St. Peter

Salzburger Erzabt bietet Rücktritt an

8. März 2010, 22:31

Missbrauchsopfer wandte sich an Ombudsmann

Salzburg - Der Salzburger Erzabt Bruno B. hat wegen sexuellen Missbrauchs vor 40 Jahren an einen damals Minderjährigen dem zuständigen Ordensoberen seinen Rücktritt angeboten. Unmittelbar nach der Tat habe sich B. bei dem Betroffenen aufrichtig entschuldigt. Er bedauere auch heute noch diesen Vorfall aufs Tiefste und bitte um Verzeihung, hieß es in einer Pressemitteilung am späten Montagnachmittag.

Zum Zeitpunkt der Tat war B. 24 Jahre alt und noch nicht Priester. Seit diesem bedauerlichen Ereignis und in seiner ganzen seelsorgerischen Tätigkeit habe es von ihm keinen einzigen Vorfall dieser Art weder an dem Betroffenen, noch an anderen Personen gegeben, unterstrich der Geistliche.

Erzbischof informiert

Nach der Wahl von B. zum Erzabt von St. Peter wandte sich der Betroffene im Herbst 2009 über einen Ombudsmann an denselben. In einem Gespräch am 22. November 2009 in Wien, bei dem auch der Ombudsmann und eine weitere Vertrauensperson des Betroffenen anwesend waren, habe der erneut den Betroffenen um Verzeihung für das vor über 40 Jahren Geschehene gebeten und seine aufrichtige Reue zum Ausdruck gebracht, hieß es in der Aussendung. Der Erzabt habe über diesen Vorfall unter anderem Erzbischof Alois Kothgasser informiert.

Wie berichtet, hat die römisch-katholische Kirche in Österreich nach Bekanntwerden jüngster Missbrauchsfälle bereits erste Konsequenzen gezogen. Bei der Frühlingsvollversammlung in St. Pölten wurde von der Bischofskonferenz eine österreichweit einheitliche Regelung in Auftrag gegeben, berichtete Kardinal Christoph Schönborn. Eine Projektgruppe soll dazu bis zum Sommer Vorschläge erarbeiten.

Im Zuge von Berichten über hunderte Missbrauchsfälle in Deutschland wurde bekannt, dass im Vorjahr in Österreich 17 Missbrauchsfällen an katholischen Schulen oder Pfarren in Österreich nachgegangen wurde. Laut dem Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, gab es 2009 in der Erzdiözese Wien acht Fälle, in den Diözesen Graz, St. Pölten und Innsbruck jeweils zwei, in Linz, Salzburg und Eisenstadt jeweils einen Fall. (red, DER STANDARD, Printausgabe 9.3.2010)

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Posting 1 bis 25 von 54
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Ich bin der Meinung...
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Wieso bietet so jemand seinen Rücktritt an?

Warum ist der Typ nicht schon längst weg und ggf. in U-Haft?

jos
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Ich hoffe nur, daß das Schweigegeld nicht aus dem Krichenbeitrag gekommen wäre.

XxXDaMieNXxX
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16.3.2010, 02:48

aus was denn sonst? oder glaubst bekommen die kirchenoberhäupte die lohnzettel von gott???

princeps legibus solutus
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der wirkliche skandal ist,

dass der bischof davon kenntnis hatte und nichts unternahm, um den aufstieg dieses herrn in eine leitungsposition zu verhindern

abalada
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Sowohl das Opfer als auch Michael T. - der den Fall gegen den Willen des Opfers and die Öffentlichkeit brachte - sagen, dass der Bischof im Herbst 2009 von ihnen informiert wurde.
Die Wahl des Erzabtes war im April 2009. Wenn dann müssen sich eher die fragen, die ihn gewählt haben. Die kennen ihn auch besser/länger als der Bischof. Letzter hat auf so eine Wahl ohnehin keine direkte Einflussmöglichkeiten.

frei raum
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Hunderte "Einzelfälle"...

da gibts nur eines: unverzüglichen austritt aus dieser "kirche". das ist offensichtlich das einzige signal, das verstanden wird und eventuell zu einem umdenken führt. strafrechtlich ist idR nichts mehr zu holen: verjährt!

BogumirOrjoltschaschtsch
 
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Fällts Euch allen auch auf wie unheimlich laut der Kardinal Schönborn schweigt!?

der wahre Hagen von Tronje
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Gibt es eigentlich einen Priester....

... oder kennt jemand hier einen Priester, oder kennt einer hier einen, der einen Priester kennt, der sich noch keines einzigen sexuellen Übergriffs schuldig gemacht hat ?

Kubi80
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versteh ich das richtig?

2009 wurde der bischof informiert, alle zuständigen wussten bescheid und der pfaff durfte weiter sein amt ausüben?

und JETZT, wo es publik wurde, tut er auf gutherzig und bietet voller demut seinen rücktritt an?

was passiert ausserdem mit dem bischof, der es wusste aber nicht handelte?

so ein perversenverein.....

Dr. Seltsam
 
33

Ich frage mich warum diese Leute nicht sofort laiziert und exkommuniziert werden.

Der Herr Erzabt kann das nicht einmal seiner Uhrstrumpftante erzählen, dass das der einzige Missbrauchsfall war. Immerhin steht er eine Kloster vor, in dem es wohl systematisch zu Missbrauchsvorfällen gekommen ist.

cipf
 
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Weil es eine "lässliche" Sünde ist - der Sündiger hat gebeichtet und bereut.
Damit ist die Sache vergeben und - so hoffen viele - auch vergessen.
Deshalb.
Die Kirche hat hier keine Selbstreinigungskraft. Kann sie auch nicht haben. Aus dem Selbstverständnis heraus. (ohne das jetzt verteidigen zu wollen - nur zur Aufklärung).

Joe_Chip
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ist "rücktritt anbieten"

eine Garantie für einen Freispruch? Darf man das auch auf andere Sachen umlegen?

Jeder der diesem Verein auch noch einen Euro (Kirchenbeitrag) zahlt, macht sich mitschuldig!

sir osis of liver
 
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das funktioniert ungefähr so wie "eine eidesstattliche erklärung abgeben"

madman
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umlegen ist auch ein gedanke

mapsy
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"bietet Rücktritt an"....wie edel.
Eingesperrt gehört er...so wie viele seiner Kollegen ebenfalls. Die Katholische Kirche war und ist für mich einer der gefährlichsten und gruseligsten Vereine überhaupt... Ekelhaft

Auch ich poste jetzt anonym
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"gruselig" ist ziemlich treffend.

anton-aus-tyrol
 
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einmaliger Vorfall

und wenn schon, das war mehr als einer zu viel!!!!

Rücktritt angeboten ist gut, sollte doch mehr als nur ein Angebot sein!

Ich bin nur ein Laie, aber wie steht es um die Verjährung?

Kampfsau
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Fast anonymer Pädophilie-Club

Ist wieder einer unfreiwillig aus dem Lügensumpf herausgekommen.
Und die katholische Kirche legt wieder schützend den Arm auf Ihn und legt ihm den Rücktritt nahe? Im den Rücktritt nahe legen! Hallo?
Nasses Handtuch oder etwas härteres und hinausjagen sollte man solche Schweine.

Deep Sky
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Dutzende Fälle in den Diözesen Wien, Graz, St. Pölten, Innsbruck, Linz, Salzburg, Eisenstadt ...

Flächendeckend könnte man sagen.

Mir ist übel.

Red Cloud
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warum überrascht mich die ganze sache nicht wirklich?

ich denke, wir sehen hier immer noch nur die spitze eines eisberges. wenn ich an ein beichterlebnis in meiner jugend denke - mit einem widerlichen, alten, schnaufenden kuttenträger, der gaaaaanz genau wissen wollte, wie das denn abgelaufen ist mit der "unkeuschheit" (alles andere hat ihn nicht interessiert). zum spei*en, ich bin seither nicht mehr beichten gegangen. dabei war das ja noch relativ harmlos im vergleich zu den dingen, die sich offensichtlich standarmässig hinter klosterschulmauern abspielen.

puwit
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entschuldigung rote farbe ausgegangen komme gleich bin farbe kaufen gegangen gehts noch

Fetz Pepi
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unverständlich

ich verstehe nicht warum man so ein Erzabtsamt noch antritt wenn man so etwas in der Vergangenheit hat.

Red Cloud
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vielleicht weil er gedacht hat - wie es ja bisher immer abgelaufen ist - dass es eh nicht herauskommt oder die kirche ihre schützende hand über ihn hält?

Michael Tfirst
 
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Wie es überhaupt zu dem Rücktritt des Erzabtes von St. Peter kam:

Am 12.9.2009 veröffentlichte ich den Text "Klostersturm" auf meiner Homepage und ich verschickte diesen Text zugleich auch als E-Mail an Entscheidungsträger und Medien in Österreich: Hier ist der nächste große Kirchenskandal in Österreich und ich nenne ihn „Klostersturm“.

Der ganze Text „Klostersturm“ ist auf meiner Homepage nachzulesen (siehe Link):


http://michaeltfirst.blogspot.com/2009/08/k... groer.html


MfG
Michael Tfirst

http://michaeltfirst.blogspot.com/





Michael Holzermayr2
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Der Bann ist nun auch in St.Peter gebrochen.

Wieviele Fälle werden es dort werden?

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