"Da würde jeder durchdrehen"

5. März 2010, 18:32
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    Adolf Sailer

Adolf Sailer, gebürtiger Innviertler, wanderte im Jahr 1994 aus, um in Fukuoka, Japan, das Kaffeehaus und die Bäckerei Sailer zu gründen

STANDARD: Sie haben 1994 in Fukuoka ein Kaffeehaus und eine Bäckerei eröffnet. Stehen Sie noch unter Kulturschock?

Sailer: Den überwindet man nie.

STANDARD: Woran wollen Sie sich gar nicht gewöhnen?

Sailer: Die Japaner sagen immer "hai" (ja), auch wenn sie "nein" meinen. Nur um niemanden zu beleidigen oder ihr Gesicht nicht zu verlieren. Das kann für Ausländer sehr anstrengend sein.

STANDARD: Womit haben Sie in der Gründungsphase gekämpft? Womit kämpfen Sie heute noch?

Sailer: Mit der Genauigkeit der Japaner. In Österreich würde jeder durchdrehen, wenn alles zwei- bis dreimal kontrolliert wird. Und zu Beginn war es finanziell hart. Das ist schwierig in Worte zu fassen - man muss es einmal erlebt haben.

STANDARD: Sie kommen aus einem Traditionsbetrieb - Ihre Vorfahren waren alle Bäckermeister. Was hätten diese zu Ihrem Fortgang gesagt?

Sailer: Sie hätten mich sicher voll unterstützt. Wie mein Vater eben - mit Geld und Ratschlägen.

STANDARD: Was gibt Ihnen Halt?

Sailer: Mein Lebenspartner. Das ist wohl auf der ganzen Welt das Gleiche. Wenn keine Liebe vorhanden ist, ist es auch in Österreich schwierig, Kraft zu sammeln.

STANDARD: Haben Sie Heimweh?

Sailer: Ja, öfters sogar. Ich glaube, da lügt sich jeder an, wenn er sagt, er habe keines.

STANDARD: Haben Sie weitere Geschäftsideen?

Sailer: Vielleicht werde ich ein kleines Wirtshaus mit österreichischem Essen eröffnen. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.3.2010)

Kommentar posten
12 Postings
liebes oesterreich
00
29.5.2010, 23:06

Also ich bin ja in Japan geboren, und habe in Japan technische Physik studiert. Ja die Menschen sind sehr sehr anstrengend. Meine Mutter (Philippinin) erzählt heute noch wie schwer es für sie war dorthin zu emigireren. So als Jüdin halt. Jetzt leben wir in Wien. Viel schöner hier im Gemeindebau Goethe Hof.

Loris
00

ich wette, dass dieses interview schon einmal veröffentlicht wurde, und zwar hier im online-standard.

tokyo
01
Word-Rap...

...Ihr Kommentar in 60 Sekunden!

Adi, bist ja sonst nicht so kurz angebunden :)

kiwi99
04
bin sonst auch für kurze prägnante Informationen

.. aberein bißl mehr wär da nicht schlecht gewesen

El Clandestino ****
03
was soll....

.....das jetzt

ich wäre an mehr als nur servus baba interessiert; würd selber gern in japan arbeiten!!!!

das ist doch kein interview leute;

catfish eyes
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Berliner Zeitung, "Finden": Autoren Andreas Wallner oder Bernhard Bartsch, da kriegst du, was du suchst.

geilhuber
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In Seoul gibt es ein original oesterreichisches Restaurant,gefuehrt und bekocht von C. Meillinger, einen gebuertigen Salzburger. Dort gibt es Wuerstel,selbstgemacht vom Chef und gute Hausmannskost wie in Oe. Siehe Auszug aus einer lokalen Restaurantkritik:


By Cathy Rose A. Garcia
Staff Reporter (Korea Times)

In our search for authentic Austrian food in Seoul, several people recommended Chef Meili's, a new restaurant owned by former Hilton Hotel executive chef Christian Meilinger. Chef Meili's, located on the second floor of the building near Gecko's Terrace in Itaewon, may not seem like much from the outside. But once you enter the restaurant, there is a warm, down-to-earth atmosphere.......

Misik nervt
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soll das bild in schwarz/weiß optisch dem darüberliegenden gleichen? wirkt etwas.. eigenartig..

VanM
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wie wahr...

Bin auch grad für ein paar Monate in Japan, er hat wirklich recht, es ist manchmal echt anstrengend! Aber die Menschen sind immer nett hier.
Schade das das Interview nur ein paar Sätze lang gegangen ist...
Aber gut zu wissen das dort ne österreichische Bäckerei ist vielleicht werd ich ihm mal besuchen.

Der Waehlerwille
 
02
viel zu kurz :-/

eleon
05

was war denn das? nicht mehr als 2min zeit gehabt?

schade.

taranto1
014
Ganz einfach...

E-Mail-Verkehr nach Japan ist teuer :-)

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