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Cyberlab 2010

Wenn die Virtualität die Realität dominiert

6. März 2010, 14:01
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    foto: apa/epa/ahmad yusni

    Bis zu 250 Computerspieler werden bei der LAN-Party von 12. bis 14. März im Festspielhaus St. Pölten erwartet.

48 Stunden im Cyberspace - Im Festspielhaus St. Pölten treffen von 12. bis 14. März bis zu 250 ComputerspielerInnen bei einer LAN-Party aufeinander

Für 48 Stunden öffnet sich an diesem Wochenende der Große Saal des Festspielhauses St. Pölten: Bei der LAN-Party im Rahmen des Cyberlab 2010 wirken bis zu 250 ComputerspielerInnen zwischen 15 und 35 Jahren mit. Ein Event dieser Art führt dazu, dass der physische Körper in den Hintergrund tritt und die virtuelle Spielfigur in den Computerspielen stattdessen die Regie über die Bedürfnisstruktur der SipelerInnen übernimmt. Die Virtualität dominiert die Realität, der Computer reguliert den Menschen.

Kultur der Computerspiele sichtbar machen

Obwohl LAN-Partys durch die zunehmende Beliebtheit von Online-Spielen einen Einbruch erlitten haben, ist das vernetzte Spielen vor Ort durch eine andere Qualität bestimmt. Ziel des Projektes ist es, mit der öffentlich zugänglichen LAN-Party und ihrem Rahmenprogramm die Kultur der Computerspiele begehbar und sichtbar machen.

Eine neue Kulturform?

Unter anderem stehen mit den "Electronic Sport Shows" virtuelle Sportkämpfe am Programm, bei denen es - wie ich echten Leben - Viertel-, Halb- und Finalspiele gibt. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Computerspiele als neue Kulturform?" versuchen Experten und Computerspieler, dem Phänomen von Computer- und Online-Spielen auf den Grund zu kommen: Was macht die Faszination aus? Lösen Computerspiele als neue Kulturträger etwa Buch und Film ab? Entstehen dadurch neue Kulturen und Erzählformen? Oder sind sie eine Gefahr für die Gesellschaft? Die Diskussion verspricht spannend zu werden.