EU-Außenministerin Ashton ist arm dran

Thomas Mayer, DER STANDARD, 6. März 2010, 17:53
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    foto: epa/salas

    EU-Außenministerin Catherine Ashton mit dem spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos in Cordoba. Im Hintergrund Michael Spindelegger.

Was immer EU-Außenministerin Baroness Catherine Ashton in ihrem noch jungen Amt auch tut: Sie wird mit Kritik überhäuft, je nachdem, welche EU-Institution, welcher Mitgliedstaat, welche Minister oder welcher Spitzenfunktionär aus ihrer viele tausend Köpfe zählenden Beamtenschaft sich von ihr gerade über- oder hintergangen fühlt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie es nicht schafft und auch gar nicht schaffen kann, die wichtigsten Termine wahrzunehmen, die sich aus ihrer Job-Agenda ergeben. Die 53-Jährige Britin ist in der heiklen Lage, dass sie derzeit permanent irgendwo fehlt und/oder umstrittene Entscheidungen trifft. Sie macht Fehler am laufenden Band bzw. kann nichts wirklich gut machen.

Das ist keineswegs (nur) ihre persönliche Schuld. Das hat viel mit der Konstruktion zu tun, wie sie der EU-Vertrag von Lissabon vorsieht: Ashton ist nicht nur Hohe Vertreterin der gemeinsamen Außenpolitik der Union, sondern gleichzeitig auch Vizepräsidentin der EU-Kommission. Sie sitzt mit den Staats- und Regierungschefs zusammen bei EU-Gipfeln, und sie soll auch den EU-Außenministerrat führen, und ist Chefin des Europäischen Diplomatischen Dienstes (EAD), den sie gerade aufbaut.

Und sie hat ihren Wohnsitz nicht nach Brüssel verlegt, sondern beharrt darauf, als "arbeitende Mutter" am Wochenende heim nach London zu fahren, zu Ehemann, zwei eigenen Kindern und drei Stiefkindern. Und das unter der Grundvoraussetzung, dass wichtige Infrastrukturen - etwa ein eigenes Flugzeug, wie das die Außenminister großer Länder selnstverständlich haben - fehlen. Die Union ist nicht darauf vorbereitet, eine überzeugende Welt-Außenpolitik zu machen. Alles ist kleinliches, nationalstaatliches, verbürokratisiertes Stückwerk. Tausende APo-Beamte sitzen verstreut in Brüssel, noch ohne klare Struktur, zwischen Rat und Kommission gespalten. Und Ashton, ohne jede außenpolitische Erfahrung und von Europas Sozialdemokraten im November eher aus Verlegenheit in den Job nominiert, ist es bisher nicht gelungen, sich in Szene zu setzen und die Führung real zu übernehmen.

Beim informellen Treffen der EU-Außenminister im spanischen Córdoba, das soeben zu Ende gegangen ist, hat sich der ganze "Frust" von Europas Chefdiplomaten an diesem Wochenende über die unerfreuliche Situation zum ersten Mal so richtig entladen. Kein Zufall. Am kommenden Mittwoch, wenn sie sich im EU-Parlament in Straßburg der ersten großen außenpolitischen Debatte stellen soll, wird Ashton 100 Tage im Amt sein. Dann ist die "Schonzeit" für neue Minister vorbei. Am 1. Dezember war sie das Amt angetreten, am Tag, als der Lissabon-Vertrag in Kraft trat, der der Union eine qualitativ neue, stärkere, kohärentere Außenpolitik bringen soll, eine bedeutende Rolle in der Welt.

Davon ist aber bisher wenig bis nichts zu sehen. "Wir werden nicht eingebunden, es ist keine klare Linie erkennbar, es gibt keine Koordination, welche politische Linie es gibt", brachte Österreichs Außenminister Michael Spindelegger die Stimmung unter seinen Kollegen auf den Punkt, und getraute sich auch, das öffentlich unverblümt zu sagen. Der Finne Alexander Stubb oder der Luxemburger Jean Asselborn stimmten in die Kritik, die im verregneten Córdoba wie ein reinigendes Gewitter über Ashton niederging, ein: "Wir sind da, um Außenpolitik zu machen, nicht um uns in Formalitäten zu verheddern. Die Probleme warten nicht auf uns", sagte Asselborn mir zum Abschluss, "die Außenpolitik ist keine Sache von Funktionären, sondern von Politikern, die sich vor dem Parlament dafür rechtfertigen müssen."

Das sitzt. Die Kritik wirkte umso schärfer, als alle Minister sich demonstrativ hinter die Britin stellten, versicherten, dass dies überhaupt nichts mit ihrer Person zu tun habe, dass sie sie persönlich schätzten. Die EU-Außenminister werfen Ashton vor, sie werde von Kommissionspräsident José Manuel Barroso "gesteuert", dessen Behörde bisher die Außenpolitik und die Entwicklungsprogramme und daher das meiste EU-Geld in diesem Bereich verwaltete. Anstatt sich auf den Kern ihrer Arbeit zu konzentrieren, lasse sie sich von Brüsseler Beamten vor sich hertreiben.

Ashton hat selber viel dazu beigetragen, dass dieses hässliche Bild entstehen konnte. Den ersten schweren Fehler hatte sie bereits ganz am Anfang bei der Wahl ihres Büros gemacht. Anstatt in das Gebäude ihres Vorgängers als EU-Außenbeauftragten, des angesehenen Spaniers Javier Solana, einzuziehen, verblieb sie dort, wo sie herkam: in der EU-Kommission, wo sie bis dahin als Außenhandelskommissarin werkte. Was die Mitarbeiter betrifft, setzte sie ganz auf ihren bewährten Mitarbeiterstab, stützte sich vor allem auf britische Vertrauensleute. Das schuf sofort böses Blut, insbesondere bei den Franzosen, die selber auf eine bedeutende Rolle in der EU-Außenpolitik beharren. Noch heute logiert Ashton im Kommissionsgebäude (sie ist ja inzwischen auch Vizepräsidentin), und zwar im Stockwerk unter dem von Präsident Barroso. Eine Bürolage mit hohem symbolischen Wert, wie viele Diplomaten finden. Barroso, so munkelt man, habe völlig abgehoben und glaube, er könne sich über Ashton auch zum heimlichen Chef der EU-Außenpolitik aufschwingen.

Da spielt auch Verlust an Einfluss mit, der sich aus dem neuen Lissabon-Vertrag ergibt: Die Außenminister dürfen neuerdings nicht mehr an EU-Gipfeln teilnehmen, Barroso schon, so als wäre er selber eine Art Regierungschef. Daher versuchen die Außenminister, Ashton auf ihre Seite zu ziehen. Daher die Härte, mit der man in Cordoba mit ihr umging.

Ob sich die Lage bessert, wird man erst sehen müssen. Die Baroness tat bei ihrer Pressekonferenz geradezu so, als habe sie die Kritik nicht gehört, bedankte sich sogar für die "Ideen", die man an sie herangebracht hat.  Aber sie ließ auch durchblicken, dass sie durchaus Hilfe brauchen könnte und zuweilen auch bekomme. Nach Cordoba habe sie mit dem französischen Außenminister Bernard Kouchner mitfliegen dürfen.  "Es gibt jeden Tag drei, vier wichtige Dinge, an denen ich teilnehmen könnte, aber ich muss mich für eine entscheiden", erläuterte sie ihre Abstimmungsprobleme. Kaum hatte sie das gesagt, wurde sie schon wieder kritisiert, diesmal aus Spanien, dem Gastgeberland. Denn wenige Stunden nach dem Ende des EU-Außenministertreffens begann in Granada der erste Gipfel EU-Marokko, höchstrangig besetzt.

Aber Ashton schwänzte das Treffen, flog nach Hause, weil sie sich schon auf die nächste schwere Kraftprobe vorbereiten muss: Mm Mittwoch wird das Europäische Parlament in Straßburg sie in die Mangel nehmen. Hauptthema: fehlende Einbindung und Kontrolle beim Aufbau des Diplomatischen Dienstes. Dann begibt sie sich auf eine umfangreiche Nahost-Tour, auch in den Gazastreifen, der an sich gesperrt ist, um dann auch nach Moskau zu reisen. Wenn sie zurückkommt, warten bereits wieder die EU-Außenminister. Denn am 22. März soll der Vorschlag zum EAD fertig sein und beschlossen werden, denn am 25. März tagt der nächste EU-Gipfel in Brüssel. Einem Teilnehmer gibt das zu denken: "Irgendwann stellt sich die Frage des rein körperlichen Überlebens." Anders gesagt: Wenn nicht bald was geschieht, wird Ashton das nicht durchstehen können, und an einem Scheitern der EU-Außenministerin kann niemand in der Union Interesse haben, weil damit die gemeinsame Außenpolitik im Ansatz gescheitert wäre.

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phantomas phantomas
00
12.4.2010, 21:08
Flasche

Der kleinste gemeinsame Nenner bedeutet immer nur Kosten, Kosten, Kosten. Während die Staaten sparen müssen, wird Brüssel immer fetter.

E.J.
00

Weil immer Parteipolitik und Zugehörigkeit vor Kompetenz kommt.

Dirty Sanchez
 
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Lieber arm dran als Arm ab.

chris2meyer
03
Unterhaltsame Auslassungen von Nigel Farage zu Baroness Catie Ashton

http://www.youtube.com/watch?v=0vBqyG6qYXE

Christoph ************
00
17.3.2010, 11:35

Farage ist meist sehr unterhaltsam aber nur sehr selten ernst zu nehmen.

dermartino
03

Sie muss sich die nötige Infrastruktur schaffen..

einen Stab mit sowohl Vertrauensleuten als auch absoluten Vollprofis, die nach ihren Anweisungen arbeiten und ein Umfeld, dass ohne Bürokratiehürden auskommt.. also wenns sein soll, halt ein eigenes Flugzeug.

Dann wird zwar die Kronenzeitung lästern, aber was solls.

Unsere Schottermizi fliegt auch mit dem Privatjet nach Vancouver (oder zmd. nach Deutschland).

Für so eine Position kanns irgendwie echt nicht sein, dass man sich mit Flügen herumschlagen muss.

Let's agree not to agree
00
Frage:

Warum lässt man den Kommissionspräsidenten inkl. Kabinett und EU-Außenminister nicht von allen Bürgern Europas demokratisch wählen???

Ist vielleicht ein bisschen naiv, aber damit könnte man zumindest die Vertrauenskrise zwischen Volk und EU überwinden...

Thomas Wetschnig
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Weil es in parlamentarischen Demokratien so ist .....

.......... dass das Parlament die Funktionstraeger waehlt.

Let's agree not to agree
10
Offensichtlich

funktioniert dieses System auf EU-Ebene nicht.

Zudem wird die Kommission nicht vom Parlament gewählt, sondern von den Regierungschefs der Mitgliedsländer bestellt. Das Tandem Rat-Kommission ist undemokratisch, das Parlament nur Erfüllungsgehilfe.

Die Staatschefs sind zwar in ihrem jeweiligen Ländern gewählt, aber jede neue Gebietskörperschaft braucht ihre eigene demokratische Legitimation.

Christoph ************
01
11.3.2010, 11:17

De jure ist die Kommission vom EP gewaehlt auf Basis von Vorschlaegen des Rates.

Das heisst, dass in Wirklichkeit die Auswahlmoeglichkeit des Parlaments ziemlich eingeschraenkt ist, aber auch, dass es sehr wohl ein entscheidendes Wort bei jeder neuen Kommission mitzureden hat. Das Parlament nimmt diese Recht durchwegs ernst und nickt neue Kommissionen nicht einfach ab.

Eine Kommission muss deshalb sehr wohl die Unterstuetzung von Mitgliedsstaaten und EP haben. Sie kann im uebrigen auch jederzeit durch eine Mehrheit im EP gestuerzt werden.

sokra
00
11.3.2010, 17:25

Auch wenn die Bestellung der Kommission de jure demokratischer abläuft als eine Regierungsbildung national ist nüchtern betrachtet immer noch die Wahrnehmung der Bevölkerung am Wichtigsten!

Es ist sinnlos (und undemokratisch) wenn die Bevölkerung die Bestellung der Kommission beeinflussen kann, aber selbst nicht weiß (oder nicht das Gefühl hat), dass sie dies durch die Europawahlen beeinflussen kann und tut.

Daher wäre es wichtig dass man bei den nächsten Wahlen ganz klar Spitzenkandidaten benennt und diesen Zusammenhang, Parlament - Kommission, deutlich macht (auch wenn ich ein parlamentarisches System auf Europaebene nicht gutheiße).

Ggg14
01
16.3.2010, 23:16

Solange die "Wahrnehmung der Bevölkerung" vom Kleinformat abhängt, kann man an der Struktur ändern was man will.

sokra
00
17.3.2010, 17:21

Die passionierten Kleinformatleser habe ich schon aufgegeben - da kann man wirklich nichts recht machen.

Aber es gibt ja zum Glück auch eine andere Öffentlichkeit. Und da gibt es Verbesserungspotential. Die Wahrnehmung die Kommission beeinflussen zu können wäre schon größer wenn die Kandidaten für den Kommissionspräsidentenposten im Wahlkampf von den Plakaten lachen würden und man intensiv über die Personen diskutieren würde- was sich aber schwer erzwingen lässt.

Oder - und das wäre meine absolute Lieblingsvariante- man wählt auf irgendeiner Weise die Kommission direkt. Das würde dann auch eine Diskussion über europäische(!) Themen im Wahlkampf erzwingen.

Christoph ************
00
11.3.2010, 18:59

Das hat schon einen wahren Kern. Man muss deswegen genau da ansetzen. Das Parlament hat es eh schon letztes mal vorsichtig versucht hervorzuheben, dass es eben nicht egal ist wer dort drinnen sitzt, auch herabgebrochen auf die ganz alltäglichen Anliegen der Bürger. Das hat man nicht ganz geschafft.

Aber deswegen ist es umso notwendiger das nächstes mal noch deutlicher zu machen und nicht nur vor der nächsten Wahl. Das EP muss auch in den Jahren bis dorthin zeigen, dass es einen Unterschied macht.

Ein Thema, dass derzeit stark im Vordergrund steht ist anscheinend der Schutz der Privatssphäre. Beim Swift-Abkommen hat man das schon gesehen. Als nächstes trifft es ev. das ACTA-Abkommen.

sokra
01

Finde auch dass man auf EU Ebene versuchen sollte päpstlicher als der Papst (Nationalstaaten) zu sein, weil in einem Vielvölkergebilde die demokratische Legitimation schwieriger ist;

Die direkte Wahl eines Vertreters der Exekutive durch die Bevölkerung wäre der Idealfall- allerdings glaube ich dass das in einen Fiasko enden könnte (siehe Songkontest, eventuell würde der Präsident immer nur aus dem selben Land kommen)

Aber vielleicht wäre durch einen geschickten Wahlmodus eine "Fastdirektwahl" der Exekutive möglich... aber die Regierungschefs werden überhaupt kein Interesse an sowas haben.

Nachdem aber die EU kein Bundesstaat ist werden bundesstaatlichen Komponenten auch immer nur zusätzlich zur Macht der Staatschefs existieren können.

Ggg14
01
16.3.2010, 23:19

Natürlich werden wir die europäische "Landeshauptleutekonferenz" noch einige Zeit ertragen müssen. Doch ich glaube ein eindeutiges Momentum in Richtung einer (Bundes-)Staatlichkeit zu erkennen.

he4db4ng0r
24

es tut mir leid, aber in einer solchen position kann man nicht darauf beharren "arbeitende mutter" zu sein. darüber braucht man auch nicht diskutieren.

gaisbock
00
Gibt´s kein Spendenkonto?

iohui
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moah, armes hascherl. hat sie nicht gewusst auf was sie sich einlässt und dass sie es nicht derpacken wird.

man könnte helfen indem man mann & kinder zu ihr fliegt statt ihre kostbare zeit mit privatreisen zu vergeuden. ansonsten hält sich mein mitleid in grenzen.

die aufgaben wurden so gewählt, dass jedem klar ist, dass sie es nicht ist, die die politik macht und fundierte entscheidungen trifft.
sie ist nur die repräsentantin, eingesetzt zum verheizen.
da es anscheinend auch nicht die nationalen aussenminister sind, die die aussenpolitik machen, stellt sich die frage, wer hier jetzt anschafft.

schattendiktatur nach innen und nach aussen.
das ist ein blindflug für eine halbe milliarde europäer.

eins muss man den eu-gestaltern und -verwaltern lassen: sie haben es in rekordzeit geschafft, mein vertrauen in die eu-führung restlos zu zerstören.

Christoph ************
01

Ich weiß ja nicht ob sie es wissen, aber zwischen London und Brüssel fliegt man nicht, man fährt mit dem Zug. Eineinhalb Stunden um genau zu sein, von Zentrum zu Zentrum.

iohui
10

erzähl das dem, der so laut beklagt, dass ihr dafür kein eigenes flugzeug zur verfügung steht.

mir ist es nämlich vollkommen wurst, welches transportmittel die familie ashton benutzt.

Christoph ************
00
11.3.2010, 11:13

Na so wichtig ist das eh nicht, aber bei Lady Ashton duerfte es zwischen London und Bruessel tatsaechlich der Eurostar sein. In ihrem Job muss sie aber natuerlich extrem viel reisen, dann ist sie zwangslaeufig viel aufs Flugzeug angewiesen. Es waere zu ueberlegen ob eine kleine Maschine da nicht guenstiger kaeme als die Alternativen.

Christoph ************
13

"Die EU-Außenminister werfen Ashton vor, sie werde von Kommissionspräsident José Manuel Barroso "gesteuert""

Mich verwundert diese absolut einseitige Berichterstattung in den Medien (und zwar fast allen) immer wieder aufs neue.

Es ist doch nur ein stink normaler Machtkampf im Gange und was die nationalen Minister wirklich so aufregt ist, dass Lady Ashton eben nicht von ihnen alleine "gesteuert" wird.

Wenn Barroso als Kommissionspräsident sich einbildet auch auf die Außenpolitik Einfluss nehmen zu können (er glaubt ja wohl sicherlich nicht, das alles für sich alleine haben zu können) und das die Minister echauffiert, dann frage ich: Wo im Lissabon Vertrag steht, dass das alles zu 100% in nationaler Verantwortung zu bleiben hat?

Ggg14
00
16.3.2010, 23:23

Absolut. Und ich wundere mich dann immer wieder über die Aufregung. Baroso ist defacto Regierungschef. Die Kommission hat das Initiativrecht für europ. Gesetze und entspricht somit organisatorisch den nationalen Regierungen.
Manche sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht oder leugnen die Existenz von Dingen, die es laut ihrer nationalen Weltsicht nicht geben darf.

Erich Teufel
00
Alles in allem ein Elend!

Das typische europäische Politik-Versagen. Die USA sind mächtig, und Europa das Gelächter der Welt.

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