Gnassingbe zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt

7. März 2010, 09:27
  • Artikelbild
    foto: ap/sunday alamba

    Am Donnerstag wählten 3,2 Millionen registrierte Wähler in Togo einen neuen Präsidenten. Zwei Tage später hat sich Amtsinhaber Faure Gnassingbe zum Sieger erklärt.

Oppositionskandidat Fabre wirft Regierung Wahlbetrug vor

Lome - Zwei Tage nach der Präsidentenwahl in Togo hat die Wahlkommission des westafrikanischen Staates am Samstag Amtsinhaber Faure Gnassingbe zum Sieger erklärt. Demnach erhielt Gnassingbe 1,2 Millionen Stimmen, Oppositionskandidat Jean-Pierre Fabre kam auf knapp 700.000 Stimmen. Fabre, der am Vortag den Sieg für sich beansprucht hatte, warf der Regierung die Manipulation des Wahlergebnisses vor.

Die Wahlkommission räumte am Freitagabend ein, dass die Technik zur Übermittlung der Wahlergebnisse nicht korrekt funktioniere. Deshalb wurden die Leiter aller 35 Wahlbezirke in die Hauptstadt Lome beordert, um die Einzelergebnisse vorzulegen.

Proteste am Samstag

Am Donnerstag waren 3,2 Millionen registrierte Wähler aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 hat es in Togo noch keine Wahl gegeben, die unumstritten als frei und fair galt. Der Amtsinhaber und Sohn des ein halbes Jahrhundert das Land regierenden Diktators Eyadama Gnassingbe ergriff wenige Stunden nach dessen Tod im Februar 2005 mit einem Militärputsch die Macht. Er trat nach dem Putsch zurück und gewann eine Präsidentenwahl, bei der es massiven Betrug gegeben haben soll.

In Lome versammelten sich am Samstag etwa 200 Anhänger der Opposition zu einer Protestkundgebung. Die Polizei ging nach eigenen Angaben mit Tränengas gegen die Menge vor. (APA/apn)

Malkaye
10
Merci la France

MartinB
10

Was hat Frankreich damit zu tun? Ausser dass Togo bis 1960 Kolonie war?

Malkaye
00
kennen sie die rolle frankreichs in den pseudo-unabhängigen frankophonen staaten afrikas nicht, oder verleugnen sie diese?

Senegal, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gabun, Zentralafrikanische Republik, Tschad. alles diktaturen, die unter frankreichs knute dahindümpeln. kein hafen, keine rohstoffvorkommen, keine regierung, die nicht von frankreich administriert wird.
es gibt positiv-beispiele in afrika, keins davon war französisch.

Togo war eins der besten beispiele für afrika. noch jahrzehnte, nachdem deutschland dort vertrieben wurde. aber irgendwann hat es die franceafrique doch hinbekommen, togo wieder ganz nach hinten zu ketten.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.