"The Hurt Locker"

Keiner hat mehr den Überblick

08. März 2010 16:46
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    Rettende Distanz zur tödlichen Explosion suchen: US-Bombenentschärfer im Kathryn Bigelows "The Hurt Locker"

Sieger der Academy Awards - US-Regisseurin Kathryn Bigelow hat mit dem beeindruckenden Kriegsfilm ein fulminantes Comeback hingelegt

Viele US-Soldaten im Irak sehen in ihren Kampfanzügen aus wie Raumfahrer. Sie tragen so viele Dinge am Leib und sind in den Uniformen so versteckt, als müssten sie sich gegen vergiftete Luft oder unmenschliche Außentemperaturen wehren. Doch in erster Linie sind es die Blicke der feindseligen einheimischen Bevölkerung, gegen die es sich zu schützen gilt: "We got a lotta eyes on us" , viele Augen sind auf uns gerichtet, sagt einer der Soldaten, die im Zentrum von The Hurt Locker stehen.

Es geht um eine kleine Spezialeinheit, deren Aufgabe es ist, Bomben zu entschärfen. Im Jahr 2004 sah es im Irak noch ganz anders aus als heute, radikal versuchten die "insurgents" , die Aufständischen, die politische Stabilität zu untergraben. Dieses größere Bild setzt The Hurt Locker einfach voraus. Es geht um physisches Überleben unter Extrembedingungen, um die rettende Distanz zur tödlichen Explosion.

Der Spezialist William James (Jeremy Renner) wird einer EOD- (Bombenbeseitigungs)-Truppe zugeteilt. Er ist ein typisches Raubein, ihm eilt ein gewisser Ruf voraus. Seine Kollegen haben mit seinen unorthodoxen und riskanten Methoden große Schwierigkeiten. Sie sind es gewohnt, sich strikt an die Vorschriften zu halten. Und sie denken täglich an die Ziffer, an der ihnen alles gelegen ist: Wie viele Tage noch bis zur "rotation" , zur Rückkehr in die USA?

Für Kathryn Bigelow bedeutet The Hurt Locker eine Art Comeback. Der Film beruht auf einem Drehbuch von Mark Boal (Im Tal von Elah), die Produktionsbedingungen waren die eines unabhängigen Films, aber die ganzen Umstände haben der Sache gut getan: Dies ist einer der besten Kriegsfilme seit langem, selten noch ist das Gefühl körperlicher Exponiertheit in einem undurchschaubaren Konflikt präziser gestaltet worden. (Bert Rebhandl, DER STANDARD/Printausgabe, 09.03.2010)

Ab Freitag OV im Stadtkino

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Daliah
 
09.03.2010 16:31
the difference

zwischen hurt locker und avatar ist, keiner wird sich in 20 oder vielleicht schon 10 jahren an hurt locker erinnern, avatar wird noch immer aktuelle sein so wie star wars / star trek & co.

D.

FrameBody
09.03.2010 09:41
Überbewertet

Der Film ist nicht schlecht, aber hoffnungslos overhyped und für mich auch ohne echte Botschaft. Kein Wunder, dass den kein Kino bei uns gezeigt hat.

johnny123
09.03.2010 15:53

weil der großteil solche tollen cineasten wie sie sind, wird der film auch nicht gezeigt...

Daliah
 
09.03.2010 16:38
cineasten ..

das hat damit nichts zu tun. die amis lieben es ihre budgets in kriegen zu verballern (fed freut sich) uns eu maxln interessiert es eben nicht dass ein paar arme ranger im irak nicht schlafen koennen weil sie psychische probleme haben. soweit ich informiert bin zwingt niemand 18jährige jungs in den usa zum eintritt in die armee.

bunte
09.03.2010 13:51
manche botschaften

muss man auch sehen wollen ;)

queen of soup
09.03.2010 12:48

brauchen Sie immer filme mit "botschaft"? meines wissens hat die bigelow gesagt, sie will mit dem film eine erfahrung vermitteln, die man eben nur im kino vermitteln kann, nicht durch ein videogame oder eine tv-reportage. und das ist ihr meines erachtens ziemlich präzis gelungen. außerdem

queen of soup
09.03.2010 13:01

hoppala, pardon. also: .. außerdem macht bigelow in dem film etwas, das für einen kriegsfilm sehr ungewöhnlich ist: die us-fahne kommt nicht dauernd mächtig wehend im hintergrund vor, sondern nur zweimal (wenn ich mich recht erinnere) und eher in situationen die mit demütigung zu tun haben.

freeye
09.03.2010 13:33
und?

nur weil er NICHT patriotisch ist, is er automatisch gut?

Sternchen100
09.03.2010 09:27
Militär pro und contra

Und außer die Amis mit ihrem US-Militärfimmel interessiert es auch keinen Menschen.

Man könnte auch sagen, der anti-Militär- und anti-Konzernfilm "Avatar" wurden von den US-Militärfreunden besiegt.

DanijelZX
09.03.2010 08:17
Der Film war einfach nur Langweilig!

2-3 Mal hat er mich vl kurz in den Bann gerissen und vl. 1-2 Lacher aus mir rausgeholt.
Aber Grossteils habe ich damit gekämpft nicht einzuschlafen...sogar Tropic Thunder war ein besserer Actionfilm (auch wenn Komödie)...und schon der war zaach.
Verstehe nicht wie er den Oscar für den besten Film erhalten hat, da es da weitaus bessere Filme gab die nominiert waren.

arno über alles
09.03.2010 07:52
hmm

und genau wegen kommentare wie der untenstehenden hat den film kein verleiher im programm gehabt. da rinnt der geifer schon los, bevor der film überhaupt gesehen bzw. verstanden wurde.

der film zeigt krieg aus der perspektive von unten, ganz unten. da gibt es keine politik, nur deine peers, die aufgabe und kurzes aufflackern von extremer gewalt zwischen langen perioden des nichtstuns. man sieht wie menschen damit umgehen, man sieht was passiert wenn diese heimkommen.

genau, die ganzen spezialisten hier im forum wissen nicht mal, dass auch dies gezeigt wird.

kubrick hat mehr coole one-liner in fmj als dieser film. niemand geht wegen hurt locker in den krieg.

freeye
09.03.2010 13:35
außerdem meint mein vorposter

sicherlichich eher paths of glory, da kubrick fmj nie als antikriegsfilm drehn wollt.

freeye
09.03.2010 13:34
aber wegen fmj schon?

also bitte bigelow mit kubrick zu vergleichen ist eine frechheit.

Sternchen100
09.03.2010 09:29

Klingt nach einem intellektuellen Film für gelangweilte Leute, die nichts Besseres in ihrem Leben zu tun haben.

arno über alles
09.03.2010 19:00

absolut, genau das ist er. schau ihn dir bitte nicht an.

Lionel Mandrake
09.03.2010 05:15
private "joker" you don´t scare me! work on it!

sir, yes, sir!

Lionel Mandrake
09.03.2010 04:12

habe den film vor 2 tagen in ny gesehen. war sehr enttäuscht.

lm

Lionel Mandrake
09.03.2010 04:03

bei "black hawk down" hab ich mich einige tage lang gefragt, ob der film nun ernst oder kritisch gemeint war. letztendlich hatte der film bewirkt, dass tausende kids der army beigetreten sind. die glorifizierung der us-army findet auch hier statt. warum us-soldaten im irak sind wird niemals hinterfragt. es werden andauernd "ieds" entschärft. der film sollte wohl die omni-präsente-angst zeigen. trotzdem ist er schlichtwegs oberflächlich. krieg ist blutiger, brutaler und niemals einseitig! kubrick hat gezeigt, wie man kriegsfilme mit aussage macht. er hat das sinnlose morden auf den punkt gebracht. das erwarte ich von einem kriegsfilm. "the hurt locker" ist weder kritsch noch sonstirgendwas. der alltag im besetzten irak. ok.

lm

Sternchen100
09.03.2010 09:31

Also nicht nur intelektuell-gelangweilt, sondern auch hirnlos.

Ich freue mich hingegen auf die Filme "Precious", der quasi erst durch die Oscar-Leute entdeckt wurde, oder den Film "Victoria" (Queen Victoria).

rocknroll13
09.03.2010 09:23

achja mit den grössten ansturm auf die Us army gab es nach Kubricks- Full metal jacket....ich glaub nur Top Gun hatte noch mehr wirkung...

Lionel Mandrake
09.03.2010 04:57
der alltag im besetzten irak

mehr darf man sich von dem film nicht erwarten. keine us-teenager, die plötzlich zu mördern werden. wenige teenager, die wegen "warum auch immer" sterben müssen. kaum "realität"! dieser film ist viel zu "brav"!!! es gibt keine helden! alle haben dort im wahren leben einfach nur "angst" und das treibt sie in den wahnsinn! dieser film hat einfach nichts mit "krieg" zu tun!

lm

bloody-nine
 
09.03.2010 10:03
der film hat vielleicht

nichts mit dem zu tun was sie sich unter "krieg" vorstellen. deswegen ist aber nicht notwendigerweise der film schlecht. vielleicht liegen ja sie einfach total falsch mit ihren vorstellungen vom krieg.

Peter W1
 
09.03.2010 02:07

Es ist traurig, wenn ein Haufen Ahnungsloser, deren einzige Funktion es ist blind rote Striche zu verteilen und postings zu veröffentlichen die ein intelligenter Mensch nicht einmal im höchsten Fieberwahn verfassen würde wieder nur ein an sich interessantes Forum stören.

Kann die Red nicht langsam ein Mindestalter einführen um mal den unnötigsten Teil dieser Störer loszuwerden?

m3a
08.03.2010 21:19

da kann ich mir "rambo III" reinziehen, der persifliert sich zumindest selber. aber "the hurt locker"? das ist ja ein selbstgefälliger actionfilm. mit krieg hat das gesehene nichts zu tun gehabt - ausser das es für einen seichten möchtegernintellektuellen background sorgt.

james bond filme haben einen realistischen charakter verglichen mit dieser fantasy-story vom dreimann kommando gegen die terroristen.

lundgren, dudikoff, seagal, jcvd, norris, bronson, haben bessere actionfilme gemacht. ich glaub sogar "the rock" hat sehenswerteres gedreht.

sick boy
09.03.2010 09:50
du zählst aber auch die grö0ßten des genres auf....

...sei doch gnädig ;) grün!!!

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