Zitatesammlung

Rosenkranz und der Rechtsextremismus

8. März 2010, 18:19
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    Rosenkranz und Strache im April 2005.

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    Im März 2008 freut sie sich über den Wahlerfolg in Niederösterreich.

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    8. März 2010: Barbara Rosenkranz unterschreibt eine eidesstattliche Erklärung.

Aussagen der FPÖ-Präsidentschaftskandidatin und Medienberichte aus den vergangenen 17 Jahren

Barbara Rosenkranz hat sich nun also von ihren umstrittenen Aussagen zum Nationalsozialismus und Verbotsgesetzt distanziert. Damit ist aber nicht alles vom Tisch, was sie in ihrer 17-jährigen Politikerlaufbahn gesagt hat. derStandard.at bringt Aussagen der FPÖ-Präsidentschaftskandidatin und zitiert Medienberichte aus den vergangenen Jahren.

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Barbara Rosenkranz, die Kandidatin Nummer fünf auf der FPÖ-Wahlliste für die niederösterreichische Landtagswahl, glaubt "überhaupt nicht", daß die politischen Aktivitäten ihres Mannes, die tief ins rechtsradikale Lager hineinreichen, ihre Kandidatur beeinträchtigen könnten. "Ich kann nur sagen, daß Eheleute ja nicht unbedingt füreinander haften", sagt sie im Standard-Interview gleich zu Beginn. "Ich mache meine Sachen, mein Mann seine." (Standard, 3.4.1993)

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"Ich kann nicht sehen, daß mein Mann etwas Ehrenrühriges macht", sagt sie. "Er ist weder verurteilt worden, noch hat er eine Verhandlung gehabt. Insofern sei sie "sehr zufrieden, daß ich mit meinem Mann verheiratet bin", der ein von ihren sieben Kindern "heißgeliebter Vater ist". (Standard, 3.4.1993)

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Der Standard: "In den Fakten wird die Abschaffung des Verbotsgesetzes gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung gefordert. Teilen sie diese Forderung?"
Antwort: "Dazu muß man sagen, und das ist ja nicht nur meine Meinung, das haben auch Beamte des Justizministeriums so gesehen, daß es keine günstige Lösung ist, Meinungen zu verbieten."
Später sagt sie, daß sie "ein radikal-liberales Verständnis von Meinungsfreiheit habe". Damit sei "alles gesagt". Es sei auf jeden Fall "günstiger, Handlungen zu bestrafen, als Meinungen zu bestrafen". (Standard, 3.4.1993)

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"Gelegentlich" habe sie "schon etwas gelesen", was ihr Mann verlege. Was sie davon halte? "Ich kann nicht päpstlicher sein als der Papst. Nachdem der Staatsanwalt nichts dran findet, kann ich auch nichts dran finden." Wenn die Fakten zu Spenden für inhaftierte Neonazis aufrufe, sei das "strafrechtlich nicht relevant". Mehr könne sie dazu nicht sagen. (Standard, 3.4.1993)

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Zu den rechtsextremen Aktivitäten ihres eigenen Familienoberhauptes Jakob Horst Rosenkranz meint die "sachpolitisch Tätige", der hätte sich "nie was zuschulden kommen lassen". Das von ihm schriftgeleitete Hetzblättchen Fakten kenne sie nur, weil sie ihm ab und zu "Punkt- und Beistrichfehler" ausbessere. (Standard, 21.4.1993)

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"Ich bin der Meinung, dass das Verbotsgesetz so wie es ist, also wie auch Juristen darlegen, ausufernd, schwammig, dem Missbrauch Tür und Tor öffnend, nicht im Einklang mit unserer Verfassung, die ja Meinungsfreiheit gewährt, steht." (Zeit im Bild 2, 30.10.2007 Beitrag: "Wochenzeitschrift 'Zur Zeit' feiert 10-Jähriges Bestehen)

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Im April 2004 verteidigte Rosenkranz den RFJ-Bundesobmann Johann Gudenus, als dieser von "systematischer Umvolkung" sprach. Bei einer Sonnwendfeier im selben Jahr forderte sie, "die Gesetze, die in der Natur zu finden sind (...), der Gestaltung unseres Gemeinschaftslebens" zugrunde zu legen. Demnächst wird sie in Innsbruck über die "Gefahr der Gender-Ideologie" sprechen. (www.profil.at, pd. 3.11.2007)

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Stadler lobt den Beitrag von Barbara Rosenkranz zum Volkserhalt bei Sonnwendfeier-Rede
"Ich war daher stolz, als mich die Barbara gefragt hat, für euch heute die Feuerrede halten zu dürfen. Ich tue das auch in einer familiären Solidarität, weil ich es zwar nur auf fünf Kinder gebracht habe, weil unser fünftes in vier Wochen von uns erwartet wird, und nicht auf zehn Kinder wie die Familie Rosenkranz. Ich tue das aber im Wissen, wie notwendig es ist, dass wir unseren Volkserhalt durch gesunde, starke und kinderreiche Familien selbst organisieren und nicht durch Zuwanderungsexperimente es anderen Völkern überlassen, unser Volk zu erhalten, das wird nicht funktionieren, liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Festgäste." (Stadler-Rede zur Sonnwendfeier, 21.6.2002)

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Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes: Bezeichnung als Kellernazi ist rechtens
Hans-Henning Scharsach durfte in einem "News"-Artikel 1995 über die Politik der FPÖ die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz als "Kellernazi" bezeichnen, heißt es in einem vorläufigen Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichts (EMRG) in Straßburg, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Wegen seiner zu Unrecht erfolgten Verurteilung steht im Schadenersatz zu. (APA 613, 13.11.2003)

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Scharsach hatte sich darauf berufen, dass der frühere FPÖ-Chef Norbert Steger den Begriff geprägt habe und damit Menschen bezeichne, die privat aber nicht öffentlich nationalsozialistischem Gedankengut nahe stünden und ein ambivalentes Verhältnis dazu hätten. Die österreichischen Gerichte ließen dies nicht gelten und urteilten, dass der normale Leser diese Definition nicht kennen könne und dass die Bezeichnung "Kellernazi" daher Rosenkranz aktuelle Neo-Nazi Aktivitäten unterstelle, für die es aber keine Beweise gebe. (APA 613, 13.11.2003)

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Rosenkranz müsse sich als Politikerin mehr gefallen lassen als Normalbürger. Daher habe im Gesamtzusammenhang des konkreten Artikels die Bezeichnung "Kellernazi" nicht den akzeptablen Rahmen gesprengt. Die nationalen Gerichte hätten die Meinungsfreiheit mehr eingeschränkt, als in einer demokratischen Gesellschaft nötig. Zugleich spricht der EMRG Scharsach und "News" Schadenersatz zu: 12,646.83 Euro für materielle Verluste, 6,424.94 als Ersatz für Kosten und Ausgaben. Außerdem soll Scharsach 5.000 Euro für immateriellen Schaden erhalten. Österreich muss auch für alle Steuern aufkommen, die auf diesen Schadenersatz erhoben werden. Die Zahlung ist binnen drei Monaten nach endgültigem Urteil zu leisten. (APA 613, 13.11.2003)

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"So habe ich auch das Verbotsgesetz als Symbol für die Abgrenzung vom Nationalsozialismus niemals in Frage gestellt habe und werde es auch nicht in Frage stellen." Eidesstättige Erklärung von Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz (8. März 2010 APA-OTS0115)

(red, derStandard.at, 8.3.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2
Nathaniel Winerib
00
23.12.2010, 16:30

eine starke frau!

NaWostNetSogst
00
25.4.2010, 13:09

Als junge Frau war sie ein steiler Feger, Spitzname Schnewittchen. Ihr jetziges Aussehen beweist nur eines,
Rassismus macht hässlich!

miette
00
24.4.2010, 12:34
von 1993 bis 2010

nur 3 kinder.
hat die liebe barbara eine stichfeste erklärung dafür, warum es nicht mehr sind? immerhing liegt der weltrekord sicher nicht bei 10!
was ich auch nicht verstehe ist, warum diese ultrarechten nicht für poligamie sind. damit könnte man das volk doch viel schneller und effizienter aufstocken. und man kann alle seine töchter schnell loswerden. sollte doch DIE lösung für fans der blut und boden ideologie sein.

strangerinastrangeland
 
00
24.4.2010, 14:34

Unter nicht katholischen Rechten ist der Poligamie-Gedanke weit verbreitet.

Bluestone
00
23.4.2010, 21:19

Warum keine Aussagen des HBP oger Gehring-das würde etwas bei der Entscheidungsfindung helfen....

futura
00
18.4.2010, 23:47
sorry, ...

... revidiere - war natürlich der unsägliche Sohn des noch schlimmeren Politikervaters. Also Johann stimmt schon.

futura
00
18.4.2010, 23:43
es handelt sich ...

... John Gudenus und nicht um Johann Gudenus.

Alibaba4556
01
29.3.2010, 01:36
Mit dem Namen 'Rosenkranz' gibts wohl keine Chance für einen Ariernachweis... :-)

Mit dem Namen 'Rosenkranz' gibts wohl keine Chance für einen Ariernachweis... :-)

M. Erk-Würdig
 
00
13.3.2010, 22:59
M U A T T E R !!!

...

hans der 3te
02
12.3.2010, 23:04
rosenkranz bei john irving ??

minute 1:25 bis 1:31

http://www.youtube.com/watch?v=ypXBz61I6_4

NaWostNetSogst
00
25.4.2010, 12:44
du meinst David und nicht John !!!!

John Irving ist ein bekannter Schriftsteller "Das Hotel New Hempshire". Der andere ist David Irving und ein N A Z I üblster Sorte. Holocaustleugner. Sogen. Revisionist. John I. hat nix mit dem braunen Müll zu tun.

NaWostNetSogst
00
25.4.2010, 12:57

Der Holocaustleugner heisst David John Cadwell Irving.
Danke WIKI!

Knieriem
43
12.3.2010, 19:51
Rosenkranz und der Rechtsextremismus?

Also was ist jetzt an dieser Zitatensammlung Rechtsextremismus? Ist sie wegen irgendeiner dieser Aussagen verurteilt worden? Ja, und zum Verbotsgesetz bin ich der Meinung, daß es in seiner ursprünglichen Fassung von 1945, bzw. 1947 richtig und wichtig für die Unabhängigkeit und das Selbstverständnis der Republik Österreich war und deshalb auch heute noch Sinn macht. Die Novelle von 1992 aber wurde meinem Gefühl nach nur geschaffen, um dem politischen Gegner den Mund per Starfgesetz verbieten zu können. Daß der Paragraph §3h Willkür Tür und Tor öffnet, hat ja schon die Anzeige eines stadtnotorischen Advokaten gezeigt, der halt diesmal, ohne Aussicht auf Erfolg vor Gericht, die Rosenkranz zangerlt!

Fuzzy Boolean Bear
01
18.4.2010, 14:09

Nur damit wir alle wissen, wovon die Rede ist:
http://www.50plus.at/politik/v... tz1947.htm

§ 3 h. Nach § 3g wird auch bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.

Was haben Sie damit für ein Problem? Dass Sie nicht rausgehen dürfen und Flyer verteilen oder Bücher verkaufen, in denen Verbrechen geleugnet und verharmlost und Ermordete verhöhnt werden?

Njörd
20
11.3.2010, 20:15
Palfrader statt Fischer und Rosenkranz.

Falls Palfrader nicht gewählt werden kann soll er Kaiser von Österreich bleiben. Denn Fischer und Rosenkranz sind keine würdigen Bundespräsidentschaftskandidaten.

wolltschonimmermalmeinsenfdazugebn
00
11.3.2010, 17:04
Thema verfehlt, Wortwiederholung, setzen 5!!

Die Saat in unsren Köpfen
Ähnelt der in Blümentöpfen.

Jedes Frühjahr springt sie auf,
Lässt ihrer Pracht den freien Lauf.

Doch in so manchen Blumentöpfen
Gedeihen keine Orchideen,
Nein vielmehr wuchern dort Kakteen.

Und wie in solchen Blumentöfen
Sieht es aus in manchen Köpfen.



fräulein potmesil
00

pöt!

Grey nefanda
11
10.3.2010, 12:38
Kalvarienberg
14
Zitat aus einem älteren Posting zu Herrn Graf:

"Juristisch getunter Borderline-Nazi"...

Saskia Fabian
 
01
10.3.2010, 11:49
echt ist er borderliner?

Spaceman Spiff
15

Na no na net. Ein Dieb stellt auch nicht die "Diebstahlsgesetze" in Frage. Er stiehlt trotzdem.

Herr und Frau Österreicher
 
01
"sehr zufrieden, daß ich mit meinem Mann verheiratet bin"

Also das kann man der Frau wohl NICHT vorwerfen. Wie auch das ganze andere Geschwafel wohl eher unter "absurd und skurril" einzuordnen wäre, gäbe es nicht so viele Menschen, die bereit dazu sind solche Leute zu wählen!

belgma
 
04
ein sammelsurium

an geschmacklosigkeiten, verharmlosungen, um-den-heißen-brei-herum-gerede, widersprüchlichkeiten, ...

das panoptikum der barbara r.

Alter Knacker
192

zuerst haben sie geschrieben, sie hat 10 Kinder, jetzt sind es nur 7 von ihrem Mann. Hat sie vielleicht 3 Kinder von einem anderen Mann ? Oder hat sie überhaupt keine Kinder und die hat alle er mitgebracht ? Also die Journalisten sollen sich schon einigen, wieviele Kinder sie hat.

Chanandelar Bong
00
24.4.2010, 12:11
Kann man wirklich so dumm sein,

einen einfachen deutschen Satz nicht sinnerfassend lesen zu können ?

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