Obama will sein Raumfahrt-Konzept präsentieren

07. März 2010 18:30

Bei Konferenz am 15. April wird sich zeigen, wie es mit der NASA weitergeht

Washington - Wenige Monate vor dem Ende der Shuttle-Flüge will US-Präsident Barack Obama im April seine Vision für die Zukunft der amerikanischen Raumfahrt vorlegen. Auf einer Konferenz mit hohen Regierungsbeamten und Spitzenvertretern der Weltraumbehörde NASA am 15. April in Florida sollten Ziele und Strategien, neue Technologien und die konkreten nächsten Schritte des Raumfahrtprogramms diskutiert werden, teilte das Weiße Haus am Sonntag mit. Der letzte Flug eines Space Shuttles ist für den 16. September geplant.

Nach dem Budgetentwurf für das kommende Budgetjahr muss die NASA ihren geplanten Besuch eines Astronauten auf dem Mond bis zum Jahr 2020 streichen. Allerdings soll der NASA-Etat in den nächsten fünf Jahren um insgesamt rund sechs Milliarden Dollar (4,42 Milliarden Euro) aufgestockt werden. Obama war vom Plan seines Vorgängers George W. Bush für eine neue bemannte Mondmission in den kommenden zehn Jahren abgerückt, nachdem eine Kommission dieses Programm im Sommer unter die Lupe genommen hatte. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass die Ziele wegen erheblicher Finanzlücken nicht realisiert werden können.

Zu den bisherigen neun Milliarden Dollar, die jährlich in das Programm der bemannten Raumfahrt fließen, wären demnach noch mindestens drei Milliarden Dollar pro Jahr zusätzlich nötig gewesen. In Obamas Haushaltsplan sind nun keine Mittel mehr für das Constellation-Programm der NASA vorgesehen, das auf die Entwicklung von Ares-Raketen für Reisen zur Internationalen Raumstation ISS, zum Mond und dann später sogar zum Mars abzielte. (APA)

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23 Postings
Let's agree not to agree
08.03.2010 19:35
Zum Vergleich

Verteidigungsbudget: 700 Mrd $
NASA-Budget 19 Mrd $
Das sind weniger als 3%

Das Problem ist, dass die großen Hersteller der Hardware für bemannte Raumfahrt zugleich auch die größten Rüstungskonzerne sind. Militär und Raumfahrt sind zwei Seiten einer zweifelhaften Medaille.
In Zukunft sollen kleine, neue Firmen wie SpaceX Raumfahrthardware bauen.
Vielleicht gelingt es so Washington aus der Umklammerung des "militärisch-industriellen Komplexes" zu befreien.

aRoma
09.03.2010 11:39
lassen wir uns also am 15. April überraschen!

johnnyfavorites
12.03.2010 11:19
na die werden

wieder mal ein rover vorstellen und lauter fades unbemanntes zeug. und davon reden, dass sie einen ionenantrieb machen wollen.. aber jetz gescheit. und der soll dann in 15 jahren fertig sein. und in 13 jahren werden sie das aufgeben wegen zu wenig budget und zu großen problemen.

aRoma
12.03.2010 11:22
können Sie meine Gedanken lesen?

diamant
 
09.03.2010 08:20
Lassen sie sich nicht von den zahlen beeindrucken,

denn sie sind nur schwer vergleichbar.
Ein Grossteil des Heeresbudgets geht na nur fuer Personalkosten, Transport- oder Stationerungskosten drauf, die rein gar nichts mit Forschung und Entwicklung zu tun haben.
Natuerlich sind die US-Streitkraefte ein bedeutender Auftraggeber fuer F&E (mit gutem Grund wie ich meine), auch was die Raumfahrt betrifft. Aber seit dem Apollo-Programm hat die 'zivile Raumforschung' in den USA doch weitaus die Oberhand!

Irgendein Jürgen
08.03.2010 15:04
Ich möchte...

... nur 0,001 Promille des Geldes, das von der Nasa in den vergangenen Jahrzehnten in sinnlose Projekte investiert wurde. Davon könnten sich meine Kindeskinderkindeskinder noch eine schöne Villa leisten.

Eigentlich wäre es ja ganz einfach. Man sucht sich ein Ziel (z.B. Mondlandung), einen Weg (z.B. Mercury) und realisiert das ganze (z.B. Apollo). Das ganze wird dann mit Nachdruck verfolgt bis das Ziel erreicht ist. Hat damals wunderbar funktioniert. Heute wird viel Geld in visionäre Projekte investiert, die eh keine Chance auf realisierung haben. Und wenn jede Regierung andere Ziele setzt, dann kommt man nirgendwo hin.

Und was mit etwas interenationaler Zusammenarbeit erst möglich wäre...

Stahl_____666
08.03.2010 16:13
.

Beim Geld das ich auch gern hätte stimme ich zu.

Der Großteil des NASA Budgets wird heute jedoch nicht in visionäre Ziele investiert sondern in die Erhaltung der Infrastruktur sprich des Beamten und Technikerapparates. Die wirklich visionären und erfolgreichen Projekte verfolgt das mittlerweile ausgegliederte JPL.

Mit internationaler Zusammenarbeit ist leider, wie am Beispiel der ISS, nichts möglich da hier die Interessen zu weit auseinanderdriften. Die internationale Zusammenarbeit in Sachen ISS wurde nur zur Auslastung des Shuttle und zur Aufbauhilfe des ehemaligen Ostblocks eingegangen. Statt dutzender Shuttle Starts hätten lediglich 5 Saturn V Starts zum Aufbau der ISS gereicht.

aRoma
08.03.2010 17:14
ach ja, die gute alte Saturn V

leider hat man vergessen die Pläne aufzubewahren.

aRoma
08.03.2010 11:44
NASA

die Nasa irrt seit Jahrzehnten richtungslos umher wie die Feststoffbooster beim Challenger Unglück.

Vor- und Nachnamen1
08.03.2010 12:57
china wird in spätestens 10 jahren die usa überholt haben, dann kommt das

große Wehklagen.

Martin Rosenkranz
08.03.2010 20:59
China wird gar nichts

Wenn Moskau anruft und die Russen heimholt zwitschern in der chinesischen Raumfahrt die Vögel...

celiz
08.03.2010 17:26

sputnikschock all over again

aRoma
08.03.2010 14:02
naja

ohne Opfer wird's auch für China nicht abgehen.

KTHXBYE
08.03.2010 11:18
"Obama will sein Raumfahrt-Konzept präsentieren"

Schießen's ihn denn jetzt schon auf den Mond?

gutartiger Bösmensch
08.03.2010 09:12
25 % des Budgets

geht in die Rüstung
praktisch nix (6 Milliarden sind irgendwo mit 3 Nachkommastellen zu schreiben) in das was das langfristige Überleben (falls wir das Zerstören unseres jetzigen Planeten überleben) der Menschheit - gilt übrigens auch für alle anderen Nationen. Derzeit ist alles auf einer Karte, schon eine Kleinigkeit (Klimaänderung, Asteroiden etc) und es ist aus mit uns.
Ganz zu schweigen von den kurzfristigen Vorteilen die uns die Raumfahrt bringt (jeder mag Google Earth und bruchsicheres Glas).

neville
08.03.2010 08:38

wenn dann die ersten bilder eines chinesischen astronauten auf dem mond um die welt gehen wars das wohl entgültig mit der supermacht.

Nitram1988
07.03.2010 20:22
Ohne der Raumfahrt, vor allem Apollo, wären die USA technologisch nicht so weit vorne.

Deswegen ist es langfristig nicht sinnvol bei der NASA zu sparen.

Stahl_____666
08.03.2010 09:09
.

Ironischerweise ist es genau das, nämlich bei der NASA zu sparen, was letztendlich die bemannte Raumfahrt in den USA retten wird.
Seit Ende des Apollo Programms ist die NASA zu einem riesigen technokratischen und bürokratischen Moloch verkommen der hauptsächlich seinen Status erhalten will und Cost-Plus Verträge vergibt.
Die wirklich großen Innovationen gehen heute nicht von der NASA sondern vom bereits ausgegliederten JPL sowie der Industrie aus. Daher ist Obamas Plan verstärkt auf private Anbieter zu setzen auch der richtige.

LCD
07.03.2010 23:55

Na, dann haben sie sicher schon Stargates.

Julian Casablancas
07.03.2010 18:58

bin enttäuscht von obama. das nasa budget beschneiden aber hauptsache 600 milliarden für die army übrig haben. pfff

JBird
 
08.03.2010 00:27

Uhm.. bin ich hier der einzige der etwas von einer Aufstockung des Budgets liest?

Naboki
08.03.2010 06:12

das budget wird um 6millarden$ aufgestockt (über 5 jahre)->1,2millarden pro jahr mehr, um das constellation programm aufrecht zu erhalten sind 3 milliarden pro jahr nötig.

Nicht das der Bush vielleicht die Aufstockung gebilligt hätte (wenn möglich), aber so gibts keine mondfahrt mission 2020

twertwert
07.03.2010 21:42
Reduktionismus

vom Feinsten!

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