Sozaildrama ab 26. März auch in den österreichischen Kinos zu sehen
Los Angeles/New York - Zwei Tage vor der Oscar-Gala hat Hollywood das bittere Sozialdrama "Precious" zum Gewinner der "unabhängigen" Filmproduktionen gemacht. Das Leinwanddrama über eine junge Afroamerikanerin, die vom Vater vergewaltigt und von der Mutter körperlich und psychisch misshandelt wird, sahnte bei der Verleihung der Spirit Awards in der Nacht zum Samstag gleich fünffach ab.
"Precious", ab 26. März in den österreichischen Kinos zu sehen, erhielt den Preis als "bester Film". Lee Daniels sicherte sich den begehrten Regie-Preis. Die 26-jährige Gabourey Sidibe wurde für ihre Darbietung als Opfer gewalttätiger Eltern, das es schafft, sich von zu Hause loszureißen und den Weg in eine bessere Zukunft anzutreten, zur besten Hauptdarstellerin ernannt. Ihre "Mutter", die 42-jährige Mo'Nique, erhielt den Nebendarstellerin-Preis. An Geoffrey Fletcher ging die Auszeichnung für das beste Original-Drehbuch.
Jeff Bridges wurde für seine Rolle als vom Alkohol zerstörter Countrysänger in "Crazy Heart" mit dem Spirit Award für den besten Hauptdarsteller belohnt. Statt wie in vergangenen Jahren am Strand von Santa Monica fand die lockere Zeremonie erstmals auf einer Dachterrasse über dem Lichtermeer von Los Angeles statt. Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. (APA)