Kapfenberg verspielt Führung, gleicht aber in der Nachspielzeit noch aus und lässt die Hütteldorfer weiter leiden
Kapfenberg - Rapid ist am Sonntag in der
Fußball-Bundesliga auch im vierten Frühjahrsspiel sieglos geblieben.
Die Elf von Coach Peter Pacult musste sich auswärts gegen den
Kapfenberger SV mit einem 2:2-(0:0)-Remis zufriedengeben. Die
Hütteldorfer (43 Punkte) verpassten es damit, von den Ausrutschern
von Meister und Tabellenführer Salzburg (49/1:1 gegen Wiener
Neustadt) sowie der Austria (43/0:1 gegen den LASK) zu profitieren.
Die Wiener machten vor 4.000 Zuschauern durch Tore von Markus
Katzer (66.) und Mario Konrad (87.) zwar einen 0:1-Rückstand wett,
schlussendlich sicherte Markus Felfernig den Gastgebern in der fast
letzten Aktion des Spiels aber noch einen verdienten Punktgewinn
(93.). Marek Heinz hatte die Kapfenberger in der 57. Minute in
Führung gebracht.
Kapfenberger wurden stärker
Die Wiener starteten bei schwierigen Platzverhältnissen im
Franz-Fekete-Stadion ambitioniert in die Partie und fanden durch
Pehlivan auch die erste Chance vor, der Schuss des ÖFB-Teamspielers
ging aber knapp am Kapfenberger Tor vorbei (7.). Mit Fortdauer der
ersten Hälfte trauten sich die Gastgeber aber immer mehr zu,
übernahmen klar die Initiative und waren dem Führungstreffer zweimal
näher.
Osoinik wurde in höchster Not im Strafraum von Kavlak beim
Abschluss behindert (21.), dazu ging ein herrlicher Flugkopfball des
starken Heinz um Zentimeter am Gehäuse von Rapid-Goalie Payer, der
machtlos gewesen wäre, vorbei (38.). Von den Rapidlern war nichts zu
sehen, weder vom Sturmduo Jelavic (mit Gesichtsmaske) und Gartler,
noch von Kapitän Hofmann, der bei seinem ständigen Bewacher Rene
Pitter gut aufgehoben war.
Für den angeschlagenen Pitter kam zur Pause Schmid, am
Spielgeschehen änderte sich vorerst aber nichts. Dem Vizemeister
fehlten die nötigen Ideen, die Steirer waren besser und wurden in der
Folge auch belohnt. Nach einem Siegl-Freistoß schoss der völlig frei
stehende Heinz mit links aus elf Metern ein (57.).
Aufwachphase
Mit dem Rückstand wachten die Hütteldorfer endlich auf und
intensivierten ihre Offensivbemühungen. Kapfenberg-Goalie Wolf wehrte
einen Kavlak-Schuss zwar ab, war in der Folge nach einer
Hofmann-Idealflanke bei einem Katzer-Kopfball aber machtlos (66.).
In der Schlussphase gab sich die Gregoritsch-Truppe mit dem
Verwalten des Ergebnisses zufrieden, die Wiener waren deshalb dem
Siegestreffer näher. Hofmann schoss aus aussichtsreicher Distanz nach
einem Drazan-Querpass in die Wolken (78.), Jelavic' erste Chance
wurde wenig später auch nicht mit einem Treffer belohnt (81.). Als
"Joker" Konrad nach einer Pehlivan-Flanke und einer Jelavic
Weitergabe die Wiener in Führung brachte (87.), sah alles doch noch
nach einem Happy End für die Pacult-Elf aus. Doch Felfernig sorgte
nach einer Fukal-Flanke und einem Missverständnis zwischen Payer und
Dober noch für das 2:2 (93.).
Es war der erste Punktgewinn für die an vorletzter Stelle
liegenden Steirer seit deren Wiederaufstieg gegen Rapid im siebenten
direkten Duell. Die Wiener haben damit aus den jüngsten fünf
Auswärtsspeilen nur zwei Punkte geholt, genauso viele wie in den
bisherigen vier Frühjahrsspielen. (APA)
23. Runde:
Kapfenberger SV Superfund -
SK Rapid Wien 2:2 (0:0)
Franz-Fekete-Stadion, 4.000, SR
Schörgenhofer
Tore: 1:0 (57.) Heinz
1:1 (66.) Katzer
1:2 (87.) Konrad
2:2 (93.) Felfernig
Kapfenberg: R. Wolf - Osoinik, Schönberger, Fukal, Rauscher -
Pitter (46. Schmid), Siegl, Majstorovic (81. Erkinger), Felfernig -
Heinz, Pavlov (69. Di Salvo)
Rapid: Payer - Dober, H. Eder, Soma, Katzer - Hofmann, Pehlivan,
Kulovits (60. Boskovic), Kavlak (71. Drazan) - Jelavic, Gartler (60.
Konrad)
Gelbe Karten: Siegl, Pavlov bzw. H. Eder