrscheinlich ausgenommen Betonkübel). Zeugt von großem Verständnis für Zusammenhänge.

Augartenspitz
 
30
19.3.2010, 18:00
Danke! ein deutlicher Beweis, dass Ihnen die

Rechte von anderen egal sind. Wo auch immer Sie Ihre Informationen über meine Meinung über Grün in der Stadt her nehmen.
Dieses Grundstück ist gewidmet und wird wieder bebaut.
Auch wenn es einige wenige gibt, für die gültige Rechtssprechung und Bescheide nichts gelten.
Dieser Teil des Augartens war immer bebaut!

Spitz auf Augartenspitz!
00
19.3.2010, 18:04
Welches Recht ist mir egal?

Und dass Ihnen das Grün egal ist entnehme ich ihrem Posting, Sie schreiben: "nur das ist mitten in der Stadt eine Wunschvorstellung."
Wenn ich Sie falsch interpretiere, korrigieren Sie mich eben!

Augartenspitz
 
00
18.3.2010, 20:42
Es wundert mich

dass alle Argumente der Aktivisten verstummt sind, als das Filmarchiv sein Projekt an der gleichen Stelle bauen wollte? Das Grundstück wurde vom Gemeinderat einstimmig (mit den Stimmen der Grünen) für den Bau eines Kulturzentrums gewidmet.
Wieso also der Aufstand?

Zukunftsoptimist
02
19.3.2010, 17:12
"dass alle Argumente der Aktivisten"

lässt entweder auf totale Desinformation schließen oder aber auf große Oberflächlichkeit der Beurteilung. Die Freunde des Augartens sind nicht "die Aktivisten" und treffen sich mit anderen Aktivisten lediglich in ihrem Eintreten für einen Baustopp im Augarten. Das hat - schon lange vor den Plänen des Filmarchivs - auch für andere Bauprojekte im Augarten gegolten und natürlich auch für das Filmarchiv. Sie haben in einer Situation, in der die Verbauung des Spitzes "von oben" als unabwendbares Ereignis verkündet wurde, das das Erscheinungsbild des Augartens weniger beeinträchtigende Filmarchiv-Projekt eher akzeptiert, nach eingehender interner Diskussion innerhalb der Initiative aber auch dieses - in öffentlicher Diskussion - abgelehnt.

Spitz auf Augartenspitz!
00
19.3.2010, 16:07
Reiten Sie nicht auf toten Sachen herum

Ausserdem: Die "Freunde des Augartens" www.baustopp.at wehren sich seit über 11 Jahren gegen JEDE Verbauung im Augarten.

Vogel Perspektive
 
01
17.3.2010, 22:16
AW: Grünflächen - Lebenserwartung

sg. VerfasserIn,
ich habe Ihre Argumentation und auch den angehängten Artikel mit Interesse gelesen. Ihr Beitrag hat direkt eine Erleichterung in mir ausgelöst. Als jemand der Bäume liebt und im Sinne einer vernünftigen Nachhaltigkeit schon viele Bäume gefällt und auch wieder gepflanzt hat, tut es gut, in diesem Forum auch einmal ein gutes und untendenziöses Argument ohne Untergriffe gegen die geplante Veranstaltungshalle im Augarten zu lesen. Trotzdem habe ich in Anbetracht gegenständlicher Relation eine andere Sichtweise was die 12 Bäume anbelangt. Mein Verdacht geht hier sehr stark in Richtung egoistischer Gründe einer kleinen Gruppe. Ob ich aber ganz Recht damit habe weiß ich nicht. Auf jeden Fall vielen Dank.

public reclamations
00
22.3.2010, 20:03
die chance länger & friedlicher zu leben?

nehmen Sie sich zeit und schauen Sie sich die menschen an, die jetzt mit den ersten sonnentagen des jahres ihre feierabende oder sonntage im park verbringen. es sind sehr viele, sehr vielfältige: alte, junge, greise, baybies, viele sprachen, viele kulturen, frauen, männer, seiltänzer, faule, eitle, arme und viell. auch einige reichere. und (fast) alle sind sehr friedfertig. - in dieser relation - machen die geschätzten 1 od. 2000qm am augartenspitz mit 12 od. mehr bäumen einen grossen unterschied. denken Sie an kinder od. gebrechliche für die der nächste eingang unerreichbar ist und an die, die nachts zugang zum grün suchen, zur kinozeit, wenn nur der garten am spitz - ohne eintritt, ohne konsum - offen ist (geschätzt 30 bis 400 pro abend)

Vogel Perspektive
 
00
22.3.2010, 23:20
länger und friedlich leben - ja

1 oder 2 tausend qm sollen für eine veranstaltungshalle verbaut werden. die fläche des augartens beträgt über 500 tausend qm. das sollte auch einmal gesagt werden. und die vielen verschiedenen menschen sollen sich dort natürlich friedlich erhohlen. haben Sie schon einmal über den wert von musik und gesang für ein erfülltes menschenleben nachgedacht? Sie und ich mögen nicht die unmittelbare zielgruppe der Wiener Sängerknaben sein. aber warum stellt man den wienern nicht die frage: "sind sie für ein musikveranstaltungszentrum der Wiener Sängerknaben am augartenspitz? mit u-bahn-anschluss ums eck und der möglichkeit vor oder nach konzertbesuch im augarten zu flanieren. ja oder nein." wer würde ein demokratisches ergebnis wohl akzeptieren?

public reclamations
00
23.3.2010, 14:22

wollen sie nicht verstehen, dass die menschen, die hier leben wesentlich mehr mit einem sommerkino und einem lauschigen biergartl anfangen? für wen ist denn die stadt? warum wollen die sängerknaben nicht eine wirklich moderne veranstaltungshalle im neubaugebiet nordbahnhof? könnte dort nicht für sängerknaben und zukünftige anrainer tatsächlich eine win-win-situation geschaffen werden? meinetwegen ein kinder-kultur-cluster, eine musik-stadt, ein musikalisches kopetenz gartl ... dann könnten sich auch die sängerknaben weiterhin an der charmanten barocken grüne mini-oase mit dem sommerkino erfreuen. so etwas wächst leider nie mehr nach.

Vogel Perspektive
 
00
24.3.2010, 20:55
Aw: wollen sie nicht verstehen?

über Ihre frage hab ich nachgedacht. ich will verstehen, aber ich kann nicht verstehen. warum ist auch klar: ich bin kein anrainer dem bäume vor den fenstern weggeschnitten worden sind. ich bin esistenziell weder mit dem filmarchiv, noch mit dem dortigen sommerkino verbunden ich bin kein ausgesprochener cineast. ich gehe zwar gerne ins kino, aber immer wo anders. ich kann mit der art und weise wie ihr konkurrenzprojekt bekämpft wird nichts anfangen. welches der beiden oder mehreren projekte eher in einen geschichtsträchtigen rahmen oder in ein modernes neubaugebiet passen, das thema möchte ich eigentlich nicht mehr aufgreifen. aber egal. für ihr angagement haben sie meinen respekt - wie das match auch ausgeht - wünsche ich ihnen alles gute.

Zukunftsoptimist
01
19.3.2010, 17:16
Und in welche Richtung

sollte dieser Egoismus gehen? Ist Eintreten für den Rechtsstaat vielleicht auch Egoismus? In gewisser Hinsicht mag das stimmen, jeder einzelne von uns ist ja ein Teil dieses Rechtsstaates. Insofern ist jeder, der dafür eintritt, ein Egoist. Millionenfach mehr allerdings ist er auch Altruist.

Vogel Perspektive
 
00
20.3.2010, 00:02
Richtung des Egoismus

1. man kann sich des Gefühls kaum erwehren, dass sich eine "ilustre" Gruppe hier eines kleinen Teils des Augartens bemächtigt hat und diesen auch nicht mehr hergeben möchte. Seien sie doch ehrlich, würden sie auch so dafür kämpfen wenn Hinz und Kunz sich dort ebenfalls belustigen würden. Soviel zum Egoismus.
2: über das Eintreten für den Rechtsstaat haben wir vermutlich sehr konträre Standpunkte.
3: Altruismus und Egoismus werden oftmals vermischt. Wer mittels Selbstdarstellung und rücksichtslos fürs Gemeinwohl zu kämpfen meint, ist sicher näher beim Egoismus. Oder meinten sie etwa einen Altruismus im Sinne des kantianischen "Kategorischen Imperativs". In diesem Fall müssten die Besetzer nochmal sehr gründlich in sich gehen und nachdenke

Zukunftsoptimist
00
20.3.2010, 20:55
Gefühle beruhen meist auf Indoktrinierung.

Die sollten wir heraushalten.
Konträre Standpunkte über das Eintreten für den Rechtsstaat sind bedauerlich. Meiner ist ohne Wenn und Aber, auch wenn mitunter Verlockungen sehr groß sind (Stichwort Täterrechte).
Ich verstehe unter Altruismus, wenn jemand ohne persönlichen Vorteil, der über den der Allgemeinheit hinausgeht, für ein Ziel (Rechtsstaat) eintritt, weil es für ein gedeihliches Zusammenleben als unentbehrlich ansieht.
Lesen Sie den Bescheid des BDA, (Grundlage für den Bau) und lesen Sie dazu das DMSgesetz. Wenn Sie dann keine ernsten Bedenken zur Rechtsstaatlichkeit haben, haben wir nicht nur über das Eintreten für den Rechtsstaat, sondern über diesen selbst sehr konträre Standpunkte.

Vogel Perspektive
 
00
21.3.2010, 19:22
Fortsetzung und noch mehr Gefühl

Wer darf sich wann wieviel Gefühl erlauben? Klar - wir Männer uns immer viel weniger als die gefühlvollen Frauen. Schauplatz Augarten am 8.März. Man/Frau brauchte kaum Gefühl um zu erkennen, dass einigen Baum- und anderen Besetzern (männlich) die Sache einen Riesenspaß bereitete. Ganz wie Räuber und Gendarmspiel im Kindergarten. Und wie haben einige Mädls immer reagiert? Emotional! Fallen sich vor dem Augarten beim Ertönen einer Kettensäge weinend in die Arme. "Die Baummörder"!! Gefühle?? Indoktrinierung?? Ohne jeden Anflug von Sarkasmus kann ich ihnen sagen: Die haben mir wirklich leid getan. Weil die haben das ganz sicher ernst gemeint. Dachstühle, Fußböden, Möbel, Kinder-spielzeug, Heizmaterial...... kommt das alles aus der Retorte?

Vogel Perspektive
 
00
21.3.2010, 18:52
Gefühl und/oder Indoktinierung

Vorweg: Welche Interessensgruppe sich im Augarten durchsetzt, ist für mich letztendlich sekundär. Beide Seiten werden den zuständigen Instanzenzug durchwandern und die oberste/n Instanz/en werden entscheiden. Mich interessiert das "WIE". Ich habe erlebt, wie eine vor allem gesprächige Aktivistin stundenlang "Irgendwas" in ein Megaphon geplärrt hat. Mir ist vollkommen klar dass diesen Job nie die Klügsten sondern immer nur die Lautesten ausführen müssen. Aber wer aufmerksam beobachtet hat, wie der Mob blindlings in "Alles" eingestimmt hat, was Lautsprecherisch vorgegeben wurde, dem musste die Gänsehaut über den Rücken laufen. Und mir wurde "gefühlsmäßig" ganz klar: "Wir Menschlein sind sehr kleine und leicht "indoktrinierbare" Geister".

Zukunftsoptimist
00
22.3.2010, 08:51
Ok, Meinungsaustausch klingt besser als Schlagabtausch.

Auch ich begrüße es, wenn nicht mit billigen Pamphleten operiert wird. Unterschiedslose Fragen wie „Welche (Schmier ?) Gelder fließen zu den Besetzern? Geld muss wohl fließen. Irgend ein Geld muss ja auch die Besetzer und ihre Familien ernähren. Vom Zukunftsoptimismus alleine können selbst Leute mit einer derartigen Beschäftigung nicht leben“ aber unterstellt auch jenen, die mit völlig legalen Mitteln nicht nur für den Augarten, sondern auch für das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit (Art. 16 BVG) eintreten, unedle Motive dafür, dass sie ohne viel Aufhebens redlich verdientes Geld dafür opfern und Spenden unter Gleichgesinnten sammeln. Diesem unentgeltlichen Handeln sollte statt Unterstellungen zumindest Respekt gezollt werden, oder?

Vogel Perspektive
 
00
23.3.2010, 00:00
Dummheit kann weh tun

ich bin froh dass sie meine bewusst gesetzte provokation aufgegriffen haben. dummheit kann immer und auf allen seiten verletzend sein. ich kann sie gut verstehen. sie "spielen" ihre rolle optimistisch und ganz sicher auch idealistisch. über jahre oder jahrzehnte? und dann kommt ein ignorant, oder es kommen ständig engstirnige ignoranten auf sie zu und stecken sie in eine ihrer wenigen schubladen.
Nazi, Stalinist, Machtmissbraucher, Zeck, Kapitalist, Schmarotzer, Baummörder, Giftler, Schmiergeldempränger, Tagedieb, Obrigkeitshöriger, Anarcho......usw.
Das zermürbt, frustriert, polarisiert......... und......noch trauriger ist: viele fügen sich diesem diktat irgendwann. für wen sollten sie auch dagegen ankämpfen? außer für sich selber!

Zukunftsoptimist
00
25.3.2010, 18:54
Und warum provozieren Sie?

Was gibt Ihnen das?
Die einzige Dummheit, die mir weh tut, ist meine eigene. Eben deshalb bemühe ich mich, sparsam damit umzugehen.
So zum Beispiel spiele ich keine Rollen, sondern lebe mein Leben als Realität, nicht als Bühne.
Ignoranten können mich weder zermürben, noch frustrieren und polarisieren lass ich mich schon gar nicht, von niemandem. Ich werde mich immer bemühen, objektiv zu bleiben.
Kämpfen sollten wir alle für uns alle, wir sind doch, bei allen konträren Ansichten zu dem oder jenem, eine Gemeinschaft? Natürlich ist darin auch jener Funke Egoismus enthalten, der ein zoon politikon zu einem solchen macht. Aber das ist wohl nicht das, was Sie unter Egoismus gemeint haben...

Vogel Perspektive
 
00
27.3.2010, 22:38
warum habe ich provoziert!

so wie sie mir bei unserem gedankenaustausch die chance gegeben haben, aus ihrer perspektive zu sehen, so habe ich ihnen u.a. mittels eine provokation das umgekehrte ermöglicht. und zwar aus dem grund, weil sie aktivisten verteidigen, die ebenfalls mit vorurteilen und vorverurteilungen arbeiten. sie verteidigen aktivisten, die mit holzstangen auf eine motorsäge schlagen, mit welcher von einem forstarbeiter in großer höhe gearbeitet wird. die nach einem polizeieinsatz medienwirksam eine herzattake vortäuschen, beim abtransport mit der rettung das victory-(sieges)zeichen zeigen und abends wieder bei der besetzung zu sehen sind. usw. ist alles gute PR, das wissen wir beide. warum haben sie das recht mit samthanschuhen angefasst zu werden?

Zukunftsoptimist
00
28.3.2010, 10:19
Wo im Ostblock

haben Sie Dialektik gelernt? Ich tippe mal auf die DDR, nur so halt. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, Aktivisten verteidigt zu haben, die mit Vorurteilen und Vorverurteilungen arbeiten. Ich habe gepostet: "..."dass alle Argumente der Aktivisten"....
...lässt entweder auf totale Desinformation schließen oder aber auf große Oberflächlichkeit der Beurteilung. Die Freunde des Augartens sind nicht "die Aktivisten" ". Wer zwischen einer Bürgerinitiative, die mit legalen und legitimen Mitteln um den Rechtsstaat kämpft von anderen nicht unterscheiden kann oder will, provoziert tatsächlich, aber vermutlich anders, als Sie es (jetzt) meinen. Bürgerinitiativen mit polit. Parteien in einen Topf zu werfen und so abzustempeln, ist schlechter Stil.

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