Folge von Erdbeben in Chile

Stadt Concepcion um drei Meter verschoben

09. März 2010 06:45

Knapp 500 Todesopfer inzwischen identifiziert

Chicago - Durch das Erdbeben in Chile ist nach einer Studie die gesamte Stadt Concepcion um drei Meter verrückt worden. Die zweitgrößte Stadt des Landes befinde sich nach dem Beben vom 27. Februar 3,04 Meter weiter westlich als vorher, befand eine Untersuchung von chilenischen und US-Wissenschaftlern, welche die Universität von Ohio am Montag (Ortszeit) veröffentlichte. Demnach verschob sich auch die Hauptstadt Santiago de Chile leicht, nämlich um knapp 28 Zentimeter ebenfalls nach Westen.

Nach neuen Angaben vom Montag wurden inzwischen 497 Todesopfer identifiziert. Das teilte der chilenische Vize-Innenminister Patricio Rosende mit. Zeitweise hatten die Behörden sogar von mehr als 800 Toten gesprochen. Es ist aber auch damit zu rechnen, dass noch Dutzende Leichen geborgen werden.

Das Erdbeben der Stärke 8,8 war eines der schwersten seit Beginn der Messungen. Hunderte Nachbeben erschütterten das Land, manche davon erreichten eine Stärke von 6,0. Sogar in manchen Nachbarländern waren die Erdstöße zu spüren: Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires verschob sich den Angaben zufolge vier Zentimeter nach Westen. (APA/AFP)

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15 Postings
metacomet
09.03.2010 19:18
die bezeichnung "verschob sich um drei meter"

ist doch sehr, sehr simpel formuliert.

die maßeinheit müsste doch richtigerweise in bogensekunden (1"), im bestenfall in bogenminuten (1') angegeben werden.

139389
16.03.2010 17:19

Ich gratuliere Ihnen! Damit haben Sie den Preis des wohl unsinnigsten Postings gewonnen.

Fabian Gruber
09.03.2010 22:36

schon mal was von "projektion" gehört ? und natürlich weiss jeder was auf diesem breitengrad eine bogensekunde ist

theEdge
 
09.03.2010 14:07
Katastrophe für die Navigationssysteme

(sofern Kartenmaterial vorhanden)

verleih nix
09.03.2010 16:06

ja, das ist sicher das größte problem für die bewohner von concepcion. tausende benutzer des spurassistenten fallen seither von brücken, ins meer...

anton-aus-tyrol
 
09.03.2010 09:12
Go West!

Nebentext
 
09.03.2010 08:20
Andengipfel

Interessant wäre, wie viel die Andengipfel gewachsen sind. Wenn sich der Kontinent im Osten und 4 cm verschiebt, im Osten aber um bis zu 300 cm, muss die Differenz irgendwo absorbiert worden sein.

Michael Bakunin
09.03.2010 09:31
wieso gewachsen?

wenn überhaupt, dann sind sie geschrumpft. denn Concepcion liegt westlich der anden. wenn sich Concepcion um 3 meter weiter nach westen verschiebt und die anden gleich bleiben, dann können sie nur niedriger werden. auch Santiago de Chile liegt übrigens westlich der anden.

Cuca Racha
 
09.03.2010 13:20
Abgesehen vom aktuellen Erdbeben,

ich bilde mir ein, dort gehört zu haben, dass die mittleren und nördlichen Anden jährlich um ein paar cm wachsen.
Man kann übrigens auch als geologischer Laie einige der "Bruchstellen" sehen: der Colque-Canyon nahe Arequipa ist bes. spektakulärer Teil der Subduktionszone. Ein deutlich sichtbarer Riss läuft auch mitten durch die Chuquicamata-Mine (zwischen Antofagasta und S. Pedro de Atacama), derzeit i.w. ruhig (d.h. bis auf gelegentliche "tremores", für deren Fall der Besucher instruiert wird, weil sie offenbar immerhin stark genug sind, um zur Instabilität des Innenhanges der Mine führen zu können), erdgeschichtlich für die lokale Mineralisation verantwortlich.
Sehr interessant, finde ich !

el locombiano
09.03.2010 08:30

ihrer Argumentation folgend müssten sich das land dazwischen auseinandergezogen haben und somit eher abgesunken sein

kann aber auch sein, dass ich mich irre

BeachBuddy
09.03.2010 08:28

also wo ist jetzt Osten und wo Westen?? ;))

Nebentext
 
09.03.2010 09:15

Lesen vor Posten sollte ich ;-)

Das 2. Osten sollte Westen heißen. Die 3 m waren im Westen

Deep Sky
09.03.2010 09:45

Trotzdem wurde Concepcion 3 Meter weg von den Anden verschoben.

Daher müssten die Anden eigentlich an Höhe verloren haben.

cu

ganz weit weg
12.03.2010 19:26

und chile um etliche km2 gewachsen sein ...

und spass beiseite, es gibt viele landkarten (v.a. 50.000:1 und detallierter) die jetzt neu aufgelegt werden muessen, das hat das staatliche kartenbuero schon verlautbart

Hugh G. Rection
09.03.2010 13:04
vielleicht hat's

auch soviel von unten raufgedrückt, dass sowohl die Anden gewachsen und Concepcion von ihnen weggedrückt wurde ;)

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