Neue Struktur verzögert sich weiter

08. März 2010 18:59

Öffentliche Hand soll Ausfallshaftung übernehmen

Salzburg - Für die einen ist es eine "Husch-Pfusch-Aktion" , für die anderen eine "vernünftige Lösung" : Die rot-schwarze Mehrheit im Salzburger Stadtsenat wollte am Montagnachmittag eigentlich der geplanten Neuorganisation der skandalgeschüttelten Osterfestspiele zustimmen. Die grüne Bürgerliste und die FPÖ hatten das kritisiert. Auf Antrag der Bürgerliste gibt es nun noch zwei Wochen Bedenkzeit vor einem neuerlichen Anlauf. An den Verträgen müsse noch gearbeitet werden, hieß es nach der Sitzung.

Fünf Gesellschafter

Neben der Stadt hätten sich das Land Salzburg, die SalzburgerLand Tourismus GmbH, die Karajan-Stiftung und der Fördererverein zu je einem Fünftel an der Gesellschaft beteiligen sollen. Darauf hatten sich Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) und der für den Tourismus ressortzuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) am Freitag geeinigt, nachdem Wirtschaftskammerpräsident Julius Schmalz (ÖVP) die zuerst geplante Beteiligung des Tourismusförderungsfonds wiederholt abgelehnt hatte. Die Salzburger Wirtschaftskammer ist einer der Eigentümer des Fonds.

An einer Ausfallshaftung für die Verluste der Osterfestspiele in Höhe von einer Million Euro im Jahr hätte sich der Tourismusförderungsfonds sehr wohl beteiligen sollen. Er würde nach dem von Schaden und Haslauer vereinbarten Plan ein Drittel der Haftung übernehmen, jeweils ein weiteres Drittel würden Stadt und Land zahlen. Die Haftung soll nur schlagend werden, wenn der Verlust der Osterfestspiel GmbH den Gewinn des Förderervereins übersteigt. Bisher hatte die öffentliche Hand den Osterfestspielen insgesamt nur 278.000 Euro Subvention jährlich gewährt.

In der alten Konstruktion lagen 98 Prozent der Anteile an der Osterfestspiel GmbH in den Händen der Karajan-Stiftung. Zwei Prozent gehörten einem Salzburger Rechtsanwalt. (Markus Peherstorfer, DER STANDARD/Printausgabe, 09.03.2010)

Caroline Schmelz
08.03.2010 20:14
weshalb begreift man nicht einfach,

dass das ganze mit den wesentlich opernkundigeren wienern besser und billiger ginge? weshalb muss man ein orchester und seinen britischen chef, die das festival gemeinsam hinuntergefahren haben und immerhin im vorstand gesessen sind, ohne sich um die fladereien zu kümmern, noch mit einer million mästen? das ist dummes, kunstfernes namedropping, betrieben von polit-parvenus.

stimme zu
09.03.2010 09:54
weil die wiener österreichischer alltag sind...

... und weil die Berliner eben deshalb das Besondere darstellen. Die Berliner sind auch besser:

1. Concertgebouw, Amsterdam
2. Berliner Philharmoniker
3. Wiener Philhamoniker
4. London Symphonie Orchestra
5. Chicago Symphonie Orchestra
6. Symphonieorchester Bayerischer Rundfunk
7. Cleveland Orchestra (das von Franz-Welser Möst geleitet wird/wurde)

Schon interessant daß Welser-Möst nicht mal das Niveau des Bayerischen Rundfunks erreicht.

http://www.welt.de/kultur/ar... -Welt.html

Caroline Schmelz
09.03.2010 20:29
glauben sie eigentlch alles,

was sie so lesen? das ist das sprichwörtlich alberne gramophone-ranking, wo das budapest festival orchestra und das wahrhaft unauffällige london smyphony im spitzenfeld rangieren. vom bayrischen RSO unter jansons, das ganz weit vorn an der weltspitze spielt, hamma auch noch nichts gehört? nur ein vorurteil, weil es was mit rundfunk zu tun hat? und cleveland als siebtbestes orchester der welt,vor new york, philadelphia, boston, los angeles ... das wichtigste ist posten, auch wenn es mit der sachkunde durchwachsen aussieht.

Hu Ha Jetzt wirds haß
 
09.03.2010 14:31
Aha...

...und Sie halten sich auch an Rankings wie "Die 100 wichtigsten Österreicher" fest? Man darf nicht vergessen, auf welche Weise solche Reihungen entstehen - alles eine Sache des Geschmacks. Wird auch innovative Programmierung miteinbezogen? Medienaktivitäten? Weil Klang...hmmm...also wer klingt denn nun objektiv wirklich besser?

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