Zahlreiche Gratulationen vonseiten der österreichischen Politik gab es heute, Montag, für den frischgebackenen Oscar-Preisträger Christoph Waltz
Heinz Fischer: "In Österreich und auf der ganzen Welt"
Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich in seiner an Waltz persönlich gerichteten Aussendung "überzeugt, dass dieser Preis dazu beiträgt, dass Sie auch in Zukunft Ihr schauspielerisches Können in vielbeachteten Produktionen unter Beweis stellen können. Eine große Fangemeinde in Österreich und auf der ganzen Welt freute sich über Ihre Auszeichnung."
Werner Faymann: "Stilbildenden Interpretation"
Über "eine weitere, hoch verdiente Auszeichnung für einen außergewöhnlichen Schauspieler aus Österreich" freute sich Bundeskanzler Werner Faymann. Mit seiner "stilbildenden Interpretation der Rolle eines SS-Offiziers" in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" habe sich Waltz "beeindruckend in die internationale Filmgeschichte eingeschrieben", so Faymann. "Das ist bisher nur wenigen Österreichern gelungen, weswegen ich ihm besonders herzlich zu diesem Preis gratulieren möchte."
Claudia Schmied: "Zur ersten Kategorie von Schauspielern
"Recht herzlich" gratuliert auch Kulturministerin Claudia Schmied dem österreichischen Oscar-Preisträger: "Die Filmkarriere von Christoph Waltz ist seit vielen Jahren nicht mehr an einen bestimmten Sprachraum gebunden. Er versteht es, durch seine eindringliche Darstellungsweise kulturelle Besonderheiten zu überwinden, ohne sie jedoch zu verleugnen." Waltz gehöre spätestens mit diesem Oscar, "der als sein persönlicher Triumph zu werten ist, zur ersten Kategorie von Schauspielern", so Schmied.
Josef Pröll: "Mehr als verdient"
"Mehr als verdient" habe Oscar-Preisträger Christoph Waltz den begehrten Filmpreis durch seine "großartige schauspielerische Leistung", gratulierte Finanzminister Vizekanzler Josef Pröll in einer Aussendung. "Unser Land kann stolz sein, denn mit Christoph Waltz geht die bekannteste Auszeichnung der Filmwelt bereits zum zweiten Mal innerhalb nur weniger Jahre nach Österreich", so Pröll.
Reinhold Mitterlehner: "faszinierendes Sprachentalent"
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner würdigte ebenfalls Waltz' "geniale schauspielerische Leistung" sowie sein "faszinierendes Sprachentalent" und gratulierte auch Michael Haneke und dessen Kameramann Christian Berger "auch wenn es heuer nicht für einen Oscar gereicht hat." Schon die Nominierungen seien "große Auszeichnungen" gewesen. Das Fördermodell "Filmstandort Österreich" stärke als "neue Kreativitätsprämie" die "Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Films" und solle nicht zuletzt "die Abwanderung von renommierten Filmschaffenden aus wirtschaftlichen Gründen verhindern. Damit bleiben mehr Know-how und Wertschöpfung im Land", betont Mitterlehner.
Stefan Petzner: "Ein großer Sohn des
Landes"
Gratulationen für Waltz kamen am Montag auch von BZÖ-Kultursprecher Stefan Petzner: "Es ist sein Erfolg durch seine Arbeit. Trotzdem freut sich Österreich mit Waltz und ist stolz auf einen großen Sohn des Landes". Für das "kleine Filmland Österreich" werde durch die Nominierungen und Gewinne der vergangenen Jahre ein "Erfolgslauf" fortgesetzt. "Die Tradition von genialen Österreichischen Künstlern wie Billy Wilder lebt auch im 21. Jahrhundert weiter. Es ist aber selbstverständlich einzig und allein eine Anerkennung der großartigen Leistung der Künstler und allein deren Verdienst. Als Politik kann man hier nur ehrlich gratulieren", so Petzner.
Beatrix Karl: "Mit seinem Talent absolut überzeugt"
Wissenschaftsministerin Beatrix Karl gratulierte Christoph Waltz, der "nicht nur das Publikum sondern auch die Academy mit seinem Talent absolut überzeugt hat". Mit seiner Darstellung eines SS-Offiziers in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" habe er eine "überzeugende Glanzleistung" abgelegt. Dass Michael Haneke und der Kameramann Christian Berger leer ausgegangen sind, sei "schade, schmälert aber in keiner Weise deren großartige Leistung", so die Ministerin. Sowohl Waltz als auch Haneke und Berger könnten auf eine Karriere an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst verweisen. Waltz habe am Max Reinhardt Seminar studiert, Haneke und Berger seien Professoren an der Filmakademie Wien.
Andreas Mailath-Pokorny: "Fixstern am internationalen Filmhimmel"
"Hocherfreut" zeigte sich der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny über Waltz' Oscar-Gewinn: "Mit der diesjährigen Oscar-Verleihung ist Österreich endgültig zum Fixstern am internationalen Filmhimmel geworden", so Mailath. "Christoph Waltz hat auf eine Dämonisierung der Figur des SS-Offiziers Hans Landa verzichtet und diese mit einem feinen Gespür für Zwischentöne verkörpert. Erst durch diese Zwischentöne führt er uns die ganze Grausamkeit des NS-Regimes vor Augen", so der Kulturstadtrat. Für Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (S) ist der Erfolg "ein Ansporn den Filmstandort Österreich weiter zu entwickeln, wie das mit der Verankerung der Erhöhung des Anteils österreichischer Programmierung im ORF-Gesetz und der in den nächsten Jahren konsequent steigenden Medienförderung geschieht".
Wolfgang Zinggl: "Herausragender Schauspieler"
"Ich gratuliere Christoph Waltz aus ganzem Herzen zu diesem großartigen Erfolg", erklärte der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, in einer Aussendung. Waltz sei ein "herausragender Schauspieler" und habe sich den Oscar zweifellos verdient. "Allerdings bleibt festzuhalten, dass die Auszeichnung allein der individuellen darstellerischen Leistung Christoph Waltz' gilt", so Zinggl. "Es haben weder die Kulturnation Österreich noch die heimische Filmwirtschaft einen Preis erhalten, auch wenn man das nach den jüngsten Aussendungen von PolitikerInnen aller Couleurs glauben möchte."
Heidemarie Unterreiner: "Christoph Walz (sic!)"
Gratulationen kamen auch von der freiheitlichen Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner. Der "Oskar" (sic!) sei die logische Konsequenz der "herausragenden schauspielerischen Leistung", mit der der Preisträger ein "Über Bingo" hingelegt habe, so Unterreiner, "die sich schon auf die kommenden Filme mit Christoph Walz (sic!) freut". (APA)