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Da! Tagliata! Oder eher Bistecca. Egal: Ordentliche Portionen Fleisch im Al Parco in Buttrio.
Al Parco
Via Stretta del Parco, 1
33042 Buttio (Udine)
0039 00432 674025
Taverna La Merinde/Hotel Willy
www.hotelwilly.com

Vegetarierwahl 1 - Käse, aber kein Käse.

Passt, die Pasta.

Die Chips zum Fleisch hätt's nicht gebraucht. Waren aber sehr okay, sagt die Vegetarierin.

Tagliata, jetzt aber: Mein ebenso prachtvoller wie üppiger Hauptgang.

Mahlzeit! 944 Seiten wunderbare kulinarische Sehnsucht - warum nicht als Ringbuch? Als App?
944 Seiten Sehnsucht. 944 Seiten Genuss. Und ich habe noch nicht einmal jede Region durchmessen, geschweige denn durchessen. Und da fragen Sie mich, warum ich ständig (pah, ständig, viel zu selten!) nach Italien fahre und nicht nach Frankreich oder nach Spanien? Wegen dieses fürchterlichen Osteriaführers natürlich. Und wegen des Vorsatzes, jede italienische Region zumindest einmal durchgekostet zu haben. Ganz zu schweigen vom jährlichen Pflichtbesuch im Piemont, für die önologische Grundversorgung im folgenden Jahr (Duemila Vini ist natürlich auch wieder bei Hallwag erschienen, die Bibel des italienischen Weins, quasi). Ja, ich weiß, ich bin unflexibel, Sie sind nicht der erste, der mir das sagt. Aber 1700 Adressen wollen einmal eressen werden!
Der Lammdarm hat einen Namen
Zirka soviele (genaue Zahlen verschweigen die Herausgeber) Wirtshäuser, beschneckte und unbeschneckte, enthält der Osteriaführer 2009/10, soeben erschienen wie gewohnt bei Hallwag. Eine Jubelnummer, btw, der 20. Jahrgang der in Italien gelben, hier roten Fressbibel. Seit ein paar Jahren wieder mit dem selbst für Italienischprofis (wie keineswegs mich) äußerst praktischen Eatalienisch/Deutsch-Wörterbuch, in dieser Ausgabe auf ansehnlichen 40 Seiten von abacchio (Milchlamm) über 'ndruglieteielli (Lammdarm in Süditalien) bis Zuppa valdese (gratinierte Grissinisuppe im West-Piemont).
Eintausendsiebenhundert Wirtshäuser! Allein in Italien! Und mindestens die Hälfte liest sich, als ob ich sofort hinwollte. Das Schlimme ist ja: Es fehlt auch noch die eine oder andere besuchenswerte Gastwirtschaft auf der Halbinsel. Zum Beispiel das Al Parco in Buttrio. Lassen Sie sich nicht von den Dimensionen des Lokals abschrecken, auch nicht vom einen oder anderen Bus vor der Türe, auch nicht vom manchmal etwas streng wirkenden, schnellen Service, und am besten ebensowenig von schon etwas beschwingten Kärntner Landesjägern, die hier mit Family den Geburtstag ihrer Frau feiern, aber offenbar viel lieber mit den Ösis am Nebentisch plaudern.
Vegetarierin im Vorteil
Freuen Sie sich lieber auf's Essen. Das Hirschcarpaccio zum Beispiel, das fängt ja gut an. Die Vegetarierin an meiner Seite (eigentlich auf der anderen Seite, des Tisches vor allem) wählt Artischocken mit Käse und Filo-Teig, auch nicht übel. Fünf von drei möglichen Rufzeichen stehen bei den Tagliolini im Schmecks-Notizbuch. Meine Nudeln mit der Ente halten, wiewohl sehr anständig und ordentlich fett, nicht ganz mit.
Aber nur kurz
Ich bereue ja nie, dass mich mit einer Fleischverweigererin durchs Leben beiße, außer vielleicht an diesem Punkt, wo ich die Fiorentina vom Fogolar sehe, die selbst ich als Zweipersonenportion identifiziere. Meine Tagliata mit Rucola und Kartoffelchips ist aber auch nicht von schlechten Eltern, mithin als dritter Gang. Aber: Mit ein, zwei Pausen geht auch sie gut weg (ohne die Chips, eh nicht so meins). Beweisfotos auf Anfrage (vom Teller, nicht von Fidlers Wampe). Die Verdure gegenüber sind mit einer Schlangenlinie als naja, okay, vermerkt. Selbst schuld, wer kein Fleisch isst, finde ich. Außer bei den Pilzen, klar. Aber: Vielleicht hilft mir ja das - quasi zum Ausgleich - mitgeorderte "Handbuch Vegetarisch" beim Verständnis. Ich müsste es nur endlich auspacken.
Auch wenn es bis zum Conto nicht ganz so scheint: Der Preis passt locker in die Anforderungen des Osteriaführers (wenn mich nicht alles täuscht: derzeit bis zu 35 Euro pro Person fürs Essen, womöglich inklusive Hauswein).
Das Al Parco in Buttrio ist natürlich nicht das einzige Lokal, das ich im Osteriaführer vermisse - siehe etwa das prachtvolle Cappun Magru. Aber wir brauchen dafür gar nicht nach Ligurien. Robert Schlesinger zum Beispiel schreibt nicht nur kluge Kommentare im STANDARD, sondern auch sachdienliche Schmecks-Hinweise per Mail.
45 Tage abhängen
Den Einstieg kann Herr Schlesinger natürlich nur kokett gemeint haben. Er schreibt: "Ich weiß ja nicht, wie gern Sie und Ihre Schmeck's-Freunde sich Lokale empfehlen lassen, aber falls doch, erzähle ich gerne ein bisserl über die Taverna La Merinde im Hotel Willy in Gemona del Friuli. Dort war ich gestern auf Einladung meines friulanischen Automechanikers (wie man als Wiener zum einem Automechaniker im Friaul kommt, das ist wieder eine andere Geschichte). Jedenfalls: an einem unattraktiveren Ort haben Sie bestimmt nicht oft gegessen, besseres Steak aber auch nicht. Ja, genau: Steak - sonst gibt's dort nicht sonderlich viel. Das aber dafür in einer Qualität (nicht zuletzt: des verwendeten Fleischs), die kein noch so hoch gelobter und behaubter Koch in Österreich hinkriegt. Das Fleisch wird 45 Tage abhängen gelassen... aber jetzt bin ich im Erzählen schon mittendrin, also stopp."
Immer hören die guten Texte auf, wo es wirklich spannend wird. Ich konnte Herrn Schlesinger nur noch die (nicht ganz überraschende) Website des Hotels entlocken und seinen Plan: "Das 'große' Restaurant des Hauses muss ich dann nächstes Mal ausprobieren...". Ich kann nur sagen: Wir erwarten Bericht! Noch lieber natürlich Gericht, aber so bald, fürchte ich, wird's mich leiderleiderleider in nächster Zeit nicht verschlagen.
Fragen über Fragen, Userinnen und User
Trotzdem: Sachdienliche Hinweise für gutes Essen immer gerne! Was würden Sie eigentlich von einer Schmeck's-Rubrik für Usertipps halten? So nach dem Motto: Hier habe ich gerade gut gegessen.
Da wären wir schon bei den UserInnenfragen: Bevor ich herumsuche: Gibt's eigentlich dem Osteriaführer einigermaßen vergleichbare Wirtshausführer für Frankreich und Spanien? Würde mich zwar vor zusätzliche Herausforderungen stellen, aber dafür ist's ohnehin höchste Zeit. Bitte posten oder mir mailen!
Fragen an Slowfood
Ich hätte dafür ein paar Anregungen für Editore Slowfood beziehungsweise den Hallwag Verlag: Ich fände ja eine Art Ringbuchlösung (oder Vergleichbares) praktisch, mit der man die jeweilige Region Italiens und/oder das Wörterbuch kompakt einpacken kann, ohne einen dicken Wälzer gewaltsam zu zerlegen? Eine App für Iphone oder auch Navi hätte einigen Charme. Seit ich mit dem damals neuen iPhone online durch Cannes navigierte, würde ich aus Kostengründen für beide Anwendungen eine Offlinevariante empfehlen. Oder gibt's das alles schon, und ich weiß nichts davon.
Bei Schmecks und vor allem seiner Italienischen Speise denken wir gerade wieder ein bisschen intensiver an die Geografie. Aber ganz einfach und leider online, und außerdem wird das, wie ich mich kenne, noch eine Weile dauern. Bleiben Sie dran!
Schmecks ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.
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Ach, Viola: Der Frosch war ein Seeteufel, also musste das Huftier dran glauben - es war ein richtig gutes
....zu veronellis lebzeiten dessen lieblingstrattoria und auch heute kann ich nur sagen. der mann hatte stil.
qualität, ambiente, qualität, preis.....einfach genial.
leider sind derartige lokale natürlich kein geheimtipp mehr, speziell im sommer überlaufen die menschen, welche an der versilia urlaub machen, dass zauberhafte lokal im hinterland.
reservieren unbedingt angeraten, sollte die kurvige anfahrt nicht umsonst gewesen sein.
und wer in der gegend ist, sollte keinesfall den ort collonata bei den marmorbrüchen versäumen: das slow food erzeugnis "lardo die collonata" kann vor ort gekauft und - mit wein, coppa, ziegenkäse - in de lokalen osteria auch gleich verkostet werden.
Waren Sie schon in der Trattoria Isetta? Dort, wo auf einer 3 mal 3 Meter großen offenen Feuerstelle, einsehbar vom Speiseraum, auf von eifrigen Helfern a la minute aus Holzscheiten bereiteten Glut, von den Köchen je nach Bedarf mit Haken hinzugezogen und weggeschoben, gekocht wird. Nein? Waren Sie noch nicht? Dann nichts wie hin. Irgendwo vor Vicenza nach links in die Colli Berici abbiegen, dann ein paar mal links und rechts, ein- bis zweimal verfahren und schon sind Sie dort.
Und wenn Sie nach der Rückkehr bei uns einen Gemüsehändler finden, der Vogersalat mit der Wurzel anbietet, dann lassen Sie es mich bitte wissen.
in der Toskana, Pitigliano
http://www.ceccottino.com
sehr gutes Essen aus der Maremma !!! Und der Wein...
Majerija in Vipava (Slowenien);
link: www.majerija.si
Sensationelles Essen und ausgezeichnete slowenische Weine (v.a. biodynamische Winzer), auch die Lage ist umwerfend. Wurde uns von Freunden empfohlen.
Kennt jemand von Euch wirklich empfehlenswerte Osterias in Rom (am besten in Nähe des Campo dei Fiori)?
Als völliger Rom-Nichtkenner tue ich mir sicher schwer Touristenlokale von den richtig Guten zu unterscheiden.
... Danke schon jetzt für alle hilfreichen Rückmeldungen!
Jetzt wirds mit der Osteriaritis langsam peinlich.
Wo isst denn der Schlesinger gewöhnlich?
Eine Hochrippe lagert immer 4-6 Wochen.
Allerdings bekommt man so Stücke in AT eigentlich nicht so oft. Grund ist einmal der Schnitt und dann die Überbewertung des Filets, das zwar noch zarter ist, aber nicht so viel Eigengeschmack besitzt.
Irgendwie ist das eine Kolumne aus den 1980er Jahren wo Alles frenetisch bejubelt wurde was mit italienischem -a endete, und sei es Pizza oder Mozzerella. Manche bejubeln auch heute noch jede salzige Trockenwurst als Spezialität.
Zum Ristorante: Es ist ein beliebtes Kärntner Ausflugslokal, das in erster Linie eines bietet: Fleischbatzen (und zwar reichlich und nicht schlecht und nicht billig, Importware kostet schliesslich). Die korrekte Lokalbezeichnung könnte lauten "Texas Grill", das typisch italienische Kolorit stammt vorwiegend vom handvoll bemessenen Ruccula über den Gerichten.
Dass das Lokal nicht in Fidlers Koran, dem Osteriaführer, steht, kann nur für das Buch sprechen.
Die Bilder sind eigentlich selbsterklärend.
....nämlich, daß die Fleischmarkthalle geschlossen wurde, sind leider noch immer spürbar. Dafür, daß Haupl und Konsorten Wiens einzigen Innereienfleischhauer in den Konkurs getrieben haben, sind sie für mich unwählbar geworden (unter anderem). mein Lieblingsfleischhauer aus der Halle hat zwar "überlebt², das Geschät (Josef Bauer)in der Hohlweggase im dritten bezirk ist aber wesentlich kleiner, und bei speziellen Wünschen muss man vorbestellen....früher ließ man die Augen schweifen und nahm mit, was einen gerade "anschaute" - (z.B. Kalbskopf) Sowohl der Miedler als auch der Bauer hatten immer hervorragende T-Bones.....Sonderwünsche wurden auch erfüllt
il mondo
Ja, der Bauer ist mein "Graetzlfleischer" , nur, wenn ich bedenk, als ich Wien v. 10 Jahren verliesz, gabs dort noch 4, von meiner Kindheit ganz zu schweigen.
Was das Angebot angeht, fuer die "Edelteile" hab ich einen Fleischer in der Kolschitzkyg. entdeckt. Gleich nach der Haltestelle v. 13er
"Ordentliches Fleisch natürlicher Provenienz" bekommst in Italien überhaupt nicht. Und schon gleich gar nicht billiger. Schon mal an einem Bifstecca erfreut?
(IT ist ja bekannt für seine saftigen Wiesen, die 90% der Fläche bedecken).
Für Fleisch "natürlicher Provenienz", das ist das ECHTE Fiorentina vom Chianina Rind, zahlst das Doppelte wie Dein Naschmarktpreis und ist nur bei ganz wenigen Adressen zu haben. ( "fiorentina" ist zu 95% Importware).
Zum Naschmarktpreis: Die Hochrippe (vulgo fiorentina) kostet in dem Geschäft das Du erwähnst 40 EU das kg. Das ist aber unerreichte Qualität. Dasselbe, aber unterirdische Qualität, kriegst bei den Halalfreunden 50m weiter für 12 EU.
Die Qualität macht die Musik und vor allem die Bio-Herkunft.
recht geben ! ( Wird mir immer sympathischer, so nebenbei der scheint sich auszukennen in ITA) bin hier grad in Latium/Grenze Toskana die Gegend rund um den Lago die Bolsena, hab diese Woche beim Bio-Fleischhauer, züchtet selbst Chianina Rinder, und ja hier ist alles voller grüner wiesen, was würden sonst all die Schafe hier tun ;), schlachtet selbst, macht vorzügliche salsicce und und und ... ma krieg gleich wieder Hunger, also 2kg Fiorentina vulgo Hochrippe mit Filet (darf ich s sagen: Es waren 2 Scheiben ;), also 2 Scheiben zusammen 2 Kg. 30 Euronen bezahlt macht pro Scheibe 15 Euro. Foto-Link folgt nächste Woche wenn ich wieder in Austria bin.
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