ÖVP-Initiative

Ohne Deutschkurs keine Sozialleistungen

05. März 2010 17:02
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    Foto: robert newald photo

    "Ich kenne keinen Bürgerlichen, der sich schwertut, auf die Frage, ob es Gaskammern gegeben hat, eine klare Antwort zu geben."

Außenminister Michael Spindelegger präsentiert neue Parteilinie: Eltern sollten bestraft werden können

Wien - Die ÖVP will künftig in Integrationsfragen verstärkt auf Zwang setzen. Michael Spindelegger, Außenminister und Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB, präsentiert im Standard-Interview den neuen Kurs seiner Partei: Kinder, die Sprachdefizite haben, sollen parallel zur Volksschule Sprachkurse besuchen müssen, bis sie dem Unterricht folgen können. Eltern, deren Kinder daran nicht teilnehmen, sollen bestraft werden können. Ihnen sollen nach Ansicht der ÖVP Sozialleistungen gestrichen werden.

"Ich halte es wirklich für fatal, wenn wir alle anderen Kinder damit belasten, dass einige dem Regelunterricht nicht folgen können", sagt Spindelegger. Die Sprachinitiave soll ganztägig angeboten werden und verpflichtend sein. Eine Sprachfeststellung soll während des verpflichtenden Kindergartenjahrs stattfinden.

Spindelegger verweist darauf, dass bereits die Hälfte aller Kinder in Wiener Volksschulen in allen Bezirken nicht Deutsch als Muttersprache haben. "Wir haben bisher Systeme aufgebaut, bei denen alles auf Freiwilligkeit basiert." Das habe nicht funktioniert.

Auch die Eltern sollen künftig zu Sprachkursen verpflichtet werden - wieder mit Sanktionsmöglichkeiten. "Wir wollen keine Parallelgesellschaften", sagt Spindelegger

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Standard: Laut jüngstem Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz sind Schwarze und Muslime in Österreich nach wie vor der Gefahr ausgesetzt, Opfer von Rassismus zu werden. Besonders Asylwerber seien mit einem negativen Klima konfrontiert. Woran liegt das? Mögen die Österreicher keine Fremden?

Spindelegger: Man muss aber auch sehen, dass es besser geworden ist, das sagt auch dieser Bericht. Aber es stimmt, es gibt diese Auseinandersetzungen, vor allem in den Ballungsräumen, wo viel Bewegung entstanden ist. Das kann man so nicht hinnehmen.

Standard: Was kann man dagegen unternehmen?

Spindelegger: Der wesentliche Ansatzpunkt ist die Integration. Da müssen wir einen anderen Zugang finden. Nicht nur den, dass es keine Probleme geben soll. Es geht auch darum, wie wir jene Leute, die als neue Österreicher bei uns leben, in unsere Gesellschaft aufnehmen. Wir brauchen die neuen Österreicher. Der Nachwuchs unserer Gesellschaft kommt besonders auch aus diesem Kreis. Wir müssen ein Interesse daran haben, dass wir diesen neuen Österreichern in Zukunft eine andere, eine bessere Perspektive bieten.

Standard: In Wien macht der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Volksschulen bereits mehr als 50 Prozent aus ...

Spindelegger: Erstmals bereits in allen Bezirken.

Standard: Sind die Schulen darauf ausreichend vorbereitet?

Spindelegger: Ich habe den Eindruck, dass wir noch nicht mit aller Konsequenz die Augen geöffnet haben und erkennen, was das in der Bildungsarbeit für neue Herausforderungen darstellt. Wir wissen, dass elf Prozent aller Schüler am Ende der Volksschule nicht sinnerfassend lesen können. Aus dem Bereich der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache ist es aber gleich ein Drittel. Nicht sinnerfassend lesen heißt, dass hier eine Voraussetzung nicht erfüllt wurde, die für jeden weiteren Bildungsschritt unabdingbar ist. Das ist ein enormes Hindernis.

Daraus müssen wir Konsequenzen ziehen. Ich glaube, dass wir eine neue Sprachinitiative brauchen: Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, müssen das nachholen. Für dieses Projekt brauchen wir eine Ganztagsschule mit Unterricht am Vormittag und am Nachmittag, damit die Kinder möglichst rasch vom Sprachdefizit wegkommen und dem Regelunterricht folgen können. Da sollte es die Verpflichtung geben, auch am Nachmittag die Sprache zu lernen.

Standard: Wo soll das stattfinden? Wäre das eine eigene Schule, oder soll das an den bestehenden Schulen stattfinden?

Spindelegger: Das sollte nicht das Problem sein, da kann es sicher auch Kombinationen geben. Das Entscheidende ist, dass die Betreuung auf sprachliche Ausbildung ausgerichtet ist. Das können auch ein oder zwei Klassen an der bestehenden Schule sein. Nur mit dem sprachlichen Rüstzeug ist auch sozialer Aufstieg möglich.

Standard: Bei welcher Altersgruppe sollte das ansetzen?

Spindelegger: Wir müssen dort ansetzen, wo die Probleme beginnen - vor dem letzten Kindergartenjahr. Noch bevor das Kind in die Schule kommt, muss festgestellt werden, ob die sprachliche Eignung vorhanden ist. Derzeit passiert das bei der Schuleinschreibung. Das müssten wir um ein Jahr vorverlegen. Bereits vor dem verpflichtenden Kindergartenjahr müsste eine Sprachfeststellung erfolgen. Dann ist der weitere Weg vorgezeichnet: Bei Defiziten muss die sprachliche Ausbildung stärker betont werden.

Standard: Wie lange sollte diese Ausbildung erfolgen?

Spindelegger: Bis ein Kind in der Lage ist, dem Regelunterricht zu folgen. Ich halte es wirklich für fatal, wenn wir alle anderen Kinder damit belasten, dass einige dem Regelunterricht nicht folgen können.

Standard: Diese Sprachschule sollte parallel zur Volksschule laufen?

Spindelegger: Die ginge parallel zur Volksschule und müsste das Ziel haben, dass das Kind möglichst rasch ins Regelschulwesen umsteigen kann.

Standard: Sollte es Konsequenzen geben für den Fall, dass das nicht eingehalten wird?

Spindelegger: Aus meiner Sicht muss es in diese Richtung gehen. Wir haben bisher Systeme aufgebaut, bei denen alles auf Freiwilligkeit beruht. Wir haben Angebote gemacht. Aber wir sehen, dass diese Angebote genau von der Zielgruppe, die es besonders braucht, nicht in ausreichendem Maß in Anspruch genommen werden. Darum glaube ich, dass wir uns dazu durchringen müssen, über Konsequenzen nachzudenken. Eltern müssen bei der Ausbildung ihrer Kinder mitwirken. Wenn die Eltern das Integrationsbemühen nicht mittragen, wenn sie die Kinder nicht unterstützen und für die Ausbildung sorgen, dann muss das Konsequenzen bei den Sozialtransfers haben. Im Gegenzug müssen dann aber auch die Angebote entsprechend ausgebaut werden.

Standard: Sie meinen, wer sein Kind nicht in die Sprachschule schickt, dem werden die Sozialleistungen gestrichen?

Spindelegger: Genau. Und dann müssen wir den nächsten Schritt gehen. Wir sehen, dass die Sprachkurse, die beispielsweise an den Volkshochschulen angeboten werden, von der betroffenen Klientel relativ wenig wahrgenommen werden. Manchmal ist auch das Angebot nicht ausreichend. Ein Beispiel aus meinem Wahlkreis: Wir haben in Maria Enzersdorf eine Moschee. Dort wird nicht erlaubt, dass Frauen an die Volkshochschule gehen und den Sprachunterricht besuchen. Dann bieten wir diesen Sprachunterricht eben an der Moschee an, da lässt sich ein pragmatischer Weg finden. Es ist wichtig, dass auch die Eltern, insbesondere die Frauen, die eben sehr stark für die Kindererziehung zuständig sind, die Sprache erwerben. Sonst können sie die Kinder nicht unterstützen.

Standard: Und auch hier denken Sie an Sanktionen?

Spindelegger: Zuerst muss es entsprechende Angebote geben. Aber letztlich muss es auch Konsequenzen geben: Wer die Sprache nicht lernt, wird sich sehr schwer integrieren. Und das ist auf Dauer für die gesamte Gesellschaft ein Wettbewerbsnachteil. Wir wollen keine Parallelgesellschaften, wir brauchen eine österreichische Gesellschaft, die auf Integration besonderen Wert legt.

Standard: Die ÖVP tut sich mit der Ganztagsschule nicht leicht, jetzt fordern Sie das auch für die Volksschule. Ist das neue ÖVP-Linie?

Spindelegger: Das ist mein Vorschlag. Die Volksschule muss nicht überall eine Ganztagsschule sein - nur dort, wo es notwendig ist. Da muss man differenzieren. Der Vorschlag der Ministerin geht in Richtung eines ganztägigen Angebots und nicht einer Verpflichtung. Ich habe immer gesagt, der Bedarf geht weit über das Angebot hinaus. Das ist jetzt durch eine Erhebung belegt. Dem muss sich die ÖVP öffnen.

Standard: Gilt das auch für die Gesamtschule?

Spindelegger: Der Schlüssel ist die Durchlässigkeit. Die müssen wir weiter ausbauen.

Standard: Diese Durchlässigkeit scheint es nicht überall zu geben: Es gibt Bundesländer, die gerne mehr Neue Mittelschulen hätten. Die ÖVP beharrt aber auf der Zehn-Prozent-Grenze.

Spindelegger: Auch dort müssen wir einen Schritt nach vorne machen. Wir sind dabei, mit der Neuen Mittelschule einen neuen Schultyp auszuprobieren. Es gibt mittlerweile aber so viele Schulversuche, dass man die Regelschule kaum noch findet. Mit dieser Frage setzen wir uns im Bildungskonzept des ÖAAB, das jetzt im Entwurf vorliegt, auseinander. Mir geht es nicht um Ideologien und Organisationsformen, sondern um einen gemeinsamen Schritt nach vorne. Wir müssen versuchen, mit neuen Angeboten dem Bedarf gerecht zu werden.

Standard: Die FPÖ hat Barbara Rosenkranz als Präsidentschaftskandidatin aufgestellt - als Angebot an das bürgerliche Lager. Ist sie das?

Spindelegger: Sie ist keine bürgerliche Kandidatin. Bürgerliche Kandidaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bürgerliche Werte vertreten. Ich kenne keinen Bürgerlichen, der mit Nazi-Ideen etwas zu tun haben will, der sich Gedanken macht, wie man das Verbotsgesetz ändern kann oder der sich schwertut, auf die Frage, ob es Gaskammern gegeben hat, eine klare Antwort zu geben. Das passt einfach nicht zum bürgerlichen Gedankengut. Frau Rosenkranz ist keine bürgerliche Kandidatin, und sie ist für einen Bürgerlichen auch nicht wählbar.

Standard: Haben Sie keine Angst, es sich mit der "Krone" zu verscherzen? Das ist auch Ihrer Vorgängerin passiert. Ursula Plassnik ist wegen der EU-Linie völlig über Kreuz mit der "Kronen Zeitung" geraten.

Spindelegger: Ich habe eine ganz klare Einstellung pro Europa, ich bin auch der Europaminister. Auf diesem Weg werde ich unbeirrt voranschreiten. (Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.3.2010)

Zur Person: Michael Spindelegger (50) ist seit Dezember 2008 Außenminister, derzeit ist er auch Vorsitzender des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Spindelegger ist außerdem Bundesobmann des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB. Er wohnt in Mödling, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 749
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also dann ...
13.03.2010 11:25
o h n e 10-jährige berufspraxis in der privat-wirtschaft

soll k e i n e r ... politiker werden dürfen.

und alle d o d l n
der nation wären mit einem schlag arbeitslos !

fyi1
12.03.2010 16:40
Mundartverbot in Schulen !

und Abstrafen der unfähigen Eltern , bitte schön .....

john pell
12.03.2010 04:00

ohne English kein Europa

Herr und Frau Österreicher
 
11.03.2010 10:27
hibiskusblüte
 
11.03.2010 00:26
deutsch wird nicht benötigt?

ich meine, dass leute, die kein deutsch können, es einfach nicht brauchen.
es wird sowieso jedem geholfen. in zig firmen und krankenhäusern arbeiten menschen, die viele versch sprachen beherrschen und dolmetschen.
oder es werden einfach die kinder überall hin mitgenommen, die dann vermitteln.
es funktioniert anscheinend für diese leute.
wenn jedem überall geholfen wird, braucht man halt die sprache auch nicht erlernen. ganz einfach

Pole
09.03.2010 20:34
"Wir haben in Maria Enzersdorf eine Moschee. Dort wird nicht erlaubt, dass Frauen an die Volkshochschule gehen und den Sprachunterricht besuchen. Dann bieten wir diesen Sprachunterricht eben an der Moschee an,"

Halte ich integrationstechnisch gesehen für eine katastrophale idee!
In Österreich hat Frauen nichts verboten zu werden, schon gar nicht Bildung ... das Thema haben wir glücklicherweise seit längerem halbwegs zufriedenstellend bewältigt. Ein derartiges Entgegenkommen käme einem Gesichtsverlust unserer Gesellschaft gleich - oder kann sich jemand vorstellen, daß der türkische Staat in den christlichen Kirchen von Ankara (falls es dort sowas überhaupt offiziell geben darf) deutschkurse für integrationswillige Österreicher abhält?!
Ansonsten ein feines Statement, ich kann Ihre Ideen auch als nicht - schwarzblauer nur befürworten, Herr Spindelegger!

agarthianer
09.03.2010 17:15
türkisch-stämm. Frauen wollen Deutsch lernen

werden aber von bestimmten Kreisen behindert :
http://inge09.blog.de/2010/03/0... n-8144496/

Ludmilla von Country de la Musica
09.03.2010 16:53
Möchte auf das Posting eines anderen Users verweisen, weil es sonst vllt untergeht

http://derstandard.at/plink/126... 6/15914321

Es geht lediglich um Stimmungsmache - wie billig!

Da hilft nur Lagavulin!
09.03.2010 14:04
Ohne Deutschkurs keine Sozialleistungen - das ist falsch.

Solzialleistungen nur, wenn man auch die entsprechende Prüfung danach geschafft hat.

springflower
09.03.2010 08:04
Hauptursache für die schlechten Deutschkenntnisse

von Kindern mit Migrationshintergrund ist die Weigerung ihrer Eltern, zu Hause Deutsch zu sprechen oder auch nur mit den Kindern zu üben.
Nur so ist es möglich, dass selbst in 3. Einwanderergeneration in Österreich geborene Kinder
völlig ohne Kenntnis der deutschen Sprache in den Kindergarten kommen. Warum werden diese Eltern nicht mit Sanktionen belegt - z. B. Einbussen bei Transferleistungen. Diese Nicht-Mithilfe bei der Integration kostet den österreichischen Staat riesige Summen, weil diese Kinder ständig sonderpädagogische und sonstige Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen müssen.

heinz strobl
 
13.03.2010 18:47
schwachsinn

dann passiert der gleiche Blödsinn wie in der Türkei wo Abchasische Eltern den Kindern ein defizitärres Türkisch als Muttersprache beibringen.Spindelleger und auch der Poster haben keine Ahnung von Migranten und ihre Situation und noch weniger wie Sprache erworben wird .Sprachwissenschafter werden leider auch nicht gefragt.Anscheinend sind beim Sprachunterricht alle Experten.Ganztagsschule wäre für alle gut.Sprachfestellungen sind gar nicht so einfach.Aber man macht es sich einfach.Selbsbewußtsein ist viel wichiger als Deutsch lernen aber für die Politik ist es angenehm Defizite bei anderen zu suchen.Bei den Ehepartnern von Schlüsselkräften werden die Deutschkenntnisse vermutet.Aber die Putzfrau soll lernen.zum kotzen

ElGuancho1
09.03.2010 02:59
Des

is in Chinatown oder in Paris in den Handelsvierteln auch überhaupt kein Problem...
oder in Little Italy hat man die Itaker auch Itaker sein lassen...
Warum kein Klein-Istanbul nach österreichischen Regeln?
Was juckt uns des? Mich nicht.

die Typen hackeln den ganzen Tag, und können trotzdem ka gscheits Französisch/Deutsch/Englisch, und sind schon seit ewig da.
Und die Österreicherin die dort unten einkauft redet einen Mix aus Handfuß-Englisch-Deutsch-Französisch und der Inder verstehts durch Telepathie und weiss das sie 300 Schals kaufen will...

Mir ist das völlig wurscht ob der Deutsch kann!
Und wenn er nur mit seine Kollegas aus der Türkei abhängt weil er sich mit denen eben besser versteht is mir auch wurscht solange er mei Freundin

also dann ...
08.03.2010 15:59
ä h m ... ein tipp mr. spindelegger : b e v o r ... sie ins gesellschaftrspolitische ab-gleiten

eine für alle staatsbürger wichtiger hinweis :
alleine wenn die ö v p ...
ihren freunderln + jägern + IV-stifterln raten würde,
weniger STEUERN ZU HINTERZIEHEN ...
bräuchte man keine grossen belastungen der arbeitseinkommen - die ja vor der haustüre stehen.

mit heisser luft ... gewinnt man kein match !

newy1234
08.03.2010 15:35
Auslaenderanteil in Schulen

Ich hoere ueberall nur, dass der Auslaenderanteil in den Schulen ein Problem ist.
Warum?
Ein Kind kann dem Unterricht nicht folgen, da es kaum Deutsch spricht, dann bedeutet dies fuer mich dass diese Kinder zusaetzliche Foerderung in der Sprachausbildung benoetigen, jedoch nicht dass das Niveau der Ausbildung gesenkt werden soll. Denn diese Senkung vermehrt die Ghettobildung, und nimmt den Kindern die Chance sich in dieser Gesellschaft zu integrieren.

Ludmilla von Country de la Musica
09.03.2010 15:30
Danke, das sehe ich auch so!

Leider ist diese Sichtweise nicht allzu populär derzeit. Ändert sich hoffentlich wieder!

capoeira17
 
08.03.2010 12:45
wirklich ernst gemeint?

Es sind immer die gleichen die die mangelnde Sprachkenntnisse der Migranten kritisieren: nämlich die jenigen die mit Migranten oder Ausländern NICHTS zu tun haben wollen, sondern nur verhindern wollen, dass diese irgendwelche Sozialleistungen bekommen!!

egsi
08.03.2010 10:55
rechtsextremer code

die junktimierung deutschlernen - sozialleistung ist eindeutig ein rechtsextremer code, wie ihn sonst die fpö gebraucht. bedeutet soviel wie "ausländer sprechen kein deutsch und sind sozialschmarotzer". eigentlich der bewei,s dass rosenkranz in wirklichkeit die kandidatin der övp ist, oder zumindest implizit durch "unterlassung" der aufstellung eines eigenen kandiidaten unterstützt wird. pröll hält ja auch moslems für "artfremd". quo vadis, austria?

Sibylle Rosenstrauch
08.03.2010 09:20
Deutschunterricht + muttersprachlicher Unterricht!

ALLE WissenschaftlerInnen sind sich mittlerweile einig, dass eine wirkliche Sprachkompetenz in der Zweitsprache nur erwerben kann, wer auch die Muttersprache beherrscht und in ihr entsprechend gefördert wird. Die ausländischen SchülerInnen benötigen demnach neben Deutsch auch muttersprachlichen Unterricht. Was muss man tun, dass diese Erkenntnis bis zu den PolitikerInnen durchdringt?

Altered States
 
12.03.2010 10:02
ad. Muttersprachlicher Unterricht

Das stimmt! Warum wird das nicht berücksichtigt? In Finnland funktioniert das.
LG

super cat
08.03.2010 13:15

Zwischen Spracherwerb bei Kleinkindern und Spracherwerb bei Erwachsenen gibt es Unterschiede.
Die Fähigkeit im entsprechenden Umfeld eine weitere Sprache wie die Muttersprache zu erlernen bliebt ca. bis zum 12. Lebensjahr erhalten. Bei Erwachsenen erschwert mangelnde Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz in der Muttersprache das Erlernen einer Fremdsprache. Wie gut ein Kind mit Migrantenbackground die Sprache der Eltern spricht ist eigentlich dessen Problem, nicht das der Schule. Ein Kindergarten/Volkschulkind muss nicht türkisch in Wort und Schrift beherrchen bevor es Deutsch lernt.

Walter Bimini
08.03.2010 13:35
im grunde geht es diesen leuten nur um zusätzliche posten für migranten in der lehrerei

aber nachdem sich der staat bald vieles nicht mehr leisten wird können, ist es ohnehin ein streit um des kaisers bart oder anders gesagt, diese leute strengen sich ganz umsonst an. laut orf schrumpfen z.b. seit 2009 auch die beiträge zum staatlichen pensionssystem. und das ist nur eine tatsache von vielen woran man erkennen kann - so man etwas erkennen will - daß nicht nur der griechische staat jetzt bald sparen wird müssen und zwar nicht nur bei den pensionisten, sondern auch bei der bürokratie.

Tom Lindner
08.03.2010 12:57

Das ist richtig und die Politiker wissen das auch. Die Frage ist nur, wer den muttersprachlichen Unterricht von Mirgantenkindern aus 100 verschiedenen Ländern, Kulturen und Sprachen finanzieren soll. Wenn beispielsweise ein einziges Kind mit bulgarischen Eltern eine Schule besucht - soll dann nur für dieses eine Kind ein Bulgarisch-Lehrer bezahlt werden? Das wäre ein gefundenes Fressen für Strache & Co. - und zwar zu Recht!

Walter Bimini
08.03.2010 09:31
einigkeit beweist bestenfalls, daß die dummheit auch in der sogenannten "wissensaft" weit verbreitet ist.

die gewinnung von erkenntnis, indem man demokratisch darüber abstimmt, hat noch nie funktioniert.
sprachlich nicht besonders begabten menschen - und das werden in der regel, die sein, die schon mit einer sprache schwierigkeiten haben - tut man nichts gutes, wenn man sie mit zwei sprachen quält.

Sibylle Rosenstrauch
08.03.2010 10:23

Die WissenschaftlerInnen einigen sich auch nicht demokratisch, sondern in einem Diskurs, der nachvollbar ist, weil er auf Argumenten und Forschungsergebnissen beruht. Und wer muitreden will, muss sich mit der Materie auseinander setzen, auch wenn es mühsam und anstrengend ist.

Walter Bimini
08.03.2010 12:32
wie der diskurs in der "wissensaft" ablaufen kann,

kann man ja den emails der global warming "wissensaftler" entnehmen. abweichende meinungen werden mit allen zur verfügung stehenden mitteln bekämpft und ausgegrenzt. besonders schlimm ist immer bei den wissenschaftlichen zuarbeitern für politische ziele wie in diesem fall.

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