Webanalyse schließt oe24.at aus

5. März 2010, 17:46
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    Teil des "Update"-Interviews mit Martin Gaiger.

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    Die Web-Analyse schloss Wolfgang Fellners Onlinedienst aus.

Verstoßen Mitglieder gegen die Statuten oder gegen die Interessen der Web-Analyse ÖWA, kann sie der Trägerverein ausschließen - Die ÖWA trennte sich von oe24.at wegen eines Interviews ihres Managers

Das Verhältnis zwischen Webanalyse (ÖWA) und dem Onlinedienst von Österreich war schon länger gespannt. 2009 erhielt oe24.at von Juni bis September keine Zugriffsdaten und fehlte in der darauf basierenden Reichweitenstudie ÖWA plus. 

Die beiden Studien sind die wichtigsten Web-Messinstrumente in Österreich. Österreich- und oe24-Gründer Wolfgang Fellner hat 2009 das in einem autorisierten Interview über Google-Messinstrumente und die Web-Analyse bestätigt: "Letztendlich kann man nur nach der ÖWA gehen."

2009 kappte ihm die Web-Analyse die Daten wegen "grober Verstöße" gegen Richtlinien: Trotz mehrerer Hinweise hätten Österreich und oe24 "zum wiederholten Male Unique Clients mit Unique Usern, Besuchern, Lesern oder Österreichern gleichgesetzt".

Ab Oktober wies die ÖWA oe24 wieder aus, im November erschien ein Interview mit dessen Geschäftsführer Martin Gaiger im Branchenmagazin "update". Er habe "viel Kritik hinsichtlich der Komplexität des Datenbestandes und der Bedienbarkeit gehört". Die Werbewelt teile sich in zwei Lager. Das größere "versteht etwas vom Geschäft und muss nicht nur auf ÖWA-Zahlen vertrauen, sondern setzt vor allem auf konkrete Leistung und Service."

ÖWA-Manager Hannes Dünser bestätigt gegenüber dem STANDARD, dass der Trägerverein oe24 wegen dieses Interviews "einstimmig" ausgeschlossen hat. Er verweist auf Ausschließungsgründe wie den "Verstoß gegen die Statuten beziehungsweise gegen die Interessen des Vereins". Gaigers Aussagen liefen auf "massive Herabwürdigung des Vereins und seiner Tools hinaus".

Fellner und Gaiger wollten sich Freitag zunächst nicht zu dem Ausschluss äußern. Intern kursierte die Argumentationslinie: Man wundere sich, dass ein Verein voller Medien so mit Meinungsfreiheit umgehe. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 6./7.3.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
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Ein Mahner
10
10.3.2010, 11:38
Es ist doch egal

ob ÖWA oder MA oder was sonst noch, keine dieser pseudowissenschaftlichen Untersuchungen hat auch nur irgendeine relevante Bedeutung, da sie samt und sonders nichts anderes sind, als Kaffeesudleserei. Keine Analyse wird seriös durchgeführt, die Institute sehen diese ganzen Umfragen nur als einfache Möglichikeit, Unsummen zu lukrieren.

Com Pirx
10
10.3.2010, 10:34

Das is ein ziemliches Armutszeugnis für die ÖWA.

holy genstadt
01
11.3.2010, 13:51
hallo herr fellner!

kannte diesen nick von ihnen noch gar nicht!

Cape Code
00
ich würde von fellner jederzeit

einen gebrauchtwagen kaufen. und mit österreich-abos bezahlen. solange es noch geht.

Onlineguru
 
00
Klickqualität

Wie schon oben angesprochen kommt es doch bei Onlinemarketing darauf an, wie hoch die Qualität der Klicks - sprich: der potentiellen Kunden, die ich mit meiner Kampagne ansprechen möchte - ist.

ich konnte dank Ihrer Hilfe nun feststellen, dass in manchen meiner Kampagnen eine IP Adresse anscheinend absichtlich oft vorkommt.

ich kann nur empfehlen, Ihre IP-Adress-Analysen (sofern vorhanden) über http://www.ripe.net/ zu prüfen. Ich denke, manche von Ihnen werden erstaunt sein.

Mein Entschluss steht jedenfalls fest.

Der Ohrensohn
00
12.3.2010, 23:13

ich habe dieselbe beobachtung gemacht.

wenn man die oe24 menschen auf nicht passende clickrates anspricht, passen die rates prompt am nächsten tag wieder "zufällig" ...

und ja, die ip die ich zurückgetraced habe, hat mich ebenfalls erstaunt.

Onlineguru
 
00
15.3.2010, 08:12
für mich klar...

bitte überprüft alle, wie sich eure IP Adressen bei euren Kampagnenklicks zusammensetzen und die Clickraten / Tag entwickeln.

Sollte dieser Umstand generell der Fall sein, ist das Betrug im großen Stil und sollte angezeigt werden.

Enduser
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Klicks

Verstehe ich die Aussage richtig?

Sie meinen das hier von einer IP Adresse auffällig viele Klicks kommen. So auffällig, dass sich das mit Wahrscheinlichkeiten nicht mehr erklären lässt?

Onlineguru
 
00

sagen wir so: die wahrscheinlichkeit dieser IP-konstellation ist niedriger als die eines euromillionen-gewinns.

Enduser
00

wer wird dann oe24 noch buchen ?

wenn es bei der reichweiten messung so ungenau hergeht, dass die oewa einen schlussstrich zieht.

und wenn ich jetzt noch lese, dass offensichtlich auch bei den Ergebnissen der kampagnen die unwahrscheinlichsten dinge reportet werden.

hat diese plattform als werbeträger für seriöse mediaplaner wohl ausgedient.

bin gespannt wer sich noch drüber traut, dort Geld zu lassen.

Aufwachen !

Roland Kreutzer
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Klick? Nicht doch...

So nebenbei zum Thema:
Onlinewerbung wirkt ohne Klick, der ist aber sogar kostenlos dabei ;-)

http://www.tripple.net/ad-locato... ?nnr=18834

Tipp: Wenn Performance gemessen werden soll, dann inkl. Postview und Conversion, denn der Klick führt in der Messung in die Irre. Ansonsten den Klick nicht einmal ansehen. Und schon gar nicht die Werbemittel darauf auslegen - dann leidet die Merkbarkeit der Inhalte der Werbeformen.

Onlineguru
 
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schleichwerbung? ;-)

nachdem es in meinen Kampagnen um eindeutige Klick- bzw. Auftragsgenerierung geht, muss ich allerdings widersprechen.

Postclicktracking wird sowohl auf Adserverseite, als auch direkt auf unserer Website doppelt durchgeführt, um auch die Zähldifferenzen und Conversion "ankommende Klicks" zu zählen.

Dennoch wäre ich gespannt, was Herr Gaiger zu diesen Tatsachen zu sagen hat - er stellt sich ja offen allen Problemen... sehr zweifelhaft!

Roland Kreutzer
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Nicht widersprechen, lesen ;-)

Klicks sind der kleinste Teil der Leistung, ohne PostVIEW-Tracking entgeht der größere Teil. Zähldifferenzen sind da vollkommen egal, wenn man das komplette Bild nicht sieht. Im Schnitt zeigen die Klicks nur 20%, aber bei hoher Varianz, also nicht prognostizier- und hochrechenbar. Klicks zu messen macht einfach keinen Sinn bei optisch wirkender Werbung (also alles, was nicht Textanzeigen sind). Wenn doch (Umkehrschluss), dann macht man einen Fehler mit der Kampagne und versenkt Geld.

Onlineguru
 
00

ganz schön keck, herr kreutzer ;-)

postviews werden natürlich - wie in jedem seriösen servertracking - auch mitgezählt.

textanzeigen als klickbringer sind natürlich nicht wegzudenken, dennoch werden uap formate auch zur klickgenerierung verwendet. so auch mit medien besprochen und als ziel klar definiert.

am ende des tages muss ein produkt verkauft werden - bei jeder marketingaktion. dieses ziel wird immer verfolgt. ev. in verschiedenen formen, je nach produktpalette.

Roland Kreutzer
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Nun, dann sollten die Zahlen zeigen, wie wenig Leistung der Klick in dem ganzen Zusammenhang bringt. Das Meiste müsste der View mit einem kurzen Delay bringen - wenn nicht, stimmt am Werbemittel (oder der Marke <g>) etwas nicht.

Nachdem wir nun schon weit OT sind, werde ich mich nun mit Popcorn zurücklehnen und nur mehr lesen. Vielleicht nehm ich das Thema in meinen nächsten Blogbeitrag für tiefergehende Analysen... ;-)

Ich bin unschuldig, aber nicht ganz.
00
oe24 ist ein Superhaufen an bunten Pixeln.

So what!

Wie lange dauerts, dass ich kräftig bezahlt werde, umm ÖSTERREICH zu abonnieren oder oe24 anzuklicken?
(Dann überleg ich mir es vielleicht ...)

Caroline Schmelz
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ich kann nur wiederholen:

das verschwörungsgejammer der ö-partie ist zu ignorieren. da gibt es acht rivalisierende greißler. einer verkauft gammelfleisch, hybridschinken, listerienquargel, und das seit jahren und trotz abmahnung. daraufhin üben die anderen sieben branchenhygiene. dass es sie außerdem freut, einen mitbewerber losgeworden zu sein, ändert überhaupt nichts an der erforderlichkeit der maßnahmen.

ellington
02

ja das traurige ist ja, sobald jemand irgendwie mit einem fuss im matsch steht, wird versucht so viel wie möglich in weiter hineinzustossen um von seinen eigenen versagen und negativen seiten abzulenken. ich finde es eine eher pubertäre angelegenheit von den leuten der öwa (die wohl bemerkt von den anderen verlagen meist sind) von ihren eigenen "schwarzen seiten" abzulenken, indem sie mit dem finger möglichst plakativ und aufsehenerregend auf jemanden zeigen der gerade im ultravioletten rampenlicht steht.

Onlineguru
 
02

wenn oe24 wirklich so unschuldig ist, warum beweist dann niemand, dass die Anschuldigungen zu unrecht geschehen sind? warum gibt niemand antworten, die kein leeres gewäsch, sondern fakten sind?

die "opferrolle", in die sich oe24 gerade fügt, hat man ja bei diversen "lobesparolen" auch nicht vernommen, warum plötzlich in die defensive gehen? haben sie etwa etwas zu verbergen? eventuell dass alle anschuldigungen stimmen?

ich habe dem medium eine chance gegeben, die die leitenden köpfe im hause oe24 einfach immer wieder missbraucht haben. wie viele chancen wollen sie noch? irgendwann ist schluss.

JETZT!

ellington
10

die verlage so auch dieser hier stehen sich um nichts nach. rechts in der artikel-spalte "2,1 mio Clients: rekord für derstandard.at" - Das Dachangebot legt...... und oe24 kritisieren sie, dass sie ihre websites ebenfalls als ein dachangebot ausweisen. hm...... hier gehts nicht um chancen, hier gehts um wettbewerb. du vergleichst hier die werbetreibenden der oe-herrn mit der printausgabe. die haben nicht so viel zu tun miteinander. lies den artikel. und jeder hat etwas zu verbergen. ich möchte dich aber nicht noch weiter in rage. ich sehe hier eher den wettbewerb leiden bzw. das nunmehr von allen beteiligten (öwa + andere verlagen) sich "über oe24" stellen. mutwillig einen betrieb zuerstören?

Onlineguru
 
11

vielen Dank für dein Statement.

ich denke, du hast die postings falsch verstanden. es geht nicht darum, dass oe24 ein dachangebot ausweist, sondern lediglich darum, dass zahlen verfälscht werden.

standard schreibt "2,1 mio clients". das ist schlichtweg einfach der richtige begriff. es gibt regeln, an die sich jeder hält, außer oe24. warum ist das so? ich gehe davon aus, dass du aus besagtem haus bist - hast du die antwort, auf die wir alle warten?

"rage" ist ein wenig übertrieben oder?

die konkurrenz hat den betrieb sicher nicht zerstört, das hat sich oe24 selbst zuzuschreiben. jeder weiß, dass es vereinsstatuten gibt. jeder hält sich dran. oe24 nicht.

ellington
00
10.3.2010, 11:53

nein bin nicht aus dem haus. ich versuche lediglich objektiv und neutral zu bleiben. mich interessiert es nicht, sich auf die seite der mehrheit zu stellen. das mit "dachangebot" war lediglich ein beispiel, weshalb die oe24 kritisiert wurde. bez. der "clients" hier auf der platform, gibt es keine referenz, wie es standard meint. d.h. wenn oe24 seinen bisherigen begriff mit "clients" ersetzt passts wieder. das ganze entfernt betrachtet - warum nach 5 montaten plötzlich jemand draufkommt, dass ihm das interview nicht passt - 5 monate?!?! da steckt glaube ich mehr dahinter (wie gesagt, oe24 hat niemanden bei der öwa, die meisten anderen verlage schon) - da möchte irgendjemand vielleicht wichtig sein, der das interview (5monate ale) gesehen hat

eitivi eibetsch
24

Die Öwa ist zwar träge aber misst verlässlich den Markt. Als Marktwährung sind die Zahlen der öwa anerkannt. Und es ist verständlich das die öwa sich nicht laufend von einem Mitglied ans Bein pinkeln lassen will bzw. nicht tatenlos zusehen kann wenn ein Mitglied durch falschen Umgang mit den Zahlen an der Glaubwürdigkeit der Marktwährung sägt. oe24 war mehrmals vorgewarnt und hätte entweder austreten oder die Kritik im passenden Rahmen anbringen können. Alle anderen schaffen es ja auch, sich an die Spielregeln zu halten. Doch während ein paar Medien hier untereinander mit Sandkastenspielen beschäftigt sind, entstehen Agenturgruppen die mit den Medien bald Schlitten fahren. Ein Blick nach D reicht.

Martin Gaiger
21
nur weil's nichts anderes gibt, ist es noch nicht gut

Ja, die ÖWA ist träge und die ausgewiesenen Daten oft fragwürdig. Wer über das Zustandekommen der letzten ÖWA Plus Bescheid weiß, wird nachdenklich. Die ÖWA zählt einzelne Seiten und nicht den Markt - zu dem auch oe24 als 2.größtes Medienangebot nach dem ORF gehört. Die Kritik war im Rahmen und berechtigt. Das kann und muss so ein Verein "aushalten". Hier geht es nicht um Spielregeln sondern deren Auslegung und Machtmissbrauch. Und völlig richtig: Sandkastenspiele statt das Geschäft im Auge zu behalten.

Onlineguru
 
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Es wird zwar in der ÖWA nicht getrackt, aber als Kunde würde ich gerne wissen, ob ich diese Zahlen auch in Ihren Google-Zahlen präsentiert bekommen habe. Ich denke nicht.

Noch eine Frage habe ich an Sie: warum, wenn man schon zum x-ten Mal gewarnt oder sistiert wird, lernt man nicht? Absicht?

Ich bin auf Ihre Reaktion gespannt und hoffe auf sachlich fundierte Antworten auf meine Fragen.

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