Videocast von Robert Misik - Folge 119

Die Krimhild und ihr Onkel Hans

7. März 2010, 17:49

Warum müssen wir eigentlich unsere Zeit mit einer Witzkandidatin wie Barbara Rosenkranz verschwenden?

Jetzt kandidiert also Barbara Rosenkranz für die Bundespräsidentschaft. Na und? Vor ein paar Tagen war sie noch für die Abschaffung des Verbotsgesetzes, weil die Meinungsfreiheit auch die Äußerung "absurder, skurriler und verwerflicher Meinungen" dulden müsse. Mittlerweile ist sie anderer Ansicht. Dabei war die Charakterisierung ihrer Auffassungen als "absurd, skurril und verwerflich" doch sehr treffend. Aber, okay: Sollen die doch ihre Krimhild aufstellen. Warum soll ich mich darüber immer echauffieren müssen? Warum soll ich mich darüber aufregen? Lachen wir die doch einfach aus! Warum sollen wir dauernd unsere Zeit und unsere Nerven auf solche Witzfiguren verschwenden?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 277
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ottomann
 
00
31.3.2010, 13:30
ganz viel ...

... tut mir immer wieder weh, ganz besonders von Ihnen,
da ich mir Ihre Artikel gerne anhöre
Ist das nicht eine "teutsche" moderne Redewendung?

positivist1
 
00
29.3.2010, 11:26
Und jetzt hab ich sie gefunden

die Lösung des Integrationsproblems.

Man muss dazu nur.

Die Kinder der Türken werden Siegfried, Herwig,
Brunhild und Ute etc. getauft.

Die Kinder aller "Rosenkränzer" werden Mustafa, Mohammed, Leila und Sheila etc. getauft.

A propos Religion: Welcher Ritus jeweils?
Der muss natürlich auch geändert werden!

Grüß Gott und Salam!

Pavel Datsyuk
05
15.3.2010, 13:24
Ich...

...rege mich nicht über Rosenkranz auf. Schließlich hat jeder das Recht, sich als BP-Kandidat aufzustellen. Was mich viel mehr stört, ist dass die FPÖ Millionen von Steuergeldern ausgeben wird, um österreichweit eine Hetzkampagne zu fahren. Und das mit dem Wissen, das die Krimhild garnicht Führeri... Bundespräsidentin werden kann. DAS kotzt mich an.

Ehrlich, bevor meine Steuerabgaben für ein "Daham statt Islam"-Plakat ausgegeben werden, sponsore ich lieber das Gebiss einer 60jährigen Türkin mit.

cantanto
32
14.3.2010, 13:06
Warum müssen wir eigentlich unsere Zeit mit einer Witzkandidatin wie Barbara Rosenkranz verschwenden?

Weil die Sozis in diesem Land, nach dem Krieg alle Nazis aufgenommen haben und so diesem Gesindel nie ordentlich der Garaus gemacht wurde.

So war ja etwa ein gewisser Ex-LH aus Kärnten (und ich meine nicht das Jörgale) stolz ein HJler gewesen zu sein.

Dass Sie, lieber Herr Misik, das als Solonsozi nicht verstehen werden, ist mir aber schon jetzt klar.

Die österreichischen Sozis sind DIE Totengräber der 2. Republik und heftigst durchwachsen von faschistoiden und antidemokratischen Gedankengut - und zwar vom Proleten bis hin zum Wiener Parteichef.

Wenn man das einmal versteht, dann gibt es vielleicht eine Chance zur Reinigung - samt Onkel Hans....

Peter Sichrovsky
11
13.3.2010, 22:31
Verbots-Demokratie

Nicht Gesetze schützen die Demokratie, sondern demokratische Überzeugung - erst wenn eine Nazi-Partei kandidieren darf und keiner wählt sie kann man der österreichen Demokratie vertrauen

Ich bin der Meinung...
13
16.3.2010, 15:31
Klar

und wenn Mord-Paragrafen gestrichen werden und dennoch keiner jemand etwas zu Leide tut sind wir endlich im Garten Eden!

Allerdings wird es diesen auf Erden in den nächsten 20 Millionen Jahren vermutlich nicht geben

FalscherProphet
00
15.3.2010, 20:40
Wie steht eigentlich der FPÖ-Sichrovsky

zur Holocaustleugnerei im Rosenkranz-Umfeld?

Barbara & Horst Rosenkranz sind doch mit schließlich Gerd Honsik gut Freund - oder etwa nicht?

Zenon
00
13.3.2010, 20:37
Barbaren-Namen

Man kann sich zwar seine Gedanken machen, warum eine rechte PolitikerIn ihren Kindern ausschließliche germanische Namen gibt, aber die Namen sind einzeln für sich genommen nicht so schlimm.

Man kann ja bekanntlich auch mit keltischen Namen viel Unheil anrichten: "Kevin" und "Patrick". (Fragen Sie eineN LehrerIn aus Ihrem Bekanntenkreis.)

Aber ansonsten möchte ich Ihnen nicht widersprechen.

schwarzeblume-warschonmal
14
10.3.2010, 22:33

was ich eigentlich schlimm an der sache finde, ist weniger, daß rechtsextreme rechtsextrem sind ( ist schon schlimm, aber ein paar verrückte gibts halt immer) und daß sie auch versuchen, sich an der politik zu beteiligen (versuchen könnten sie's ja..),

sondern daß die MITTE, also die, die sich Mitte nennen, zB ÖVP, teilweise öffentlich solche Leute, also die Rosenkranz, unterstützen (Wahlempfehlung)

Wenn das die Meinung Österreichs Mitte ist: Gute Nacht..

Doris Altmann
02
10.3.2010, 15:29
Hansionkel hat ein großes Herz. Und eine große Familie!

Denn da ist da noch der Herr Wolfgang Jansky, der ja Faymanns Pressesprecher war, bevor er nun Geschäftsführer bei der Gratiszeitung "Heute" wurde. Er war übrigens praktischerweise mit Doris Bures liiert - die wiederum war ja bekanntlich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin und somit zuständig für Faymanns Wahlkampf. Jetzt ist sie witzigerweise gleich zur Ministerin geworden. Und Herausgeberin und Mitgeschäftführerin von "Heute" ist .... die Schwiegertochter von .... erraten! Hansionkel Dichand!!! Verblüffend was?
Und mit der derzeitigen (!) Pressesprecherin von Herrn Faymann wiederum ist liiert: Herr Klaus Pandi und der wiederum ist für die Innenpolitik zuständig bei … erraten! Der Kronenzeitung vom Hansionkel.
Lustig, oder? Zufälle gibt´s.

pro archiv
00
15.3.2010, 01:39

jansky - bures ist nicht mehr aktuell.

Gaviota
08

Misik macht den Fehler, den vermutlich viele in diesem Land machen. Er hält nicht für möglich, wie blöd eine breite Masse der österreichischen Bevölkerung ist. Ich kenne das bildungsferne, kleinbürgerliche Milieu und weiß von mehr als einem, der vorhat, Rosenkranz zu wählen.

Lachen und das Ganze auf die leichte Schulter zu nehmen ist die falsche Maßnahme. Ich empfehle den Medien, Rosenkranz bis zur Wahl nicht mehr rechtsextreme Werbeplattform zu bieten als unbedingt nötig, und den Wählern, am Wahlsonntag unbedingt die Stimme abzugeben, auch dann wenn man sich nicht für Fischer begeistern kann und wenn man mit Recht stinksauer auf alle Parlamentsparteien ist, die dafür gesorgt haben, dass man bei dieser Wahl nicht wirklich eine Wahl hat

Ausgeflippter Lodenfreak
03

Leider begeht Misik den gleichen Fehler, wie viele andere und glaubt beim Vebotsgesetz ginge es um das Verbot einer unsinnigen, verletzenden, oder sonstwie falschen Meinung. Der Kern des Gesetzes ist aber, dass die Wiedererrichtung einer nationalsozialistischen Partei und der Versuch mit dieser an die Macht zu kommen, verboten ist. Um eine nationalsozialistische Partei wieder einzuführen, muss man die Verbrechen der Nazis relativieren oder leugnen und genau deshalb steht das unter Strafe.

Pete7
04
Bemitleidenswert

Frau Rosenkranz kann einem echt leid tun. Nur sie kann nachfühlen, wie sich die armen Asylanten und Staatenlosen dieser Erde fühlen müssen. Als Deutsche in Österreich geboren fragt man sich warum sie dann als österreichische BP kandidiert. Wie innerlich zerrissen muss diese arme Person sein. Und in Deutschland um Asyl ansuchen kann sie nicht weil sie in Berlin jeder auslacht mit ihrem braunen Trachtenanzug. Und die Namen ihrer deutschen Kinder sind in Deutschland inzwischen genauso undeutsch wie anderswo. Im falschen Land und der falschen Zeit geboren.... Bemitleidenswert!

Joe Frost
01
Man muss seine Zeit "nicht mit ihr verschenden"

Geht ganz einfach:

Einfach mit den eigenen Themen beschäftigen und ggf sie einfach nicht wählen.

hawkwind -
33
Im Prinzip hat Frau Rosenkranz ja Recht.

Ein Verbotsgesetzt sollte nicht nötig sein. Die Meinungsfreiheit sollte auch für absurde Meinungen gelten.
Dafür wäre es jedoch nötig die Gewissheit zu haben, dass eh nur eine Minderheit solch blödsinnige Dinge glaubt und behauptet. Das eigentlich Schlimme ist für mich, dass solche Verbotsgesetze überhaupt nötig sind. Das kann man als Spiegel unserer Gesellschaft deuten.

FalscherProphet
05
Das Verbotsgesetz ist doch genau wegen

Leuten in der Politik wie Frau Rosenkranz notwendig!
Die hatte doch bis zuletzt selbst "Schwierigkeiten",
ganz klar zu sagen, dass der Holocaust stattfand.

Man überlege sich die Folgen der Abschaffung -
nur einmal anhand des FPÖ-Umfeldes:

o) Gerd Honsik (ein Freund der Familie Rosenkranz) darf mit seinem Netzwerk an Leugnungs-Propaganda ungestört weitermachen.

o) Die FPÖ lädt noch ungebremster Holocaustleugner, Antisemiten, Neofaschisten, etc. zu "Diskussionsabenden" ein.

o) Bei FPÖ-Kundgebungen wird StRache dann schon ganz regulär die Hand zum Gruße entgegengestreckt -
untermalt mit skandierten "Sieg Heil" Rufen...

Super Entwicklung der österreichischen "Meinungsfreiheit" -
Ausgehend von den Effen, nichtwahr?

hawkwind -
01
Das bestreite ich ja alles auch gar nicht.

Gleichzeitig widerspricht das meiner Aussage in keinster Weise. (Wenn man vom Einwand des Posters "Wir sind die Guten" einmal absieht.)

Wir sind die Guten!
02
das können Sie nur sagen, weil Sie den Inhalt des Verbotsgesetzes offensichtlich nicht kennen!

mit diesem werden u.a. NSDAP und SS verboten! Als "Spiegel" der Gesellschaft reicht mir völlig, dass die Existenz des Verbotsgesetzes wegen der damit einhergehenden Einschränkung der meinungsfreiheit bedauert wird! Daran sieht man eh ausreichend, wie viele noch gerne ungestraft nazis wären!

hawkwind -
00
Sie haben natürlich Recht!

Meine Aussage bezieht sich lediglich auf die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Nicht jedoch auf Verbote totalitärer Vereinigungen.
(Ich werde das zum Anlass nehmen, mich mal mit dem inhalt des Verbotsgesetzes vertraut zu machen.)

Veronika Lenz
10

ja die dame wäre schlichtweg zu ignorieren, das stünde allen besser (bevölkerung, medien und poltische gegner)-lässt sie doch ins leere laufen

mal laut gedacht
02
Stimmt, auslachen muss man diese ...

... Straches, Vilimskys, Kickls, Mölzers, Haiders, Petzners, Stadlers, Scheuchs, Dörflers, Rosenkranzens, Dichands, Gaddafis, Bin Ladens, Ahmadinejads, Hitlers, Küssels, Bushs ...

Nathalie Berger
153

Der Alternativkandidat zu Barbara Rosenkranz ist freilich auch zu hinterfragen, da er die soziale Marktwirtschaft für kein gelungenes Modell hält und nicht an ihr festhalten möchte, wie er in früheren Aussagen von sich gab. Das ist insbesondere deshalb sehr fragwürdig, da genau dieses Modell zu hohem Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten geführt hat. Herrn Fischers Kompetenz als Bundespräsidenten kann man daher durchaus auch kritisch sehen.

onlooker
03
fischer als alternativkanditat zu rosenkranz?

i werd narrisch,
fischer ist der kanditat und rosenkranz ist auch eine kanditatin,

sie bringen hier etwas durcheinander,

und welche soziale marktwirtschaft hat er in frage gestellt,

seit den 60 jahren ist es in österreich finanziell
aufwärtsgegangen ob so oder so,
ihr beitrag zeigt das sie keine ahnung von der
marktwirtschaft haben,

gottseidank spielen hier viele faktoren mit,
und eine person ist nichts,
ob BPR oder nicht,

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