Deutsche GEMA will mit Klagen Musiktausch im Usenet unterbinden

7. März 2010, 11:35
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Einstweilige Verfügung gegen Zugangsbetreiber Usenext erwirkt

Während der Kampf der Musikindustrie gegen File-Sharing-Netzwerke wie Bittorrent in den letzten Jahren immer wieder für große Schlagzeilen gesorgt hat, tobt im Hintergrund noch an einer anderen Front seit Jahren eine Auseinandersetzung rund um den Tausch von urheberrechtlich geschützten Materialien: Die Aktionen gegen P2P-Lösungen haben einer der ältesten Institutionen des Internets, dem Usenet, zu einem neuen Aufschwung verholfen, immerhin ist hier der Tausch weitgehend anonym und rasch erledigt.

Klagen

Kein Wunder also, dass dies der Content-Industrie ein Dorn im Auge ist, und sie immer wieder auf rechtlichem Wege gegen das - teilweise von den BetreiberInnen recht ungeniert beworbene - Treiben vorgehen will. So hat man nun die deutsche Musikverwertungsgesellschaft GEMA beim Landesgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber Usenext erreicht. Den Kern der Auseinandersetzung bilden dabei rund 100 Werk aus dem GEMA-Angebot, die über einen Usenext-Zugang heruntergeladen werden konnten.

Tausch

Die grundlegende Auseinandersetzung wird allerdings wohl noch eine Weile weiter gehen. So gibt es eine ganze Reihe von Usenet-Anbietern, die sich weigern - wie von der GEMA gefordert - Newsgroups in denen urheberrechtlich geschützte Inhalte getauscht werden, zu sperren. In der Vergangenheit hatte die GEMA Usenext bereits gerichtlich dazu zwingen lassen, die Werbung für den eigenen Dienst abzuschwächen, da diese den "illegalen Tausch in unzulässiger Form fördere. Ein grundlegender Erfolg gegen den Tausch im Usenet ist derzeit aber kaum in Sicht. (red, derStandard.at, 07.03.10)

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