
Schönborn hatte verlautbart, dass Barbara Rosenkranz für ihn persönlich nicht wählbar sei. Prompt kam die Retourkutsche der FPÖ.
Wien - Mit einem offenen Brief hat der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer am Dienstag auf Kritik von Kardinal Christoph Schönborn an der blauen Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz reagiert. Die Wortwahl in dem Schreiben ist ausgesprochen deftig.
"Warme Brüder, Klosterschwuchteln, Kinderschänder"
"Als Katholik halte ich Ihre Einmischung in den angehenden Bundespräsidentenwahlkampf nicht nur für unzulässig sondern auch für peinlich und beschämend", heißt es in dem Brief. Weiters schreibt Königshofer: "Gerade jetzt, wo unzählige Mißbrauchsfälle (sic!) innerhalb der katholischen Kirche an das Tageslicht kommen, sollten Sie sich besser um ihre 'warmen Brüder', Klosterschwuchteln und Kinderschänder kümmern, statt eine 10-fache Mutter verbal anzugreifen, die ihre Kinder behütet, beschützt und zu anständigen Menschen erzogen hat."
Königshofer bestätigte die Echtheit der E-Mail. Der Mandatar verteidigte auch später seine Ausdrucksweise: "Sonst schreibt's ja nichts darüber. Man meint es nicht so deftig, aber er (Schönborn, Anm.) soll sich ein bissl zurückhalten und über Dinge in seinem Bereich nachdenken und sich nicht dort einmischen." Schließlich gebe es eine Trennung zwischen Kirche und Staat, begründete das Königshofer. FPÖ-Generalsekretär Kickl pfiff Königshofer daraufhin in einer Aussendung zurück: Er habe sich völlig im Ton vergriffen, Kritik an innerkirchlichen Vorgängen sei allerdings in Ordnung.
Königshofer fiel schon öfter mit Deftigem auf
Kardinal Schönborn hatte sich am Freitag von Rosenkranz distanziert. "Wenn sich jemand für ein hohes Amt in diesem Land bewirbt und in der Frage des NS-Verbotsgesetzes oder in der Frage der Shoah einen Spielraum offen lässt, dann ist so jemand für mich persönlich nicht wählbar", hatte er bei einer Pressekonferenz erklärt.
Königshofer ist bereits bekannt dafür, dass er sich bei seiner Wortwahl nicht unbedingt zurückhält. So hatte er Anfang des Jahres den grünen Landtagsabgeordneten Gebi Mair in einem Internetposting als "Landtagsschwuchtel" bezeichnet.
Faymann über FPÖ-Wortwahl entsetzt
Rückendeckung erhielt Schönborn am Dienstag sogar von Bundeskanzler Werner Faymann. Der SPÖ-Obmann zeigte sich am Dienstag "entsetzt" über die Wortwahl Königshofers. "Es ist beschämend, dass sich ein Mitglied einer demokratisch gewählten Partei und Abgeordneter des Nationalrats in einer derartig menschenverachtenden Diktion öffentlich äußert", erklärte Faymann in einer Aussendung.
Am Dienstagnachmittag verurteilten auch der Zweite Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer (ÖVP) und die niederösterreichische Grüne Madeleine Petrovic den Königshofer-Brief mit deutlichen Worten. Selbst der Tiroler FP-Obmann Gerald Hauser äußerte sich kritisch zu der verbalen Attacke seine Landsmannes und Parteifreundes. Königshofers Ton gefalle ihm "schon länger nicht mehr", sagte Hauser. (APA/red, derStandard.at)
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In diesem Artikel wird ja kräftig schmutzige Wäsche gewaschen. Aber ich finde dass sich auch zwischen der Kirche und der rechten Zene immer größere Gräben auftun. Die Kirche ist in der heutigen Zeit eine Vereingung die sich benimmt wie ein kleines Blat im Wasser eines großen Stromes. Sollte dies die Antwort der Kirche auf das Prinzip der Demokratie sein. Nein schikt diese gläubigen lieber zu mir. hier haben die Menschen alle Freiheiten von denen die katoliken nur träumen können.
Die FPÖ soll sich in den eigenen Reihen um die Kriminellen und die Leute, die sich wegen NS-Wiederbetätigung schuldig gemacht haben und machen, kümmern, und diese den Gerichten überantworten, anstatt sich bei der Kirche einzumischen oder gar das Kreuz als Wahlwerbeträger zu missbrauchen.
bäh fpö (mochte ich nie), Aber: ein jeder darf sich in die demokratie einmischen,
schon gar in die kath. kirche (umso mehr, solange sie staatsgelder beansprucht!), klar darf man sich einmischen, ich bin absolut für die Einmischung! Schon Karl Valentin hat gesagt: Ich mische mich in die Nichteinmischung mitten hinein!
Und die Grünen sind für mich ab sofort auch unwählbar! Haben sie sich je zu der Cohn-Bendit-Vergagenheit geäußert? Haben sie sich je klar (KLAR!) gegen Kindesmissbrauch ausgesprochen!?
Die Demokratie ist eine verhinderte Anarchie. Gott hat den Menschen so geschaffen das er eigentlich in der Anarchie am besten Leben könnte. Die Gesetze nach denen der Mensch leben sollte sind ihm von Gott direkt in die Seele und das Gewissen geschrieen worden. Auch gibt es nur einen wahren Richter dies ist und bleibt Gott. Doch ich spreche hier nicht von dem Gott den sich die katholische Kirche zugelget hat. Nein Ich spreche von einem Abstrakten Begriff etwas was ich nur Gott nenne damit es einen Namen hat. Ich spreche vom Beginn der Welt und dem erhalt der Welt. Ihr sprecht vielleicht von dem UrKnall und den NaturGesetzen aber dies nenne ich mit dem Oerbegriff Gott.
Diese ganzen Äußerungen ala Winter, Königshofer, etc... dienen doch nur als Ablenkung von den Heerscharen verurteilter FP Politiker und jenen die gerade ein Verfahren anhängig haben.
ich bin mir nicht sicher, aber außer Mord- und Totschlag ist schon fast jedes Verbrechen irgendwo in der FP einmal gerichtlich behandelt worden.
Ein Partei von Homosexuellen beschimpft eine Organisation von Homosexuellen wegen deren Homosexualität...
Ich finde es zwar ziemlich häßlich, jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung zu kritisieren (Kindesmissbrauch natürlich ausgeschlossen!) aber solange hier diese beiden aufenander losgehen, soll es mir recht sein.
Wenn ich sie mal darauf hinweisen darf, dass wie gesagt vor etwa 2000 Jahren auch die Opferung von Kindern zu ehren der Götter normall gewesen sind. Was ich meine Ist dass die Vergangenheit keine Entschuldigung für die Zukunft ist. Oder legementieren die Kreutzüge etwa den Jihad. Nein die Vergangenheit ist keine Entschuldigung für die Zukunft.
http://www.oe-journal.at/Aktuelles... 7-34Lt.pdf
wenn hier wer etwas weiss, dann bekommt er/sie automatsch rote Stricherln?
Ihr solltet doch dankbar sein, wenn Euch mal jemand hilft, Euch nicht ständig zu blamieren.
Der nationale Haufen hinter Steger war aber gar nicht ohne. Man hört, dass Harald Ofner heute noch gerne Kriegsverbrecher vor Gericht verteidigt. Und dann war da noch der Verteidigungsminister Frischenschlager. Als sich der italienische Staat bei der Auslieferung des Kriegsverbrechers Reder wünschte, dass er an der Grenze von österr. Behörden übernommen wird, da fuhr der Friedhelm F. selber hin und schüttelte dem die Hand. Es dauerte eine knappe Woche bis der große Koalitionspartner SP daran etwas Verwerfliches fand.
Als Haider die FP damals quasi putschartig übernahm, hatte der Haufen wieder genau den Chef, den er verdiente. Binnen Stunden fiel der liberale Lack ab.
kreiskys minderheitsregierung wurde von der fpö, mit friedrich peter, gestützt.
peter wurde als kriegsverbrecher verdächtigt, aber natürlich hat er nichts gewusst, und war beim nicht gewussten selbstverständlich auch nicht beteiligt, nicht mal sein pferd.
...aber das ist nicht der punkt.
der punkt ist eine minderheitsregierung von ss-gnaden bei kreisky und eine kanzlerschaft von rechtsextremen ns-nostalgikers gnaden bei schuessel.
und: hass? wo haben s' denn das her?
sie sollten nicht immer alles durch die verliebte parteibrille betrachten, die alles verklaert.
und das sag' ich ihnen als schwarzer.
Das kann man mit Machtgewinn rechtfertigen. Der ist in der Politi k ja nicht verwerflich. Kreisky hat diesen Machtgewinn dann ja in eine ganze Reihe Reformen gegossen.
Schlimmer war, dass die 5%-Partei FP, der sogar ich als fernsehendes Kind anmerkte, dass die irgendwie komisch sind, im Gegenzug von Kreisky ein minderheitenfreundlicheres Wahlrecht bekam. Die waren die meiste Zeit knapp dran, an der Prozenthürde zu scheitern und aus dem Parlament zu fliegen. Man konnte damals nicht wissen, dass es einen Haider geben wird. Das entschuldigt aber diesen Kardinalfehler Kreiskys nicht wirklich.
Eine nette "Was-wäre-wenn"-Vorstellung: Was wäre uns erspart geblieben, hätte man diese FP zuerst einmal untergehen lassen.
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