Die umstrittene Vergangenheit des Facebook-Gründers

08. März 2010 16:11

Silicon Alley Insider hat die Anfänge von Mark Zuckerbergs Social Network neu beleuchtet

Die Gründungsgeschichte einer der beliebtesten Websites ist von zahlreichen Gerüchten umrankt. Mark Zuckerberg gründete Facebook im Februar 2004 als Netzwerkseite für den Campus der US-Elite-Universität Harvard. Ob Zuckerberg selbst auf die Idee kam, oder sie von Kollegen "abschaute", beschäftigte später ein Gericht. Den ehemaligen Kommilitonen Zuckerbergs soll Facebook 65 Millionen US-Dollar in einer außergerichtlichen Einigung gezahlt haben. Bis heute sind aber mehrere Details ungeklärt.

Aufklärung

Silicon Alley Insider hat nun jahrelang gesammelte Informationen aus Recherchen und Interviews zusammengetragen, um die Gerüchte um die Gründungsgeschichte neu zu beleuchten. Dabei sind einige neue Informationen ans Tageslicht gelangt, die nicht unbedingt ein gutes Licht auf den mittlerweile 25-Jährigen werfen.

Verletzung der Privatsphäre

Bevor Zuckerberg Facebook gründete, machte er sich mit der "Hot or not"-Seite Facemash bereits einen Namen in Harvard: Zum einen, weil sich die Seite als Hit entpuppte, zum anderen aufgrund der Verletzung der Privatsphäre und des Urheberechts mehrere Studenten. Für die Seite, über die Nutzer die Attraktivität anderer Personen bewerten konnten, habe Zuckerberg ungefragt Fotos von Websites seiner Kollegen kopiert. Auch darüber, ob jene Personen überhaupt bewertet werden wollten, soll der gebürtige New Yorker keine Zustimmung eingeholt haben. Die Geschichte habe ihn vor den Disziplinarausschuss der Uni gebracht.

Ideenklau?

Die Idee für Facebook soll Zuckerberg von den Harvard Studenten Cameron und Tyler Winkelvoss und deren Freund Divya Narendra abgeschaut haben, die mit ursprünglich HarvardConnection (später ConnectU) eine Dating-Seite aufziehen wollten. Die drei engagierten Zuckerberg als Programmierer für ihre Seite, einen schriftlichen Vertrag habe es allerdings nicht gegeben. Die Übereinkünfte zwischen den Studenten seien jedoch nicht über das Level eines "Studentenzimmer-Tratsches" hinausgegangen, hieß es später vor Gericht. Die Infos von Silicon Alley Insider legen nahe, dass Zuckerberg bereits wenige Tage nach dem Auftrag beschlossen haben soll, seine eigene Seite zu entwickeln. Die Autoren präsentieren dazu mehrere Auszüge aus Chats und E-Mails. Daraus gehe hervor, dass Zuckerberg die beiden Projekte als getrennt voneinander behandelt habe, die Zielgruppe jedoch die gleiche gewesen sei.

Schwere Vorwürfe

Die Vorwürfe des Ideendiebstahls sind jedoch noch die harmlosesten in den Aufdeckungen von Silicon Alley Insider. Aufgrund der Recherchen der Harvard-Studenten-Zeitung The Crimson soll sich Zuckerberg in die E-Mail-Accounts zweier Crimson-Redakteuren gehackt haben, um herauszufinden was sie über ihn veröffentlichen wollten. Gegenüber einem Freund soll Zuckerberg erklärt haben, wie er mithilfe der Facebook-Log-Files die Logins und Passwörter der Crimson-Mitarbeiter herausgefunden habe. Auch wollen die Autoren Informationen darüber haben, dass sich Zuckerberg 2004 in das rivalisierende Netzwerk ConnectU gehackt habe. Dabei soll er Änderungen bei mehreren Nutzerprofilen vorgenommen haben. Auch soll er ein gefälschtes Profil von Cameron Winklevoss angelegt haben.

Kein Kommentar

Facebook wollte die Vorwürfe von "verärgerten Parteien und anonymen Quellen" nicht kommentieren, die darauf aus wären die Gründungsgeschichte des Unternehmens neu zu schreiben und Mark Zuckerberg zu blamieren. Zuckerberg habe Havard vor über sechs Jahren verlassen und Facebook von einer kleinen Kollege-Website zu einem globalen Service ausgebaut, der mittlerweile eine wichtige Rolle für über 400 Millionen Menschen spiele. Ob die Anschuldigungen stimmen, ist kaum nachzuprüfen, da die Autoren vermutlich auch mit vielen Personen gesprochen haben, die Zuckerberg tatsächlich etwas anhängen wollten. 65 Millionen Dollar seien jedoch eine enorme Summe für die Idee einer einfachen Dating-Seite, merken die Autoren an. Facebooks Gründungsgeschichte haftet damit weiterhin ein schaler Beigeschmack an. (red)

 

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Posting 1 bis 25 von 162
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Piratenpartei
17.05.2010 14:52
einen guten überblick über facebook

gibt dieses kurze video:
http://www.youtube.com/watch?v=aT322GiT5lw

leute, passt auf eurer daten auf!

Captain Smoker
10.03.2010 19:44
karakal
10.03.2010 13:35
Ähm...

Entweder schreibt man College oder Kolleg. Aber Kollege geht gar net...

Sogenet
17.05.2010 14:50
Aber Herr Kollege, nicht so kleinlich.

d_ar1
10.03.2010 04:50

Ungeachtet seiner Aktivitäten; vor kurzem habe ich ein Interview mit ihm gesehen und ich kann leider nur sagen: Präpotenter Kotzbrocken. Selten so einen neureichen Widerling gesehen. Nein, ich bin nicht neidig.

unser 1
 
09.03.2010 18:03
Formel für Erfolg:

Diebstahl, Erpressung, Verleumdung, Niedrieghalten, Ausbeuten, Schlecht machen, ...

Diese Attribute im Anschluß mit:
Fleiß, Nachdruck, Rücksichtslosigkeit und Selbstherrlichkeit.

verfolgen

und Erfolg ist garantiert!

eisenhans
12.03.2010 15:18

das mag vielleicht kurzfristig funktionieren, macht aber letztlich garantiert unglücklich und führt langfristig zu garantiertem misserfolg...

Don Juan Ralf
10.03.2010 03:17
kann ich nicht zustimmen

ich empfehle das werk überflieger von malcolm gladwell

karakal
10.03.2010 13:36
Gladwell? A guru for the brain dead...

Genau das Richtige....

Ich empfehle: http://www.theregister.co.uk/2008/11/3... adwell_no/

unser 1
 
10.03.2010 12:26

Danke! werd mal reinlesen.

Das, schöne am Erfolg ist, dass viele, viele Wege dahin führen können.

Die oben Genannte "Formel" ist aber, nach rein persönlicher Meinung, eine davon die auch funktioniert.

potz
09.03.2010 16:02

wenn ich eine idee habe, und jemand macht daraus ein megaunternehmen und zahlt mir 65Mio$ dann sag ich danke, es gibt einen dicken schmatz, und ich lade sie oder ihn jedes jahr zum nikolo in meinem privatzoo auf den bahamas ein. wo ist das problem.

idee alleine reicht halt nicht.

Burt Reynolds
10.03.2010 14:11
HAHAHA...

... da ist echt was Wahres dran.

Working Class
09.03.2010 15:21
"Hot or not" hat er auch gegründet,

der süße Zuckerberg

J_***
09.03.2010 13:47
wie wenn in China a Radl umfällt ... !

RisusSardonicus
 
09.03.2010 13:14
maCCam
09.03.2010 13:03

Ich war immer der Meinung, die außergerichtliche Einigung von 65 mio $ ist ein klares Schuldeingeständnis. Rückblickend auf den (Original-)Artikel relativiere ich meine Meinung aber etwas. Die Seiten hatten andere Ziele u. Zuckerberg hat in einer IM Msg angemerkt, das die meisten Leute von Dating Seiten ein wenig abgeschreckt sind u. er so etwas vermeiden will (Was ja eigentlich das Hauptasset von Facebook ist). Zusammengefasst haben beide Seiten als Collegeprojekt begonnen, Zuckerberg hat sich für das, nach seiner Meinung, bessere entschieden. Ich denke zu der Zeit als beide Projekte entstanden sind, darf man das IM Getratsche nicht überbewerten u. als Grundlage für Plagiatsvorwürfe verwenden.

Freie Welt
09.03.2010 14:51
Noch wichtiger ist es,

das ganze Facebook-Getratsche nicht überzubewerten.
Viel wichtiger ist die Frage wer was genau mit all den wundervoll vernetzten Datensätzen macht.

surgeon surgeon
09.03.2010 13:00
Ja klar, weil doch jeder weiß,

das alle großen und erfolgreichen Unternehmen das wurden was sie heute sind, weil sie stets fair waren, ihren Mitbewerb gut behandelten, immer ehrlich waren und den Großteil ihres Budgets für soziale Zwecke aufgewendet haben.

Blick Winkel
09.03.2010 11:49
Welch ein Skandal!

Er hat Email- und ConnectU-Accounts "gehackt", weil die User so "intelligent" waren überall das gleiche Passwort zu verwenden.

Welch ein Schwerverbrecher!

Wenn ich mir den Artikel durchlese und im Vergleich dazu überlege mit welchen "Tricks" Microsoft und Co. den unbeliebten Mitbewerb "behandeln", dann ist der Herr Zuckerberg ein Waisenknabe.

Generell ist es heutzutage nur schwer möglich etwas zu erfinden, dass es nicht bereits in sehr ähnlicher Form gibt. Der Herr Zuckerberg war hat deutlich schlauer als der Rest.

d_ar1
10.03.2010 04:55

Ich bin Ihr Admin und lese ALLE Ihre Mails und überwache Ihre Webaktivitäten! Was dagegen? Nein? Dann ist ja alles okay.

PS: Danke für die tollen P0rno Links!

RisusSardonicus
 
09.03.2010 13:08

Sie haben ein äußerst fragwürdiges rechtsverständnis...

Blick Winkel
09.03.2010 17:15
Sicherlich ist es nicht Rechtens,

aber in Relation zu Microsofts "Strategien" zur Marktbeherrschung ist das alles ein Witz.

Mathias
 
11.03.2010 13:35
aber auch ...

... kleine Fische können gewaltig stinken...

Es wurden hier in Standard auch schon Berichte über die umstrittene Vergangenheit eines Mr. Gates veröffentlicht.

Mani Pulatio
09.03.2010 12:37

nach Ihrer Logik wäre es ok, wenn jemand bei Ihnen einbrechen würde, weil Sie ein übliches Schloß haben?

Blick Winkel
09.03.2010 17:19
Der falsche Vergleich

Wenn ich beim Auto das Fenster offen lasse, dann
wird mir die Versicherung nicht das "gestohlene" Handy ersetzen, weil ich es dem Dieb zu leicht gemacht habe.

Der eigentliche Punkt auf den ich hinaus wollte ist der Vergleich zu anderen "Monopolisten", die mit allen nur erdenklichen Mitteln den Mitbewerb schädigen.

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