Verfassungsgericht prüft Militärabkommen mit den USA

07. März 2010 09:30

Regierung von Präsident Uribe unterzeichnete Vereinbarung ohne Parlamentsdebatte

Bogota - Die Vereinbarung der kolumbianischen Regierung mit den USA über die Nutzung von mindestens sieben Militärstützpunkten in Kolumbien durch US-Streitkräfte muss nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts in Bogota überprüft werden. Wie Mitarbeiter des Gerichts am Samstag mitteilten, nahmen die Richter die Eingabe einer Gruppe von Anwälten gegen die von ihnen als verfassungswidrig angesehene Vereinbarung an. Der Gerichtshof leitete die Eingabe an den Generalanwalt der Nation, Alejandro Ordonez, weiter.

Keine Parlamentsdebatte

Die als Menschenrechtsorganisation tätige Anwaltsgruppe Jose Alvear Restrepo macht geltend, dass die Regierung von Präsident Alvaro Uribe die im vergangenen Oktober geschlossene Militärvereinbarung ohne vorherige Debatte im Parlament unterzeichnete. Dies verstoße gegen die Verfassung, weil die Vereinbarung die Präsenz ausländischer Truppen in Kolumbien vorsehe. Die Regierung habe außerdem die Empfehlung des Staatsrats missachtet, die Vereinbarung vor ihrer Unterzeichnung den Parlamentariern vorzulegen.

Dagegen argumentiert Uribe, dies sei nicht notwendig gewesen, weil es lediglich darum gegangen sei, bereits seit 1974 bestehende Vereinbarungen über den Kampf gegen Guerillaorganisationen und Drogenhandel zu verlängern. Für den sogenannten Plan Kolumbien hat Bogota von den USA seit dem Jahr 2000 Hilfen in Höhe von rund 5,5 Milliarden Dollar erhalten. (APA)

pichichi
07.03.2010 19:11
nicht schlecht

immerhin scheint der VGH in COL einigermassen zu funktionieren. uribe darf ja auch nicht mehr wiedergewählt werden (was vom standard vollkommen ignoriert wurde, ev. ist fr. weiss in urlaub). mal schaun was am ende herauskommt.

napfiatgott
08.03.2010 13:26
pichichi
08.03.2010 19:51

oder ich bin urlaubsreif :) da hat wohl der bediener der sufu versagt........

Der Neue Mensch
07.03.2010 22:24

In den neu-sozialistischen Nachbarländern werden die OGHs einfach ("sozialistisch") umgebaut, wenn sie nicht nach Gusto des Präsidenten urteilen. Aber Kolumbien ist halt trotz aller Probleme, die bekanntlich nicht allein Schuld einer "rechten, neoliberalen Oligarchie" sind, noch eine einigermaßen funktionierende Demokratie.

ichbindu
 
07.03.2010 13:13
immer diese Verschwörungen gegen die USA

bist du blöd

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